Mittwoch, 25. Dezember 2013

Warum wollte Rico nicht mehr leben?

Ein Junge, elf Jahre alt, glücklich, klug und geliebt von seiner Familie, bringt sich um. Noch heute, drei Jahre später, wissen die Eltern und Schwestern nicht: Warum wollte Rico nicht mehr leben?

Barfuß geht Rico ins Zimmer der Eltern und legt sich zwischen Simon und Simone, Rico ist elf, bester Schüler der sechsten Klasse, der Vater stammt aus dem Tal, die Mutter aus Deutschland, zwei Ärzte, gemeinsam führen sie die einzige Praxis in einem Schweizer Dorf, 1600 Meter über dem Meer, jeden Morgen legte er sich zwischen uns und begann zu kuscheln, zu plappern, zehn Minuten lang, ein fröhliches Kind, ein lustiger Bub war Rico, liebenswert und klug, klein, hübsch, ein bisschen frech vielleicht oder laut. 

Aber Probleme machte er uns nie, sagt der Vater, Simon.
mehr:
- Selbstmord: "Bitte verzeih mir. dein lieber Sohn" (Erwin Koch, die Welt, 25.11.2013)

Dienstag, 24. Dezember 2013

Montag, 23. Dezember 2013

Osho – Could this be Love?



Excerpts from an Interview with Mike Wolfe KBND Radio, Bend, Oregon.
"I am destroying the whole idea of the separation, of a split between matter and mind, body and soul, materialism and spiritualism."

Sonntag, 22. Dezember 2013

Gerhard Hüther – Potentialentfaltung an Schulen

Prof. Dr. Gerald Hüther: Bildungskongress 2013 Schulen der Zukunft [55:27]

Veröffentlicht am 04.08.2013
Prof. Dr. Gerald Hüther referiert über Potentialentfaltung an Schulen

siehe auch:
- Bildung – Die Stunde der Propheten (Martin Spiewak, ZEIT Online, 08.09.2013)
- ist Gerald Hüther ein Scharlatan? Und ist das wichtig? (Hagen Grell, 01.09.2013)

Wer glücklich ist, kauft nicht - Vortrag Prof. Hüther [21:49]

Veröffentlicht am 30.05.2014
Mitschnitt eines Vortrages.
Möge sich jeder seine eigenen Gedanken dazu machen, was auch wieder eine gute Übung für's eigene Gehirn ist ;-)

Anmerkung: Prof. Hüther hat 2014 ein Sabbatical eingelegt. In welchen Umfang er die genannten Funktionen noch inne hat, ist mir nicht bekannt.

Freitag, 20. Dezember 2013

Gerald Hüther – Glücksgefühle

Genialer Vortrag! "Glücksgefühle" (Prof. Gerald Hüther) [22:00]

Veröffentlicht am 24.03.2014
Ständig steigender materieller Wohlstand ist das Glücksversprechen der westlichen Kultur. Dieses einzulösen, wird immer schwieriger. Dafür gibt es viele Gründe. Doch was geschieht, wenn dieses Glücksversprechen nicht mehr erfüllt wird? Solange die Bevölkerungen der früh industrialisierten Länder darauf ausgerichtet bleiben, ihren materiellen Wohlstand zu mehren, wird dessen Rückgang zu heftigen Reaktionen führen - bis hin zur Infragestellung der freiheitlich-demokratischen Ordnung. Solchen Reaktionen gilt es vorzubeugen oder sie zumindest zu dämpfen. Deshalb sollten materielle Wohlstandseinbußen durch nicht-materielle Wohlstandsformen ausgeglichen werden. --- Mehr Videos, die Dir die Augenöffnen: http://www.youtube.com/user/wissen2012 ---


Dank an A. für den Link!

zuletzt aktualisiert am 21.06.2015

Samstag, 14. Dezember 2013

Marina Abramović and Ulay

Ich bin auf einen Artikel auf »Zen-Garage« hingewiesen worden:
- MARINA ABRAMOVIC AND ULAY (Justin Fox, Zen-Garage, 08.03.2013)

© 2010 Scott Rudd
www.scottruddphotography.com
scott.rudd@gmail.com
Marina Abramovic and Ulay started an intense love story in the 70s, performing art out of the van they lived in. When they felt the relationship had run its course, they decided to walk the Great Wall of China, each from one end, meeting for one last big hug in the middle and never seeing each other again. 

At her 2010 MoMa retrospective Marina performed ‘The Artist Is Present’ as part of the show, where she shared a minute of silence with each stranger who sat in front of her. Ulay arrived without her knowing and this is what happened.

How I Became The Bomb - Ulay, Oh | Music Video



Das Original-Video aus dem Post habe ich übernommen, auf youtube findet sich eine andere Version mit weiteren Infos.

Ich empfehle, sich den Post einen Tag lang durch den Kopf gehen zu lassen und sich den zweiten Post über Marina Abramović erst dann anzusehen…

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Donnerstag, 14. November 2013

Heute vor 70 Jahren – 24. Juni 1940: Der Suizid Joseph Meisters, die Geschichte eines verzweifelten Mannes

Im Juli 1885 wurde ein neunjähriger französischer Junge namens Joseph Meister von einem tollwütigen Hund übel gebissen, so dass ihm der Tod so gut wie sicher war. Stattdessen aber schrieb der junge Meister Medizingeschichte: als erster menschlicher Patient Pasteurs, der mit einem Tollwutimpfstoff behandelt wurde und überlebte. Nun geben Berichte in englischer und französischer Sprache dieser Erzählung seit mehr als einem halben Jahrhundert ein dramatisches Ende: 1940, 55 Jahre nachdem ihm das Leben gerettet worden war, arbeitete Meister als Pförtner am Pasteur-Institut in Paris. Als die Wehrmacht im Juni jenes Jahres Paris besetzte, marschierten Soldaten am Institut vor und verlangten Zugang zu Pasteurs Gruft. Statt die letzte Ruhestätte seines Retters den Nazis preiszugeben, tötete sich der 64-jährige Meister selbst – so die Geschichte. […]

Nach der verbreiteten Erzählung tötete sich Meister am 14. oder 16. Juni kurz nach dem deutschen Einmarsch in Frankreich. Wollman schreibt jedoch am 24. Juni, zehn Tage nach der Besetzung von Paris: "Heute morgen wurde Meister tot aufgefunden." Oft wird erzählt, dass er sich selbst erschossen hätte, doch Wollman sagt aus, dass er sich "mit Gas" getötet habe. Manche Quellen geben an, dass Meister sich umbrachte, weil er die Vorstellung nicht ertragen hatte, die Nazis könnten Pasteurs Grab entweihen. Wollman erwähnt nichts dergleichen. Stattdessen weist er daraufhin, dass Meister "sehr depressiv" gewesen sei und seine Frau und Kinder abgereist waren. Wie Millionen andere Menschen flohen sie vor den anrückenden deutschen Truppen aus Paris. […]

Er dachte offensichtlich, dass seine Familie in einem feindlichen Bombenangriff ums Leben gekommen war, und wurde von Schuldgefühlen überwältigt, weil er sie weggeschickt hatte. In den chaotischen Tagen nach dem Zusammenbruch Frankreichs war es nahezu unmöglich, Nachrichten von Angehörigen zu bekommen, weshalb Meister nicht wusste, dass sie in Sicherheit waren. Tatsächlich kehrten seine Frau und Töchter just am selben Tag nach Paris zurück, an dem er sich tötete. "Das Leben kann manchmal von ausgesuchter Grausamkeit sein", notierte Wollman.

Die Geschichte eines verzweifelten Mannes, der sich wenige Stunden vor Heimkehr seiner irrtümlich für tot gehaltenen Familie mit Hilfe eines Gasofens das Leben nimmt, ist tragisch. Doch hat sie wenig mit dem Mythos zu tun, laut dem ein kleiner Angestellter die Pläne von Invasoren hintertreibt.

mehr:
- Wissenschaftsgeschichte – Große Mythen sterben langsam (Héloise Dufour, Sean Carroll , Spektrum, 14.10.2013)
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Samstag, 9. November 2013

Samy Molcho lehrt uns flirten

Samy Molcho lehrt uns flirten {11:01}

MrGringocito
Am 09.11.2013 veröffentlicht 
Prof. Samy Molcho gilt als einer der bedeutenden Menschen des 20. Jahrhunderts.
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Dienstag, 22. Oktober 2013

Ohne Frage keine Antwort – Baba Rampuri

Mir geht es nicht um LSD, worüber Baba Rampuri hier spricht.
Ich rate von der Einnahme jeglicher »bewußtseinserweiternder« Drogen ab.
Der Punkt, um den es mir geht, sind Rampuris Ausführungen bezüglich der Menschen, die nach Antworten suchen, ohne sich die Mühe gemacht haben, die Frage zu formulieren.

Baba Rampuri - Asking Right Questions [2:14]


Hochgeladen am 20.11.2011
Baba Rampuri, an American expatriate, has lived in India since 1970, when be became the first foreigner to be initiated into India's most ancient order of yogis and shamans, the Naga Sannyasis.
He is now a guru with a number of disciples within the order.
During his long discipleship in this mystical and sometimes dangerous world, he received traditional teachings in sacred speech, mantra, tantra, ayurveda, logic, ritual, and, encompassing all the above, the way of the yogi in the Yoga Tradition. Baba says, "Your tool of knowledge is Speech, because its boundaries establish the possibilities of the world."
http://rampuri.com/
Idea and Creation: http://kartazon.ru/
Follow me on Facebook: https://www.facebook.com/kartazondream

Als Gertrude Stein (»Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose.«) im Sterben lag, wachte sie aus einem Schlummer auf und fragte: »Was ist jetzt die Antwort?« Ihre Freunde, die an ihrem Bett saßen, antworteten: »Gertrude, Du hast keine Frage gestellt.« Gertrude antwortete: »Oh, ja, äh, wie lautet die Frage?«
Die Geschichte findet sich in einer ähnlichen Version am Ende eine SPIEGEL-Artikels (Gertrude Stein – tat was sie tat, SPIEGEL-Archiv 26.04.1961).
Das Neue, mit dem Gertrude Stein sich dem Gelächter ihrer Kritiker auslieferte, liest sich beispielsweise so:

Indem sie arbeitete als sie tat was sie tat arbeitete sie alles was sie arbeitete und sie tat alles was sie tat als sie tat was sie tat Sie tat was sie tat und sie arbeitete. Sie fühlte was sie fühlte und sie tat was sie tat und sie arbeitete. Sie tat was sie tat und sie fühlte was sie fühlte als sie tat was sie tat und sie arbeitete als sie tat was sie tat und sie tat was sie tat als sie arbeitete.

Mit solchen scheinbar endlosen Wiederholungen und unmerklichen Abwandlungen weniger Worte und Sätze beabsichtigte Gertrude Stein einen Bewußtseinsstrom aufzuzeichnen, der dem Leser das Gefühl einer "fortgesetzten Gegenwart" und eines "reinen Seins" (Stein) suggerieren soll. Vom Impressionismus Cézannes, vor allem aber von Picassos Kubismus angeregt, produzierte sie nicht mehr konventionelle Geschichten mit Handlungen, sondern eine Prosa, in der sie - nach Brinnins Kommentar als einziger Autor englischer Sprache - die Lektionen der abstrakten Malerei im buchstäblichen Sinn übernahm.
komplett überarbeitet am 16.01.2016

Donnerstag, 26. September 2013

Searching for a deeper understanding

SEARCHING FOR DEEPER UNDERSTANDING -

REFLECTIONS OF AN ANALYST.

Ian Waterhouse

My parents used to say that as a very young boy I asked one day "What part thinks?" I have no recollection of this, nor of their answer, probably it was just part of a game about parts of the body - eyes see, ears hear,
noses smell, and mouths eat, but what part thinks? I guess it points to an early curiosity about our psyche.

Mittwoch, 14. August 2013

So?

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Der Zen-Meister Hakuin wurde von seinen Nachbarn als einer, der ein reines Leben führte, gepriesen. Ein schönes japanisches Mädchen, dessen Eltern ein Lebensmittelgeschäft besaßen, wohnte in seiner Nähe. Da entdeckten die Eltern plötzlich, daß sie schwanger war.

Das machte die Eltern sehr böse. Sie wollte nicht gestehen, wer der Mann war, aber nach langem Drängen nannte sie schließlich Hakuin.

In großem Ärger gingen die Eltern zum Meister. »So?« war alles, was er zu sagen hatte.

Nachdem das Kind geboren war, brachte man es zu Hakuin. Er hatte seinen guten Ruf verloren, was ihm jedoch keine Sorgen machte, und er kümmerte sich in bester Weise um das Kind. Von seinen Nachbarn erhielt er Milch und alles andere, was das Kleine benötigte.

Ein Jahr später konnte die junge Mutter es nicht länger aushalten. Sie erzählte ihren Eltern die Wahrheit – daß der echte Vater ein junger Mann sei, der auf dem Fischmarkt arbeitete.

Die Mutter und der Vater des Mädchens gingen wieder zu Hakuin und baten ihn um Verzeihung; sie entschuldigten sich des langen und breiten und wollten das Kind wieder mitnehmen.

Hakuin war einverstanden. Während er das Kind übergab, war alles, was er sagte: »So?«



aus Paul Reps, Ohne Worte – ohne Schweigen
einige Geschichten von Paul Reps (PSP-Tao) 

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Hakuin Ekaku (jap. 白隠 慧鶴; auch Hakuin Zenji; * 1686 in der Poststation Hara (heutiges Numazu) in der Provinz Suruga; † 1769) gilt als der Vater der modernen Rinzai-shū (einer Richtung des Zen-Buddhismus). Er reformierte und erneuerte die seit dem 14. Jahrhundertallmählich verfallende Rinzai-Linie, indem er möglichst reine, d.h. einfache Praktiken lehrte und sie für einfache Laien verständlich formulierte.
In seinen Schriften prangert er mit beißender Ironie die intellektualisierende Verwässerung der Zen-Praxis an, die sich damals im japanischen Zen abzeichnete. Im Preisgesang des Zazen verdeutlicht er die grundlegende Notwendigkeit des Sitzens in Versunkenheit (Zazen) für die Verwirklichung von Erleuchtung. Er befasste sich mit der 'Zen-Krankheit' und entwickelte eine Methode zu ihrer Heilung. Hakuin war nicht nur ein hervorragender Zen-Meister, sondern auch ein bedeutender Lehrer, Maler und Kalligraphie-Meister. Seine Art der Zen-Schulung betont die Bedeutung der Kōan-Praxis. Eines der bekanntesten Kōan ist Hakuins Sekishu „Was ist das Klatschen einer Hand?“.  [Hakuin Ekaku, Wikpedia, abgerufen am 10.11.2016]
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Hakuin and the Burning Ball [44:21]
Veröffentlicht am 11.06.2014
Suryamati tells about the great Rinzai Zen teacher Hakuin Ekaku and suggests some modern koans for us to practice. Talk given at Sangha Night, Sheffield Buddhist Centre, as part of a series of talks on Buddhism Through Time and Space.

The Sound of One Hand: Paintings and Calligraphy by Zen Master Hakuin [5:14]
zzz
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aktualisiert am 10.11.2016


Sonntag, 4. August 2013

Komische Typen

Wie gestört muss man sein, um Besonderes zu leisten? Erstaunlich viele Chefs sind psychisch auffällig.
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Eine Frage der Weltgeschichte: Muss man außergewöhnlich sein, um Außergewöhnliches zu leisten? Und was heißt außergewöhnlich? Bloß wunderlich, ganz speziell intellektuell, mental auffällig oder sogar psychisch gestört? Da ist die Studie der Cass Business School in London, in der mehr als jeder dritte Firmengründer bekennt, Legastheniker zu sein. Die Lese- und Rechtschreibstörung tritt bei Unternehmenslenkern demnach achtmal häufiger auf als im Durchschnitt der Bevölkerung.

Oder ADHS. Studenten mit dem Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom, so haben Forscher der Erasmus-Universität Rotterdam beobachtet, werden später mit überdurchschnittlich großer Wahrscheinlichkeit ein Unternehmen gründen.

Es kann sogar ganz schlimm kommen: Konzernkarrieristen sind übermäßig häufig gefährliche Irre. In den Führungsetagen von Unternehmen finden sich dreieinhalbmal so viele Psychopathen wie im Durchschnitt der Bevölkerung, wie Robert Hare, Psychologe und Forensiker aus Vancouver, und der New Yorker Unternehmensberater Paul Babiak durch Hunderte von Interviews herausgefunden haben.

Zwischen Legasthenie und Psychopathie liegt eine gewaltige Spanne von mentalen Defiziten – sie reicht von der Rechenschwäche bis zum Narzissmus, von der Depression über die bipolare Störung bis hin zum Autismus. Mal sind die Leiden relativ harmlos, mal schwerwiegend. Und alle diese Verrücktheiten stehen in einer seltsamen Verbindung zum beruflichen Erfolg.

mehr:
- Irre erfolgreich: Wahnsinns-Typen (Kerstin Bund, Marcus Rohwedder, ZON, 04.08.2013)
siehe auch:
- Beschädigte Seelen (Post, 04.01.2015)
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Samstag, 3. August 2013

Fernöstliche Autoritäten und ihre »Geistesgifte«

»Geistesgifte« oder auch »Befleckungen« sind die häufig verwendeten Übersetzungen für den Sanskrit-Begriff »klesa« (Pali: kilesa). Damit sind im Buddhismus und im Hinduismus den Geist trübende Leidenschaften gemeint. Dazu weiter unten mehr…

In unserem westlich-christlich geprägten kulturellen Kontext lösen bestimmte Titel bestimmte Assoziationen aus: Lehrer, Doktor, Bischof, Professor, General, Wissenschaftler, Nobelpreisträger usw. Diese Titel benennen und suggerieren neben einem sozialen Status bestimmte Fähigkeiten und Kenntnisse. (Während meiner Assistenzarzt-Zeit stellte ich immer wieder fest, wie großen Wert Privatpatienten auf die Behandlung durch den Chef – grundsätzlich einen Professor – legten, obwohl deren Oberärzte von mir meistens als kompetenter angesehen wurden. Wen wundert’s?)


Kommen jetzt Autoritäten aus dem Osten zu uns, assoziieren wir mit deren Titeln ebenfalls bestimmte Fähigkeiten: »Erleuchteter«, »Roshi«, »Meister«, »Wiedergeburtslinie«, »Dalai Lama« und so weiter. Dabei wird häufig übersehen, daß die fernöstlichen Titel weitaus größere Projektionsflächen bieten als die uns lange bekannten westlichen Titel. Heißt: wir haben uns einerseits daran gewöhnt, daß unsere westlichen Autoritäten »Macken« haben (wir sind inzwischen daran gewöhnt, bei einer Geistesgröße aus unserem Kulturkreis von einer psychischen Störung zu hören, eine Liste), gehen aber andererseits stillschweigend davon aus, daß die angereisten östlichen Autoritäten »unbemackt« sind. (Es sind ja meistens »Meister«.)


Dabei geht unsere – von einer gewissen Enttäuschung begleitete – Desillusionierung in Bezug auf westliche Autoritäten einher mit der Sehnsucht nach der Unbemacktheit – die wir dann prompt den Autoritäten fremder Kulturen zuschreiben. Wir haben zum Beispiel wesentlich weniger Probleme damit (das heißt nicht, daß wir keine Probleme damit haben!), die Arbeit westlicher Autoritäten in einem materiellen und machtpolitischen Kontext zu sehen als diejenige der Autoritäten fremder Kulturen.


Ein konkretes Beispiel: Robert Gallo und Luc Montaigner stritten sich jahrelang darum, wer das HIV-Virus als Erster entdeckt hätte und wer den wichtigen Test auf das Virus als Erster produziert hätte. Daß es bei diesem Streit neben Ansehen auch um viel Geld ging, wundert einen hierzulande nicht. Wenn Jahre später herauskommt, daß Gallo Ergebnisse seiner Studien manipuliert hatte, ist man inzwischen in unserem Kulturkreis an solche Enthüllungen gewöhnt.


Ein weiteres Beispiel: Wenn die katholische Kirche Anteile an einer Hotelkette besitzt, wundert uns das weniger als wenn dies Swami Muktananda (Bewertung auf Sarlo’s Guru Rating Page) tut: »Als ich im Dezember 1979 das Meditationszentrum Shree Gurudev Ashram in Geneshpuri besuchte, um den Swami Muktananda Paramahansa kennenzulernen, weilte dieser geistliche Vater des Ashram gerade auf Geschäftsreise in den USA, um eine Hotelkette zu kaufen…« (Gottfried Mai, Buddha – Die Illusion der Selbsterlösung, S. 89, Fußnote)


Wir dürfen uns nicht darüber hinwegtäuschen: Die frühkindlichen Sehnsüchte nach den omnipotenten und perfekten Eltern schlummern weiter in uns, die mit unserer Aggressivität infizierte Wunde unserer Enttäuschung [kein Bedauern: so sind wir konstruiert] schwelt weiter in uns, bei dem Einen mehr, bei dem Anderen weniger. Was liegt also näher, als die Erfüllung unserer frustrierten frühkindlichen Sehnsüchte auf fremde Religionen und Kulturen wie auch deren Repräsentanten zu projizieren?





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Der restliche Text wurde zur Vermeidung juristischer Auseinandersetzungen entfernt!

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zuletzt aktualisiert am 02.07.2020

Freitag, 2. August 2013

Asperger-Autismus – So geht’s auch!

Jacob (Jake) Barnett Math and Science Prodigy on 60 Minutes {18:16}

Veröffentlicht am 28.04.2013
For speaking and book signing events: http://www.apbspeakers.com/speaker/kr...

mein Kommentar:
Ich denke, das dass Asperger-Syndrom zuerst einmal eine Ansammlung erstaunlicher Fähigkeiten beinhaltet. Inwieweit diese Menschen dann sozial kompetent sind, steht auf einem zweiten Blatt. Heißt: Nicht jeder Asperger (siehe »Monk«) muß sozial weniger kompetent sein. Wichtig ist einfach, daß Menschen mit solchen Fähigkeiten genügend soziale Ansprechpartner haben und sich und ihr So-Sein gewertschätzt fühlen dürfen.

mehr in:

- Jacob Barnett, 14-Year-Old With Asperger’s Syndrome, May Be Smarter Than Einstein (Huffingtonpost, 13.05.2013)

Jacob Barnett age 12 teaches calculus. His own lecture on Techniques of Integration. {9:14}


Hochgeladen am 02.11.2011
Jacob Barnett is an American math and science prodigy who overcame autism and began attending college classes at age 8. He is currently 13 and is a published researcher. In this lecture Jacob teaches some basic techniques from calculus on a "back of the house calculation". Jacob's origional theories in the field of astrophysics have been considered ground breaking and to have wide implications for math and science. These theories were developed at age 9 and 10. Jacob also has a charity at www.myjacobsplace.org

bei Youtube finden sich auch noch mehr Videos.

siehe auch:

- Temple Grandin (Wikipedia)

Inspiring Speech About Learning Differently - Temple Grandin On Autism [2:50]

Einbetten auf Anfrage deaktiviert

Grandin-Temple-Kurzreportage.mpg {6:10}


Hochgeladen am 14.02.2012
David Mörike
Kurzbericht über Temple Grandin - German short feature about Temple Grandin

Temple Grandin discusses Autism Spectrum Disorder on TED.com {19:44}

Veröffentlicht am 12.04.2013
"Grandin's books about her interior life as an autistic person have increased the world's understanding of the condition with personal immediacy -- and with import, as rates of autism diagnosis rise. She is revered by animal rights groups and members of autistic community, perhaps because in both regards she is a voice for those who are sometimes challenged to make themselves heard." From TED.com

Dr. Temple Grandin: "The Autistic Brain: Thinking Across the Spectrum" | Talks at Google {58:17}

Veröffentlicht am 18.01.2014
Dr. Temple Grandin comes to Google to talk about her book: The Autistic Brain: Thinking Across the Spectrum.

When Temple Grandin was born in 1947, autism had only just been named. Today it is more prevalent than ever, with one in 88 children diagnosed on the spectrum. And our thinking about it has undergone a transformation in her lifetime: Autism studies have moved from the realm of psychology to neurology and genetics, and there is far more hope today than ever before thanks to groundbreaking new research into causes and treatments. Now Temple Grandin reports from the forefront of autism science, bringing her singular perspective to a thrilling journey into the heart of the autism revolution.

Weaving her own experience with remarkable new discoveries, Grandin introduces the neuroimaging advances and genetic research that link brain science to behavior, even sharing her own brain scan to show us which anomalies might explain common symptoms. We meet the scientists and self-advocates who are exploring innovative theories of what causes autism and how we can diagnose and best treat it. Grandin also highlights long-ignored sensory problems and the transformative effects we can have by treating autism symptom by symptom, rather than with an umbrella diagnosis. Most exciting, she argues that raising and educating kids on the spectrum isn't just a matter of focusing on their weaknesses; in the science that reveals their long-overlooked strengths she shows us new ways to foster their unique contributions.

From the "aspies" in Silicon Valley to the five-year-old without language, Grandin understands the true meaning of the word spectrum. The Autistic Brain is essential reading from the most respected and beloved voices in the field.

Autism - How My Unstoppable Mother Proved the Experts Wrong: Chris Varney at TEDxMelbourne {17:55}

Veröffentlicht am 16.06.2013
Chris Varney is an advocate for children's rights. His advocacy began as a 16-year-old Youth Ambassador for World Vision during which he became active in anti-poverty campaigning. He went on to become National Co-Director of World Vision's youth movement and later, the 2009 Australian Youth Representative to the United Nations. As Youth Representative he put together a book Dear Kevin which helped catalyse many practical outcomes for vulnerable children and youth. For his efforts he has received the 2011 Monash University Student Alumni Award, the 2012 National Award for Youth in Advancing the Legal Rights and Interests of Children and Young People and the 2012 Future Justice Medal.

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TEDxMelbourne brings a diverse group of people together to share ideas, knowledge and inspiration through a series of events throughout the year.

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About TEDx, x = independently organized event

In the spirit of ideas worth spreading, TEDx is a program of local, self-organized events that bring people together to share a TED-like experience. At a TEDx event, TEDTalks video and live speakers combine to spark deep discussion and connection in a small group. These local, self-organized events are branded TEDx, where x = independently organized TED event. The TED Conference provides general guidance for the TEDx program, but individual TEDx events are self-organized.* (*Subject to certain rules and regulations)

My life with Asperger's: Daniel Wendler at TEDxUniversityofArizona {18:05}

Veröffentlicht am 17.06.2013
How can we make sure everyone has a community where they feel accepted ? For many people -- the awkward, the shy, or the simply misunderstood -- life is a lonely experience, and good friends are hard to come by.

Daniel Wendler experienced this firsthand. He has Asperger's Syndrome, which is a neurological condition that prevented him from learning social skills naturally. Without the social skills to make friends or defend himself from bullies, Daniel grew up an outcast.

However, Daniel did not let his challenges define him. When he realized that his struggles were due to his lack of social skills, he decided to study social interaction like a foreign language. Over time, he manually taught himself the social skills that he was unable to learn automatically. He used his newfound skills to reach out to other "outsiders" and discovered the power of close relationships and genuine community.

Today, he works to share what he learned with others. He works as a social skills coach and runs an online resource -- www.improveyoursocialskills.com -- that has had over a quarter million visits. He believes that everyone deserves a place where they belong, and that all of us have something in common with the awkward kid sitting alone in the cafeteria.

In the spirit of ideas worth spreading, TEDx is a program of local, self-organized events that bring people together to share a TED-like experience. At a TEDx event, TEDTalks video and live speakers combine to spark deep discussion and connection in a small group. These local, self-organized events are branded TEDx, where x = independently organized TED event. The TED Conference provides general guidance for the TEDx program, but individual TEDx events are self-organized.* (*Subject to certain rules and regulations)

See the world through her Asperger eyes: Wendy Lampen at TEDxDelft {10:07}

Veröffentlicht am 12.12.2012
Wendy Lampen (Belgium, 1969 -- @lampadedromy) works as a lecturer for a university of applied sciences. She got diagnosed with Aspergers syndrome herself. Trained as a teacher in English, History and Ethics she later on worked with adolescents with autism in a school setting.

Next to being an MA in autism, she extensively studied neurotypical (non-autistic) behaviour in order to understand people better. It gave her insight into what really set her apart from (most of the) others: sensory processing and its ongoing processes and the way the two braintypes give meaning to the world they experience.

This hightend awareness made her start her own company with her (neurotypical) partner. From her international experience in how different cultures look at autism or 'disorders' in general, Wendy is an advocate for a neuro-divers society. She focusses on the competences and the possibilities of the different braintypes and how they each can contribute to a richer life.

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aktualisiert am 20.12.2017

Donnerstag, 1. August 2013

Keine Abhängigkeit vom Staub




Zengetsu, ein chinesischer Meister der T’ang-Dynastie, schrieb folgenden Rat für seine Schüler auf:

In der Welt leben, aber nicht abhängig sein vom Staub der Welt, das ist der Weg eines wahren Zen­Schülers.
Wenn du Zeuge der guten Tat eines anderen bist, so ermuntere dich selbst, seinem Beispiel zu folgen. Wenn du von der schlechten Tat eines anderen hörst, so rate dir selbst, ihm nicht nachzueifern.
Selbst wenn du allein in einem dunkeln Raum bist, so verhalte dich nicht anders, als befändest du dich vor den Augen eines hohen Gastes. Drücke deine Gefühle aus, aber drücke nicht mehr aus, als deiner wahren Natur entspricht.
Armut ist dein Schatz. Tausche sie niemals gegen ein leichtes Leben ein.
Ein Mensch kann wie ein Dummkopf erscheinen, aber keiner sein. Vielleicht beschützt er nur sorgfäl­tig seine Weisheit.
Tugenden sind die Frucht der Selbstdisziplin und fallen nicht von selbst vom Himmel wie Regen oder Schnee.
Bescheidenheit ist die Grundlage aller Tugenden. Laß dich von deinen Nachbarn entdecken, bevor du dich ihnen selbst bekanntmachst.
Ein edles Herz drängt sich niemals vor. Seine Worte sind selten wie Edelsteine, nicht oft gezeigt und von großem Wert.
Für einen ernsthaften Schüler ist jeder Tag ein Glückstag. Die Zeit vergeht, aber er bleibt niemals hinter ihr zurück. Weder Ruhm noch Schande können ihn bewegen.
Tadle dich selbst, aber nie einen anderen. Diskutiere nicht über richtig oder falsch.
Manche Dinge werden, obwohl sie richtig sind, Generationen lang für falsch gehalten. Da der Wert der Rechtschaffenheit nach Jahrhunderten anerkannt werden mag, besteht keine Notwendigkeit, sich nach augenblicklicher Anerkennung zu sehnen.
Lebe mit Sinn und überlasse dem großen Gesetz des Universums die Ergebnisse. Verbringe jeden Tag in friedvoller Versenkung.

aus Paul Reps, Ohne Worte – ohne Schweigen
 weitere Zen-Geschichten auf deoxy.org

Mittwoch, 31. Juli 2013

Wo heftet sich der Staub hin?



Die Form der Meditation, wie sie Bodhidharma praktizierte und lehrte, beruhte noch stark auf den Sutren des Mahayana-Buddhismus, des „Großen Fahrzeugs“. Das chinesische Zen („Chan“) entstand erst aus der Verschmelzung des Dhyana-Buddhismus, wie er von Bodhidharma gelehrt wurde, mit dem bodenständigen chinesischen Taoismus. Diese neue Form des Zen entwickelte sich mit dem 6. Patriarchen des Zen in China, Hui-neng, und den nach ihm folgenden bedeutenden Zenmeistern der Tang-Zeit.

Hui-neng wird als der eigentliche Vater des chinesischen Zen angesehen. Er hat das Patriarchat nie in aller Form an einen Nachfolger weitergegeben, und man sagt, dass es aus diesem Grunde erloschen wäre. Jedoch hatte Hui-neng eine ganze Reihe von Meisterschülern und Dharma-Nachfolgern. Auf zwei seiner Schüler gehen alle großen Übertragungslinien des chinesischen Zen zurück. Hui-neng stammte aus ärmlichen Verhältnissen, hatte eine sehr mangelhafte Schulbildung und half seiner verwitweten Mutter durch Sammeln und den Verkauf von Brennholz. Eines Tages hörte er einen Mann das Diamant-Sutra rezitieren. Bei dem Satz: „Lass deinen Geist frei fliessen, ohne bei irgend etwas zu verweilen“, widerfuhr ihm blitzartige Erleuchtung. Als er von dem Mann erfuhr, dass dieser von dem Zenmeister Hung-jen kam, beschloss er, ihn aufzusuchen. Dieser erkannte seine Begabung und liess ihn zunächst als Gehilfe in der Küche des Klosters arbeiten, wo er Feuerholz spaltete und die Reismühle trat. Eines Tages spürte der 5. Patriarch, Hung-jen, dass die Zeit gekommen war, einen Nachfolger zu finden. Er forderte die Mönche seines Klosters auf, ein Gedicht als Ausdruck ihrer Zen-Erfahrung zu verfassen. Doch lediglich ein von allen hochgeschätzter Mönch schrieb ein solches Gedicht folgenden Inhalts:

„Der Leib, das ist der Bodhi-Baum,
der Geist, er gleicht dem klaren Ständer-Spiegel.
Wisch ihn denn immer wieder rein,
lass keinen Staub sich darauf sammeln.“
Als der in der Küche arbeitende Hui-neng von diesem Vers hörte, verfasste auch er ein Gedicht mit dem folgenden Text:

„Im Grunde gibt es keinen Bodhi-Baum,
noch gibt es Spiegel und Gestell.
Da ist ursprünglich kein (einziges) Ding –
wo heftete sich Staub denn hin?“

(gefunden bei shaolinsteyr.at)
Hung-jen erkannte sofort, dass sich in dem Vers von Hui-neng eine weitaus größere Tiefe der Erfahrung als in dem Gedicht von Shen-hsiu ausdrückte. Er fürchtete jedoch die Eifersucht Shen-hsius und die Missgunst der anderen Mönche, ging in der Nacht zu Hui-neng und übergab ihm Gewand und Schale als Bestätigung seiner Erleuchtung. Damit setzte er Hui-neng, der im Gegensatz zu Shen-hsiu nicht nach diesem Auftrag strebte, als 6. Patriarchen ein. Wohl wissend um die Schwierigkeiten, die dadurch entstehen würden, trug er ihm auf, das Kloster zu verlassen und in den Süden Chinas zu gehen, damit ihm niemand Schaden zufügen konnte.
Hui-neng begann jedoch erst nach weiteren 15 Jahren als Zenmeister zu wirken und begründete damit die Südliche Schule des Zen, aus dem alle großen Schulen des Zen in China hervorgingen.

gefunden bei zenbuddhismus.de

Sonntag, 14. Juli 2013

Marina Abramović

Hier einige weitere Videos über Marina Abramović, die ich auf youtube gefunden habe:

Lady Gaga, die ich bisher als unter meiner Würde befindlich betrachtete, nahm an der gleichen Performance teil.


Lady GaGa talks about Marina Abramović {4:46}

Hochgeladen am 30.05.2010
Lady GaGa talks about Serbian artist Marina Abramović.


Relation in Time. Marina Abramović and Ulay {2:28}

Hochgeladen am 26.11.2010
Marina Abramović was born in 1946 in Belgrade, Yugoslavia. Since the beginning of her career, during the early 1970s where she attended the Academy of Fine Arts in Belgrade, Abramović has pioneered the use of performance as a visual art form. The body has been both her subject and medium. Exploring the physical and mental limits of her being, she has withstood pain, exhaustion and danger in the quest for emotional and spiritual transformation. As a vital member of the generation of pioneering performance artists that includes Bruce Nauman, Vito Acconci and Chris Burden, Abramović created some of the most historic early performance pieces and continues to make important durational works.

Abramović has presented her work with performances, sound, photography, video, sculpture and Transitory Objects for Human and Non Human Use in solo exhibitions at major institutions in the U.S. and Europe. Her work has also been included in many large-scale international exhibitions including the Venice Biennale (1976 and 1997) and Documenta VI, VII and IX, Kassel, Germany (1977, 1982 and 1992). In 1998, the exhibition Artist Body - Public Body toured extensively, including stops at Kunstmuseum and Grosse Halle, Bern and La Gallera, Valencia. In 2004, Abramović also exhibited at the Whitney Biennial in New York and had a significant solo show, The Star, at the Maruame Museum of Contemporary Art and the Kumamoto Museum of Contemporary Art, Japan.

Abramović has taught and lectured extensively in Europe and America. In 1994 she became Professor for Performance Art at the Hochschule fur Bildende Kunst in Braunschweig where she taught for seven years. In 2004 she was awarded an Honorary Doctorate from the Art Institute in Chicago.

She was awarded the Golden Lion for Best Artist at the 1997 Venice Biennale for her extraordinary video installation/performance piece Balkan Baroque‚ and in 2003 received the Bessie for The House with the Ocean View‚ a 12-day performance at Sean Kelly Gallery.

In 2005, Abramović presented Balkan Erotic Epic at the Pirelli Foundation in Milan, Italy and at Sean Kelly Gallery, New York. That same year, she held a series of performances called Seven Easy Pieces at the Guggenheim Museum in New York. She was honored for Seven Easy Pieces by the Guggenheim at their International Gala in 2006 and by the AICA USA with the "Best Exhibition of Time Based Art" award in 2007. Abramović's work is included in numerous major public and private collections worldwide. She was the subject of a major retrospective at the MoMA - The Artist is Present - from March 14 through May 31, 2010.

Marina Abramović lives and works in New York.


Art Marina Abramović Rhythm 0  {1:38}
 
Veröffentlicht am 04.08.2013

VIDEO OF THE ARTIST .....MARINA ABRAMOVIC
RHYTHM 0...1974

Marina Abramovic on Belgrade culture and her roots {10:26}

Veröffentlicht am 29.09.2012
Bonus footage taken from the 2012 documentary "Marina Abramovic. The Artist Is Present"

“An artist’s life Manifesto”, by Marina Abramovic. {3:15}

Veröffentlicht am 25.10.2015
1. An artist’s conduct in his life:  
– An artist should not lie to himself or others
– An artist should not steal ideas from other artists
– An artist should not compromise for themselves or in regards to the art market
– An artist should not kill other human beings
– An artist should not make themselves into an idol
2. An artist’s relation to his love life:
– An artist should avoid falling in love with another artist
3. An artist’s relation to the erotic:
– An artist should develop an erotic point of view on the world
– An artist should be erotic
4. An artist’s relation to suffering:
– An artist should suffer
– From the suffering comes the best work
– Suffering brings transformation
– Through the suffering an artist transcends their spirit

5. An artist’s relation to depression:
– An artist should not be depressed
– Depression is a disease and should be cured
– Depression is not productive for an artist
6. An artist’s relation to suicide:

– Suicide is a crime against life
– An artist should not commit suicide
7. An artist’s relation to inspiration:
– An artist should look deep inside themselves for inspiration
– The deeper they look inside themselves, the more universal they become
– The artist is universe
8. An artist’s relation to self-control:
– The artist should not have self-control about his life
– The artist should have total self-control about his work
9. An artist’s relation with transparency:
– The artist should give and receive at the same time
– Transparency means receptive
– Transparency means to give

10. An artist’s relation to symbols:
– An artist creates his own symbols
– Symbols are an artist’s language
– The language must then be translated
– Sometimes it is difficult to find the key

11. An artist’s relation to silence:
– An artist has to understand silence
– An artist has to create a space for silence to enter his work
– Silence is like an island in the middle of a turbulent ocean
12. An artist’s relation to solitude:
– An artist must make time for the long periods of solitude
– Solitude is extremely important
– Away from home
– Away from the studio
– Away from family
– Away from friends
– An artist should stay for long periods of time at waterfalls
– An artist should stay for long periods of time at exploding volcanoes
– An artist should stay for long periods of time looking at the fast running rivers
– An artist should stay for long periods of time looking at the horizon where the ocean and sky meet
– An artist should stay for long periods of time looking at the stars in the night sky

13. An artist’s conduct in relation to work:
– An artist should avoid going to the studio every day
– An artist should not treat his work schedule as a bank employee does
– An artist should explore life and work only when an idea comes to him in a dream or during the day as a vision that arises as a surprise
– An artist should not repeat himself
– An artist should not overproduce
– An artist should avoid his own art pollution

14. An artist’s possessions:
– Buddhist monks advise that it is best to have nine possessions in their life:
1 robe for the summer
1 robe for the winter
1 pair of shoes
1 begging bowl for food
1 mosquito net
1 prayer-book
1 umbrella
1 mat to sleep on
1 pair of glasses if needed
– An artist should decide for himself the minimum personal possessions they should have
– An artist should have more and more of less and less

15. A list of an artist’s friends:

– An artist should have friends that lift their spirits

16. A list of an artist’s enemies:
– Enemies are very important
– The Dali Lama has said that it is easy to have compassion with friends but much more difficult to have compassion with enemies
– An artist has to learn to forgive

17. Different death scenarios:
– An artist has to be aware of his own mortality
– For an artist, it is not only important how he lives his life but also how he dies
– An artist should look at the symbols of his work for the signs of different death scenarios
– An artist should die consciously without fear

18. Different funeral scenarios:
– An artist should give instructions before the funeral so that everything is done the way he wants it
– The funeral is the artist’s last art piece before leaving

Ulay & Marina [PT-BR subs] {22:13}

Veröffentlicht am 18.03.2013
'Marina Abramović: The Artist is Present' (http://imdb.to/XLiapa) four excerpts, with Марина Абрамовић (http://www.marinaabramovicinstitute.org/) and Frank Uwe Laysiepen (http://www.ulay.si/). 
"Nightsea Crossing/Conjunction. 1981-1987/1983": http://j.mp/11b9pYE | "The Great Wall Walk. 1988/2008": http://j.mp/11b9xaG | "The Artist is Present. 2009": http://j.mp/11b67EH
"Walking through walls -- Marina Abramović's performance art" (by Judith Thurman): http://nyr.kr/WRWdGxhttp://j.mp/11b003k

Marina Abramovic - ARTIST IS PRESENT (La muraglia cinese) {3:44}


Veröffentlicht am 19.09.2012
Marina Abramovic - ARTIST IS PRESENT (La muraglia cinese)

Marina Abramovic: The Abramovic Method, my body, my performance, my testament | Exclusive interview {9:16}

Veröffentlicht am 20.03.2012
Watch Lady Gaga performing the Abramovic Method - http://vimeo.com/71919803 
The Abramovic Method is the artist's will, the climax of an awesome career, which leads Marina Abramovic to Milan for an exhibition and an unmissable live performance. Check out our exclusive interview with Marina!

Check out Bonsai TV on YouTube: www.youtube.com/bonsaitv


Marina Abramovic | Interview | TimesTalks {10:40}


Veröffentlicht am 05.04.2013
Marina Abramovic talks about her work, her collaborations and the future of performance art with New York Times culture reporter Patricia Cohen -- www.timestalks.com. Marina Abramovic has used her own body as a medium, pushing herself beyond her limits. After her landmark retrospective at MoMA in 2010, she collaborated with director Robert Wilson, singer-composer Antony Hegarty and performer Willem Dafoe, to create an experimental opera based on her biography. The work, "The Life and Death of Marina Abramovic," will be performed at Luminato in Toronto June 14-17.

weitere Teile des Interviews

Das Einbetten des Videos »Marina Abramović at the Smithsonian's Hirshhorn Museum and Sculpture Garden« [Link] wurde auf Anfrag deaktiviert.


Marina Abramović with Sir Norman Rosenthal (FULL) | 92Y Talks [1:24:21]

Veröffentlicht am 27.06.2013
http://92Y.org/Talks | Marina Abramović spoke with Sir Norman Rosenthal at 92Y on Jun 26, 2013. 

On performance art, Marina explained: "It's all about energy. And energy is something which is invisible. You can't hang it like a painting on a wall. You have to feel it."

Does she describe herself as a political artist? Mr. Rosenthal asked at one point. "No, I don't want to be in any category," Marina told him. "I'm not political artist. I'm not a social artist. I'm not this, I'm not that. You know, the art has to have complexity and have many, many layers at the same time. Otherwise there will be just one. If it's political, it's like old newspaper; you read today and tomorrow it's old."

For more videos like this, subscribe to our channel here: http://www.youtube.com/subscription_c...

Marina Abramovic - A Conversation {1:35:42}


Hochgeladen am 21.11.2011
Informal discussion with the performance artist for GSD students, led by Sanford Kwinter.

11/17/11

Marina Abramović: Advice to the Young {8:45}

Veröffentlicht am 27.10.2013
Follow your intuition. Have courage. Do what you imagine. And always be completely present in the moment. Marina Abramović on what it really means to be an artist: "A great artist has to be ready to fail."

Meet the charismatic performance artist Marina Abramović in this interview on what it means to be an artist, waking up each morning with an urge to be creative.

Abramović says that the most courageous act in the history of mankind was Christopher Columbus discovering America, which was in fact a mistake, since they went into the unknown believing they would reach India. She also explains how the best advice she received as a student was to never allow things to become routine.

A good artist will have one really good idea in their life, while a brilliant artist may have two, so one has to be careful with the ideas, Abramović says. She explains that she always does the work she is most afraid of, which is most different to what she has done before. Finally Abramović adds that the performing artist has to be completely present in the moment, and cannot be thinking of the next step. You have to follow intuition, have courage and do what you imagine.

Marina Abramović (1946) became world famous after her retrospective 'The Artist is Present' at MoMA in 2010, which was followed by a documentary film premiering in 2013. Abramović began her career in the early 1970s and has recently begun to describe herself as the 'grandmother of performance art'. Abramović's work explores the relationship between performer and audience, the limits of the body and the possibilities of the mind. To Ambramovic the purpose of art is the transformation of the artist and of the viewer.

Marina Abramovic was interviewed by Christian Lund in New York, September 2013.

Photography by René Johansen.

Editing by Kamilla Bruus.

Produced by Christian Lund, 2013.

Copyright: Louisiana Channel, Louisiana Museum of Modern Art.

Supported by Nordea-fonden.
aktualisiert am 11.06.2017