"Ich geb' dir mein Geld, du gibst mir deine Jugend": Echte Liebe zwischen alten, reichen Männern und jungen, hübschen Frauen ist wohl eher selten. Was auch völlig in Ordnung wäre, wenn das Spiel nicht nur in eine Richtung funktionieren würde.
Ich war vor Kurzem in Miami. Eine schreckliche Stadt und genau das Richtige für alle, die gerne bei 33 Grad im Schatten und 100 Prozent Luftfeuchtigkeit ihre Botoxpolster über die Strandpromenade schieben - selten habe ich so viele Menschen auf einem Haufen gesehen, die ihre Wohlstandsverwahrlosung so offensiv zur Schau stellen. Aber unangenehme Orte schärfen ja auch immer die Sicht und in Miami war das nicht anders: Wohin ich auch blickte, überall flanierten alte weiße Männer Hand in Hand mit jungen hübschen Frauen durch die Gegend. Nie andersherum. Es ist ein Phänomen, das man in abgeschwächter Form auch aus Deutschland kennt und das ich ehrlich gesagt noch nie verstanden habe: Was wollen all die jungen Hüpfer mit den alten Säcken?
mehr:
- Männer? Die Kolumne. Junge Hüpfer, alte Säcke (Julian Vetten, n-tv, 24.11.2018)
siehe auch:
- Sextouristinnen in Afrika (Post, 20.05.2012)
mein Kommentar:
Im verlinkten Artikel aus 2012 scheint es ziemlich klar zu sein, was die »jungen Hüpfer« mit den alten Frauen wollen.
Die Prinzessin von Griechenland (die Quelle kann ich nicht mehr finden) soll sich bei Sigmund Freud darüber beklagt haben, die Männer wollten nur ihr Geld. Freud soll geantwortet haben:
»Ich Geld gehört zu Ihnen, Madame.«
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Freitag, 30. November 2018
Sonntag, 7. August 2016
Leni Riefenstahl: geniale Filmemacherin oder naive Kollaborateurin?
Leni Riefenstahl: Olympia - Fest der Völker (1936) [1:55:02]
=================
Vor 75 Jahren feierte Leni Riefenstahls Olympia-Film Premiere. Bis heute ist die Dokumentation umstritten: Meisterwerk oder Machwerk?
Hitlers "Lieblings-Regisseurin" Leni Riefenstahl ist wohl die umstrittenste Filmemacherin der Kinogeschichte. Ihr berühmtester Film neben der NS-Parteitags-Verherrlichung "Triumph des Willens" aus dem Jahr 1935 ist der zweiteilige Dokumentarfilm "Fest der Völker"/Fest der Schönheit" über die Olympischen Spiele 1936 in Berlin.
Uraufgeführt wurde der Film vor 75 Jahren im Berliner Ufa-Palast am Zoo. Seitdem sind die Urteile über den Film gespalten. Die einen sprechen wegen der avantgardistischen Ästhetik der Bilder von einem "Meisterwerk der Filmgeschichte" und vom besten Sportlerfilm aller Zeiten. Hollywood-Regisseur George Lucas nannte Riefenstahl gar "die modernste Filmemacherin überhaupt".
Die anderen bezeichnen die 2003 im Alter von 101 Jahren in New York gestorbene Regisseurin dagegen als eine der "bekanntesten Kollaborateurinnen des NS-Regimes", die ihre Seele verkauft habe. Sie sei Propagandistin des faschistischen Menschenbildes und der NS-Rassentheorie gewesen. Das gelte auch für ihren Olympiafilm.
mehr:
- Stilistisch völlig neue Wege – Bis heute umstritten: Leni Riefenstahls propagandistisches Olympia-Epos (Wilfried Mommert, Tagblatt, 16.04.2013)
siehe auch:
- ORF-Kontroverse über Riefenstahls "Olympia" (Die Presse, 01.08.2016)
- SEM - Filmanalyse - Propaganda im Dritten Reich (Dariush Shahab, Prezi, 18.06.2016)
- Filmkunst: „Olympia in Berlin 1936 – Fest der Völker“ von Leni Riefenstahl & Arbeitsblätter (Daisy Hazzard, Kundst du?, 22.07.2013)
- Leni Riefenstahls „Olympia“ Die Erotik des freien Flugs (Arno Widmann, Belriner Zeitung, 15.04.2013)
- NS-Olympiade in ästhetisch-heroisierenden Bildern (Beatrix Novy, Duetshlandradio Kultur, 20.04.2013)
- Faschistische Ästhetik bei Leni Riefenstahl - Analyse propagandistischer Film- und Werbekultur anhand Leni Riefenstahls 'Triumph des Willens' und 'Olympia 1938 - Fest der Völker, Fest der Schönheit' (Franziska Schumm, ciando eBooks, 2012)
- Kunst und Ästhetik im Werk Leni Riefenstahls (Markwart Herzog, H-Soz-Kult, Konferenzbericht zur Veranstaltung der Schwabenakademie Irsee, 27.-29.06.2013, 25.11.2008)
- 1936 - Spiele mit dreifachem Gewinn (Rainer Blasius, FAZ, 28.03.2008)
Olympia 1936 ● der verratene Traum ● ZDF Doku Dokumentation Reportage 2016 | Deutsch German HD [43:09]
Leni Riefenstahl - The Immoderation of Me (2002) [59:56]
Sottotitoli disponibili: inglese.
Leni Riefenstahl [8:00]
Veröffentlicht am 17.05.2012
1934 - Reichsparteitag - Nuernberg (Leni Riefenstahl).avi [11:07]
Hochgeladen am 20.01.2012
The Rise and Fall of Leni Riefenstahl [10:00]
Leni Riefenstahl Ein Traum fon Afrika [4:20]
Veröffentlicht am 23.04.2014
Veröffentlicht am 03.08.2013
Breve Storia del Cinema - Il cinema e lo stato:
http://brevestoriadelcinema.altervist...
http://brevestoriadelcinema.altervist...
=================
Helene Bertha Amalie „Leni“ Riefenstahl (* 22. August 1902 in Berlin; † 8. September 2003 in Pöcking) war eine deutsche Filmregisseurin, -produzentin und -schauspielerin sowie Drehbuchautorin, Cutterin, Fotografin und Tänzerin. Sie gilt als eine der umstrittensten Persönlichkeiten der Filmgeschichte – einerseits für ihre Werke von vielen Filmschaffenden und -kritikern als „innovative Filmemacherin und kreative Ästhetin“[1] verehrt und geachtet, andererseits wegen ihrer Beteiligung an der Propaganda für die Diktatur des Nationalsozialismus kritisiert und moralisch verurteilt.
Nachdem Riefenstahl ihre ursprünglich eingeschlagene Tanzkarriere aufgrund einer Knieverletzung beenden musste, etablierte sie sich während der 1920er Jahre im Deutschland der Weimarer Republik als Schauspielerin im Bergfilmgenre.
Durch ihr 1932 veröffentlichtes Regiedebüt Das blaue Licht, bei dem sie als Hauptdarstellerin, Koproduzentin und Drehbuchautorin fungierte, wurden führende NSDAP-Politiker wie der Parteichef Adolf Hitler und Reichspropagandaleiter Joseph Goebbels auf sie aufmerksam. Nach der im Jahr darauf erfolgten Machtübernahme der NSDAP erhielt Riefenstahl den Auftrag, die „Reichsparteitagstrilogie“ zu drehen. Die Propagandaproduktionen Sieg des Glaubens, Triumph des Willens und Tag der Freiheit! – Unsere Wehrmacht entstanden in den Jahren 1933 bis 1935. Für Triumph des Willenserhielt Riefenstahl den Deutschen Nationalen Filmpreis 1934/35, die Auszeichnung für die beste ausländische Dokumentation bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 1935 im gleichfalls faschistischen Italien sowie den Grand Prix auf der Pariser Weltfachausstellung.
1938 drehte Riefenstahl Olympia, eine zweiteilige Dokumentation über die Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin. Der Film wurde vielfach als ästhetisches Meisterwerk gelobt, aber auch für seine propagandistischen und ideologischen Elemente kritisiert. Riefenstahl bekam für ihre Arbeit unter anderem den Deutschen Nationalen Filmpreis 1937/38, den Coppa Mussolini, eine olympische Goldmedaille vom Internationalen Olympischen Komiteeund den Kinema-Jumpō-Preis verliehen.
Während des Zweiten Weltkriegs filmte sie mit dem „Sonderfilmtrupp Riefenstahl“ Hitlers Polenfeldzug.
In der Nachkriegszeit wurde sie trotz ihrer Einbindung in die nationalsozialistische Filmpolitik laut eines Spruchkammerbeschlusses lediglich als „Mitläuferin“ eingestuft. Dennoch gestaltete es sich nach der militärischen und politischen Niederschlagung des NS-Regimes für Riefenstahl ab 1945 schwer, weitere Aufträge als Regisseurin und Produzentin zu erhalten, so dass sie ihr Filmschaffen nach Tiefland (gedreht bis 1944) für über ein halbes Jahrhundert einstellte.
Ab den 1960ern betätigte sich Riefenstahl als Fotografin und veröffentlichte mehrere Bildbände. Zu ihren bekanntesten Werken dieser Zeit zählen Fotoreportagen über das Volk der ostafrikanischen Nuba im Sudan und Unterwasseraufnahmen. 2002 veröffentlichte sie mit dem Dokumentarfilm Impressionen unter Wasser ihr letztes Werk. [Leni Riefenstahl, Wikpedia]=================
Vor 75 Jahren feierte Leni Riefenstahls Olympia-Film Premiere. Bis heute ist die Dokumentation umstritten: Meisterwerk oder Machwerk?
Hitlers "Lieblings-Regisseurin" Leni Riefenstahl ist wohl die umstrittenste Filmemacherin der Kinogeschichte. Ihr berühmtester Film neben der NS-Parteitags-Verherrlichung "Triumph des Willens" aus dem Jahr 1935 ist der zweiteilige Dokumentarfilm "Fest der Völker"/Fest der Schönheit" über die Olympischen Spiele 1936 in Berlin.
Uraufgeführt wurde der Film vor 75 Jahren im Berliner Ufa-Palast am Zoo. Seitdem sind die Urteile über den Film gespalten. Die einen sprechen wegen der avantgardistischen Ästhetik der Bilder von einem "Meisterwerk der Filmgeschichte" und vom besten Sportlerfilm aller Zeiten. Hollywood-Regisseur George Lucas nannte Riefenstahl gar "die modernste Filmemacherin überhaupt".
Die anderen bezeichnen die 2003 im Alter von 101 Jahren in New York gestorbene Regisseurin dagegen als eine der "bekanntesten Kollaborateurinnen des NS-Regimes", die ihre Seele verkauft habe. Sie sei Propagandistin des faschistischen Menschenbildes und der NS-Rassentheorie gewesen. Das gelte auch für ihren Olympiafilm.
mehr:
- Stilistisch völlig neue Wege – Bis heute umstritten: Leni Riefenstahls propagandistisches Olympia-Epos (Wilfried Mommert, Tagblatt, 16.04.2013)
siehe auch:
- ORF-Kontroverse über Riefenstahls "Olympia" (Die Presse, 01.08.2016)
- SEM - Filmanalyse - Propaganda im Dritten Reich (Dariush Shahab, Prezi, 18.06.2016)
- Filmkunst: „Olympia in Berlin 1936 – Fest der Völker“ von Leni Riefenstahl & Arbeitsblätter (Daisy Hazzard, Kundst du?, 22.07.2013)
- Leni Riefenstahls „Olympia“ Die Erotik des freien Flugs (Arno Widmann, Belriner Zeitung, 15.04.2013)
- NS-Olympiade in ästhetisch-heroisierenden Bildern (Beatrix Novy, Duetshlandradio Kultur, 20.04.2013)
- Faschistische Ästhetik bei Leni Riefenstahl - Analyse propagandistischer Film- und Werbekultur anhand Leni Riefenstahls 'Triumph des Willens' und 'Olympia 1938 - Fest der Völker, Fest der Schönheit' (Franziska Schumm, ciando eBooks, 2012)
- Kunst und Ästhetik im Werk Leni Riefenstahls (Markwart Herzog, H-Soz-Kult, Konferenzbericht zur Veranstaltung der Schwabenakademie Irsee, 27.-29.06.2013, 25.11.2008)
- 1936 - Spiele mit dreifachem Gewinn (Rainer Blasius, FAZ, 28.03.2008)
Olympia 1936 ● der verratene Traum ● ZDF Doku Dokumentation Reportage 2016 | Deutsch German HD [43:09]
Veröffentlicht am 31.07.2016
Doku: Olympia 1936 ● der verratene Traum ZDF Dokumentation Reportage Deutsch German HD 2016
Olympische Bewegung und Nationalsozialismus, zwei unvereinbare Gegensätze? Keineswegs, wie die Olympischen Spiele von 1936 zeigten, die für Hitler und das IOC ein Riesenerfolg wurden.
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Leni Riefenstahl - The Immoderation of Me (2002) [59:56]
Veröffentlicht am 05.08.2014
La giornalista Sandra Maischberger incontra Leni Riefenstahl in questo documentario sulla controversa regista ed attrice tedesca. Nel 1926 Leni Riefenstahl inizia a recitare e diventa rapidamente una star del cinema muto. Affascinata dalla potenza oratoria di Hitler, aderì al nazismo fino a divenire la documentarista ufficiale dei film propagandistici del terzo Reich. Dopo la seconda guerra mondiale la Riefensthal riprende a girare documentari, che sono autentici capolavori, sulle culture africane e sulla biologia marina. Nel 2002 esce il suo ultimo film: "Meraviglie sott'acqua". (Biografia a cura di RaiStoria)
Sottotitoli disponibili: inglese.
Leni Riefenstahl [8:00]
Veröffentlicht am 17.05.2012
1934 - Reichsparteitag - Nuernberg (Leni Riefenstahl).avi [11:07]
Hochgeladen am 20.01.2012
The Rise and Fall of Leni Riefenstahl [10:00]
Hochgeladen am 28.11.2006
Using footage from "The Wonderful Horrible Life of Leni Riefenstahl" and "Triumph of the Will" I created this 10 minute documentary about Leni. I realize their are a few grammatical errors in my reading cards so yah.
Leni Riefenstahl Ein Traum fon Afrika [4:20]
Veröffentlicht am 23.04.2014
Sonntag, 15. Mai 2016
Das mütterliche Gehirn
Mutterschaft ist nicht nur ein kulturelles Konstrukt, sondern ein biologisches Phänomen mit messbaren physiologischen Folgen. Was eine Gesellschaft daraus macht, ist eine andere Frage
Die Debatte, was das Mutter-Sein für eine Frau bedeutet, und mehr noch, was es nach gesellschaftlichen Vorstellungen bedeuten soll, ist seit dem Erscheinen der Studie "Regretting Motherhood" von Orna Donath virulent geworden und hat sich auf Telepolis auch in einem Artikel von Bettina Hammer (Non, je ne regrette rien - Abgesehen von der Mutterschaft) niedergeschlagen.
Das, was man wohl nur sarkastisch das "gesunde Volksempfinden" nennen kann, stört sich daran, dass es Frauen gibt, die in der Mutterschaft mitnichten ihre Erfüllung gefunden haben, sondern es im Gegenteil bereuen, Mutter geworden zu sein. Bettina Hammer und andere wiederum sehen in dieser Abwehrreaktion die Äußerung eines überkommenen Mutterkultes und halten dagegen, dies sei alles nur "mystische Verklärung" einer "quasi per Natur entstehenden Hingabe" und folglich eine "esoterisch anmutende Ansicht". Implizit steckt darin die Behauptung: Mutterschaft ist, über das reine Fortpflanzungsgeschehen hinaus, ein rein kulturelles Konstrukt.
mehr:
- Das mütterliche Gehirn (Konrad Lehmann, Telepolis, 14.05.2016)
Die Debatte, was das Mutter-Sein für eine Frau bedeutet, und mehr noch, was es nach gesellschaftlichen Vorstellungen bedeuten soll, ist seit dem Erscheinen der Studie "Regretting Motherhood" von Orna Donath virulent geworden und hat sich auf Telepolis auch in einem Artikel von Bettina Hammer (Non, je ne regrette rien - Abgesehen von der Mutterschaft) niedergeschlagen.
Das, was man wohl nur sarkastisch das "gesunde Volksempfinden" nennen kann, stört sich daran, dass es Frauen gibt, die in der Mutterschaft mitnichten ihre Erfüllung gefunden haben, sondern es im Gegenteil bereuen, Mutter geworden zu sein. Bettina Hammer und andere wiederum sehen in dieser Abwehrreaktion die Äußerung eines überkommenen Mutterkultes und halten dagegen, dies sei alles nur "mystische Verklärung" einer "quasi per Natur entstehenden Hingabe" und folglich eine "esoterisch anmutende Ansicht". Implizit steckt darin die Behauptung: Mutterschaft ist, über das reine Fortpflanzungsgeschehen hinaus, ein rein kulturelles Konstrukt.
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- Das mütterliche Gehirn (Konrad Lehmann, Telepolis, 14.05.2016)
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Sonntag, 24. Mai 2015
Die Schwiegermutter hat einen zweifelhaften Ruf.
Sie will doch nur das Beste – und nervt dabei furchtbar. Die Schwiegermutter hat einen zweifelhaften Ruf. Aber ist das wirklich ihre Schuld, oder braucht einfach jede Familie einen Sündenbock?
Zunächst begriff die junge Mutter nicht. Sie wartete im Supermarkt an der Kasse und blickte ihre Nachbarin verdutzt an. Zwischen den beiden Frauen stand ein Kinderwagen und die sehr indiskrete Frage jener Nachbarin: "Von wem ist dein Kind jetzt eigentlich?"
Das war sehr unverschämt, dennoch arglos. Hatte die Schwiegermutter der jungen Frau doch zuvor gegenüber jener Nachbarin allerhand Mutmaßungen angestellt, ihr Sohn sei nicht der Vater dieses Kindes. Der habe nur ein gutes Herz und halte deshalb als Versorger her für den Balg der Schwiegertochter, die, nun ja, eine Schlampe sei. So geht die Geschichte der Schwiegermutter, die sie nicht nur gegenüber der Nachbarin zum Besten gegeben, sondern allen Bekannten im Ort erzählt hatte. Allen – außer der Schwiegertochter selbst. Die stellte zu Hause ihren Ehemann zur Rede, der schließlich eingestand: Auch er hatte es gewusst. Damit war seine Ehe zu Ende.
mehr:
- Schwiegermutter – Danke, Schwiegermonster! (Rudi Novotny, ZEIT, 24.05.2015)
Zunächst begriff die junge Mutter nicht. Sie wartete im Supermarkt an der Kasse und blickte ihre Nachbarin verdutzt an. Zwischen den beiden Frauen stand ein Kinderwagen und die sehr indiskrete Frage jener Nachbarin: "Von wem ist dein Kind jetzt eigentlich?"
Das war sehr unverschämt, dennoch arglos. Hatte die Schwiegermutter der jungen Frau doch zuvor gegenüber jener Nachbarin allerhand Mutmaßungen angestellt, ihr Sohn sei nicht der Vater dieses Kindes. Der habe nur ein gutes Herz und halte deshalb als Versorger her für den Balg der Schwiegertochter, die, nun ja, eine Schlampe sei. So geht die Geschichte der Schwiegermutter, die sie nicht nur gegenüber der Nachbarin zum Besten gegeben, sondern allen Bekannten im Ort erzählt hatte. Allen – außer der Schwiegertochter selbst. Die stellte zu Hause ihren Ehemann zur Rede, der schließlich eingestand: Auch er hatte es gewusst. Damit war seine Ehe zu Ende.
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- Schwiegermutter – Danke, Schwiegermonster! (Rudi Novotny, ZEIT, 24.05.2015)
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Montag, 18. Mai 2015
Väter arbeiten am längsten - am Arbeitsplatz
Zuhause sind es in der Regel die Frauen? Neue Zahlen des Bundesamts für Statistik
Erwerbstätige Väter im Alter von 25 bis 49 Jahren leisten die meisten wöchentlichen Arbeitsstunden ab, im statistischen Durchschnitt 42. Danach kommen Männer ohne Kind mit 41 Stunden.
Warum Väter mehr Zeit an ihrem Arbeitsplatz verbringen - ob sie den Küchenarbeiten, der Wäsche, dem Einkaufen, dem Aufräumen, anderen lustvollen Hausarbeiten oder der manchmal mühevollen Betreuung des Nachwuchses aus dem Weg gehen oder ob sie einfach mehr Verantwortung im Job übernehmen, um Einkünfte zu sichern - dazu liefern die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts keinerlei Hinweise.
Anhand der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit der erwerbstätigen Mütter, "rund 27 Stunden" (in ganz Deutschland und nicht nur im Westen, wie zuvor versehentlich geschrieben, Einf. d.A), und damit 10 Stunden weniger als gleichaltrige Frauen "ohne im Haushalt lebendes Kind", läßt sich jedoch eine Beobachtung bestätigen, die aus dem Bekanntenkreis stammt: Die Paare mit Kindern, bei denen die Frau Vollzeit arbeitet und der Mann Teilzeit, sind noch immer die Ausnahme.
Es hält sich die herkömmliche Aufteilung: Der Mann verfolgt nach Geburt der Kinder den Beruf weiter, oft mit noch mehr Einsatz. Die Frau steckt beruflich zurück, begnügt sich mit einem Zusatzverdienst und steckt viel Zeit in den Haushalt, das Herumkutschieren und die Erziehung der Kinder sowie in die Organisation von Kindergeburtstagen.
Im Osten, wo bekanntermaßen die Kinderbetreuung seit Jahrzehnten staatlich besser geregelt war und das Selbstverständnis der Frauen und Mütter weniger traditionell verankert als etwa im Herdprämien-Bayern, fällt denn auch der Unterschied zwischen den Arbeitszeiten anders aus.
mehr:
- Väter arbeiten am längsten - am Arbeitsplatz (Thomas Pany, Telepolis, 12.05.2015)
mein Kommentar:
Wir wundern uns, weshalb Deutschlands Frauen so wenige Kinder bekommen. Was ich in den letzten Wochen anläßlich des Streiks der Erzieher im Fernsehen gehört und gesehen habe ist, daß Kinder hauptsächlich als Belastung wahrgenommen werden…
Erwerbstätige Väter im Alter von 25 bis 49 Jahren leisten die meisten wöchentlichen Arbeitsstunden ab, im statistischen Durchschnitt 42. Danach kommen Männer ohne Kind mit 41 Stunden.
Warum Väter mehr Zeit an ihrem Arbeitsplatz verbringen - ob sie den Küchenarbeiten, der Wäsche, dem Einkaufen, dem Aufräumen, anderen lustvollen Hausarbeiten oder der manchmal mühevollen Betreuung des Nachwuchses aus dem Weg gehen oder ob sie einfach mehr Verantwortung im Job übernehmen, um Einkünfte zu sichern - dazu liefern die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts keinerlei Hinweise.
Anhand der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit der erwerbstätigen Mütter, "rund 27 Stunden" (in ganz Deutschland und nicht nur im Westen, wie zuvor versehentlich geschrieben, Einf. d.A), und damit 10 Stunden weniger als gleichaltrige Frauen "ohne im Haushalt lebendes Kind", läßt sich jedoch eine Beobachtung bestätigen, die aus dem Bekanntenkreis stammt: Die Paare mit Kindern, bei denen die Frau Vollzeit arbeitet und der Mann Teilzeit, sind noch immer die Ausnahme.
Es hält sich die herkömmliche Aufteilung: Der Mann verfolgt nach Geburt der Kinder den Beruf weiter, oft mit noch mehr Einsatz. Die Frau steckt beruflich zurück, begnügt sich mit einem Zusatzverdienst und steckt viel Zeit in den Haushalt, das Herumkutschieren und die Erziehung der Kinder sowie in die Organisation von Kindergeburtstagen.
Im Osten, wo bekanntermaßen die Kinderbetreuung seit Jahrzehnten staatlich besser geregelt war und das Selbstverständnis der Frauen und Mütter weniger traditionell verankert als etwa im Herdprämien-Bayern, fällt denn auch der Unterschied zwischen den Arbeitszeiten anders aus.
mehr:
- Väter arbeiten am längsten - am Arbeitsplatz (Thomas Pany, Telepolis, 12.05.2015)
mein Kommentar:
Wir wundern uns, weshalb Deutschlands Frauen so wenige Kinder bekommen. Was ich in den letzten Wochen anläßlich des Streiks der Erzieher im Fernsehen gehört und gesehen habe ist, daß Kinder hauptsächlich als Belastung wahrgenommen werden…
Freitag, 27. Februar 2015
Eine lebenslange Suche – Die Geschichte einer Unwillkommenen
Ihr Leben lang suchte Ursula von Arx die Liebe ihrer Mutter – und den Namen ihres Vaters. Die Geschichte einer Unwillkommenen.
mehr:
- Die Dame in Schwarz (Erwin Koch (Protokoll), Süddeutsche Zeitung Magazin, 45/2014)
ie anfangen?
Mit dem Mann, der mich zeugte, Myran Meyer, und nie erfuhr, dass ich bin?
Mit der Frau, die mich gebar, Marianne von Arx?
Oder, gleichsam zum Trost, mit einer Phrase? – Das Leben ist kein Wunsch-konzert.
Sie liebten sich, Myran und Marianne, er Lehrer, sie Schneiderin, Anfang 1945.
Ja, ich denke, sie liebten sich.
Denn als ich, zehn Jahre nach Vaters Tod, im August 2012, seinen besten Freund fragte, ob er, Myran, der nie geheiratet hatte, ihm je von einer großen Liebe erzählt habe, gestand der Freund, einmal nur habe mein Vater, längst greis, von einer Frau gesprochen, einer Schneiderin aus Zug, begehrt und verloren, schön wie keine.
Und sonst?
Nichts.
Ich hoffe, sie liebten sich, Myran Meyer und Marianne von Arx, als sie mich machten.
Hier mein Geburtsschein –
Am zweiten November tausend neun hundert fünfundvierzig um elf Uhr fünfzehn Minuten ist geboren worden zu Zürich, In der Hub 34: von Arx, Ursula Verena, Tochter der von Arx, Maria Anna, geboren 7. Oktober 1922, von Kerns, Kanton Obwalden, wohnhaft in Zürich. Auszug aus dem Geburtsregister des Zivilstandskreises Zürich. Aus Band VI, Seite 11, Nr. 6477 des Jahres 1945.
ie anfangen?
Mit dem Mann, der mich zeugte, Myran Meyer, und nie erfuhr, dass ich bin?
Mit der Frau, die mich gebar, Marianne von Arx?
Oder, gleichsam zum Trost, mit einer Phrase? – Das Leben ist kein Wunsch-konzert.
Sie liebten sich, Myran und Marianne, er Lehrer, sie Schneiderin, Anfang 1945.
Ja, ich denke, sie liebten sich.
Denn als ich, zehn Jahre nach Vaters Tod, im August 2012, seinen besten Freund fragte, ob er, Myran, der nie geheiratet hatte, ihm je von einer großen Liebe erzählt habe, gestand der Freund, einmal nur habe mein Vater, längst greis, von einer Frau gesprochen, einer Schneiderin aus Zug, begehrt und verloren, schön wie keine.
Und sonst?
Nichts.
Ich hoffe, sie liebten sich, Myran Meyer und Marianne von Arx, als sie mich machten.
Hier mein Geburtsschein –
Am zweiten November tausend neun hundert fünfundvierzig um elf Uhr fünfzehn Minuten ist geboren worden zu Zürich, In der Hub 34: von Arx, Ursula Verena, Tochter der von Arx, Maria Anna, geboren 7. Oktober 1922, von Kerns, Kanton Obwalden, wohnhaft in Zürich. Auszug aus dem Geburtsregister des Zivilstandskreises Zürich. Aus Band VI, Seite 11, Nr. 6477 des Jahres 1945.
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Donnerstag, 12. Februar 2015
Die Sünden der Väter 2
Aya ist eine ehemalige Sklavin. Die junge Kambodschanerin stammt vom Lande und wurde im Alter von 16 Jahren über eine malaysische Agentur als Dienstmädchen verkauft. Sie erhielt keinerlei Vergütung für ihre Arbeit und musste Misshandlungen und Entbehrungen ertragen. Heute ist sie wieder zu Hause. Sie ist nicht nur genauso arm wie vorher, sondern sie ist auch schwer traumatisiert und gilt als entehrt. Man hat ihr ganz brutal ihre Menschlichkeit genommen.
Neben dem Schicksal der jungen Frau zeigt die Dokumentation auch die Vorgehensweise zweier Menschenhändler, einer Anwerberin und eines Agenturchefs. In Kambodscha nennt man diese Leute "Mey Kechol": Sturmmacher.
Die Dokumentation führt von den armen und rückständigen ländlichen Gegenden Kambodschas in den anonymen Großstadtdschungel der Hauptstadt Phnom Penh und gibt Einblicke in die Funktionsweise der modernen Sklaverei. Letztlich wird die Frage aufgeworfen, was das Leben einer jungen Frau in der heutigen kambodschanischen Gesellschaft überhaupt wert ist
- Die Herren des Windes (Arte-Mediathek, noch zu sehen bis 16.02.2015)
Die Herren des Windes Doku Deutsch [1:01:24]
Regisseur: Guillaume Suon (fanz. Wikipedia)
Am Ende des Films kniet der wohlhabende Arbeitsvermittler, der Aya nach Malaysia schickte, mit seinen manikürten gefalteten Händen betend in der christlichen Gemeinde und spricht aus dem Off:
Aya sagt am Ende des Films, während sie mit ihrem Sohn spielt:
siehe auch:
- TV-Tipps 9.2.: Der Wert der Frauen (Dokumentarfilminfo.de)
Neben dem Schicksal der jungen Frau zeigt die Dokumentation auch die Vorgehensweise zweier Menschenhändler, einer Anwerberin und eines Agenturchefs. In Kambodscha nennt man diese Leute "Mey Kechol": Sturmmacher.
Die Dokumentation führt von den armen und rückständigen ländlichen Gegenden Kambodschas in den anonymen Großstadtdschungel der Hauptstadt Phnom Penh und gibt Einblicke in die Funktionsweise der modernen Sklaverei. Letztlich wird die Frage aufgeworfen, was das Leben einer jungen Frau in der heutigen kambodschanischen Gesellschaft überhaupt wert ist
- Die Herren des Windes (Arte-Mediathek, noch zu sehen bis 16.02.2015)
Die Herren des Windes Doku Deutsch [1:01:24]
Veröffentlicht am 23.02.2015
Im Alter von 16 Jahren wurde die Kambodschanerin Aya über eine malaysische Agentur als Dienstmädchen verkauft. Ihr Leben glich dem einer Sklavin, ohne Bezahlung und Misshandlungen ausgesetzt, fristete sie ihr Dasein. Heute lebt sie, immer noch arm und an Leib und Seele gebrochen, wieder zu Hause. Die Dokumentation zeichnet Ayas Schicksal nach und schildert die Vorgehensweise von Menschenhändlern.
Regisseur: Guillaume Suon (fanz. Wikipedia)
Am Ende des Films kniet der wohlhabende Arbeitsvermittler, der Aya nach Malaysia schickte, mit seinen manikürten gefalteten Händen betend in der christlichen Gemeinde und spricht aus dem Off:
»Ich habe Angst arm zu werden und das Geld wieder zu verlieren. Ich liebe Geld. […] Ich hoffe, daß ich, wenn ich sterbe, viel Gutes getan haben werde. Ich habe nie gestohlen, nie etwas Falsches gemacht. Ich hoffe, Jesus führt mich ins Paradies.«
Aya sagt am Ende des Films, während sie mit ihrem Sohn spielt:
»Den Schmerz kann ich nicht vergessen. Aber ich kann mit meiner Familie nicht darüber reden. Dieser Schmerz sitzt tief in mir drin. […] Ich hab’ noch nicht vergessen, was in Malaysia passiert ist. Ich hasse dieses Kind. Erst wollte ich es nach der Geburt weggeben. Ich mußte an den Mann denken, der mich mißhandelt hat. Aber dann dachte ich: ›Ich kann mich zumindest an dem Kind dieses Mannes rächen.‹ Deshalb habe ich dieses Kind behalten, damit ich es schlagen kann. Manchmal würge ich es, bis es fast erstickt und lasse erst im letzten Moment wieder los. Wenn ich an all das denken muß, schlage ich das Kind.«Der Film wirkt still und zugleich mit der Wucht einer griechischen Tragödie: einer wird am anderen schuldig, und jeder beteuert, er habe das nicht gewollt. Vater und Mutter streiten miteinander, dabei ist der Vater, der das Wegschicken seiner Tochter zugelassen hatte, der moralisch Gute, der jetzt seiner Frau aus der Sicherheit des Nahhinein Vorwürfe machen kann, aber nicht mit seiner Tochter redet und nichts tat, um die Mutter an der Umsetzung ihres Vorhaben zu hindern. Die – in den Augen ihres Mannes und der Tochter schuldige – Mutter sagt:
»Aya schimpft mich aus. Ich will keinen Streit und bin still.«Das eindeutige Opfer, Aya, von allen benutzt und alleingelassen, wird – das scheint vorherbestimmt – zur Schuldigen an ihrem Sohn, der schon lange, bevor er dies zu verstehen imstande ist, für die Schuld seines Vaters bestraft und die ihm von seiner Mutter zugeschriebene Last der Schuld seines Vaters sein ganzes Leben lang in seiner Identität tragen wird. Dabei tun Opfer und Täter das Gleiche: Sie benutzen eine andere Person wie einen seelenlosen Gegenstand, um ihre Gefühle an ihm abzureagieren. Bei so viel Tragik hilf nur ein Bibel-Zitat:
Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen (2. Mose, 20.5)
siehe auch:
- TV-Tipps 9.2.: Der Wert der Frauen (Dokumentarfilminfo.de)
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Sonntag, 26. Oktober 2014
It's the love, stupid
Kolumne: Stadt, Land, Flucht. Alle warten auf den Richtigen. Jenen Partner, mit dem sie für immer zusammen bleiben. Vielleicht schalten wir mal einen Gang runter, machen uns locker und lassen das Leben kommen
Kinder sind der Grund, um Ehen zu schließen. Und nicht geschlossene Ehen sind der Grund, keine Kinder zu bekommen. Wieso haben wir bloß noch immer dieses romantische Bild der perfekten Beziehung im Kopf, wenn es darum geht, loszulegen mit dem Nachwuchs?
Diese sogenannte normale Familie ist sowieso ein Auslaufmodell. Fast jede dritte Familie hat sich mittlerweile verabschiedet vom Muster „Vater, Mutter, Kind“. Für den Mikrozensus von 2013 wurden 20 Prozent Alleinerziehender und zehn Prozent nichtehelicher oder gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ermittelt. Das Rad dreht sich weiter: „Vater, Mutter, Kind – forever, foreverever“ ist nicht das Modell, auf das man setzen sollte.
mehr:
- Konservatives Familienmodell – Vergesst Vater, Mutter, Kind (Cicero, 26.10.2014)
Kinder sind der Grund, um Ehen zu schließen. Und nicht geschlossene Ehen sind der Grund, keine Kinder zu bekommen. Wieso haben wir bloß noch immer dieses romantische Bild der perfekten Beziehung im Kopf, wenn es darum geht, loszulegen mit dem Nachwuchs?
Diese sogenannte normale Familie ist sowieso ein Auslaufmodell. Fast jede dritte Familie hat sich mittlerweile verabschiedet vom Muster „Vater, Mutter, Kind“. Für den Mikrozensus von 2013 wurden 20 Prozent Alleinerziehender und zehn Prozent nichtehelicher oder gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ermittelt. Das Rad dreht sich weiter: „Vater, Mutter, Kind – forever, foreverever“ ist nicht das Modell, auf das man setzen sollte.
mehr:
- Konservatives Familienmodell – Vergesst Vater, Mutter, Kind (Cicero, 26.10.2014)
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Paarbeziehung,
Realitätskonstruktion
Dienstag, 30. September 2014
Festanstellung und Heiratspläne
USA: Die männliche Zielgruppe der Frauen, die sich solide Eheverhältnisse wünschen, wird kleiner
Worin auch immer sie sich begründen, die Erwartungen, die Frauen und Männer an eine feste Beziehung stellen, fallen recht unterschiedlich aus. Wie sehr in dieses empfindliche Feld auch Arbeitnehmerpolitik hineingrätscht, zeigt sich den amerikanischen Frauen am Schwund der Menge an Männern, die für eine Heirat infrage kommt.
Worin auch immer sie sich begründen, die Erwartungen, die Frauen und Männer an eine feste Beziehung stellen, fallen recht unterschiedlich aus. Wie sehr in dieses empfindliche Feld auch Arbeitnehmerpolitik hineingrätscht, zeigt sich den amerikanischen Frauen am Schwund der Menge an Männern, die für eine Heirat infrage kommt.
mehr:
- Festanstellung und Heiratspläne (Telepolis, 30.09.2014)
Samstag, 27. September 2014
Wer hat recht?
Jetzt stelle man sich Teilnehmer an dieser Auseinandersetzung 35 Jahre älter vor und stelle sich weiterhin vor, daß es um einen Vorfall in der Familie oder in der Partnerschaft geht.
Groschen gefallen?
Egal, ob es sich um ein Streitgespräch handelt, in welchem sich kleine Kinder auf die Definition von Mama berufen oder um Erwachsene, die sich auf ihr Interpretationssystem des Geschehenen berufen, egal, ob es sich um Streitigkeiten in einem Paar- oder Familiensystem oder um Streitigkeiten zwischen politischen oder weltanschaulichen Systemen handelt, es ist immer das Gleiche: der andere mit seinem Interpretationssystem wird zum Gegner, da er den Absolutheitsanspruch des eigenen Interpretationssystems infrage stellt. Und je gefährlicher der Verlust der absoluten Gültigkeit des eigenen Interpretationssystems ist, desto mehr wird der andere zum Feind.
Und je emotional aufgeladener diese Streitsituation ist, desto mehr wird sie zur Gefahr für die Identität der Beteiligten.
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| Der 52jährige Giordano Bruno wurde 1600 auf dem Campo de’ Fiori verbrannt, da er die Gottessohnschaft Jesu bestritt, das Universum für unendlich hielt und glaubte, es gäbe eine unendliche Anzahl von Welten. |
Bruno reagierte auf das Urteil mit seinem berühmt gewordenen Satz: „Mit größerer Furcht verkündet Ihr vielleicht das Urteil gegen mich, als ich es entgegennehme“ („Maiori forsan cum timore sententiam in me fertis quam ego accipiam“). [Giordano Bruno, Wikipedia]
![]() |
| Flugblatt des Nationalsozialistischen Studentenbundes, das 1933 zur Bücherverbrennung verbreitet wurde [Feuilleton Frankfurt, 10.05.2008] |
10. Mai 1933 - Bücherverbrennung auf dem Berliner Opernplatz [1:15]
Veröffentlicht am 23.04.2013
10. Mai 1933 - NS-Propagandaminister Joseph Goebbels hält eine Rede zur Bücherverbrennung auf dem Berliner Opernplatz. Es ist der Auftakt zur Ausgrenzung von jüdischen und oppositionellen Schriftstellerinnen und Schriftstellern in Deutschland, wobei auch Werke gänzlich unpolitischer und bereits verstorbener Autoren Opfer der Flammen wurden. Betroffen waren u. a. die Brüder Thomas und Heinrich Mann, Sigmund Freud, Carl von Ossietzky und Bertold Brecht, aber auch der Kinderbuchautor Erich Kästner und der Dichter Heinrich Heine. Goebbels´ Aufruf, alles überspitzt Intellektuelle aus dem deutschen Kulturleben zu verbannen, wurde unter den Augen von Schaulustigen durch SA-Leute und Korpsstudenten in die Tat umgesetzt. Die Parole „Wider den undeutschen Geist" bedeutete jedoch mehr als nur eine Orgie der Gewalt am Scheiterhaufen. Sie belegte die Betroffenen mit einem Berufsverbot, führte zu einer restlosen Entfernung ihrer Werke aus allen öffentlichen Bibliotheken und trieb einen Großteil von ihnen in die Emigration.
Dieser Film enstand im Rahmen einer Kooperation mit dem Berliner Online-Archiv für audiovisuelle Zeitgeschichte www.history-vision.de | www.facebook.com/historyvision
“4. Rufer: Gegen seelenzerfasernde Überschätzung des Trieblebens, für den Adel der menschlichen Seele! Ich übergebe der Flamme die Schriften des Sigmund Freud.” [Birgit Ebbert, Sigmund Freud, Bücherverbrennung 1933 => Feuersprüche]
- Wolfgang Benz: Gedanken töten, um den Feind zu vernichten. Die Bücherverbrennung 1933 als aktuelles Ereignis (PEN-Zentrum Deutschland, 17.05.2013)
- Geistige Barbarei (FU Berlin, 19.04.2008)
In Wien soll Sigmund Freud geäußert haben, es sei doch ein Fortschritt gegenüber dem Mittelalter, daß man nur die Bücher und nicht die Autoren verbrannt habe. [Die Intellektuellen und die Politik in Rattner, Danzer, Politik und Psychoanalyse S. 113 ]
Freitag, 22. August 2014
Prostitution – Von der Rolle
Prostitution
Wer sein Geld als Sexarbeiterin verdient, wird ausgegrenzt. Kann ein Kunstevent daran etwas ändern? Ein Selbstversuch
Die Musik läuft erst ein paar Sekunden, als die Person rechts von mir
beginnt, sich aus ihrem glitzernden Bodysuit zu schälen. Auch links von
mir wird sich eifrig jeglicher Kleidung entledigt. Schnell sind fast
alle um mich herum nackt. Mit Öl, Blut oder Joghurt beschmiert, wälzen
sie sich auf dem Boden. Ihr Stöhnen und Ächzen vibriert durch den Raum.
Ich bin verblüfft, mit so viel Körperlichkeit hatte ich nicht gerechnet.
Ich bin Teil eines sogenannten Hurenrituals der US-amerikanischen
Performancekünstlerin und Sexaktivistin Annie Sprinkle. Ich knie auf dem
Boden der Hamburger Kulturfabrik Kampnagel und bekritzle Karteikarten –
in meiner Rolle als Hure.
Eine Woche bevor SPD und Union ihre Verhandlungen zur Regulierung des
Prostitutionsgesetzes fortsetzen wollen, hat die Kulturfabrik im Rahmen
ihres Sommerfestivals zur dreitägigen Konferenz Fantasies That Matter.
Images Of Sexwork In Media And Art geladen. Die Veranstaltung ist vom
feministischen Missy Magazine mitkuratiert, und sie ist als
künstlerisch-politische Intervention in der Debatte gedacht. Zuletzt war
die Debatte pro und contra Sexarbeit im vergangenen Herbst wieder
lebendiger geworden, nachdem Alice Schwarzer mit Emma eine Kampagne zum
Verbot der Prostitution gestartet hatte. In Performances, Vorträgen und
Diskussionen sollen jetzt in Hamburg die gesellschaftlichen
Vorstellungen und Mythen von Sexarbeit noch einmal näher ausgeleuchtet
werden.
mehr: Von der Rolle (Der Freitag, 22.08.2014)
Annie Sprinkles Internetpräsenz
Annie Sprinkle auf Wikipedia
Freitag, 25. Juli 2014
„Gleiche Rechte für Jungen und Mädchen!“
Seit ein Kölner Gericht im Mai die religiös motivierte
Knabenbeschneidung als strafbar eingestuft hat, diskutiert die ganze
Republik. Die Politik hat bereits angekündigt, ein Gesetz für die
Straffreiheit der Beschneidung zu verabschieden. Ein fataler
Schnellschuss, meint Irmingard Schewe-Gerigk, Vorsitzende von Terre des Femmes
Frau Schewe-Gerigk, Sie sitzen einer Organisation vor, die für Menschenrechte von Frauen kämpft. Warum sprechen wir jetzt also über ein Urteil, das sich mit der Beschneidung von Jungen auseinandersetzt?
Seit 30 Jahren setzt sich Terre des Femmes für die Bekämpfung der Genitalverstümmelung von Frauen ein. Wir wussten, dass junge Männer beschnitten werden, aber auch bei uns ist dieser Eingriff verharmlost worden. Natürlich sind das zwei unterschiedliche Dinge, aber die Debatte ist ähnlich. Als ich 1995 das erste Mal zum Thema Genitalverstümmelung eine Anhörung im Deutschen Bundestag hatte, herrschte dort überhaupt kein Verständnis für dieses Thema. Mir wurde gesagt, das gebe es vielleicht irgendwo in Afrika, aber nicht bei uns. Ich solle mich nicht in fremde Kulturen und Religionen einmischen. So ähnlich ist es jetzt auch.
In
der öffentlichen Diskussion in Deutschland ist selbst von
Befürwortern der Knabenbeschneidung die religiös motivierte
Beschneidung von Jungen von der Genitalverstümmelung von Mädchen
sorgfältig unterschieden worden. Sie sehen dort aber einen
Zusammenhang?
Bei bestimmten Formen gibt es Parallelen. Aber es ist etwas anderes, wenn einer Frau die Klitoris und die Schamlippen entfernt werden, sie zugenäht wird und ein Leben lang Schmerzen hat. Das kann man nicht mit der Vorhautbeschneidung von Jungen vergleichen. Aber die Frage, was man mit Kindern machen darf und was nicht, sehr wohl.
Frau Schewe-Gerigk, Sie sitzen einer Organisation vor, die für Menschenrechte von Frauen kämpft. Warum sprechen wir jetzt also über ein Urteil, das sich mit der Beschneidung von Jungen auseinandersetzt?
Seit 30 Jahren setzt sich Terre des Femmes für die Bekämpfung der Genitalverstümmelung von Frauen ein. Wir wussten, dass junge Männer beschnitten werden, aber auch bei uns ist dieser Eingriff verharmlost worden. Natürlich sind das zwei unterschiedliche Dinge, aber die Debatte ist ähnlich. Als ich 1995 das erste Mal zum Thema Genitalverstümmelung eine Anhörung im Deutschen Bundestag hatte, herrschte dort überhaupt kein Verständnis für dieses Thema. Mir wurde gesagt, das gebe es vielleicht irgendwo in Afrika, aber nicht bei uns. Ich solle mich nicht in fremde Kulturen und Religionen einmischen. So ähnlich ist es jetzt auch.
Bei bestimmten Formen gibt es Parallelen. Aber es ist etwas anderes, wenn einer Frau die Klitoris und die Schamlippen entfernt werden, sie zugenäht wird und ein Leben lang Schmerzen hat. Das kann man nicht mit der Vorhautbeschneidung von Jungen vergleichen. Aber die Frage, was man mit Kindern machen darf und was nicht, sehr wohl.
mehr:
- „Gleiche Rechte für Jungen und Mädchen!“ (Cicero, 24.07.2014)
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Spiritualität
Sonntag, 2. Februar 2014
Mittwoch, 1. Januar 2014
Neujahrsgrüße eines Psychotherapeuten
Manchmal gibt es Wichtigeres:
Hysterical Literature…
Lire avec un vibromasseur: défi relevé! (Le Geek c’est chic)
Stoya writes about her encounter (criminalwisdom.com)
Frequently Asked Questions
Interview mit Clayton Cubitt
Orgasm For Orgasm’s Sake (Elite Daily)
noch’n Interview (Slate.com)
Intelligente Pornografie? (achtmilliarden.com)
Viel Freude für das Jahr 2014!
Hysterical Literature…
Lire avec un vibromasseur: défi relevé! (Le Geek c’est chic)
Stoya writes about her encounter (criminalwisdom.com)
Frequently Asked Questions
Interview mit Clayton Cubitt
Orgasm For Orgasm’s Sake (Elite Daily)
noch’n Interview (Slate.com)
Intelligente Pornografie? (achtmilliarden.com)
Viel Freude für das Jahr 2014!
Sonntag, 28. Oktober 2012
Die Sache mit der Überraschung
Falls Sie planen, Ihre Frau mit einer Reise zu überraschen, sollten Sie sich das noch einmal gut überlegen. Zwar erwarten Frauen Spontaneität von Männern, aber die hört spätestens beim Urlaub auf. Eine neue Studie von British Airways hat ergeben: Die meisten britischen Frauen hassen solche Überraschungs-Trips – und das gilt wohl auch für Kontinentaleuropäerinnen. Die typische weibliche Reisende braucht demnach mindestens sieben Tage und elf Stunden Vorbereitungszeit für eine Reise – damit sie auch Zeit hat, dreimal einkaufen gehen zu können.
Noch schlimmer: wenn der Mann auf die Idee kommt, heimlich für die Frau zu packen, damit die Überraschung perfekt ist. Das kann einfach nicht gut gehen. Denn, so die Studie, eine Frau braucht durchschnittlich neun komplette Reise-Outfits. Und eine Menge Schuhe. Aber das müssen Männer ja auch nicht verstehen.
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Jeder zehnte deutsche Passagier hat auf Flügen einen Glücksbringer dabei. Das ergab eine Umfrage des Helsinki-Airports. Kann ja nicht schaden.
Falls Sie planen, Ihre Frau mit einer Reise zu überraschen, sollten Sie sich das noch einmal gut überlegen. Zwar erwarten Frauen Spontaneität von Männern, aber die hört spätestens beim Urlaub auf. Eine neue Studie von British Airways hat ergeben: Die meisten britischen Frauen hassen solche Überraschungs-Trips – und das gilt wohl auch für Kontinentaleuropäerinnen. Die typische weibliche Reisende braucht demnach mindestens sieben Tage und elf Stunden Vorbereitungszeit für eine Reise – damit sie auch Zeit hat, dreimal einkaufen gehen zu können.
Noch schlimmer: wenn der Mann auf die Idee kommt, heimlich für die Frau zu packen, damit die Überraschung perfekt ist. Das kann einfach nicht gut gehen. Denn, so die Studie, eine Frau braucht durchschnittlich neun komplette Reise-Outfits. Und eine Menge Schuhe. Aber das müssen Männer ja auch nicht verstehen.
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Eine Reise ist wie eine Ehe:Die sicherste Art zu scheitern ist zu glauben, man habe sie im Griff.
John Steinbeck, US-Schriftsteller (1902-1968)
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Jeder zehnte deutsche Passagier hat auf Flügen einen Glücksbringer dabei. Das ergab eine Umfrage des Helsinki-Airports. Kann ja nicht schaden.
Welt am Sonntag vom 28.10.2012
Ich frage mich, wie dieser Artikel aufgenommen werden würde, wenn man die Geschlechter vertauscht hätte…
Sonntag, 20. Mai 2012
Sextouristinnen in Afrika
Auf ZEIT Online berichtet Ulrich Seidel in einem Interview mit Wenke Husmann über die Entstehung seines Films »Paradies: Liebe«:
»Auch Geld ist ein Stimulans«
- Regisseur Ulrich Seidl : "Auch Geld ist ein Stimulans" (Wenke Husmann, ZON, 20.05.2012)
FILMFESTSPIELE CANNES
»Auch Geld ist ein Stimulans«
Ulrich Seidl zeigt in Cannes seinen Film "Paradies: Liebe" über Sextouristinnen in Afrika. Im Interview erzählt der Regisseur, wie er die intimen Bilder einfangen konnte.
siehe :- Regisseur Ulrich Seidl : "Auch Geld ist ein Stimulans" (Wenke Husmann, ZON, 20.05.2012)
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Sexualität
Sonntag, 22. April 2012
»Natürlich nehmen wir den Mann mit.«
Auf einen solchen Artikel habe ich lange gewartet:
Weitere Links:
- Feministisches Institut: Alice Schwarzers Aufruf gegen Prostitution ein "Muster der Demagogie" (genderama, ein von Arne Hoffman betriebenes Blog, 06.11.2013)
- "Niggger mich nicht!" Langjähriger Antirassist bezieht Position gegen Männerfeindlichkeit (genderama, 16.01.2013)
- Die Zeit: "Das verteufelte Geschlecht" (Genderama-Blog, 16.04.2012)
- Die Opferverliebtheit des Feminismus oder: die Sehnsucht nach traditioneller Männlichkeit (Gerhard Amendt, streitbar.eu, in: Paul-Hermann Gruner, Eckhard Kuhla (Hg.): Befreiungsbewegung für Männer. Auf dem Weg zur Geschlechterdemokratie. Essays und Analysen. Gießen: Psychosozial-Verlag 2009, S. 41–55.)
- Konflikt: Wie erleben Väter eine Trennung? (vaeter.nrw.de, aus den lila blättern, 35/2007
- Scheidungsväter: Wie Männer die Trennung von ihren Kindern erleben (wochenendvater.de, 15.01.2007)
- Das privilegierte Geschlecht (Post, 13.04.2003)
- Micus, Christiane – Friedfertige Frauen und wütende Männer? – Theorien und Ergebnisse zum Umgang der Geschlechter mit Aggression (Juventa-Verlag, 2002, bei googlebooks, s. Einleitung)
siehe auch:
- Die Lynndie-England-Story – Der Folter-Skandal von Abu Ghraib als Herausforderung für männliche Vergeschlechtlichungen Neuer Kriege (Eva Kreisky, 2004)
"Gegen den Strich - eMANNzipation" - WDR markt vom 09.11.2015
Dads With Lightning Fast Reflexes Compilation {6:34}
GESCHLECHTERVERHÄLTNIS
Das verteufelte Geschlecht
Wie wir gelernt haben, alles Männliche zu verachten. Und warum das auch den Frauen schadet. Ein Essay
Gleich zu Beginn der Finanzkrise sah das Magazin der Süddeutschen Zeitung,
wie sich ein unheimlicher Penis der Zerstörung erhob. Neben dem
Foto eines erigierten Büroturms und unter der moralstickigen
Überschrift Hochmut kommt vor dem Phall
schrieb das Blatt: »Die Wirtschaftskrise ist vor allem eine Krise
der Männer.« Um in Klammern und kokett hinzuzufügen: »Im Ernst:
Wäre Frauen der ganze Mist passiert?«
Die einzig sinnvolle Antwort »Klar, warum denn nicht?« fiel dem Autor nicht ein.
mehr:
- Geschlechterverhältnis – Das verteufelte Geschlecht (Christoph Kucklick, ZEIT Online, 12.04.2012, man beachte auch die Kommentare!)
- Hochmut kommt vor dem Phall (Hermann Droske, Süddeutsche Zeitung Magazin, 12.03.2009)
- Geschlechterverhältnis – Das verteufelte Geschlecht (Christoph Kucklick, ZEIT Online, 12.04.2012, man beachte auch die Kommentare!)
- Hochmut kommt vor dem Phall (Hermann Droske, Süddeutsche Zeitung Magazin, 12.03.2009)
Ich bin zunehmend schockiert über die gedankenlose Abwertung von Männern, die so sehr Teil unserer Kultur geworden ist, dass sie kaum noch wahrgenommen wird. Die Männer scheinen so eingeschüchtert zu sein, dass sie sich nicht wehren. Aber sie sollten es tun. [Doris Lessing, zitiert in: Lay off men, Lessing tells feminists, Guardian, 14.08.2001 – Google-Übersetzer]
- Feministisches Institut: Alice Schwarzers Aufruf gegen Prostitution ein "Muster der Demagogie" (genderama, ein von Arne Hoffman betriebenes Blog, 06.11.2013)
- "Niggger mich nicht!" Langjähriger Antirassist bezieht Position gegen Männerfeindlichkeit (genderama, 16.01.2013)
- Die Zeit: "Das verteufelte Geschlecht" (Genderama-Blog, 16.04.2012)
- Die Opferverliebtheit des Feminismus oder: die Sehnsucht nach traditioneller Männlichkeit (Gerhard Amendt, streitbar.eu, in: Paul-Hermann Gruner, Eckhard Kuhla (Hg.): Befreiungsbewegung für Männer. Auf dem Weg zur Geschlechterdemokratie. Essays und Analysen. Gießen: Psychosozial-Verlag 2009, S. 41–55.)
- Konflikt: Wie erleben Väter eine Trennung? (vaeter.nrw.de, aus den lila blättern, 35/2007
- Scheidungsväter: Wie Männer die Trennung von ihren Kindern erleben (wochenendvater.de, 15.01.2007)
- Das privilegierte Geschlecht (Post, 13.04.2003)
- Micus, Christiane – Friedfertige Frauen und wütende Männer? – Theorien und Ergebnisse zum Umgang der Geschlechter mit Aggression (Juventa-Verlag, 2002, bei googlebooks, s. Einleitung)
siehe auch:
- Die Lynndie-England-Story – Der Folter-Skandal von Abu Ghraib als Herausforderung für männliche Vergeschlechtlichungen Neuer Kriege (Eva Kreisky, 2004)
"Gegen den Strich - eMANNzipation" - WDR markt vom 09.11.2015
Männerrechte ORG
Am 10.11.2015 veröffentlicht
Am 10.11.2015 veröffentlicht
markt vom 09.11.2015
Beim Thema Gleichstellung denkt fast jeder sofort an Frauen. Aber wer denkt an die Männer? Wir tun das heute mal. Denn auch Jungen und Männer haben mit gesellschaftlichen Nachteilen zu kämpfen. Mit welchen und wie, zeigt markt in "Gegen den Strich".
Beim Thema Gleichstellung denkt fast jeder sofort an Frauen. Aber wer denkt an die Männer? Wir tun das heute mal. Denn auch Jungen und Männer haben mit gesellschaftlichen Nachteilen zu kämpfen. Mit welchen und wie, zeigt markt in "Gegen den Strich".
Dads With Lightning Fast Reflexes Compilation {6:34}
Viralzo
Am 11.06.2016 veröffentlicht
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Some dads have lightning fast reflexes!
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Breaktime - Silent Film Light by Kevin MacLeod
is licensed under a Creative Commons Attribution-
license(https://creativecommons.org/licenses/...)
Source: http://incompetech.com/music/royalty-...
Artist: http://incompetech.com/
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Artist: http://incompetech.com/
You've Got a Friend In Me - LIVE Performance by 4-year-old Claire Ryann and Dad {2:25}
The Crosbys
Am 17.01.2017 veröffentlicht
We have a studio recorded version of this song, but wanted to do a LIVE cover of it!
CLICK TO SUBSCRIBE - https://www.youtube.com/channel/UCfrR...
Studio Recorded Version: https://www.youtube.com/watch?v=Mzhk2...
To use this video in a commercial player or in a broadcast please contact licensing@storyful.com
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Videos aktualisiert am 21.08.2017Donnerstag, 12. Januar 2012
Erfindung des Vibrators: Bsssssssssssssssss
Er nannte ihn "Hammer": Ende des 19. Jahrhunderts ließ sich ein britischer Mediziner den ersten elektrischen Vibrator patentieren und beglückte damit vor allem seine männlichen Kollegen. einestages erzählt die Erfolgsgeschichte des surrenden Freudenspenders - und zeigt die sperrigen Modelle der Frühzeit.
Plötzlich bekam der erfinderische Doktor Angst vor dem ungeahnten Erfolg seiner Erfindung: Nein, er habe das Gerät niemals bei Frauen ausprobiert und werde dies auch in Zukunft nicht tun, schrieb Joseph Mortimer Granville 1883 in seinem Büchlein über "Nerven-Vibration". Das Gerät sei vielmehr dazu gedacht, die verspannten Muskeln männlicher Patienten zu lockern, fügte er hinzu.
Allein, seine Kollegen pfiffen auf die Bedenken des Briten. Scharenweise eilten die Mediziner herbei und rissen ihm die soeben kreierte Wunderwaffe aus der Hand: eine Art Bohrer mit einer kleinen Kugel an der Spitze. Auf Knopfdruck begann diese sanft zu ruckeln. Der Strom hierfür stammte aus einer koffergroßen Batterie, die per Kabel mit dem Gerät verbunden war.
Ausgerechnet im viktorianisch-prüden England entwickelte Mortimer Granville den weltweit ersten elektrischen Vibrator. Und beglückte damit allen voran - die männliche Mediziner-Zunft.
mehr:
- Erfindung des Vibrators: Bsssssssssssssssss (Katja Iken, SPON, 12.01.2012)
Plötzlich bekam der erfinderische Doktor Angst vor dem ungeahnten Erfolg seiner Erfindung: Nein, er habe das Gerät niemals bei Frauen ausprobiert und werde dies auch in Zukunft nicht tun, schrieb Joseph Mortimer Granville 1883 in seinem Büchlein über "Nerven-Vibration". Das Gerät sei vielmehr dazu gedacht, die verspannten Muskeln männlicher Patienten zu lockern, fügte er hinzu.
Allein, seine Kollegen pfiffen auf die Bedenken des Briten. Scharenweise eilten die Mediziner herbei und rissen ihm die soeben kreierte Wunderwaffe aus der Hand: eine Art Bohrer mit einer kleinen Kugel an der Spitze. Auf Knopfdruck begann diese sanft zu ruckeln. Der Strom hierfür stammte aus einer koffergroßen Batterie, die per Kabel mit dem Gerät verbunden war.
Ausgerechnet im viktorianisch-prüden England entwickelte Mortimer Granville den weltweit ersten elektrischen Vibrator. Und beglückte damit allen voran - die männliche Mediziner-Zunft.
mehr:
- Erfindung des Vibrators: Bsssssssssssssssss (Katja Iken, SPON, 12.01.2012)
Mittwoch, 7. September 2011
60 Jahre Beate-Uhse-Versand – Als Deutschland mit der Post kam
Dildos hießen erotische Vollprothesen, Kondome gab's zum Wiederverwenden: In der Nachkriegszeit sorgte Beate Uhse mit Aufklärungsbroschüren und Sextoys dafür, dass in deutschen Schlafzimmern die Post abging.
Sorgenvoll blickt die junge Frau mit der welligen Kurzhaarfrisur in die Kamera. Ihr Blick offenbart eine Mischung aus Zweifel, Nachdenklichkeit und Unschuld. Unter dem ovalen Gesicht mit den vollen Lippen prangt jener Fünf-Wort-Satz, der über die junge Bundesrepublik hinwegfegen sollte wie ein Donnerschlag: "Stimmt in unserer Ehe alles?" stand da in geschwungener Schulmädchen-Schreibschrift.
Die ehrliche Antwort lautete: Nein.
In den Schlafgemächern deutscher Paare der fünfziger Jahre führten vielerorts Scham, Unwissenheit und Prüderie das Regiment. Statt Lust regierte der Frust, vereitelten Missverständnisse, ungewollte Schwangerschaften und Impotenz die Liebesfreuden. All das zehrte an den Nerven der ohnehin schon gebeutelten Nachkriegsgeneration und bedrohte die bürgerlichste aller Institutionen: die Ehe. Und genau deshalb kam der erste, von Beate Uhse auf 1952 datierte Katalog mit der sorgenvoll blickenden Dame auf dem Cover so prächtig an.
"In Millionen-Auflagen an Anschriften aus Telefonbüchern verschickt - bundesweit. Sehr erfolgreich", lautet die Notiz auf dem gelben Merkzettel, mit dem die 30 Seiten starke, handtellergroße Broschüre versehen ist. Die krakelige Handschrift stammt von Beate Uhse höchstpersönlich. Fein säuberlich hat die Grande Dame der deutschen Erotikindustrie die Anfänge ihres Erfolgs selbst dokumentiert. Ihr Archiv, verpackt in dicken, grauen Leitz-Ordnern, lagert heute im Keller der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg. Von gewagten Sextoys und Gleitcremes mit Geschmack findet sich in den frühen Sortimenten allerdings noch keine Spur.
In den fünfziger Jahren präsentierte sich das Sex-Imperium als bieder-bodenständiges Aufklärungsinstitut, dem einzig an der Erhaltung des deutschen Eheglücks gelegen war, mit der treuen Gattin Beate Uhse als respektablem Aushängeschild. Die Zielgruppen der als "Orgas-Muse", "Sexpertin" oder "Liebesdienerin der Nation" gefeierten Geschäftsfrau waren zu Beginn ihres Unternehmens nicht etwa Hedonisten und Sexabenteurer, sondern die Trümmerfrauen.
mehr:
- Als Deutschland mit der Post kam (Katja Iken, SPON, 07.09.2011)
- Beate Uhse (Wikipedia)
- Erotik auf Deutsch: Die Beate-Uhse-Story (Hamburger Abendblatt, Bilderstrecke)
siehe auch:
- Beate Uhse: Über eine Heldin der Emanzipation (Milena, amazed, Post, 09.10.2016)
- Der Mythos Beate Uhse. (Elizabeth D. Heinemann, WerkstattGeschichte 40, Klartext Verlag, 2005)
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Wer war eigentlich Beate Uhse? | Galileo Lunch Break {6:00}
Sorgenvoll blickt die junge Frau mit der welligen Kurzhaarfrisur in die Kamera. Ihr Blick offenbart eine Mischung aus Zweifel, Nachdenklichkeit und Unschuld. Unter dem ovalen Gesicht mit den vollen Lippen prangt jener Fünf-Wort-Satz, der über die junge Bundesrepublik hinwegfegen sollte wie ein Donnerschlag: "Stimmt in unserer Ehe alles?" stand da in geschwungener Schulmädchen-Schreibschrift.
Die ehrliche Antwort lautete: Nein.
In den Schlafgemächern deutscher Paare der fünfziger Jahre führten vielerorts Scham, Unwissenheit und Prüderie das Regiment. Statt Lust regierte der Frust, vereitelten Missverständnisse, ungewollte Schwangerschaften und Impotenz die Liebesfreuden. All das zehrte an den Nerven der ohnehin schon gebeutelten Nachkriegsgeneration und bedrohte die bürgerlichste aller Institutionen: die Ehe. Und genau deshalb kam der erste, von Beate Uhse auf 1952 datierte Katalog mit der sorgenvoll blickenden Dame auf dem Cover so prächtig an.
"In Millionen-Auflagen an Anschriften aus Telefonbüchern verschickt - bundesweit. Sehr erfolgreich", lautet die Notiz auf dem gelben Merkzettel, mit dem die 30 Seiten starke, handtellergroße Broschüre versehen ist. Die krakelige Handschrift stammt von Beate Uhse höchstpersönlich. Fein säuberlich hat die Grande Dame der deutschen Erotikindustrie die Anfänge ihres Erfolgs selbst dokumentiert. Ihr Archiv, verpackt in dicken, grauen Leitz-Ordnern, lagert heute im Keller der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg. Von gewagten Sextoys und Gleitcremes mit Geschmack findet sich in den frühen Sortimenten allerdings noch keine Spur.
In den fünfziger Jahren präsentierte sich das Sex-Imperium als bieder-bodenständiges Aufklärungsinstitut, dem einzig an der Erhaltung des deutschen Eheglücks gelegen war, mit der treuen Gattin Beate Uhse als respektablem Aushängeschild. Die Zielgruppen der als "Orgas-Muse", "Sexpertin" oder "Liebesdienerin der Nation" gefeierten Geschäftsfrau waren zu Beginn ihres Unternehmens nicht etwa Hedonisten und Sexabenteurer, sondern die Trümmerfrauen.
mehr:
- Als Deutschland mit der Post kam (Katja Iken, SPON, 07.09.2011)
- Beate Uhse (Wikipedia)
- Erotik auf Deutsch: Die Beate-Uhse-Story (Hamburger Abendblatt, Bilderstrecke)
siehe auch:
- Beate Uhse: Über eine Heldin der Emanzipation (Milena, amazed, Post, 09.10.2016)
- Der Mythos Beate Uhse. (Elizabeth D. Heinemann, WerkstattGeschichte 40, Klartext Verlag, 2005)
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Wer war eigentlich Beate Uhse? | Galileo Lunch Break {6:00}
Galileo
Am ttt veröffentlicht
Am ttt veröffentlicht
Sie hat den Sex in Deutschland revolutioniert - und bekommt dafür sogar das Bundesverdienstkreuz! Wie sah ihr Leben aus?
►Galileo Lunch Break Videos: http://bit.ly/LunchBreakGalileo
►Hintergrundberichte auf Galileo: http://www.galileo.tv/
►FUNDA HAT EINEN KANAL: https://www.youtube.com/user/FundaVanroy
►Alle Videos findest du auf http://www.sat1.de/tv/galileo/video
►Galileo auf YouTube abonnieren: http://www.youtube.com/subscription_c...
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►Galileo Lunch Break Videos: http://bit.ly/LunchBreakGalileo
►Hintergrundberichte auf Galileo: http://www.galileo.tv/
►FUNDA HAT EINEN KANAL: https://www.youtube.com/user/FundaVanroy
►Alle Videos findest du auf http://www.sat1.de/tv/galileo/video
►Galileo auf YouTube abonnieren: http://www.youtube.com/subscription_c...
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Donnerstag, 22. März 2007
Die Macht der Mütter
Menschen sind weit mehr als das Ebenbild ihrer Gene. Schon kurz nach der Befruchtung beginnt der Körper der Mutter das Kind zu programmieren.
Auf dem Ultraschallbild erscheint nur ein walnussgroßer pulsierender Fleck. Aber für Jana May beginnt in diesem Moment einer der spannendsten Abschnitte ihres Lebens: Sie ist zum ersten Mal schwanger. „Es fühlt sich an, als würden Blasen im Wasser aufsteigen“, sagt sie, als sich das Baby das erste Mal bewegt.
Schon bald rebelliert das Kind, wenn sich die junge Frau in lauter Umgebung aufhält. Und es kommt nach kurzer Zeit zur Ruhe, wenn abends die leise Musik der Spieluhr erklingt. „Dass das Kind schon vor der Geburt so viel wahrnimmt, hätte ich nie gedacht „, meint Jana kopfschüttelnd.
Der innige Kontakt des Fötus mit Mutter und Umwelt sorgt für einen einmaligen Vorgang im Leben eines Menschen: „Der unreife Organismus lernt in dieser hochsensiblen Phase von der Mutter, was normal ist. Gehirn, Hormonsysteme und Gene werden auf Mama geeicht“, erklärt Andreas Plagemann. Diesen Prozess der „fetalen Programmierung“ – oder auch „vorgeburtlichen Prägung“ – erforscht der Mediziner von der Klinik für Geburtsmedizin der Berliner Charité seit einigen Jahren.
Geht die Prägung in die falsche Richtung, hat das Kind daran unter Umständen lebenslang zu leiden. Übergewicht, Diabetes, Herzkreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Allergien und Depressionen sind dann wortwörtlich programmiert.
mehr:
- Die Macht der Mütter (Susanne Donner, Wissenschaft.de, 02.03.2007)
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Auf dem Ultraschallbild erscheint nur ein walnussgroßer pulsierender Fleck. Aber für Jana May beginnt in diesem Moment einer der spannendsten Abschnitte ihres Lebens: Sie ist zum ersten Mal schwanger. „Es fühlt sich an, als würden Blasen im Wasser aufsteigen“, sagt sie, als sich das Baby das erste Mal bewegt.
Schon bald rebelliert das Kind, wenn sich die junge Frau in lauter Umgebung aufhält. Und es kommt nach kurzer Zeit zur Ruhe, wenn abends die leise Musik der Spieluhr erklingt. „Dass das Kind schon vor der Geburt so viel wahrnimmt, hätte ich nie gedacht „, meint Jana kopfschüttelnd.
Der innige Kontakt des Fötus mit Mutter und Umwelt sorgt für einen einmaligen Vorgang im Leben eines Menschen: „Der unreife Organismus lernt in dieser hochsensiblen Phase von der Mutter, was normal ist. Gehirn, Hormonsysteme und Gene werden auf Mama geeicht“, erklärt Andreas Plagemann. Diesen Prozess der „fetalen Programmierung“ – oder auch „vorgeburtlichen Prägung“ – erforscht der Mediziner von der Klinik für Geburtsmedizin der Berliner Charité seit einigen Jahren.
Geht die Prägung in die falsche Richtung, hat das Kind daran unter Umständen lebenslang zu leiden. Übergewicht, Diabetes, Herzkreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Allergien und Depressionen sind dann wortwörtlich programmiert.
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- Die Macht der Mütter (Susanne Donner, Wissenschaft.de, 02.03.2007)
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