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Dienstag, 16. Juni 2020

Die Welt, in der der Mensch sich bewegt, ist immer auch eine Fiktion


Interview Die Welt, in der der Mensch sich bewegt, ist immer auch eine Fiktion, sagt der Philosoph Markus Gabriel
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Das Homeoffice ist für einen Philosophen vermutlich vertrautes Arbeitsterrain. Ich sprach am Telefon mit Markus Gabriel. Auch ohne virtuelle Anschauung per Videochat ließen die Verweise ahnen, dass sich der Philosoph in seinem Arbeitszimmer zu Hause aufhielt. Beglaubigt wurde das auch dadurch, dass Gabriels Nachwuchs sich kurz vor Ende des Gesprächs bemerkbar machte und anstelle von „Fiktionen“ den konkreten Familien-Alltag einforderte. Warum es „die Welt“ dennoch nicht gibt, erklärt Gabriel in einem Buch, das kürzlich bei Suhrkamp erschien.
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der Freitag: Herr Gabriel, in Ihrem neuen Buch wollen Sie nichts Geringeres, als eine neue Erkenntnistheorie zu formulieren. Dabei spielen Begriffe wie „Fiktion“ und „Imaginäres“ eine wichtige Rolle. Ist das angesichts von Fake News und Verschwörungstheorien, die momentan überall wie Pilze aus dem Boden schießen, nicht ein riskantes Unterfangen? 

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Markus Gabriel: Der Hauptgedanke des Buchs besagt, dass unser mentales Leben als freie geistige Lebewesen immer Elemente von Schein aufweist, also Elemente wie Ideologie, Propaganda, ästhetische Erfahrung und so weiter. Es gibt zwar in der philosophischen Tradition vor allem Wahrheitstheorien, aber es gibt bisher kaum Täuschungstheorien. Und deswegen greift das Buch jetzt dieses Thema auf. Die hochaktuellen, brandgefährlichen Fake News und Verschwörungstheorien sind zwar das Ergebnis der modernen sozialen Medien. Doch letztlich stehen wir nicht vor der Wahl zwischen begründeten Expertenmeinungen einerseits und Fake News andererseits. Denn all diese Modellierungen unserer Situation haben immer auch fiktive Anteile. Es gibt keinen Wissensanspruch von freien geistigen Lebewesen bezüglich ihrer eigenen Situation, der vollständig frei von Schein wäre.
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Was wir wissen, beruht zum Teil auf Fiktionen. Ein atemberaubender Gedanke. Was sind überhaupt Fiktionen? 

Fiktionen sind Bilder unserer Lage, die über das hinausgehen, was uns unmittelbar sinnlich präsent ist. Ich kann eine Liste machen, wie mein Laptop aussieht oder wie sich Ihre Stimme anhört und so weiter. Das ist das unmittelbar Gegebene. Sobald ich mir vorzustellen versuche, wie das Zimmer aussieht, in dem Sie sitzen, oder meine Erwartung dessen, was Sie von mir hören wollen – alles das gehört in den Bereich der Fiktionen.

Und wozu brauchen wir solche Fiktionen? Ohne Fiktionen können wir keine Elemente in den Szenen identifizieren, in denen wir uns befinden. Die Situationen, in denen wir uns befinden, sind immer tief geprägt von Fiktivem. Hätten wir keine Fiktionen, gäbe es überhaupt gar kein sinnvolles Leben, sondern nur zusammenhanglose Erlebnis-Fragmente.

Neben dem negativen Bereich der Fake News denken die meisten bei Fiktionen vor allem an Romane oder Kunst. Als die Menschen erstmals einen Löwen an die Wand malten, anstatt ihn nur zu jagen, begann mit dieser Repräsentation ihrer selbst eigentlich die Menschheitsgeschichte. Das ist der Ursprung des freien Willens. Der Hauptort der Selbstverständigung des Menschen als Mensch und eben nicht bloß als tierische Lebensform geschieht im Kunstwerk. Wir sind in dem Sinne fundamental kulturelle Lebewesen, weil wir überhaupt erst im Spiegel von Kunstwerken zum Menschen werden.
mehr:
- „Wir täuschen uns“ (Hans-Christoph Zimmermann, Freitag, 13.06.2020)
siehe auch:
- xxx (Post, )
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Sonntag, 7. Juni 2020

Der Technokratische Staat: von der Alternativ- zur Würdelosigkeit

Gerald Hüther | Würde – was uns stark macht | Neue Stadt Feldbach | vulkantv.at {5:53}

Vulkan TV
Am 09.10.2019 veröffentlicht 
Im Rahmen ihres Bildungsprogramms lud die Stadt Feldbach zu zwei Vorträgen des Hirnforschers Gerald Hüther. Der Neurobiologe und Autor weiß mit seinen Themen die Besucher stets zu begeistern.
Das Thema „Würde – was uns stark macht, als Einzelne und als Gesellschaft“ stand im zweiten Vortrag im Mittelpunkt - eine Ermutigung, das eigene Leben und das Zusammenleben mit anderen Menschen künftig stärker an den neurobiologisch verankerten inneren Kompass, der Würde als Mensch, auszurichten. 3.10.2019
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Hirnforscher: Wie Masken Verhalten verändern. Prof. Hüther, das ganze Interview zum Coronakomplex. {40:56}

Langemann Medien
Am 06.06.2020 veröffentlicht 
Hallo und willkommen im Clubderklarenworte.de zu einem Interview mit Professor Gerald Hüther, er ist Jahrgang 1951, Neurobiologe, Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und sehr erfolgreicher Sachbuchautor, der bekannteste Hirnforscher im Land.
Wenn Sie möchten das mehr Menschen dieses Video sehen, kommentieren Sie bitte kurz unter dem Video. Der YouTube-Algorithmus rankt dann das Video etwas höher in der Sichtbarkeit.
*** Wir verfolgen keine ideologischen oder parteipolitischen Interessen. Wir sind unabhängig und überparteilich und stellen diese Informationen aus staatsbürgerlicher Verantwortung zur Verfügung, können Irrtümer nicht ausschließen.***
Wir werden für unsere Arbeit nicht honoriert, von keiner Institution finanziert, auch nicht verdeckt finanziert. Das ist uns wichtig zu betonen, weil es unsere Unabhängigkeit garantiert. Wir investieren dennoch viel Zeit und Geld, auch in IT-Technik. Unser Betriebsstoff ist stets Kaffee oder eine gute Flasche Wein. Wenn Sie uns mit etwas Treibstoff unterstützen möchten, dann folgen Sie gerne diesem PayPal Link:
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Fühlen Sie sich geliebt? | Corona Aktuell (Gunnar Kaiser) {11:52}

RPP Institut
Am 07.06.2020 veröffentlicht 

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Sonntag, 13. Januar 2019

Was heißt es, dass psychische Störungen Gehirnstörungen sind?

Ein neurophilosophischer Versuch

Milliarden an Steuer- und anderen Geldern werden Jahr für Jahr in die genetische und neurowissenschaftliche Erforschung psychischer Störungen gesteckt. Dabei wird stillschweigend vorausgesetzt, dass sich die Probleme der Menschen auf dieser Ebene verstehen und behandeln lassen. Zehntausende Forscher gehen weltweit diesen Fragen nach und potenziell hunderte Millionen Patienten sind davon betroffen, was diese Forscher finden – oder auch nicht finden.

Die Frage, was psychische Störungen sind und auf welcher Ebene sie am besten beschrieben werden können, ist darum nicht nur theoretisch interessant, sondern auch unmittelbar praktisch relevant. Tatsächlich kritisierten einige führende Psychiater erst 2016 im British Journal of Psychiatry, dass der Neurohype in ihrem Fach zu viel Geld verschlinge. Für wichtige Ansätze etwa zur Suizidprävention, zur Förderung von Eltern mit psychischen Problemen oder für bessere Lernumgebungen für benachteiligte Kinder bleibe dann kein Geld übrig.

Von dem National of Institute of Mental Heath (NIMH), der vielleicht größten psychiatrischen Forschungseinrichtung der Welt, heißt es in dem Aufsatz, dass 85% des Milliardenbetrags, den das Institut Jahr für Jahr bekommt und in Forschung investiert, in die Neurowissenschaften gehe. Ob das Patienten jemals etwas nutzen wird, steht in den Sternen.

Das überrascht nicht, wenn man weiß, dass der vorherige NIMH-Direktor Thomas Insel psychische Störungen als "gestörte Schaltkreise" im Gehirn beschrieb und sein Nachfolger Joshua Gordon (seit 2016) sein eigenes Fach als "Schaltkreisepsychiatrie". Wenn ich so einen Aufsatz von Gordon lese, dann bekomme ich den Eindruck, dass in der Tat nur Schaltkreise behandelt werden – und dann auch nur solche von Mäusen oder anderen Nagetieren –, und nicht Menschen.

Damit befinden sie sich in der guten Gesellschaft des Physiologie-Nobelpreisträgers Eric Kandel, dem folgendes Zitat nachgesagt wird: "Alle psychischen Prozesse sind Gehirnprozesse und darum sind Störungen der psychischen Funktionen biologische Erkrankungen. Das Gehirn ist das Organ der Psyche. Wo sonst sollten sich psychische Störungen befinden, wenn nicht im Gehirn?"

mehr:
- Was heißt es, dass psychische Störungen Gehirnstörungen sind? (Stephan Schleim, Telepolis, 11.01.2019)

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Cum hoc ergo propter hoc (lateinisch für ‚mit diesem, folglich deswegen‘) bezeichnet den Fehlschluss der Scheinkausalität, bei dem das gemeinsame Auftreten von Ereignissen (Koinzidenz) oder die Korrelation zwischen Merkmalen ohne genauere Prüfung als Kausalzusammenhang aufgefasst wird. Doch impliziert eine Korrelation noch nicht Kausalität (englisch Correlation does not imply causation), auch wenn der Zusammenhang kausal scheinen mag (Scheinkorrelation). Ohne kausalen Zusammenhang aber erfolgt eine Zuordnung von Ursache und Wirkung willkürlich ohne fundierte Begründung. Will man ausdrücken, dass ein Fehlschluss nach dem Muster cum hoc ergo propter hoc vorliegt, so sagt man cum hoc non est propter hoc (lateinisch ‚Mit diesem ist nicht deswegen.‘).[Cum hoc ergo propter hoc, Wikipedia, abgerufen am 13.01.2019]
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Den Begriff „Kategorienfehler“ oder „Kategorienverwechslung“ (category mistake) führt Gilbert Ryle in seinem Hauptwerk Der Begriff des Geistes als Analyseinstrument zur Stützung seiner These ein, dass philosophische Probleme, die sich an Begriffe wie Geist, Wille oder Bewusstsein knüpfen, aus einer falschen Verwendung dieser Begriffe resultieren. Ein prominentes Beispiel dafür ist das Leib-Seele-Problem. Mit seiner Analyse will Ryle zeigen, dass solche philosophischen Probleme bei genauerer Betrachtung gar keine Probleme sind. Ryle sieht daher die Aufgabe der Philosophie darin, „Kategoriengewohnheiten durch Kategoriendisziplin zu ersetzen“.[1]
In Der Begriff des Geistes gibt Ryle zahlreiche Beispiele,[2] mit deren Hilfe er den Begriff des Kategorienfehlers zu erklären versucht. So spricht er etwa von einem Besucher der Oxforder Universität, dem die verschiedenen Einrichtungen wie Hörsäle, Seminarräume, Laboratorien, Mensa oder Bibliothek gezeigt werden. Der Besucher ist nach seinem Rundgang unzufrieden, denn er wollte die Universität sehen und stattdessen zeigt man ihm verschiedene Räume und Orte. Wenn der Besucher die Frage stellt: „Wo ist jetzt eigentlich die Universität?“, begeht er einen Kategorienfehler. Er verwendet den Ausdruck „Universität“ so, als gehöre er der gleichen Kategorie wie „Hörsaal“, „Labor“ oder „Mensa“ an. Ein anderes Beispiel ist Folgendes: Angenommen jemand berichtet davon, sich ein neues Paar Handschuhe gekauft zu haben und bekäme darauf zur Antwort: „Ich sehe, du trägst einen linken und einen rechten Handschuh, aber wo ist das Paar Handschuhe, von dem du sprichst?“ Der Fragende begeht den Fehler, den Ausdruck „ein Paar Handschuhe“ derselben Kategorie wie „rechter Handschuh“ und „linker Handschuh“ zuzuordnen.
[Kategorienfehler, Ryles Kategorienfehleranalyse, Wikipedia, abgerufen am 13.01.2019]
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Korrelation vs Kausalität: So lassen sich Statistiken manipulieren {2:20}

WirtschaftsWoche
Am 27.06.2016 veröffentlicht 
Wie bringt man Ursachen und Wirkungen zusammen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben? Ganz einfach: Indem man Kausalität und Korrelation bei Statistiken in falsche Zusammenhänge einbettet. Wie das geht, zeigen wir Ihnen in der 2. Folge unserer Serie "Schummeln mit Statistiken":
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Recherche, Text und Protagonist: Konrad Fischer
Video, Kamera und Schnitt: Maximilian Nowroth
Fragen, Anregungen, Lob und Kritik bitte an: video@wiwo.de
Lesen Sie mehr auf:
http://www.wiwo.de/my/politik/deutsch...

Eine geschichtlich nachgewiesene Scheinkausalität:
- Realitätsinterpretation: Das Unwetter an der Theiß (Post, 12.04.2008)

dazu einige Wittgenstein-Zitate zur Irreführung durch Sprache:
Die Philosophie ist ein Kampf gegen die Verhexung unseres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache. [Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen §109 (1953, posthum)]
Die Ergebnisse der Philosophie sind die Entdeckung irgendeines schlichten Unsinns und die Beulen, die sich der Verstand beim Anrennen an die Grenze der Sprache geholt hat. Sie, die Beulen, lassen uns den Wert jener Entdeckung erkennen.[Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen §119 (1953, posthum)]
Es ist eine Hauptquelle unseres Unverständnisses, daß wir den Gebrauch unserer Wörter nicht übersehen.[Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen §122 (1953, posthum)]
[…] unsere Sprache sich gleich geblieben ist und uns immer wieder zu denselben Fragen verführt. […] solange werden die Menschen immer wieder an die gleichen rätselhaften Schwierigkeiten stoßen, und auf etwas starren, was keine Erklärung scheint wegheben zu können.[Ludwig Wittgenstein, Vermischte Bemerkungen: Aus dem Nachlaß (1950/51), Suhrkamp, Frankfurt/Main, 1977, S. 163]

zur Situation in der Forschungsfinanzierung siehe:
- Ist die Psychopharmakologie verrückt geworden? – Kapitalismus-infizierte Wissenschaft (Post, 31.01.2016)
siehe auch:
Akademische Freiheit und politischer Druck (Post, 17.12.2018)
- Über Uber und die Käuflichkeit von Wissenschaft (Post, 12.11.2018)
- Tödlicher Ernst – Die Pharmaindustrie ist eines der gefährlichsten Kartelle der Welt. (Post, 23.08.2018)
- ADHS: Werbung, Interpretation und Geld (Post, 28.03.2018)
- Zwei Hübe in die Nase, und der Antisemit strahlt! (Post, 06.11.2017)
Wissenschaft: frei oder nicht frei? (Post, 04.10.2017)
Der Penis ist schuld am Klimawandel! (Post, 25.05.2017)
Glyphosat: Wissenschaft im Kapitalismus (Post, 28.04.2017)
- Ein adretter Psychologe und BigData (Post, 06.12.2016)

Dienstag, 6. November 2018

Am Eingang zur Gaskammer stand »Brausebad«


Die Philosophie ist ein Kampf gegen die Verhexung unseres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache.
[Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen 109 (1953, posthum), zu finden bei geocities.jp]


Wie ließen sich mit so wenigen Mitteln so viele Menschen beherrschen?

Der folgende Text ist eine überarbeitete Fassung eines Vortrags, den ich im September 2016 auf der Ferienuni Kritische Psychologie an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin hielt. Die Ferienuni ist eine Initiative von Studierenden der Psychologie und Sozialwissenschaften, die sich für eine Woche ihren eigenen Lehrplan zusammenstellen. Dabei kommen Themen auf die Tagesordnung, die im regulären Hochschulbetrieb außen vor bleiben.

Mich interessierte die Frage, wie die Konzentrationslager der Nazis psychologisch so organisiert waren, dass es kaum zu Fluchtversuchen oder gar Aufständen der Gefangenen kam. Dabei verschlechterten sich die Bedingungen im Laufe des Zweiten Weltkriegs, der sich für Nazideutschland schlecht entwickelte, dramatisch. Der Krieg an mehreren Fronten band immer mehr Ressourcen, während das Elend der Gefangenen im Inneren ins Unermessliche stieg. Deshalb sollte man eigentlich eine Zunahme der Widerstandshandlungen erwarten.

Das KZ Dachau verdient besonderes Interesse, weil die Nazis dort schon sehr früh Oppositionelle einsperrten und es als einziges der frühen Lager bis zum Kriegsende bestand. Es war der Ort, an dem die perverse Psychologie von Überwachen und Bestrafen ausgefeilt und dann in die zahlreichen anderen Lager "exportiert" wurde. Es kann auch heute noch dank der Gedenkstätte besucht werden.

Der Vortrag, den ich am Morgen des 15. September 2016 in einem prall gefüllten Saal hielt, hat sich mir auch deshalb im Gedächtnis eingeprägt, da am Nachmittag eine kleine Gruppe von NPD-Mitgliedern am Platz gegenüber der Hochschule eine Kundgebung abhielt. Berlin befand sich im Kommunalwahlkampf.

Nach dem Vortrag darüber, was der Menschenhass in Deutschland schon einmal angerichtet hatte, standen also schon wieder neue Menschenhasser vor der Tür. Die kleine Gruppe wurde aber sehr schnell von hunderten Besuchern der Ferienuni eingekreist und schließlich von der Polizei in Sicherheit gebracht. Die NPD erhielt drei Tage später bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 0,6% der Stimmen.

Es gibt historisch ausführlichere Untersuchungen zu den Konzentrationslagern. Der folgende Text erhebt für sich nicht den Anspruch, einen Beitrag zur Geschichtswissenschaft zu liefern. Stattdessen sollen einige Aspekte der psychologischen und soziologischen Organisation der Nazi-Diktatur und des SS-Staats einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden.

mehr:
- Zur Psychologie des KZ Dachau (Stephan Schleim, Telepolis, 05.11.2018)

KZ Dachau - (Kurz-)Dokumentation | german/deutsch [HD] {10:28}

hasan çankaya
Am 29.05.2016 veröffentlicht 
Konzentrationslager (KZ) Dachau - Sie sehen eine (Kurz-)Dokumentation über das KZ Dachau. Die wichtigsten Infos wurden herausgesucht und mit zum Teil

American Army troops entering area of Dachau Concentration Camp, Dachau, Germany,...HD Stock Footage {1:04}

CriticalPast
Am 29.03.2014 veröffentlicht 
Link to order this clip:
http://www.criticalpast.com/video/656...
Historic Stock Footage Archival and Vintage Video Clips in HD.
American Army troops entering area of Dachau Concentration Camp, Dachau, Germany, near end of World War II
U.S. troops of the 45th Division, 157th Infantry Regiment,3rd Battalion, I Company,entering the area of Dachau concentration camp, in the final days of World War 2. They are seen escorting German prisoners of war, with their hands raised, along a railroad siding. U.S. troops in front of a railroad train of boxcars. A dead German soldier, face down on the ground. The U.S. troops follow the railroad track into area of buildings. One fires a browning automatic rifle from an elevated walkway.Others hunker down behind the walkway wall. U.S. rifleman fires on a roadway. Surrendering German soldier, carrying a white flag, is attacked by a concentration camp inmate, as several other liberated inmates stand nearby with U.S. soldiers, watching. Location: Dachau Germany. Date: April 30, 1945.
Visit us at www.CriticalPast.com: 57,000+ broadcast-quality historic clips for immediate download. Fully digitized and searchable, the CriticalPast collection is one of the largest archival footage collections in the world. All clips are licensed royalty-free, worldwide, in perpetuity. CriticalPast offers immediate downloads of full-resolution HD and SD masters and full-resolution time-coded screeners, 24 hours a day, to serve the needs of broadcast news, TV, film, and publishing professionals worldwide. Still photo images extracted from the vintage footage are also available for immediate download. CriticalPast is your source for imagery of worldwide events, people, and B-roll spanning the 20th century.

Audio: Das Böse und die Verantwortung. Hannah Arendt über Adolf Eichmann {53:05}

VolkswagenStiftung
Am 25.11.2016 veröffentlicht 
Diesen Impulsvortrag hielt Prof. Dr. em. Antonia Grunenberg, Gründerin des Hannah-Arendt-Zentrums (Universität Oldenburg), im Rahmen der Veranstaltung Herrenhausen EXTRA "Hannah Arendt - Welche Gestalt hat das Böse?" am Freitag, 28. Oktober 2016 im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover. Im Anschluss wurde ein Film aus dem Jahre 2012 über Hannah Arendt gezeigt.
Bild: Studentenausweis von Hannah Arendt, Heidelberg 1926 (Foto: Universitätsbibliothek Heidelberg)
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Donnerstag, 23. August 2018

Michael Hochgeschwender | Prof. für Nordamerikanische Kulturgeschichte

Michael Hochgeschwender | Prof. für Nordamerikanische Kulturgeschichte | SWR1 Leute {30:34}

SWR1 Baden-Württemberg
Am 21.08.2018 veröffentlicht 
Er ist katholischer Theologe und Geschichtsprofessor, er hat einen Lehrstuhl für Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Maximilians-Universität in München. Und Michael Hochgeschwender ist nicht nur ein gefragter Gesprächspartner wenn es um die Geschichte der USA geht, sondern auch um die Präsidentschaft des Donald Trump, um das Ende alter Sicherheiten und Gewissheiten und um eine bevorstehende neue Weltordnung.

Sonntag, 5. August 2018

Können Maschinen denken?

Der Turing-Test aus systemtheoretischer Perspektive

Alan Turing beantwortete diese Frage nicht unmittelbar, sondern indirekt über das mittlerweile praktisch durchführbare Gedankenexperiment eines "imitation game". Seine Antwort lautete, es könne zumindest nicht ausgeschlossen werden, dass Maschinen (Computer) denken können, wenn sie Kommunikation, etwa als Wechselspiel von Fragen und Antworten, derart gut imitieren, dass (durch Menschen) mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht entschieden werden kann, ob fragliche Kommunikation maschinell oder durch eine menschliche Person erfolgt.1️⃣ Dies zumal angesichts (damals zukünftiger) selbstlernender Maschinen bzw. Algorithmen, denen es in ihrer Anwendung möglich ist, eigene Strukturen zu verändern und damit potentiell die Simulation (?) der Kommunikation - bzw. des damit zusammenhängenden Denkens (?) - des "imitation game" fortlaufend zu verbessern.

Wir werden die eingangs gestellte Frage, bezugnehmend auf die Luhmannsche Systemtheorie2️⃣ und damit unter einem radikal anderen Blickwinkel als sonst üblich, relativ umstandslos und direkt beantworten können. Allerdings werden wir feststellen müssen, dass die schlichte, umstandslose Beantwortung der Frage durch die komplexen theoretischen Voraussetzungen der Systemtheorie erkauft sind. So ist etwa aus systemtheoretischer Perspektive keineswegs selbstverständlich, obgleich die eingangs gestellte Frage dies nahelegt, welche Instanz im Unterschied zum fraglichen maschinellen Denken fraglos Denken erlaubt.

Die scheinbar auf der Hand liegende Antwort, dass es sicherlich Menschen im Unterschied zu Maschinen sind, ist bei näherer Betrachtung keineswegs evident. Arme und Beine etwa gehören zweifellos zum Menschen, doch kommt diesen zumal amputierbaren Teilen "des Menschen" kaum eine wichtige Funktion beim Denkens zu. Weitere Überlegungen führen meist dazu, die Denkfähigkeit "des Menschen" im Gehirn zu verorten. Ist es aber fraglos das Gehirn, mittlerweile auch in Verbindung mit anderen Körperregionen, etwa dem Darm, welches denken kann? Dies eben im Unterschied zur fraglichen Denkfähigkeit eines "Computer-Gehirns"?

Schon diese schlichten Überlegungen zeigen, dass die Beantwortung der Frage, ob Maschinen denken können, eine differenzierte Betrachtung der fraglos Geltung beanspruchenden Prämisse dieser Frage erfordert. Nämlich, dass Denkfähigkeit, wenn vielleicht nicht pauschal im Menschen, so doch spezifisch im Gehirn zu verorten ist. Wir werden im Folgenden sehen, dass die Systemtheorie erlaubt, "den Menschen" in differenzierterer Weise zu betrachten, als sonst üblich.

Auch unseren Erwägungen gemäß erscheint einsichtig, mit der Systemtheorie zumindest drei Systemebenen zu unterscheiden. Neben einer psychischen, sich auf gedankliche Operationen beziehenden Systemebene, eine physische, auch das Gehirn bzw. das neuronale Netzwerk umfassende. Weiter ist sicherlich mit Blick auf "den Menschen" als soziales Lebewesen ein systematischer Bezug hinsichtlich kommunikativer Operationen zu unterscheiden.

mehr:
- Können Maschinen denken? (Jörg Räwel, Telepolis, 04.08.2018)

siehe auch:
- Donald Davidson, Vernünftige Tiere (Post, 13.02.2018)
Sind wir wie Roboter? (Post, 08.05.2015)
Ronald D. Laing (Post, 15.10.2012)
Heute vor 300 Jahren – 28. Juni 1712: Jean-Jacques Rousseau wird geboren (Post, 28.06.2012)
Die Infragestellung unseres Standard-Narrativs (Post, 13.03.2012)
- Ich fühle, also bin ich (Post, 23.11.2009)
Die Zen-Rivalen (Post, 01.04.2009)
Realitätsinterpretation… (Post, 08.04.2008)
Der gelbe Teufel (Post, 08.04.2008)
- Auf den Schultern eines Riesen … (Post, 04.04.2008)



Die für uns wichtigsten Aspekte der Dinge sind durch ihre Einfachheit und Alltäglichkeit verborgen. [Ludwig Wittgenstein, Quelle unbekannt]


Die Philosophie ist ein Kampf gegen die Verhexung unseres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache. [Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen 109 [1953, posthum]

Dienstag, 29. Mai 2018

Ein Zitat aus „Mein Kampf“: Zum Entstehen eines Mainstreams

Einer unserer freundlichen Leser macht uns nach Lektüre unseres Hinweises Nr. 10 vom 25.5. auf einen einschlägigen Text in „Mein Kampf“ aufmerksam. Zu Hitlers Text ist meinerseits noch anzumerken, dass er viel über die Verführbarkeit der „Masse“ schreibt, unsere Erfahrung heute wie schon damals aber dafür spricht, dass jene, die sich für Eliten halten, mindestens so leicht manipulierbar sind – und dann auch noch selbst manipulieren. In „Machtwahn“ habe ich einige gravierende Fälle dokumentiert, zum Beispiel den Irrlauben an die ideale Bevölkerungspyramide, der von einer Kommission der Robert Bosch Stiftung unter dem Vorsitz von Kurt Biedenkopf und hochmögenden Mitwirkenden wie Prof. Sinn und Landesbischöfin Margot Käßmann geteilt wird. Albrecht Müller.

Am 25.5. hatten wir auf eine Studie hingewiesen, nach der amerikanische Wissenschaftler herausgefunden haben, dass das Wiederholen einer Meinung die eigene Glaubwürdigkeit erhöht und so weiter. Und wir hatten angemerkt, dazu bedurfte es eigentlich keiner wissenschaftlichen Studie. Wir erlebten am Gebrauch der Begriffe Globalisierung und Demographie, welche Wirkung die permanente Wiederholung hat.

mehr:
- Zum Entstehen eines Mainstream ein Zitat aus „Mein Kampf“ (Albrecht Müller, NachDenkSeiten, 29.05.2018)
siehe auch:
- Lesungen aus einem verbotenen Buch (Peter Frey, Rubikon, 24.02.2018)

Samstag, 12. Mai 2018

Wie die Sprache das Denken formt

Menschen leben in unterschiedlichen Kulturen und sprechen die verschiedensten Sprachen. Deren Strukturen prägen in ungeahntem Ausmaß die Art und Weise, wie wir die Welt wahrnehmen.

Pormpuraaw ist eine kleine Siedlung der Aborigines am Westrand der Halbinsel Cape York in Nordaustralien. Ich bitte ein fünf Jahre altes Mädchen, nach Norden zu zeigen. Ohne zu zögern, deutet sie in eine bestimmte Richtung. Mein Kompass bestätigt: Sie hat Recht. Nach meiner Rückkehr in die USA stelle ich dieselbe Frage in einem Hörsaal der Stanford University. Vor mir sitzen angesehene, mehrfach ausgezeichnete Gelehrte; manche besuchen seit 40 Jahren Vorträge in diesem Saal. Ich bitte sie, die Augen zu schließen und nach Norden zu zeigen. Viele weigern sich, weil sie keine Ahnung haben, wo Norden liegt. Die Übrigen denken eine Weile nach und deuten dann in alle möglichen Richtungen. Ich habe diesen Versuch nicht nur in Harvard und Princeton wiederholt, sondern auch in Moskau, London und Peking – stets mit demselben Resultat.
mehr:
- Linguistik – Wie die Sprache das Denken formt (Lera Boroditsky, Spektrum, 15.03.2012)

Mittwoch, 28. Februar 2018

US-Massenhysterie auf Kuba?

  • Despite 22 Americans reporting symptoms no evidence of a weapon found
  • Experts suspect a psychosomatic disorder linked to high stress in Havana
Senior neurologists have suggested that a spate of mysterious ailments among US diplomats in Cuba – which has caused a diplomat rift between the two countries – could have been caused by a form of “mass hysteria” rather than sonic attacks.

The unexplained incidents have prompted the US to withdraw most of its embassy staff from Havana and expel the majority of Cuban diplomats from Washington.

The neurologists who talked to the Guardian cautioned that no proper diagnosis is possible without far more information and access to the 22 US victims, who have suffered a range of symptoms including hearing loss, tinnitus, headaches and dizziness.


The state department has described the incidents as “attacks”, saying they began at the end of last year with the last recorded incident in August.

But US and Cuban investigations have produced no evidence of any weapon, and the neurologists argue that the possibility of “functional disorder” due to a problem in the functioning of nervous system – rather than a disease – should be considered.

“From an objective point of view it’s more like mass hysteria than anything else,” said Mark Hallett, the head of the human motor control section of the US National Institute of Neurological Disorders and Stroke.

“Mass hysteria” is the popular term for outbreaks among groups of people which are partly or wholly psychosomatic, but Hallett stressed there should be no blame attached to them.

“Psychosomatic disease is a disease like anything else. It shouldn’t be stigmatised,” said Hallett, who is also president of the International Federation of Clinical Neurophysiology. “It’s important to point out that symptoms like this are not voluntary. They are not a sign of weakness in an individual’s personality.”

mehr:
- Mass hysteria may explain 'sonic attacks' in Cuba, say top neurologists (Julian Borger, Philip Jaekl, The Guardian, 12.10.2017 – Google-Übersetzer)

siehe auch:
Havanna-Syndrom [engl. Wikipedia, abgerufen am 10.04.2020 – Google-Übersetzer]
- An Open Letter to the Diplomats With "Havana Syndrome" (Robert Bartholomew, PsychologyToday, 02.11.2019 – Google-Übersetzer)
Havana Syndrome: ‘Emotional trauma and fear’ most likely cause of illness among US diplomats in Cuba, not mysterious sonic weapons [Harry Cockburn, Independent 01.11.2019 – Google-Übersetzer]
- Scientists Find What Caused ‘Havana Syndrome’ That Affected Diplomats in Cuba – It Wasn’t Sonic Weapons (Ben-Gurion University Of The Negev, 06.10.2019 – Google-Übersetzer)
- US-Diplomaten auf Kuba: Akustikwaffe oder Massenhysterie? (Post, 28.02.2018)
- Fresh row over mysterious sickness affecting US diplomats in Cuba (Ian Sample, The Guardian, 24.02.2018 – Google-Übersetzer)
- What happened to US diplomats in Cuba? – Science Weekly podcast (The Guardians Science Weekly, 23.02.2018)
- The Mystery of “Sonic Health Attacks” on Havana-Based Diplomats may have been from high-power microwave radiation (James C. Lin, EMFacts, 21.02.2018 – Google-Übersetzer)
- A psychological perspective on the Havana “Sonic attack”: Its all just a mass psychogenic illness (Psychology Today) (Don, EMFacts, 18.02.2018 – Google-Übersetzer)
Top medical journal releases report on ‘sonic attack’: Medical sociologist says findings are false (JRAINESWGNAM, 17.02.2018, WGNRadio)
- Major New Study on "Sonic Attack" Is Alarmingly Inaccurate – Report ist badly flawed – How could they get it so wrong? (Robert Bartholomew Ph.D., PsychologyToday, 16.02.2018 – Google-Übersetzer)

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Massenhysterie bezeichnet eine starke emotionale Erregung in großen Menschenmengen, etwa (euphorisch) aus Anlass von Rock- und Popkonzerten, großen Sportereignissen oder (trauernd) nach dem Tod von berühmten Personen. Der Begriff ist von dem der moralischen Panik abzugrenzen, der gezielt der sozialen Kontrolle gilt.
Dieser Gebrauch geht auf den The Quarterly Christian Spectator 1830 zurück und wurde unter anderem bei einem Choleraausbruch gebraucht.[1] Marshall McLuhanbegann das Phänomen in Understanding Media 1964 wissenschaftlich zu beschreiben.[2]
In diesem Sinne wurde und wird beispielsweise die überschießende Begeisterung für die Beatles ebenso dem Bereich der Massenhysterie zugeordnet wie die Trauer um Rudolph ValentinoJosef Stalin oder Eva Perón. Auch die mittelalterliche Tanzwut, der Hexenwahn der Frühen Neuzeit und andere massenhaft auftretende Ängste (etwa die Kommunistenangst im McCarthyismus) werden häufig als Massenhysterie bezeichnet. Der Begriff wird gelegentlich auch als gleichbedeutend mit Massenpanik benutzt. Die Sozialpsychologie beschäftigt sich unter dem Thema Massenpsychologie wissenschaftlich mit dem Verhalten von Menschen in Menschenansammlungen. Thematisiert wird dies auch in Masse und Macht, dem 1960 erschienenen Hauptwerk des späteren Literaturnobelpreisträgers Elias Canetti. 
[Massenhysterie, Entstehung, Wikipedia, abgerufen am 28.02.2018]
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siehe auch:
- Massenhaft akut auftretende psychogene Erkrankungen - Massenhysterie (Karl C. Meyer, neuro24.de, undatiert)
- Massenhysterie – Ursachen der Massenpsychose (Atz Anhalt, Heilpraxis.net, undatiert)
- Massenanfall von Verletzten oder Massenhysterie? Intoxikationsverdacht bei 48 erkrankten Gymnasiasten (Kahnenbley et al., Notarzt 2017 33/02, Thieme connect)
- Blutsauger-Massenhysterie in Malawi und Mosambik (Peter Mühlbauer, Telepolis, 24.10.2017)
- Placebos – Nicht nur die Welt, auch der eigene Körper findet im Kopf statt (Post, 31.01.2016)
- Mediale Massenpanik? Orson Welles’ Radio-Hörspiel „War of the Worlds“ (1938) (Christoph Strupp, Zeithistorische Forschungen, Haft 2/2011)
- Das Golfkriegssyndrom als Nebenwirkung (Peter Mühlbauer, Telepolis, 21.11.2008)
Übersicht - Psycho-Moden, psychische Epidemien, Epidemiologie und systemimmanente Kunstfehler (Rudolf Sponsel, Internet Publikation für Allgemeine und Integrative Psychotherapie, 12.05.2002)

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Die Phantom-Luftschiff-Welle 1896–1897 (englisch mystery airship oder phantom airship wave) war eine Serie von Sichtungen eines unidentifizierten Flug-Objekts, das laut zeitgenössischen Zeitungsberichten zwischen November 1896 und Mai 1897 von mehreren zehntausend Menschen in mindestens neunzehn Bundesstaaten der USA gesehen wurde.[1] Für die Beobachtungen wurden verschiedene natürliche sowie übernatürliche Ursachen angeführt, ohne dass einer dieser Erklärungsansätze die Gesamtheit der Sichtungen erklären konnte. Aufgrund der überlieferten Beschreibungen sind aber die Beobachtungen von realen zeitgenössischen Luftschiffen sowie von außerirdischen Flugkörpern weitestgehend ausgeschlossen. Zur humanwissenschaftlichenAnalyse möglicher Ursachen wurde das Phänomen in den letzten Jahrzehnten unter massenpsychologischensoziologischen und kulturhistorischen Fragestellungen untersucht. In der aktuellen Rezeption stehen kulturwissenschaftliche Erklärungsansätze im Vordergrund.
[Phantom-Luftschiff-Welle 1896–1897, Wikipedia, abgerufen am 28.02.2018]
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Konzept einer Massenhypnose {17:18}

Gabriel Palacios
Am 29.02.2020 veröffentlicht 
Fühlst du dich hypnotisiert? Du bist es und merkst es wohl nur nicht!
Auszug aus meinem Unterricht. Mehr Infos: http://www.palacios.academy

mein Kommentar:
- „Die Geschichte vom Hammer“ (nach Paul Watzlawick) (Rainer Wilkening, Moderne Verhaltenstherapie in Davos, Davos, undatiert)
am 10.04.2020 aktualisiert

Donnerstag, 25. Januar 2018

Wie kommt der Geist in die Materie?

Die Philosophie ist ein Kampf gegen die Verhexung unseres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache. [Ludwig WittgensteinPhilosophische Untersuchungen 109 
(1945, 1953 posthum), nachzulesen auf Mick’s Page, geocities]

Die Ergebnisse der Philosophie sind die Entdeckung irgendeines schlichten Unsinns und die Beulen, die sich der Verstand beim Anrennen an die Grenze der Sprache geholt hat. Sie, die Beulen, lassen uns den Wert jener Entdeckung erkennen. [Ludwig WittgensteinPhilosophische Untersuchungen 119 (1945, 1953 posthum), nachzulesen auf Mick’s Page, geocities] 

Was ist dein Ziel in der Philosophie? Der Fliege den Ausweg aus dem Fliegenglas zeigen. [Ludwig WittgensteinPhilosophische Untersuchungen 309 
(1945, 1953 posthum), nachzulesen auf Mick’s Page, geocities]

Ich übergebe sie [diese Schrift] mit zweifelhaften Gefühlen der Öffentlichkeit. Daß es dieser Arbeit in ihrer Dürftigkeit und der Finsternis dieser Zeit beschieden sein sollte. Licht in ein oder das andere Gehirn zu werfen, ist nicht unmöglich; aber freilich nicht wahrscheinlich.
Ich möchte nicht mit meiner Schrift Andern das Denken ersparen. Sondern, wenn es möglich wäre, jemand zu eigenen Gedanken anregen.
Ich hätte gerne ein gutes Buch hervorgebracht. Es ist nicht so ausgefallen; aber die Zeit ist vorbei, in der es von mir verbessert werden könnte. [Ludwig WittgensteinPhilosophische Untersuchungen Vorwort (1945, 1953 posthum), nachzulesen auf Mick’s Page, geocities

Die Frage, wie ein materielles Gehirn sich der Welt bewusst sein kann, ist eine harte Nuss. Und die Antwort vielleicht überraschend einfach.

Bewusstsein ist ein einzigartiges wissenschaftliches Rätsel. Nicht nur Neurowissenschaftler haben keine grundlegende Erklärung, wie es aus physikalischen Hirnzuständen entsteht. Sondern es ist prinzipiell fraglich, ob wir je eine Lösung dafür haben werden. Astronomen wundern sich über dunkle Materie, Geologen suchen nach den Ursprüngen des Lebens, Biomediziner versuchen, den Krebs zu verstehen: Das sind alles schwierige Probleme, doch wir haben zumindest eine Idee, wie wir sie angehen, und grobe Vorstellungen, wie ihre Lösungen aussehen könnten. Unsere Erfahrung in der ersten Person hingegen liegt jenseits traditioneller naturwissenschaftlicher Methoden. Der australische Philosoph David Chalmers spricht vom harten Problem des Bewusstseins.

Doch vielleicht ist Bewusstsein nicht das einzige Thema, das solche Probleme bereitet. Die alten Naturphilosophen Gottfried Leibniz und Immanuel Kant rangen mit einem weniger bekannten, aber gleichermaßen harten Problem der Materie. Was ist physikalische Materie in und aus sich selbst, hinter der mathematischen Struktur, wie sie die Physik beschreibt? Auch dieses Problem scheint jenseits der traditionellen Methoden der Wissenschaft zu liegen. Denn alles, was wir beobachten können, ist, was Materie tut, nicht, was sie in sich ist. Wir kennen die „Software“ des Universums, aber nicht seine letzte „Hardware“.

Oberflächlich betrachtet, scheinen die beiden Probleme vollständig getrennt. Aber bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass sie sehr tief verbunden sein könnten.

Bewusstsein ist ein vielschichtiges Phänomen, subjektive Erfahrung ist sein rätselhaftester Aspekt. Es ist nicht nur so, dass unsere Gehirne Information sammeln und verarbeiten. Sie unterliegen nicht nur biochemischen Prozessen. Sie erzeugen darüber hinaus einen lebendigen Reigen von Gefühlen und Erfahrungen wie rotsehen, sich hungrig fühlen oder verblüfftsein über philosophische Fragen. Es fühlt sich irgendwie an, man selber zu sein; und niemand anders wird das je so direkt wissen wie man selber.

mehr:
- Rätselhaftes Bewusstsein: Wie kommt der Geist in die Natur? (Hedda Hassel Mørch, FAZ, 24.01.2018)

siehe auch:
- Sind wir wie Roboter? (Post, 08.05.2015)
- Wir haben die Kunst… Keith Emerson nochmal, Teil 2 (Post, 28.12.2016, ganz unten)
- Dalí und Freud (Post, 24.16.2016)

Montag, 11. September 2017

Jim van Os: "Es gibt keine Schizophrenie"

Der bekannte Psychiater und Professor für Psychiatrische Epidemiologie über Sinngebung und neue Ideen für die psychische Gesundheitsfürsorge

Jim van Os ist seit Juni 2017 Professor für Psychiatrische Epidemiologie an den Universitätskliniken Utrecht. Dort ist er außerdem Vorsitzender der Abteilungsleitung für unter anderem Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie, wo rund 1200 Angestellte arbeiten. Vorher war er Professor und Leiter der Abteilung für Psychiatrie und Psychologie an den Universitätskliniken Maastricht. Van Os ist außerdem Mitglied der Königlichen Niederländischen Akademie der Wissenschaften und Fellow am King's College in London. Thomson Reuters bezeichnet ihn seit 2014 als einen der einflussreichsten wissenschaftlichen Denker der Welt.

Seine Ausbildung zum Psychiater absolvierte Van Os in England, Frankreich, Indonesien und Marokko. Er veröffentlichte seine erneuernden Ideen über Schizophrenie und die psychische Gesundheitsfürsorge in führenden wissenschaftlichen Zeitschriften wie Lancet und Nature. Seine Forschung wurde in den letzten Jahren durch die Niederländische Forschungsorganisation mit €5 Millionen unterstützt, durch den Europäischen Forschungsrat mit €12 Millionen. Jim van Os gehört zu den Gründern des Netzwerks PsychoseNet.nl für Patientinnen und Patienten, das in Bälde auch auf Deutsch angeboten wird.

mehr:
- "Es gibt keine Schizophrenie" (Interview mit Jim van Os, Stephan Schleim, Telepolis, 11.09.2017)
Zitat:
Wissenschaftlich gesehen ist jeder mehr oder weniger psychoseanfällig. Genetische und epidemiologische Forschung hat hunderte, ja tausende Risikogene identifiziert. Sie und ich haben auch viele solcher Gene. Je mehr jemand davon hat, desto größer das Risiko für die Störung. Ausschlaggebend sind aber oft traumatische Erfahrungen oder Rückschläge im Leben.
Wir berücksichtigten vierzig Jahre Erfahrungsliteratur von Patientinnen und Patienten. Darin können wir sehen, was ihnen am meisten geholfen hat. Diese Literatur zeigt uns, dass es um einen persönlichen Genesungsprozess geht: Jemand muss neue Ziele finden, sich selbst neu erfinden, eine neue Geschichte von sich selbst schreiben. Die eigene Kraft ist dafür von zentraler Bedeutung, wie kann er oder sie das Leben trotz der vielleicht bleibenden Anfälligkeit und Einschränkungen als sinnvoll erfahren? Das nennen wir "Sinngebung".
Patientinnen und Patienten geben an, dass hierfür Verbundenheit, Hoffnung, Optimismus, die Identität als Person - und nicht als Diagnosekategorie -, Kontrolle über das eigene Leben, Empowerment und Sinnhaftigkeit die notwendigen Zutaten sind.
Komischerweise wird so etwas zurzeit vor allem denjenigen angeboten, die sterbenskrank sind, nämlich durch die Seelsorge in Krankenhäusern. Wir wollen dies auch in der Psychiatrie möglich machen.
Dieser Ansatz ist etwas völlig anderes, als bei jemandem eine chronische Hirnerkrankung zu diagnostizieren und dabei die Botschaft zu vermitteln, dass es nie wieder besser wird. Manchmal bekommt jemand schon so ein Etikett aufgedrückt, bloß weil er oder sie Stimmen hört. Schizophrenie ist aber eine vernichtende Diagnose, die zu einem "ausgebrannten Schizophrenen" führen kann, einem Patienten, der keine Hoffnung mehr hat und sich selbst aufgibt.
Das Problem ist, dass die Sinngebung vor langer Zeit aus der Psychiatrie verdrängt wurde. In Deutschland geschah das schon um 1900: Wer sagte, dass er die Gehirne psychiatrischer Patienten untersuchten wollte, bekam Aufmerksamkeit, Prestige und viel Geld. Psychiaterinnen und Psychiater wollen ernst genommen werden, auch durch die anderen medizinischen Wissenschaften.
Wenn das Gehirn erkrankt ist, dann klingt das enorm wichtig. Es gibt aber einen grundlegenden Unterschied zwischen der Psychiatrie und der Neurologie. Bei einer neurologischen Störung, etwa der Lähmung eines Körperteils, lassen sich die Symptome kausal aus dem Nervensystem herleiten. In der Psychiatrie funktioniert das hingegen nicht.
Das Wichtigste ist aber die persönliche Widerstandsfähigkeit: Lernen Sie Ihr Problem kennen, verdrängen Sie es nicht, umarmen Sie es, akzeptieren Sie es, fragen Sie sich, was Sie damit anfangen. Wenn das Problem etwa aus einem Trauma entstanden ist, so wie bei rund einem Drittel aller Patientinnen und Patienten, dann können Sie daran mit einer Psychotherapie arbeiten. Passen Sie auf, dass Sie in keine Depression verfallen, dass Sie Ihr persönliches und soziales Netzwerk nicht verlieren.
Die angesehenen wissenschaftlichen Zeitschriften belohnen biologische Forschung. Diese Zeitschriften haben Einfluss und Einfluss bringt Geld. Einfluss kriegt man vor allem durch harte Biologie.
Auch die Industrie will biologische Behandlungen, mit denen sie viel Geld verdienen kann. Inzwischen erscheint das in der Psychiatrie aber nicht mehr möglich. Deshalb zieht sich die Industrie daraus zurück und investiert lieber in andere Gebiete, so wie die Onkologie. Das ist ein großes Problem für die biologische Psychiatrie.
Es gibt keinen Mangel an Geld, doch die vorhandenen Mittel werden vor allem in kurze Therapien investiert. Mehr passt nicht in das bestehende Marktdenken und zur Idee, dass alles messbar sein muss. Komplexe Modelle fallen damit außer Betracht.
Ein großer Teil der Wissenschaft und der klinischen Welt geht an den Bedürfnissen der Patientinnen, Patienten und ihrer Familien vorbei.

Connecting to Madness | Jim van Os | TEDxMaastricht {14:35}

Veröffentlicht am 10.02.2017
TEDx Talks  
This talk was given at a local TEDx event, produced independently of the TED Conferences. Jim van Os explains that madness has been misrepresented as a 'devastating genetic brain disease', referred to as 'schizophrenia', that is said to leave the person 'completely disabled'. In fact, modern science has discovered that subtle states of madness - psychosis - are quite common in the general population, and linked to social and emotional factors. Madness, therefore, is about human variation. We can all connect to it, using novel mobile apps that track thoughts and experience in daily life.
Jim van Os is Professor of Psychiatric Epidemiology and Chairman of the Department of Psychiatry and Psychology at Maastricht University Medical Centre, Maastricht, The Netherlands, and Visiting Professor of Psychiatric Epidemiology at the Institute of Psychiatry, London, UK.
He trained in Psychiatry in Casablanca (Morocco), Bordeaux (France) and finally at the Institute of Psychiatry and the Maudsley/Bethlem Royal Hospital in London (UK) and after his clinical training was awarded a three-year UK Medical Research Council Training Fellowship in Clinical Epidemiology at the London School of Hygiene and Tropical Medicine. In 1995, he moved to Maastricht University Medical Centre. He is on the editorial board of several European and US psychiatric journals such as Acta Psychiatrica Scandinavica, European Psychiatry, Psychological Medicine, Schizophrenia Research, Schizophrenia Bulletin, Early Intervention in Psychiatry, Epidemiology and Psychiatric Sciences, Psychosis Journal, The Journal of Mental Health and the Journal of Psychiatry and Neurological Sciences. He is also an Academic Editor at PLoS ONE.
Website: http://tedxmaastricht.nl
Flickr: https://www.flickr.com/photos/tedxmaa...
Facebook:https://www.facebook.com/TEDxMaastricht
Twitter: https://twitter.com/TEDxMaastricht
About TEDx, x = independently organized event In the spirit of ideas worth spreading, TEDx is a program of local, self-organized events that bring people together to share a TED-like experience. At a TEDx event, TEDTalks video and live speakers combine to spark deep discussion and connection in a small group. These local, self-organized events are branded TEDx, where x = independently organized TED event. The TED Conference provides general guidance for the TEDx program, but individual TEDx events are self-organized.* (*Subject to certain rules and regulations)

I Am Not A Monster: Schizophrenia | Cecilia McGough | TEDxPSU {14:40}

Veröffentlicht am 27.03.2017
TEDx Talks  
Cecilia McGough puts a face to schizophrenia and helps empower college students through the upcoming non-profit Students With Schizophrenia.
Students With Schizophrenia: http://sites.psu.edu/studentswithschi...
I Am Not A Monster: SCHIZOPHRENIA: http://sites.psu.edu/ceciliamcgough/
Cecilia McGough is an astronomer, activist, and writer as a Penn State Schreyer Honors College scholar pursuing a major in Astronomy & Astrophysics. Cecilia is the founder and current president of the Penn State Pulsar Search Collaboratory. She has been participating in pulsar research continuously since December of 2009, co-discovering pulsar J1930-1852 with the widest orbit ever observed around another neutron star, competing in the International Space Olympics held in Russia, and co-authoring her research in the Astrophysics Journal. Cecilia is a mental health activist in fighting against the negative stigma towards mental illness. She is the founder and chief executive officer (CEO) of the soon to launch non-profit Students With Schizophrenia which is the only non-profit in the United States focused on empowering college students with schizophrenia.
This talk was given at a TEDx event using the TED conference format but independently organized by a local community. Learn more at http://ted.com/tedx

Hirschhausen in der Psychiatrie (2017) Schizophrenie, Depression {26:39}

Veröffentlicht am 07.09.2017
Lieber Medizin  
Die tag7-Reportage Reihe "Hirschhausen" ist wohl das Persönlichste, das der Arzt, Autor und Moderator je für das Fernsehen gemacht hat, denn kurz vor seinem 50. Geburtstag stellt sich Eckart von Hirschhausen den Kernfragen des Lebens.
Auf der Suche nach Antworten verbringt er für diese Folge drei Tage in einer Psychiatrischen Klinik in Berlin. Dort trifft er auf Menschen, die an den psychischen und physischen Herausforderungen in der Mitte des Lebens gescheitert sind. Ängste, Burnout und Depressionen - Befunde, die jeden treffen können und deshalb Angst machen.
Als Arzt liegen Eckart von Hirschhausen psychische Krankheiten und deren Therapie besonders am Herzen: "Mir ist vielleicht bewusster als anderen, dass diese Erkrankungen Teil unseres Lebens sind. Und das heißt natürlich auch für mich, dass ich grundsätzlich auch gefährdet bin. Wenn man sich den Fuß bricht, geht man ins Krankenhaus und wenn die Seele einen Knacks hat? Dann auch! Wo ist das Problem?"
Die Psychiatrie ist nicht nur ein Ort des Scheiterns, sie verspricht auch Heilung. Im Gespräch mit Medizinern und Patienten lernt Eckart von Hirschausen, wie Betroffene aus der seelischen Erkrankung zurück in ein neues Leben finden.

Leben mit BORDERLINE (Folge 1/5: Muss ich Angst vor der Psychiatrie haben?) {9:11}

Veröffentlicht am 05.05.2017
Die Frage  
Mit 13 ging es bei Jenny los: Hass auf ihren Körper, Selbst-Verletzung, Magersucht, Depressionen. Jenny versuchte sich sogar das Leben zu nehmen. Später endlich eine Diagnose: Borderline-Störung. Seitdem weiß Jenny, dass sie ihre Krankheit ein Leben lang begleiten wird, aber sie hat einen Weg gefunden das Beste daraus zu machen. Ich begleite sie einen Tag, weil ich verstehen möchte, was die Krankheit mit ihr gemacht hat.
Folge 1 der Doku "Muss ich Angst vor der Psychiatrie haben?“
Zu Folge 2 geht's hier lang: https://youtu.be/yYwGVyXikrE
Zu Folge 3 hier lang: https://youtu.be/yU_HMvBO6uY
Zu Folge 4 hier lang: https://youtu.be/g8WACQMkAmU
Zu Folge 5 hier lang: https://youtu.be/64xYu2U74kE
Und zum Q&A zur Psychiatrie hier lang: https://youtu.be/8Go9YVs_duw
Noch ein wichtiger Hinweis
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Wenn ihr euch selbst betroffen fühlt und Hilfe braucht, meldet euch bitte bei der Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Hotline 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222 könnt Ihr jederzeit anrufen: kostenlos und anonym. Noch mehr Infos findet ihr hier: http://www.br.de/puls/themen/leben/di...
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Folgt mir auch auf Facebook: https://www.facebook.com/DieFrage/


siehe auch:

Pink Floyd - Brain Damage & Eclipse (Early Mix 1972) Original video {5:29}   Lyrics (Songtexte.com)   Übersetzung (Songtexte.com)   Interpretation

Veröffentlicht am 13.10.2011
gilkesisking  
From The Dark Side Of The Moon Immersion box Set
Short Video I put together, Credit to the following movies, The Cabinet of Dr. Caligari, Scanners, Full Metal Jacket, Battleship Potemkin, The Shining and Zabriskie Point.
Other Credits, The BBC, Sky News, QVC, New York Post and the great people of Youtube!.....
And not forgetting Pink Floyd!

aktualisiert am 11.10.2017