Samstag, 3. August 2013

Fernöstliche Autoritäten und ihre »Geistesgifte«

»Geistesgifte« oder auch »Befleckungen« sind die häufig verwendeten Übersetzungen für den Sanskrit-Begriff »klesa« (Pali: kilesa). Damit sind im Buddhismus und im Hinduismus den Geist trübende Leidenschaften gemeint. Dazu weiter unten mehr…

In unserem westlich-christlich geprägten kulturellen Kontext lösen bestimmte Titel bestimmte Assoziationen aus: Lehrer, Doktor, Bischof, Professor, General, Wissenschaftler, Nobelpreisträger usw. Diese Titel benennen und suggerieren neben einem sozialen Status bestimmte Fähigkeiten und Kenntnisse. (Während meiner Assistenzarzt-Zeit stellte ich immer wieder fest, wie großen Wert Privatpatienten auf die Behandlung durch den Chef – grundsätzlich einen Professor – legten, obwohl deren Oberärzte von mir meistens als kompetenter angesehen wurden. Wen wundert’s?)


Kommen jetzt Autoritäten aus dem Osten zu uns, assoziieren wir mit deren Titeln ebenfalls bestimmte Fähigkeiten: »Erleuchteter«, »Roshi«, »Meister«, »Wiedergeburtslinie«, »Dalai Lama« und so weiter. Dabei wird häufig übersehen, daß die fernöstlichen Titel weitaus größere Projektionsflächen bieten als die uns lange bekannten westlichen Titel. Heißt: wir haben uns einerseits daran gewöhnt, daß unsere westlichen Autoritäten »Macken« haben (wir sind inzwischen daran gewöhnt, bei einer Geistesgröße aus unserem Kulturkreis von einer psychischen Störung zu hören, eine Liste), gehen aber andererseits stillschweigend davon aus, daß die angereisten östlichen Autoritäten »unbemackt« sind. (Es sind ja meistens »Meister«.)


Dabei geht unsere – von einer gewissen Enttäuschung begleitete – Desillusionierung in Bezug auf westliche Autoritäten einher mit der Sehnsucht nach der Unbemacktheit – die wir dann prompt den Autoritäten fremder Kulturen zuschreiben. Wir haben zum Beispiel wesentlich weniger Probleme damit (das heißt nicht, daß wir keine Probleme damit haben!), die Arbeit westlicher Autoritäten in einem materiellen und machtpolitischen Kontext zu sehen als diejenige der Autoritäten fremder Kulturen.


Ein konkretes Beispiel: Robert Gallo und Luc Montaigner stritten sich jahrelang darum, wer das HIV-Virus als Erster entdeckt hätte und wer den wichtigen Test auf das Virus als Erster produziert hätte. Daß es bei diesem Streit neben Ansehen auch um viel Geld ging, wundert einen hierzulande nicht. Wenn Jahre später herauskommt, daß Gallo Ergebnisse seiner Studien manipuliert hatte, ist man inzwischen in unserem Kulturkreis an solche Enthüllungen gewöhnt.


Ein weiteres Beispiel: Wenn die katholische Kirche Anteile an einer Hotelkette besitzt, wundert uns das weniger als wenn dies Swami Muktananda (Bewertung auf Sarlo’s Guru Rating Page) tut: »Als ich im Dezember 1979 das Meditationszentrum Shree Gurudev Ashram in Geneshpuri besuchte, um den Swami Muktananda Paramahansa kennenzulernen, weilte dieser geistliche Vater des Ashram gerade auf Geschäftsreise in den USA, um eine Hotelkette zu kaufen…« (Gottfried Mai, Buddha – Die Illusion der Selbsterlösung, S. 89, Fußnote)


Wir dürfen uns nicht darüber hinwegtäuschen: Die frühkindlichen Sehnsüchte nach den omnipotenten und perfekten Eltern schlummern weiter in uns, die mit unserer Aggressivität infizierte Wunde unserer Enttäuschung [kein Bedauern: so sind wir konstruiert] schwelt weiter in uns, bei dem Einen mehr, bei dem Anderen weniger. Was liegt also näher, als die Erfüllung unserer frustrierten frühkindlichen Sehnsüchte auf fremde Religionen und Kulturen wie auch deren Repräsentanten zu projizieren?


Und wehe, sie werden unseren Erwartungen nicht gerecht! Dann trifft sie die geballte Wut über die Wiederholung unserer Frustration über die Unperfektheit unserer Eltern! Bob Dylan kann viele Lieder davon singen:


Heute vor 45 Jahren – 25. Juli 1965: Die Geburtsstunde des Folk-Rock (25.07.2010) 
In »My Back Pages« hat er dazu Stellung genommen, und in »Jokerman« seine Sicht der damaligen Situation pathetisch beschrieben:









Wer sich also in die Nähe eines fernöstlichen Gurus begibt, sollte sich diesen sorgfältiger aussuchen als einen Arzt, der einem den Meniskus operieren soll. Wir sollten uns darüber im Klaren sein: Die Kleshas (»Geistesgifte«) von denen uns die Gurus »befreien« (wunderschöner Ausdruck, der unsere frühkindlichen Sehnsüchte erweckt) wollen/sollen, nisten auch in den Seelen dieser Gurus. Überall da, wo glorifiziert wird, ist äußerste Vorsicht geboten. Nicht vergessen: auch Esoterik, Religion und Spiritualität sind Märkte, auf denen es auch um Einfluß, Geld und Macht geht. Diese Märkte nähren sich an unseren kindlichen Sehnsüchten und Wunden, die wir unbewußt mit uns herumtragen.


Als Faustregel sollte gelten:

Wo immer Erlösung oder Befreiung versprochen wird: Beine in die Hand und nichts wie weg!
Wenn irgend jemand weißer als weiß wäscht, funktioniert das nur, wenn es jemanden gibt, der so etwas glauben will. 
- Realität ist, was wir glauben wollen oder Hirnströme von Friseurpuppen (Post, 29.08.2013)
Die Waschmittelwerbung läßt sich problemlos auf die Sprüche spiritueller Autoritäten übertragen, heißt: es existiert ein Bedarf!
Yoga and Sex Scandals: No Surprise Here (William J. Broad, NY Times, 27.02.2012)

Hier einige Beispiele von »Fehltritten« fernöstlicher Autoritäten (in versuchter alphabetischer Reihenfolge):
Und noch eine Bemerkung: Ich empfehle dringend, sich den Begriff des Fehltritts ausführlich zu Gemüte zu führen.



Kalu Rinpoche:
- Des Kaisers tantrische Roben - Kalu Rinpoches geheime Gefährtin (Buddhismus heute, Nr. 22, 1997)

Kalu Rinpoche - BARDO {43:33}


Am 08.04.2016 veröffentlicht
esoyoga
Kalu Rinpoche describes the diferent aspects of the Bardo, accordingly with te 6 Yogas of Naropa and Niguma.

KALU Rinpoche 1982 "The Nature of Mind" lecture 2 {1:23:53}

Veröffentlicht am 16.02.2014
Lectures of the late KALU Rinpoche (1905-1989),
Tibetan with English translation by Lama Chökyi Nyima (Richard Barron)

Themes of lecture 2 (1:24 h) :
Karma,
dream,
bardo,
emptinessof mind,
the process of samsara,
the I,
mind in bardo

Kamalashila-Institut, Wachendorf 1982

Filmed and edited by Wolfgang Neugebauer © 2014

Zitat June Campbell:
»Meinem Verständnis nach sind die Ideale des Tantra, daß zwei Leute zu einem rituellen Austausch gleichwertiger und unterschiedlicher Energien zusammenkommen. Idealerweise sollte diese Beziehung wechselseitig, gegenseitig sein. Das Weibliche sollte von beiden Seiten als in der Beziehung ebenso wichtig wie das Männliche angesehen werden. Meine Beziehung mit Kalu Rinpoche war keine Partnerschaft von Gleichgestellten. Als es anfing, war ich Ende zwanzig. Er war beinahe siebzig Jahre alt. Er kontrollierte die Beziehung. Ich wurde auf Geheimhaltung eingeschworen. Was ich sagen will ist, daß es keine formelle ritualisierte Beziehung war und auch nicht die "tantrische" Beziehung, die Leute sich gerne vorstellen mögen.«
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June Campbell, a former Kagyu nun who is an academic feminist, acted as Kalu Rinpoche's translator for several years. In her book Traveller in Space: Gender, Identity and Tibetan Buddhism[2] she writes that he subjected her to an abusive sexual relationship which he told her was tantric spiritual practice. She raises the same theme in a number of interviews, including one with Tricycle magazine in 1996.[3] Campbell's claims were met with disbelief among Kalu Rinpoche's followers and are still disputed by followers of Kalu Rinpoche who were familiar with him over the same period that June Campbell alleges she was in the abusive sexual relationship. Since the book was published she has received "letters from women all over the world with similar and worse experiences" with other gurus.[4] She waited 18 years before publishing her work. The book itself does not detail the relationship in any detail or provide conclusive proof. It seeks to place her understanding of her personal experiences within a more theoretical understanding of the role of the feminine in Tibetan Buddhism. (Kalu Rinpoche, Controversy, engl. Wikipedia, zuletzt abgerufen am 21.01.2018)
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mein Kommentar:
»Halb zog er sie, halb sank sie hin.«
Wenn June Campbell schreibt: »Er kontrollierte die Beziehung.« ist das eine Aussage aus Sicht des Opfers. Zum Kontrollieren gehören zwei: auch der- oder diejenige, die das mit sich machen läßt.


Kyozan Joshu Sasaki:
- Zen Groups Distressed by Accusations Against Teacher (Mark Oppenheimer, Ian Lovett, NYTimes, 11.02.2013)
- Kyozan Joshu Sasaki Roshi (Post, 21.05.2008)

Ole Nydahl:
- F. Rupprecht: Zur Geschichte der Karma-Kagyü-Übertragungslinie
- AfD-Lama Nydahl: Zeugen gesucht! (M. Steingass, Der Unbuddhist, 07.11.2017)
mein Kommentar:
Man könnte ihn auch den Donald Trump des tibetischen Buddhismus nennen…

Hinnerk Polenski:
Slavoj Zizek, Hinnerk Polenski, Westlicher Buddhismus und gendergerechtes Chi-Spezialtraining (Post, 22.05.2016)


Swami Rama:

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Katharine Webster has written about a number of controversies involving Swāmī Rāma in a 1990 issue of Yoga Journal. The article tells the story of several women who alleged that they were sexually abused or exploited by Swāmī Rāma.[1] It was reported by William Broad in an article which appeared in The New York Times that: "In 1994, one of his victims filed a lawsuit charging that he had initiated abuse at his Pennsylvania ashram when she was 19. In 1997, shortly after his death, a jury awarded the woman nearly $2 million in compensatory and punitive damages."[4] (Kalu Rinpoche, Controversy, engl. Wikipedia, zuletzt abgerufen am 21.01.2018)
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Eido Shimano:
- Der Fall Shimano: Rhizome (M. Steingass, Der Unbuddhist, 01.02.2014)

Sogyal Rinpoche:
- Sogyal Rinpoche: Buddhistische Tabus und sexueller Missbrauch (Mary Finnigan, Guardian, übersetzt auf BrightsBlog, 06.07.2011)
- Die alten Geschichten vom libidinösen Lama (Markus Bäuchle, Irland News, 06.07.2009)
mein Kommentar:
sicher ist Sogyal Rinpoche noch nicht »erwacht«, aber möglicherweise übt er sich in den so schön beschriebenen »bewußtseinserweiternden Federn« im sogenannten »distanzierten Mitgefühl«… 
siehe dazu: 

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Im Buddhismus versteht man unter einem Buddha ein Wesen, das aus eigener Kraft die Reinheit und Vollkommenheit seines Geistes erreicht und somit eine grenzenlose Entfaltung aller in ihm vorhandenen Potenziale erlangt hat: vollkommene Weisheit (Prajna) und unendliches, gleichwohl distanziertes Mitgefühl (Karuna) mit allem Lebendigen. Er hat bereits zu Lebzeiten Nirvanaverwirklicht und ist damit nach buddhistischer Überzeugung nicht mehr an den Kreislauf der Reinkarnation (Samsara) gebunden. Das Erwachen ist von transzendenter Natur, mit dem Verstand nicht zu erfassen, ist „tief und unergründlich wie der Ozean“, weshalb sich diese Erfahrung einer Beschreibung mit sprachlichen Begriffen entzieht. Ihre Qualität ist für Menschen, die diese Erfahrung nicht selbst gemacht haben, nicht nachzuvollziehen. [Buddha, Wikipedia, 2. Absatz, zuletzt abgerufen am 21.01.2018]
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mein Kommentar zum Wikipedia-Artikel:
Immer und immer wieder diese Überhöhungen: Was soll mit einer »grenzenlosen Entfaltung aller vorhandenen Potenziale« gemeint sein? 
Aber es gibt definitiv Menschen, die sich durch solche Formulierungen sehr beeindrucken lassen

Klaus Zernickow:
Dr. Klaus Zernickow und Mumon Kai (Blog Buddhistische Sekten, 14.05.2012)
Zitat:
Zernickows Zen-Lehrstil wird im Allgemeinen als selbstherrlich[28] und autoritär beschrieben.[29] Verfehlungen von Schülern sollen willkürlich mit Geldstrafen zwischen fünf und 500 € bestraft worden sein; der jeweilige Betrag sei in die so genannte Unachtsamkeitskasse zu entrichten. Berichten zufolge wurde von den Schülern verlangt, ein „Notfall-Handy“ bei sich zu tragen, damit sie 24 Stunden am Tag erreichbar wären30, und die Gruppe stellte, angeblich zum Schutz weiblicher Gruppenmitglieder, ein mit Schlagstöcken und Pfefferspray bewaffnetes aus vier Bodyguards bestehendes Team bereit.31 Mehr als einmal hat Zernickow selbst Schülern von der Schusswaffe erzählt haben, die er angeblich stets bei sich trug. […]
Später beschreibt er dann die nächste Hürde, die es auf dem Weg in den Kreis der „persönlichen Schüler des Meisters“ zu nehmen galt, d. h., „dass man mit seinem Blut eine Erklärung unterschreibt, in der es u. a. heißt, man solle den Anweisungen des Meisters unbedingt und mit uneingeschränktem Bemühen folgen und für ihn sorgen, so lange man lebt, so wie er für einen sorge, so lange er lebe.“ Der Lehrplan der Koanschulung besteht Beschreibungen zufolge aus einem Teil mit einleitenden Koans und einem Teil mit Hauptkoans. Es sei durchaus üblich, Schüler für Vergehen wie den Aus- tausch mit ehemaligen Gruppenmitgliedern oder sexuelle Beziehungen zu Zernickows früheren Sexualpartnerinnen mit einem sechsmonatigen Ausschluss vom Koan-Studium zu bestrafen.[41][…]
in diesen Therapie-Sitzungen wurde eben auch auf nahezu jeden der männlichen Schüler massiver Druck ausgeübt, sich sterilisieren zu lassen, um sich in seinem Leben ganz auf die Zen- Übung und die Gemeinschaft konzentrieren zu können, ohne Ablenkung durch Kinder oder eine Familie. Auch wurden diese Stunden Berichten zufolge von Zernickow nicht nur dafür benutzt, sich „massiv“ in Privatleben und Arbeitsbereich der Schüler einzumischen und so an genau die Details und Informationen zu kommen, die er ihnen später nicht selten in aller Öffentlichkeit vor- warf, sondern sie dienten gleichermaßen als „Austragungsort” seiner heimlichen sexuellen Bez- iehungen mit bis zu 12 verschiedenen Schülerinnen.[45] So kamen in einem Gespräch, das der ehemalige Schüler B mit anderen ehemaligen Gruppenmitgliedern über die in der Gruppe gemachten Erfahrungen suchte, auch die anderen daran Beteiligten zu der Erkenntnis, dass Zernickow tatsächlich
zu einer großen Vielzahl von Frauen ein Verhältnis hatte – nicht zu jeder, aber es gab zumindest Versuche zu sexuellen Aktivitäten bei fast jeder und auch etliche Verhältnisse – entweder bei Meditationsübungen, die mehrtägig waren, den sogenannten Sesshins – oder ganz massiv in der Arztpraxis, der sogenannte „Stunde“ – die lief bei einigen Frauen offenbar nur mit Sex ab. [...] Eine Frau hat mir nur erzählt, es wurde eben  gesagt, „Dein Thema is die Hingabe – das Sich-Öffnen – fang doch mal an und öffne dich doch mal!“46 […]
Aufgrund dieser Vorwürfe wurde der Mumon-Kai als erste Zen-Gruppe in Deutschland aus der Liste der von der Deutschen Buddhistischen Union (DBU) empfohlenen Übungszentren herausgenommen. [„Zen hat keine Moral!“ – Die latente Anfälligkeit des Zen-Buddhismus für Korruption und Missbrauch, veranschaulicht an zwei jüngst bekannt gewordenen Fällen – Christopher Hamacher, Eine der Jahreskonferenz der International Cultic Studies Association in Montreal, Kanada, am 7. Juli 2012 vorgelegte Studie, gefunden bei Der Unbuddhist]

siehe dazu aber auch:

- Was bedeutet Ethik im Zen? (Asso-Blog, Februar 2014)
- Sprache, Erkenntnis und Ethik bei Wittgenstein und Nagarjuna. Eine Untersuchung in komparativer Sprachphilosophie (Felix Baritsch, Diplomier Verlag, Hamburg, 2016, GoogleBooks)
Stripping the Gurus (Geoffrey D. Falk, StrippingTheGurus.com, PDF)
siehe auch:
- Mißbrauch im Dharma (Franz Johannes Litsch, Buddhistische Sekten)
Buddhist Personality Cults (zendirtzendust)
Neurose und Erleuchtung (Weischede, Zwiebel, Googlebooks)

Noch eine abschließende Bemerkung:

Wer immer glaubt, durch den sexuellen Kontakt mit einer spirituellen Autorität einen besonders großen Entwicklungsschritt (chakrentheoretisch über die Aktivierung der Kundalinienergie) tun zu können, sollte vor allem seine Erwartungshaltung prüfen. Asymmetrische Beziehungen bleiben asymmetrisch, gleich, auf welcher Ebene sie stattfinden. Und seien wir uns bewußt, daß wir selbst an der Herstellung und Aufrechterhaltung der Asymmetrie beteiligt sind!


»The best you have in the west is your critical consciousness, keep it! Keep it!« [Dalai Lama, zu Michael von Brück, mündl. Mitteilung]
zum Schluß etwas Versöhnliches:

Taizan Maezumi:


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Maezumi publicly admitted he was an alcoholic in 1983, and sought treatment at the Betty Ford Center. This coincided with revelations that he had been having sexual relationships with some of his female followers at the Zen Center of Los Angeles despite being married to his wife, Martha Ekyo Maezumi, "including one of the recipients of his dharma transmission".[17] According to Kirsten Mitsuyo Maezumi, this "caused the separation of my parents and was the reason my mother left the Zen Center of Los Angeles with my brother and I in 1983".[18]
Maezumi was forthcoming in admitting his mistakes and did not justify his behaviors.[5] These events caused much turmoil in his school, and many students left as a result. Some members who stayed described themselves as forced to see Maezumi on a more human level, even seeing this period as a breakthrough for them, no longer deluded into thinking a teacher could be beyond imperfection.[19] Both Bays and Tetsugen Bernard Glassman founded their own sanghas at this time.[7][20] When remembering Maezumi, author David Chadwick had this to say: "I'd say he had an interesting mix of humility and arrogance. Mainly to me he'd seem arrogant at a distance, but close up he'd be right there with me not putting on any airs."[5] [Taizan Maezumi, Criticism, engl. Wikipedia, zuletzt abgerufen am 21-01-2018]
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White Plums and Lizard Tails: The story of Maezumi Roshi and his American Lineage (Noa Jones, Lion's Roar, 01.03.2004)
When Maezumi Roshi admitted in public that he was an alcoholic, he did so with deep remorse. But remorse alone could not prevent a mass exodus. Puritanical American idealism with its unrealistic expectations led many to assume the master was above vices. “In fact he was a great teacher with unresolved issues,” recalls long-time student John Daishin Buksbazen. “It knocked the idea of the perfect guru into a cocked hat.”

Seeing their Japanese master at a human level forced students to re-examine their own motivations. Why had they come here? Some came to work out personal problems, seeking salvation, seeking answers to the great “Who am I?” and “What is reality?” questions. Others came looking for bliss experiences without drugs. And some were merely attracted to the exoticness of Zen aesthetics and form. Whatever the reasons, suddenly they had to assess what practice meant to them and jettison the rest. ZCLA began to sell off its properties. Many made a permanent break from the group, including Maezumi’s third heir, Charlotte Joko Beck.

One of those who felt the crisis most keenly was Ekyo Maezumi, Roshi’s wife. But she speaks without a trace of bitterness. “It helped the students to see that the teacher wasn’t omnipotent and the teacher was human,” says Ekyo. “It made each person realize that they were responsible for their practice.” Using money sent from Maezumi Roshi’s mother, Ekyo moved the children to Idyllwild, a small California mountain community. With time, she gained perspective: “I can take it as a learning experience.”

There were others who felt the same. In a revealing documentary shot by Ann Cushman at the time of the crisis, one student expressed heartbroken joy with his fallen guru. “Disillusionment is great,” he told the camera crew. “It means I’ve stopped being illusioned and from that point of view my relationship with the teacher has worked. I am not angry, but free.” 
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His daughter Kirsten Mitsuyo Maezumi writes:
He was not a good father, or a good husband to my mother, but he was an outstanding teacher with a love for the dharma and a vision of liberation that took precedence in all he did. [Taizan Maezumi, Influence, engl. Wikipedia, zuletzt abgerufen am 21.01.2018]
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- Hakuyu Taizan Maezumi, Roshi (1931-1995) (Bernie Glassman?, Zen Peacemaker Order)
- Hakuyu Taizan Maezumi, Roshi (Linksammling zu Teizan Maezimi, Zen Peacemaker Order)
- Memories of Taizan Maezumi (David Chadwick, Cuke.com)
[…] Remembering the times I've been with him, seen him in ceremonies, and stuff I've heard about him, I'd say he had an interesting mix of humility and arrogance. Mainly to me he'd seem arrogant at a distance, but close up he'd be right there with me not putting on any airs. I went to visit him once when he was staying at the SFZC. I guess I was feeling sort of cynical at the time and started asking him if anyone in America had learned anything from studying Zen, from Suzuki, from him, from any teacher. He just let me rag on and said he didn't know, maybe not. When I first knew him he'd on the one hand say he came from an important family and then say that he wasn't really a teacher, that he could only show people the posture of sitting and join them. He got transmission from his father in 1955, a year before he went to America. But he didn't ride on those laurels as he could easily have. He continued studying with other teachers after he'd started his own center and got transmission in two other lineages.
I was sad to hear about Maezumi’s death in May of 1995.I’d interviewed him one month earlier at Green Gulch. This piece was originally written in the December before that. His death is attributed by most to him being drunk and falling asleep. That doesn’t quite do it for me because I have slept in bathtubs all my life and hot tubs in my adult life – with my nostrils just above the water line. And back when I used to drink, I’d do so now and then when I was very drunk. It hardly ever happened but the slightest bit of water in my nose would wake me up. Seems to me the amount of alcohol then would have to be at the level of general anesthetic. I think for Maezumi a stroke or heart attack are just as likely. And I’d not give any credence to anything official there. Japan is cover-up city.

When he talked to me in later years I noticed he tended to stress the positive about others. Any Japanese priest who knew Shunryu Suzuki could say critical things about him since they, being from the same culture, they weren't so enamored (fooled?) by Suzuki's presence. But Maezumi would say to look at what Suzuki had done, what he left behind, that that was the important thing. I suppose if I had the character he had I would only say the same thing about Maezumi - look at all the teachers and centers he's left behind. He had twelve successors and there are over fifty groups in his lineage around the world. My relationship with Maezumi was not a dharmic one, but I respect him and his students for what they are doing. I present my memories here, which add up to not much more than a bunch of gossip, which cast no light on his teaching or understanding, not to detract from his legacy but to say that this is what I remember and that I really liked him and respect him - and to say to the judgmental, puritan, Calvinist, whatever we want to call it in us that our shortcomings and indulgences, our sins and our woes, need not hold us back from carrying the shapeless ball of the dharma forward.
 
Es gibt keinen Weihnachtsmann, keinen Osterhasen
und keinen makellosen, perfekten Menschen,
es gibt nur unsere blinden Flecken, unsere Sehnsüchte und unsere Ansprüche,
von denen wir manchmal nicht ablassen wollen.
Bemühen wir uns darum, erwachsen zu werden!
oder, wie Johannes Pfeiffer es in der letzten Szene der »Feuerzangenbowle« formuliert:
Wahr sind nur die Erinnerungen, die wir mit uns tragen,
die Träume, die wir spinnen
und die Sehnsüchte, die uns treiben.
Damit wollen wir uns bescheiden.
Aus tiefem Leiden entsteht tiefes Mitgefühl (Franz Johannes Litsch, Das internationale Netzwerk engagierter Buddhisten, Hervorhebung von mir, als PDF-Datei bei Komm und sieh’) 
Es geht darum, die Meditation zu verlassen, ohne die Meditation zu verlassen. Es gilt dieses Koan, diese Paradoxie, die sich uns Schülern des Buddha unvermeidlich als konkrete Schwierigkeit und Herausforderung unseres Lebens einstellt, bewußt und schöpferisch zu bewältigen. Es gilt unsere Praxis der inneren Befreiung von leidverursachendem Denken und Fühlen auch nach außen in unser persönliches Leben und Handeln zu tragen, in unsere unmittelbare Alltagswelt, wie auch in die von uns nicht abtrennbare größere soziale, gesellschaftliche und ökologische Mitwelt. […]

Ob es unsere Arbeit, unser Beruf, das Studium oder die Freizeittätigkeit ist, die zumeist besonders leidvolle Geschichte unserer Liebesbeziehungen, die Schwierigkeiten mit unseren Kindern oder Eltern, die Konfrontation mit Einsamkeit, Krankheit und eigenem Tod oder der uns nahestehender Menschen, es ist notwendig, daß wir unser kleineres oder größeres, aber konkretes Leiden wirklich sehen und tief berühren.
Feuerzangenbowle [1:09]

Hochgeladen am 01.01.2008
Es ist die letzte Szene eines wunderbaren Filmes

zuletzt aktualisiert am 10.01.2017

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