Sonntag, 31. Januar 2016

Placebos – Nicht nur die Welt, auch der eigene Körper findet im Kopf statt

Placebos enthalten keine Arzneistoffe, können also eigentlich gar nicht wirken. Trotzdem tun sie es. Eine neuro-physiologische Erklärung dafür lieferte der italienische Placebo-Forscher Fabrizio Benedetti bei einem Fachkongress in Berlin.

Was passiert im Gehirn eines Menschen, der ein Placebo erhält? Diese Frage hat der Turiner Neurowissenschaftler Benedetti in zahlreichen Experimenten untersucht. Die Ergebnisse seiner Forschung stellte er beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde Ende November in Berlin vor.

»Der Placebo-Effekt ist ein Kontext-Effekt«, sagte Benedetti. Seine Wirkung basiere auf dem psychosozialen Kontext, in dem der Patient eine seiner Ansicht nach wirksame Behandlung erhalte. »Die Interaktion mit dem Arzt, die Umgebung der Arztpraxis oder der Klinik mit ihren typischen Gerüchen und Geräuschen – all das sind starke sensorische Stimuli, die der Patient mit einer therapeutischen Handlung verbindet«, erklärte Benedetti. Ihm zufolge provozieren diese Rituale nicht nur eine Aktivierung verschiedener Gehirnareale, sondern regen auch die Ausschüttung bestimmter Neurotransmitter an.

Aus neuroanatomischer Sicht lasse sich der Placebo-Effekt in zwei Phasen unterteilen: Erwartung und erlernte Reaktion. Verschiedene Hirnareale zeigten während dieser Phasen geänderte Aktivitäten. So werde bei Schmerzpatienten zunächst ein absteigendes, die Schmerzreiz-Weiterleitung hemmendes Netzwerk aktiviert, während in der zweiten Phase die Aktivität von Schmerz-verarbeitenden Arealen gehemmt werde. »Das therapeutische Ritual erzeugt beim Patienten eine positive Erwartung. Und diese Erwartung hat einen echten analgetischen Effekt«, fasste Benedetti zusammen. 
mehr:
Placebo – Scheinmedikament mit echter Wirkung (Annette Mende, Pharmazeutische Zeitung, 51/52/2012)

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Placebos im heutigen Verständnis wurden wohl zum ersten Mal 1830 durch einen Doktor Herrmann unter Supervision eines Doktors Gigler in einem Militärkrankenhaus der russischen Stadt Sankt Petersburg systematisch verwendet.[15] Dabei sollte untersucht werden, ob eine homöopathische Behandlung wirkt. Diese Studie verglich nicht nur die damals neue homöopathische Behandlung mit der zeitgenössisch üblichen medizinischen Behandlung, sondern führte außerdem wohl erstmals systematisch eine Nichtbehandlungsgruppe ein, die mit Placebos in Form von Pseudopillen ohne Wirkstoff behandelt wurde. Es zeigte sich, dass die Placebo-Gruppe die besten Erfolge hatte. 1834 führte ein Zeuge dieser Untersuchung und Gegner der Homöopathie, Carl von Seidlitz, in derselben Stadt in einem Marine-Hospital einen einfach verblindeten Vergleich von Homöopathika mit Placebo durch.
1835 publizierte der Theologe und Redakteur George Löhner einen in Nürnberg durchgeführten Test der Wirkung einer homöopathischen Kochsalzlösung an einer Gruppe von 55 freiwilligen, gesunden Probanden. Dabei handelt es sich wohl um die erste randomisierte, doppelblinde, placebo-kontrollierte Untersuchung überhaupt. 42 Personen hatten „gar nichts Ungewöhnliches“ bemerkt (19 Kochsalz-Potenz, 23 Wasser als Placebo), neun Personen hatten „etwas Ungewöhnliches“ bemerkt (sechs Kochsalz-Potenz, darunter aber einer, der wusste, dass er die Potenz eingenommen hatte und drei Wasser). Die überwachende Kommission folgerte, dass die Potenzierung keine Wirkung habe.[16]
[…] Dass Placebos auch heute noch ein schlechtes Ansehen haben, liegt zum Teil an der Wirkungsweise, die man nur mit Hilfe psychischer Faktoren erklären kann. Trotzdem haben anonyme Umfragen bei Ärzten und Pflegern ergeben, dass ein großer Teil von ihnen Placeboeffekte bereits bewusst eingesetzt hat. Es gibt Schätzungen, dass die Wirkung von Arzneimitteln zu 20 % bis 80 % durch Placeboeffekte entsteht.[19] (Placebo, Die Geschichte des Placebos, Wikipedia)
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Nicht nur Medikamente, auch Operationen weisen einen Placeboeffekt auf. In einem Experiment in Houston in Texas wurden 120 Patienten mit Knie-Arthrose operiert, 60 erhielten oberflächliche Schnitte auf der Haut. Nach zwei Jahren waren 90 Prozent der Patienten beider Gruppen mit der Operation zufrieden. Einziger Unterschied war, dass die Nicht-Operierten weniger Schmerzen verspürten als ihre Kontrollgruppe.[31] Ob dies jedoch auf die aktive Wirkung einer Placebooperation hindeutet, oder vielmehr von negativen Auswirkungen durch die tatsächliche Operation ausgegangen werden muss, ist umstritten.
Ein ähnliches Experiment wurde auch in einer niederländischen Klinik durchgeführt. Bei 200 Patienten wurde eine Bauchspiegelung durchgeführt, per Los wurde dann entschieden, ob die Operation durchgeführt wird oder nicht. Danach wurden die Patienten ein Jahr lang beobachtet, beide Gruppen unterschieden sich kaum. Abermals muss jedoch bei kritischer Sicht der Einwand erhoben werden, dass es sich bei der Operation schlicht um eine wirkungslose Behandlung handeln könnte.
Ein gutes Beispiel für den Placeboeffekt ist Einsatz von Botulinumtoxin bei chronischen Spannungskopfschmerzen. Hier war die Ansprechrate 70 %, allerdings war sie für die Injektion von Botulinumtoxin in Nacken- und Kopfmuskeln genau so hoch wie bei der Injektion von isotonischer Kochsalzlösung. Auch dies ist wiederum ein Beispiel dafür, dass invasive Verfahren einen deutlich höheren Placeboeffekt haben als medikamentöse Therapien.[33][34][35] Ähnliche Ergebnisse erbrachte auch eine von Relja et al. durchgeführte Studie an 495 Migräne-Patienten.[36] (Placebo, Placeboeffekt invasiver Maßnahmen, Wikipedia)
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Placebowirkungen sind auch bei Tieren bekannt und Forschungsgegenstand. Neben dem erwähnten Rattenexperiment zur Immunsuppression wurde Konditionierung in Bezug auf Morphine (bereits von Pawlow) und Insulin gezeigt. Ob ein Erwartungsmodell auf Tiere übertragbar ist, wurde bisher nicht empirisch untersucht. Konditionierung wie Erwartungen beruhen auf Erfahrung und Lernen. Somit sind diese beiden plausiblen Erklärungsansätze beschränkt auf wiederholte Behandlungen mit deutlicher Besserung. Dies ist jedoch in der Praxis – etwa bei alternativen Therapien wie Akupunkturpflanzlichen Mitteln oder Homöopathie – selten der Fall. In randomisierten klinischen Studien kann Wiederholung kontrolliert werden. Somit ist es möglich, die Faktoren Konditionierung und Erwartung auszuschließen, und Tierstudien können aussagekräftiger als Studien mit menschlichen Probanden sein, um eventuelle spezifische Wirkungen alternativer Therapien von Placeboeffekten abzugrenzen. Außerdem kommt die Placebogruppe allgemein einer Situation ohne Behandlung, einer natürlichen Heilung nahe. (Placeboeffekte bei Tieren, Wikipedia)
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In einer neueren Untersuchung konnte mittels Magnetresonanztomographie nachgewiesen werden, dass ein Scheinanalgetikumeine Hemmung der Aktivität von im Rückenmark befindlichen Neuronen, die auf die Verarbeitung von Schmerzreizen spezialisiert sind (Nozizeptoren), bewirken kann. Danach sei nachgewiesen, dass psychische Faktoren nicht nur die subjektive Schmerzempfindung verringern können, sondern auch messbare Effekte auf schmerzrelevante Neuronenaktivitäten schon auf der ersten Stufe der Schmerzverarbeitung im Zentralnervensystem bewirken können.[55] (Placebo, Wirkmechanismen, Schmerz, Wikipedia)
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Verschiedene Gehirnbereiche wie Amygdala (Mandelkern, zuständig für die emotionale Färbung von Erlebnissen) oder der Hippocampus (zuständig für die Überführung von Informationen von dem Kurz- in das Langzeitgedächtnis) reagieren auf emotionale Veränderungen. Sie sind mit der Großhirnrinde, dem Denk- und Schaltzentrum des Gehirns, verbunden. Dieser ist wiederum mit dem Hypothalamus verbunden. Der Hypothalamus liegt außerhalb der Blut-Gehirn-Barriere (siehe oben). Somit kann er durch chemische Substanzen im Blutkreislauf beeinflusst werden. Wenn der Körper unter Stress steht, wird hier mehr corticotropinfreisetzendes Hormon (CRH) produziert. Das CRH bewegt sich zur naheliegenden Hypophyse, der Hirnanhangdrüse. Die Hypophyse produziert, angeregt vom CRH, das adrenocorticotrope Hormon (ACTH). Das ACTH gelangt über den Blutkreislauf zur Nebennierendrüse. Im äußeren Bereich wird daraufhin das Steroid Kortisol gebildet. Kortisol erhöht unter anderem den Blutzuckerspiegel und reduziert die Immunreaktionen. In einem anderen Bereich werden mehr Katecholamine gebildet, die eine starke Wirkung auf das Herz und die Blutgefäße haben.
Kurzzeitig ist der menschliche Körper jetzt auf eine Gefahrensituation vorbereitet. Die Aufmerksamkeit ist erhöht, ebenso wie Puls und Blutdruck, während im Moment unnötige Funktionen wie Verdauung zurückgestellt werden. Der hohe Kortisolspiegel sorgt dafür, dass mehr Zucker im Blut zur schnellen Verbrennung bereitsteht. Langfristig ist dieser Zustand jedoch Ursache von Schmerzen im unteren Rückenbereich und von Spannungskopfschmerzen. Nun kann man bei Studien die Kortisol- und Katecholaminspiegel durch einfache Blutabnahmen messen, um zu sehen, ob sie sich durch die Einnahme von Placebo senken. Eine Reihe ältere Studien zeigt, dass Placebos am besten bei Menschen wirken, die mit ein wenig Angst zum Arzt kommen. Wenn die Kortisol- und Katecholaminspiegel als Stressindikator am Anfang sehr niedrig wären, könnte man keine Absenkung erreichen, und wenn sie sehr hoch wären, würde die Absenkung vielleicht nicht reichen, um klare Ergebnisse zu erhalten. Bei dieser Theorie glaubt man, dass der Placeboeffekt besonders durch Stressreduktion wirkt[56]. (Placebo, Wirkmechanismen, Stress und Immunsystem, Wikipedia)
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Die Psychoneuroimmunologie (PNI) oder Psychoimmunologie ist ein interdisziplinäres Forschungsgebiet, das sich mit der Wechselwirkung der Psyche, des Nervensystems und des Immunsystems beschäftigt. Ein Nachbargebiet ist die Psychoneuroendokrinologie, das außerdem die Wechselwirkungen des Hormonsystems mit einbezieht.
Das Forschungsgebiet wurde etabliert, nachdem der amerikanische Psychologe Robert Ader (1932–2011) 1974 experimentell nachwies,[1] dass das Immunsystem mit dem zentralen Nervensystem zusammenarbeitet und lernen kann. Seitdem ist es zu einem der bedeutendsten Gebiete moderner medizinischer Forschung geworden.[2]
Eine Grundlage ist die Erkenntnis, dass Botenstoffe des Nervensystems auf das Immunsystem und Botenstoffe des Immunsystems auf das Nervensystem wirken. Schnittstellen der Regelkreise sind das Gehirn mit der Hirnanhangdrüse, die Nebennieren und die Immunzellen. Beispielsweise besitzen Neuropeptide die Eigenschaft, an Immunzellen anzudocken und z. B. sowohl die Geschwindigkeit als auch die Bewegungsrichtung von Makrophagen zu beeinflussen.
Durch diese Grundlage werden Erklärungen möglich, warum psychologische und psychotherapeutische Prozesse sich nachweisbar auf körperliche Funktionen auswirken (Psychosomatik). Im Mittelpunkt steht die Wirkung der Psyche auf das Immunsystem, z. B. warum Stress Immunfaktoren negativ beeinflussen kann. [Psychoneuroimmunologie, Wikipedia, abgerufen am 21.08.2016]
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The power of the placebo effect - Emma Bryce [4:37]

Veröffentlicht am 04.04.2016

The placebo effect is an unexplained phenomenon wherein drugs, treatments, and therapies that aren’t supposed to have an effect — and are often fake — miraculously make people feel better. What’s going on? Emma Bryce dives into the mystery of placebos’ bizarre benefits.

Lesson by Emma Bryce, animation by Globizco.
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The Strange Science of the Placebo Effect [7:13]

Veröffentlicht am 16.11.2015
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References:
Niemi, M. B. (2009). Placebo Effect: A Cure in the Mind: Scientific American.Placebo Effect: A Cure in the Mind: Scientific American.
Price, D. D., Finniss, D. G., & Benedetti, F. (2008). A comprehensive review of the placebo effect: recent advances and current thought. Annu. Rev. Psychol.,59, 565-590.
Finniss, D. G., Kaptchuk, T. J., Miller, F., & Benedetti, F. (2010). Biological, clinical, and ethical advances of placebo effects. The Lancet, 375(9715), 686-695.
Marchant, J. (2015). Strong placebo response thwarts painkiller trials. Nature News http://www.nature.com/news/strong-pla...
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You Are the Placebo: Making Your Mind Matter [3:01]

Veröffentlicht am 18.03.2014
In the "New York Times Bestseller" You Are the Placebo book, Dr. Joe Dispenza explores the history, the science, and the practical applications of the so-called placebo effect. Citing many amazing individual cases studies, this compelling book will empower you to personally use "the expectation of a particular outcome" to alter your internal states-as well as external reality-solely through the action of your mind. It offers the necessary understandings to change old beliefs and perceptions into new ones. In addition, it teaches a model of personal transformation that correlates with the placebo effect-without the need for any external influences ("placebos" such as sugar pills, saline injections, and so on).
For further information, please visit: www.youaretheplacebo.com or www.drjoedispenza.com

You Are the Placebo by Dr. Joe Dispenza [12:30]

Veröffentlicht am 03.04.2015
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Smile - By Ron Gutman's amazing research [7:26]

Veröffentlicht am 13.05.2014
Now anyone who has been in a REDD training smiles and hugs...here is a Ted video I often show my more critical participants to warm them up to smiling. Out of all the theories - I really trip on Charles Darwin's Facial Feedback Theory - a big hit with the educationists !!!


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aus dem Wikipedia-Artikel über Paul Ekman:
Forschungsergebnisse
Gemeinsam mit seinem Kollegen W. V. Friesen stellte Ekman das Facial Action Coding System (FACS) auf. Es ist eine physiologisch orientierte Klassifikation der emotionalen Gesichtsausdrücke. Das System spielt in der Ausdruckspsychologie und der psychoanalytischen Therapieforschung eine wichtige Rolle. Es stellt gleichzeitig eine Methode dar, mit der zeitlich ablaufende emotionale Ausdrucksmuster erfasst und beschrieben werden können. Nicht erfasst werden von dem System jedoch nicht-emotionale Ausdrücke, die ca. 70 % aller Gesichtsausdrücke ausmachen, sowie Körperausdrücke.
Ekman fand außerdem statistische Hinweise[2] für die erbliche Bedingtheit zahlreicher emotionaler Ausdrücke, darunter die von ihm unterschiedenen sieben Basisemotionen: Fröhlichkeit, Wut, Ekel, Furcht, Verachtung, Traurigkeit und Überraschung. Diese Basisemotionen werden von allen Menschen kulturübergreifend in gleicher Weise erkannt und ausgedrückt. Die von Ekman als elementar beschriebenen Gesichtsausdrücke sind nicht kulturell erlernt, sondern genetisch bedingt. Damit steht er in der Tradition von Guillaume-Benjamin-Amand Duchenne sowie von Charles Darwins Werk Der Ausdruck der Gemütsbewegungen bei dem Menschen und den Tieren (The Expression of the Emotions in Man and Animals, 1872).
Evolutionäre Vorteile des nach Ekman typischen Gesichtsausdrucks bei Überraschung können z. B. darin bestehen, dass weit geöffnete Augen die Informationsaufnahme und der geöffnete Mund die Atmung erleichtern. Auch erleichtert ein genetisch bedingtes einheitliches Ausdrucksverhalten die Kommunikation, Fortpflanzung und Vergesellschaftung.
Paul Ekman gilt als Begründer der neurokulturellen Theorie der Emotionen, nach der am Zustandekommen eines Emotionsausdrucks folgende Komponenten beteiligt sind:
  • der Auslöser, also die Ereignisse, die ein Affektprogramm auslösen, sind weitgehend kulturabhängig und sozial erlernt;
  • das Affektprogramm ist phylogenetisch vererbt und enthält die Basisemotionen;
  • das Bewertungsprogramm beurteilt, ob der Auslöser zum Abspielen des Affektprogramms führen sollte;
  • die Darbietungsregeln (display rules) lenken die Art und Weise des unter sozio-kulturellem Einfluss stehenden Gefühlsausdrucks;
  • die Bewältigungsregeln (coping rules) legen fest, wie eine Person mit dem Gefühl fertigwerden und es kontrollieren könnte.
Die display-rules spielen somit eine wesentliche Rolle für das Zeigen von Gefühlen. Ekman unterscheidet dabei folgende Affektkontrollmechanismen:
  • Qualifying: Modifikation eines Gefühlsausdrucks durch zusätzliche Darbietung eines anderen (vgl. miserable smile; negativer Affekt (Trauer) wird um den positiven Affekt des Lächelns bereichert und somit abgeschwächt)
  • Modulieren: Modifikation der Qualität der Muskeln
  • Verstärken (durch stärkere oder längere Innervation mehrerer Muskeln)
  • Abschwächen
  • Verfälschen
  • Simulieren (eine Emotion, z. B. Freude, wird geheuchelt (z. B. phoney smile))
  • Maskieren (vgl. masking smile: eine negative Emotion – Wut – wird hinter einer positiven – Lächeln – versteckt)
  • Neutralisieren (eine Emotion, z. B. Wut, wird neutralisiert)
Nach Ekman sind es 43 Muskeln, mit denen mehr als 10.000 Gesichtsausdrücke erzeugt werden können. Dazu erhebt Ekman folgenden Anspruch: „Ich habe alle gesehen. Ich bin bis Papua-Neuguinea und auf alle Kontinente gereist. Es gibt keinen Ausdruck, den ich nicht kenne.“[3] Die Emotion „Überraschung“ lässt sich allerdings auch Ekman zufolge kaum fotografieren.
Ekman beschäftigt sich heute vor allem mit dem Phänomen der Lüge und unterscheidet hier zwischen „Verheimlichung“ (Weglassen von Informationen) und „Verfälschung“. Verheimlichung wird vor allem für emotionsbezogene Lügen verwendet, um das Gegenüber vor negativen primären Emotionen (z. B. Angst) zu schützen, wohingegen Verfälschen v. a. bei tatsachenbezogenen Lügen eingesetzt wird und vor allem mit strukturellen Emotionen (z. B. Scham/Schuld) verbunden ist. Die Figur des Dr. Cal Lightman in der Fernsehserie Lie to Me, der als weltbester menschlicher Lügendetektor alle Lügen und Täuschungen durch Analyse von Gesichtsausdruck und Körpersprache aufzudecken vermag, basiert auf Ekman, der bei der Entwicklung der Serie als wissenschaftlicher Berater mitgewirkt hat.
Wissenschaftliche Verwertung
Ekman betreibt ein Unternehmen,[4] das auch für CIAFBI und Security-Firmen arbeitet. U. a. bietet er Schnell- und Intensivfernkurse zur Analyse des Gesichtsausdrucks und der micro expressions (ab 40 Minuten Kursdauer) an, die das Ziel haben, andere Menschen besser zu verstehen, Lügen zu identifizieren und den Ausdruck der eigenen Emotionen besser zu kontrollieren. Das ist möglich, weil Ekman den Einfluss sozialer Lernprozesse auf den Gesichtsausdruck in seine Trainingsprogramme miteinbezieht: Geheimdienstler beispielsweise und andere „Virtuosen“, die „besonders hoch motiviert sind, weil ihr Überleben von so einer Situation abhängen könnte“,[5] können nach Ekman mit seiner Methode der Erkennung von Mikroexpressionen – das sind extrem kurze emotionale Ausdrucksformen von einer 1/5- bis zu einer 1/25-Sekunde – eine Trefferquote von 96 % erreichen. Sein Ziel ist es u. a., eine Methode zu entwickeln, mit der man am Gesichtsausdruck eines potenziellen Täters einen unmittelbar bevorstehenden Mord erkennen kann.
Kritik
Ekman wurde von Menschenrechtsorganisationen mehrfach Diskriminierung vorgeworfen, weil er Flughafenpersonal bei der Wahrnehmung der Mikroexpressionen von Passagieren schult, damit sie auffällige Passagiere erkennen können. In einem Nature-News-Artikel aus dem Jahr 2010 bezweifeln Wissenschaftlerkollegen, dass das Konzept in der Praxis funktioniert. Zudem habe Ekman seit Jahrzehnten seine Studien nicht per Peer-Review überprüfen lassen.[6]
Weiterhin fehlen wichtige Emotionen im Ekman-Modell (sexuelle Erregung, Mutter-Kind-Liebe, Neugier). Ferner werden die Basisemotionen von Ekman unipolar dargestellt (z. B. fehlt zum Ekel der Appetit). Viele Persönlichkeitstheorien bevorzugen hingegen eine bipolare Skalierung von Persönlichkeitsmerkmalen. Sie verorten Individuen auf einem Kontinuum z. B. zwischen Introversion und Extraversion. Freude wiederum ist eine sehr unspezifische Emotion – von der hämischen Schadenfreude bis zur Freude über einen sportlichen Sieg hat sie viele Facetten und unterschiedliche Ausdrucksformen.
Ekman übersieht nach Ansicht von Kritikern, dass die soziale Kommunikation nur eine Funktion von Emotionen ist. Bei vielen Emotionen wäre es unter evolutionstheoretischen Gesichtspunkten adäquater, sie zu verbergen.[7]
Auch aus Sicht der Hirnforschung kommt Kritik an Ekman. So konnten Hennenletter und Schröder nur für Ekel und Angst eindeutige neuronale Korrelate nachweisen.[8]
Die hohe Varianz und vergleichsweise schwache Signifikanz seiner eigenen Befunde erklärt Ekman selbst mit der kulturellen Prägung des Ausdrucks durch soziale Normen sowie kulturell geprägte Dekodierregeln. Soziologische Kritiker setzen dem ein Konzept der graduellen Dekodierung von Expressionen entgegen: Bei einer anzunehmenden begrenzten, eventuell nur minimalen Universalität des Gesichtsausdrucks sei innerhalb kulturell und sozial homogener bzw. sich nahestehender Gruppen eine deutlich präzisere „Decodierung“ der Dialekte möglich als zwischen unterschiedlichen Gruppen. Die Basisemotionen seien außerdem nicht diskret, sondern mischten sich im komplexen Gesichtsausdruck. Ekman ignoriere auch das seit Gustave Le Bon und Emile Durkheimbekannte Phänomen „sozial ansteckender“ Emotionen.[9]
Auszeichnungen
  • 2009: Time-Magazin 100 einflussreichste Menschen[11]  
 [Paul Ekman, Wikipedia, abgerufen am 21.08.2016]
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siehe auch:
- Massenhysterie auf Kuba? (Post, 28.02.2018)
- The Power of the Placebo (BrainFacts, 31.05.2012)
- Placebo-Effekt verstärken (Pharmazeutische Zeitung, 18/2014)
- Schmerzmittel: Placebo-Effekt wird immer stärker (Pharmazeutische Zeitung, 07.10.2015)
- Placebo- und Nocebo-Effekte: Die Macht des Glaubens (Pharmazeutische Zeitung, Dezember 2015)
- Unsere Welt besteht aus Geschichten (Post, 17.12.2015)
- Realität ist, was wir glauben wollen oder Hirnströme von Friseurpuppen (Post, 29.08.2013)
- Nirwana im Kernspin (Post, 10.06.2015)
- Forschung zur Metta-Meditation (04.12.2015)
- Das Glück als Lebenskunst (Post, 07.01.2015)
- Neurobiologische und experimentelle Befunde der Zen-Meditation (Post, 09.04.2008)
ergänzt am 21.03.2016

Samstag, 30. Januar 2016

Das perfekte Geschenk für Zwangsneurotiker (und Sadisten)


Die Zwangsstörung (englisch obsessive-compulsive disorder bzw. OCD) gehört zu den psychischen Störungen. Es besteht für den Betroffenen ein innerer Drang, bestimmte Dinge zu denken und/oder zu tun. Der Betroffene wehrt sich gegen das Auftreten der Zwänge; er erlebt sie als übertrieben und sinnlos, kann ihnen willentlich jedoch meist nichts entgegensetzen. Die Störung bringt deutliche Belastungen und Beeinträchtigungen des Alltagslebens mit sich. Ältere Bezeichnungen für Zwangsstörungen sind Zwangserkrankung, Zwangsneurose und anankastische Neurose. Die Zwangsstörung ist von der zwanghaften Persönlichkeitsstörung sowie von Zwangssymptomen im Rahmen anderer psychischer oder neurologischer Erkrankungen zu unterscheiden. (Zwangsstörung, Wikipedia)
Als Sadismus im medizinischen Sinne wird bezeichnet, wenn ein Mensch (sexuelle) Lust oder Befriedigung dadurch erlebt, andere Menschen zu demütigen, zu unterdrücken oder ihnen Schmerzen zuzufügen. In gewissem Rahmen kann sich Sadismus auch durch tierquälerische Handlungen ausdrücken.Der Begriff Sadist wird heutzutage im allgemeinen Sprachgebrauch auch für Personen verwendet, die sich am Leid anderer erfreuen können. Das Gegenteil vom Sadismus – den Lustgewinn durch Erleiden von Schmerz oder Demütigung – bezeichnet man als Masochismus. (Sadismus, Wikipedia)

Freitag, 29. Januar 2016

Computermaus als Stimmungsbarometer

Während des Arbeitstages legt man die Maus kaum aus der Hand, und auch nach Feierabend begleitet sie einen beim Surfen oder beim Onlineshopping. Forscher haben darum einmal die Mauszeiger-Bewegungen analysiert. Mit überraschendem Ergebnis. Abrupt und langsamer statt flüssiger und flott: So sehen typische Mausbewegungen aus, wenn Nutzer das Zeigegerät mit Wut im Bauch führen. Das haben Forscher an der Universität Duisburg-Essen herausgefunden und ein Programm entwickelt, das die Gemütslage von Computernutzern anhand der Mausbewegungen analysiert. Die Software soll einmal dabei helfen, Webseiten oder -formulare zu verbessern – aus Datenschutzgründen natürlich nur nach expliziter Einwilligung der Surfer, versichern die Wissenschaftler.
mehr:
- Computermaus als Stimmungsbarometer: Bewegungen verraten viel (heise iX, 29.01.2016)

Mittwoch, 27. Januar 2016

Der Geist als Nebelkammer

Eine wesentliche Aufgabe im Buddhismus besteht in der Annäherung an die Frage: Was ist der Geist?
Der französische Schriftsteller und Philosoph Albert Camus sagte einmal
»Ein Intellektueller ist ein Mensch, dessen Geist sich selbst beobachtet.«

Da wir, im Gegensatz zu unserem Körper, unseren Geist nicht »anfassen« können, kann man zwar eine Gallenblase sichtbar machen (durch Operation oder sogenannte bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Computertomographie oder Kernspin), gleiches gilt aber nicht für den Geist.
Wenn wir in der Atembetrachtung unseren Geist beobachten, betrachtet, streng genommen, ein Teil unseres Geistes den Rest. Das beobachtende »Ich« ist von dem betrachteten Geist schwer zu unterscheiden. Vielleicht gibt es ja auch gar keinen Unterschied…

Nebelkammer Kernphysik Mainz [3:14]

Veröffentlicht am 12.03.2013

Als Nebelkammer wird in der Physik ein Teilchendetektor bezeichnet, der dem Nachweis von ionisierender Strahlung dient und für manche Teilchen dabei auch die Bahn sichtbar macht. Nebelkammern werden heute fast nur noch zu Demonstrationszwecken verwendet. Früher waren Nebelkammern bedeutende wissenschaftliche Instrumente zur Erforschung der von radioaktiven Stoffen ausgehenden Strahlen. So wurde Charles Thomson Rees Wilson für die Entwicklung der Expansionsnebelkammer (auch Wilsonschen Nebelkammer) 1927 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.
Eine Nebelkammer ist meist mit einem übersättigten Luft-Alkohol-Gemisch (Ethanol oder Isopropanol) gefüllt. Wenn ein energiereiches, geladenes Teilchen das Gas durchquert, erzeugt es durch Stoßionisation zahlreiche Ionen, die einzeln als Kondensationskerne für die Bildung feinster Tröpfchen wirken. In ihrer Gesamtheit bilden sie eine sichtbare Spur, einen Kondensstreifen.

Ablenkung ionisierender Strahlung im Magnetfeld einer Nebelkammer
Durch Ablenkung des Teilchens mittels eines geeigneten elektrischen oder magnetischen Feldeskönnen anhand der entstehenden Bahnkurven (siehe Abb.) Aussagen über die Masse, Ladung und Energie, und damit letztlich über die Art des betreffenden Teilchens und dessen Entstehungsprozess gemacht werden. In einfachen Nebelkammern befindet sich dazu meist ein starker Permanentmagnet am Boden der Kammer, der die geladenen Teilchen mittels der Lorentzkraft auf eine Spiralbahn zwingt (die Krümmung nimmt zu, weil das Teilchen durch die Stöße abgebremst wird).





Auch ohne Präparat befindet sich in unserer Umwelt ein gewisses Maß an Alpha- und Betastrahlung, die man mit der Nebelkammer sichtbar machen kann:
  • Alpha-Teilchen erzeugen dicke, fast gerade Spuren von nur wenigen Zentimetern Länge. Obwohl
    Emission eines Alphateilchens (eines Helium-4-Atomkerns:
     \textstyle{{}^4_2\mathrm{He}^{2+}}
    Protonen rot, Neutronen blau)
    sie aufgrund ihrer Ladung zwar prinzipiell von Magnetfeldern abgelenkt werden, beträgt ihr Bahnradius infolge der hohen Masse der α-Teilchen meist mehrere Meter, so dass ihre Bahnen praktisch gerade erscheinen.
  • Beta-Teilchen erzeugen dünne, gekrümmte Spuren mit wenigen Zentimetern Länge. Oft entstehen auch Knicke in der Bahn. Da Beta-Teilchen nichts anderes als Elektronen sind, haben sie eine geringe Masse und sind damit auch leicht ablenkbar.
  • Beta-Plus-Teilchen (Positronen) erzeugen wie auch die „normalen“ negativ geladenen Betateilchen dünne gekrümmte Spuren, die jedoch nun in dieselbe Richtung gebogen sind wie bei α-Teilchen (siehe Abb.). Da Positronen in der natürlichen Umgebungsstrahlung allerdings kaum vorkommen, benötigt man zu ihrer Erzeugung radioaktive Präparate wie etwa Natrium-22.
  • Gammastrahlung erzeugt in der Nebelkammer keine bzw. nur mit sehr geringer
    Wahrscheinlichkeit Spuren: Da Gammastrahlung selbst ungeladen ist, kann sie nur indirekt nachgewiesen werden, etwa dadurch, dass sie in Sekundärprozessen (Photoeffekt oder Comptoneffekt) wieder geladene Teilchen erzeugt. Da die Dichte des Luft-Alkohol-Gemischs in einer Nebelkammer jedoch recht niedrig ist, ist auch die Wahrscheinlichkeit solcher Sekundärprozesse im Fall der Nebelkammer gering.
  • Neutronenstrahlung erzeugt in der Nebelkammer ebenfalls keine bzw. nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit Spuren: Da sie wie die Gammastrahlung selbst ungeladen ist, kann auch sie in diesem Fall nur indirekt nachgewiesen werden. (Nebelkammer, Wikipedia)


Eine Nebelkammer macht Teilchen »sichtbar« (exakt formuliert: wir sehen nicht die Teilchen, wir sehen deren Spuren), die wir unter anderen Umständen nicht sehen können.

Alpha Centauri 065 - Was ist ein Atomkern? [14:23]
Veröffentlicht am 15.06.2016
α-Centauri war eine Sendereihe des Bildungskanals BR-alpha des Bayerischen Rundfunks, in der der Astrophysiker Harald Lesch in jeweils ca. 15-minütigen Folgen Fragen aus der Physik – insbesondere der Astronomie und Astrophysik – und bisweilen der Philosophie in populärwissenschaftlicher Form beantwortete.

Das Format festigte sich erst im Laufe der Sendereihe. Eine Projektionstafel ersetzte in der zweiten und dritten Sendung die normale Tafel, verschwand aber gleich wieder aus dem Repertoire. Dann folgte eine Reihe von Sendungen, in denen Lesch selbst an die Tafel malte. Die Illustrationen waren aber wenig aussagekräftig und wurden auch bald aufgegeben. Darauf folgte eine Phase, die etwa bis Mitte 2001 dauerte, in der in fast jeder Sendung Bildmaterial auf dem hinteren Blatt der Tafel befestigt war und durch Kurbeln während einleitender Worte enthüllt wurde. Ab Anfang 2001 wurden die Bilder zunächst gelegentlich, dann immer häufiger durch einfachen Schnitt eingeblendet; ein an die Tafel gepinntes Bild kam Anfang 2002 zum letzten Mal zum Einsatz.

Auch in den neueren Sendungen war das Format nicht völlig starr. Gelegentlich wurden seine Elemente spielerisch eingesetzt, wie z. B. in der Sendung vom 19. August 2001 (Wie sieht die Zukunft des Universums aus?), in der der Abspann „zurückgespult“ wird, um die Sendung mit einem alternativen Schluss zu beenden, oder in der Sendung vom 27. Oktober 2002 (Ist Wasser magisch?), in der die Sendung nach einer kurzen Vor-Einleitung ein zweites Mal mit dem Vorspann beginnt. Zudem wurden die beiden Sendungen vom 30. September 2001 (Gibt es Außerirdische?) und 14. Oktober 2001 (Was war vor dem Big Bang?) auf den Life-Science-Tagen in München gedreht, bei welchen Lesch die Sendung vor Publikum moderierte.

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Alpha-C...

Die  Anwendung eines Modells bietet verblüffende Möglichkeiten. Man kann in einem Modell weiterdenken:
Wenn man in der Nebelkammer Spuren von Teilchen sichtbar machen kann, was wären entsprechend die Teilchenspuren, die wir bei der Meditation in unserem Geist wahrnehmen können:
- Gedanken (z.B.: »Der Kerl ist aber groß!«)
- Gefühle (z.B. Angst)
- Phantasien (»Wenn ich dem eine kritische Frage stelle, haut er mir eine runter.«)
- Modelle/Interpretationen/Grundüberzeugungen (»Immer wieder gerate ich an Leute, denen ich nicht gewachsen bin und gegenüber denen ich mich nicht durchsetzen kann«)


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