Sonntag, 14. Oktober 2018

ADHS und Partnerschaft – was ADHS’ler sich von ihren Partnern wünschen

Vor einigen Tagen war ich auf einer sehr interessanten Veranstaltung, von der ich die heutigen Gedanken zum Thema ADHS und Partnerschaft mitgebracht habe.

Die Schön Klinik in Bad Bramstedt hat einen ADHS-Schwerpunkt für Erwachsene und veranstaltet mehrmals im Jahr eine offene Austauschrunde ADHS-Trialog zu Themen rund um ADHS, zu der sich ADHS’ler, Angehörige und Facheute treffen. Das Thema des letzten Trialogs hieß „Leitfaden für Angehörige/Partner zum Umgang mit ADHS’lern“. Schwerpunkt des Abends war das Thema ADHS und Partnerschaft. Es war eine sehr interessante und große Runde mit ca. 60 Teilnehmern und regen Diskussionen.

Der leitende Psychologe der Klinik, Roy Murphy, leitete und moderierte die Gesprächsrunde und eine seiner Fragen war: „Welche Erwartungen haben ADHS’ler an ihre Partner?“ Die gesammelten Erwartungen habe ich Ihnen hier mitgebracht.

mehr:
- ADHS und Partnerschaft – was ADHS’ler sich von ihren Partnern wünschen (Birgit Boekhoff, adhs-Trainerin.de, September 2016, beachte auch die Kommentare!)

siehe auch:
- ADHS & Partnerschaft (ADHS-Ratgeber)
- adhspedia
- Wie eine Beziehung funktioniert, wenn dein Partner ADHS hat (Fiona Rohde, Gofeminin, 12.07.2017)
- Die Bedeutung der exekutiven Funktionen (Post, 06.10.2018)
- 30 Jahre Aufmerksamkeitsstörung ADHS (03.08.2017)
- Informationsbroschüre ADHS und Partnerschaft (ADHS Deutschland e.V., November 2015, PDF)
- 20 Dinge, die du wissen musst, wenn du einen Menschen mit ADHS liebst (Lisa Meyerhofer, Huffington Post, 03.06.2015)
- ADHS-Coach oder Super Nanny? (Martin Winkler, ADHS-Spektrum, 30.03.2012)
- DD zur Borderline-Persönlichkeitsstörung (Andreas Gschwind, Klinik Sonnhalde, 12.03.2015, PDF einer PP-Präsentation, S. 7+8)
- ADHS – Psychodynamik (Post, 09.08.2008)

Samstag, 13. Oktober 2018

Immer vernetzt – Wenn das Gehirn überfordert ist

Smartphones, Computer, Tablets digitale Geräte durchdringen heute alle Lebensbereiche des modernen Menschen. Diese permanente Informationsüberflutung gilt besonders in der Arbeitswelt als ein Auslöser für mentale Erschöpfung und Stress. Basierend auf unterschiedlichen Untersuchungen beleuchtet die Dokumentation die Risiken der digitalen Vernetzung.
mehr:
- Immer vernetzt Wenn das Gehirn überfordert ist (Arte, 13.10.2018, 22:55h)
52 Min. Verfügbar von 06/10/2018 bis 11/12/2018
Live verfügbar: ja
Nächste Ausstrahlung am Samstag, 13. Oktober um 22:55

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Immer vernetzt - Wenn das Gehirn überfordert ist - Arte Doku 2016 HD {2:10:01}

仲志闕
Am 05.02.2018 veröffentlicht 
Die Hälfte der Weltbevölkerung surft heute im Internet, täglich tauschen wir über digitale Geräte riesige Datenmengen aus. EMails, Blogs und soziale . Die Hälfte der Weltbevölkerung.
Wahrnehmung von Zeit stößt auf ihre Grenzen und ist ein unbegreifliches Phänomen. Ein grundsätzlicher Unterschied zum Raum ist doch auch, dass man sich . Im Kosmos tritt der Zusammenhang.
Die Hälfte der Weltbevölkerung surft heute im Internet, täglich tauschen wir über digitale Geräte riesige Datenmengen aus. E-Mails, Blogs und soziale . Die Hälfte der Weltbevölkerung.
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Donnerstag, 11. Oktober 2018

Der Wert des Reinen Beobachtens für die Formung des Geistes

Ein großer Teil des Leidens in der Welt entsteht nicht so sehr durch bewußte Schlechtigkeit als durch Unachtsamkeit, Unüberlegtheit, Voreiligkeit und Unbeherrschtheit. Ein einziger Moment der Besinnung würde oft genügen, um eine weitreichende Verkettung von Un­heil oder Schuld zu verhindern. Hier gilt wahrlich: Zeit gewonnen, alles gewonnen! Das Innehalten, an das man sich durch die Haltung des Reinen Beobachtens gewöhnt, ermöglicht es nun, eben jenen entscheidenden Moment zu erfassen und gleichsam festzuhalten, wo der Geist noch formbar ist, sich noch nicht festgelegt hat. Denn das Reine Beobachten verlangsamt oder hemmt den Übergang von der rezeptiven zur aktiven Geisteshaltung und gibt so der Entscheidung eine längere Frist. Solche Verlangsamung ist von großer Wichtigkeit, so lange das Unheilsame und nicht das Heilsame im menschlichen Geiste eine starke Spontaneität besitzt und sich unmittelbar durchzusetzen sucht. Durch das Innehalten wird Voreiligkeit in Wort und Tat verhindert, und weises Überlegen und Selbstkontrolle werden sich besser durchsetzen können. Wenn unerwünschte und unüberlegte Reaktionen sich dann nicht mehr so häufig und gewohnheitsmäßig einstellen, wird dadurch die Formbarkeit und Zugänglichkeit des Geistes beträchtlich wachsen.

Das Reine Beobachten gibt uns ferner Zeit für die Überlegung, ob in der gegebenen Situation überhaupt eine Aktivität oder Stellungnahme erforderlich oder ratsam ist.Besonders das Abendland zeigt eine allzu schnelle Bereitwilligkeit zu unnötigem und unerbetenem Eingreifen und Sich-Einmischen. Hierin liegt eine weitere vermeidbare Ursache vielen Leides und vieler überflüssiger Komplikationen des inneren und äußeren Lebens. Reines Beobachten führt zur Entwöhnung davon und, durch den sich daraus ergebenden Fortfall unnötiger Spannungen, wiederum zu einer größeren Bildsamkeit des Geistes.

Das Reine Beobachten richtet sich auf die Gegenwart und lehrt, was so viele nicht mehr können, bewußt in der Gegenwart zu leben. Wachsam auf seinem Auslug, läßt es die Dinge aus der Zukunft auf sich zukommen, zur Gegenwart werden und in die Vergangenheit entgleiten, ohne an ihnen zu haften. Wieviel Energie wird verschwendet durch fruchtloses Zurücksehnen nach der Vergangenheit, durch ein sinnlos-geschwätziges «Wiederkäuen» (in Wort oder Gedanke) all ihrer Banalitäten sowie durch vergebliche Reue! Wie viele Kräfte werden vergeudet durch Gedanken an die Zukunft, wie Hoffen und Planen, Fürchten und Sorgen! Auch dies ist wieder eine der durch das Reine Beobachten vermeidbaren Quellen des Leids und der Enttäuschung. Indem das Reine Beobachten uns immer wieder auf die Gegenwart verweist, bringt es uns wieder in den Besitz unserer Freiheit, die nur in der Gegenwart zu finden ist.8

Die Gedanken an Vergangenheit und Zukunft bilden auch ein Hauptmaterial für das halbbewußte Tagträumen, dessen zähklebrige Gedankenmasse den engen Raum des gegenwärtigen Bewußtseins verstopft und keine Möglichkeit zu seiner Formung gibt, ja es immer formloser macht. Diese Tagträume sind auch ein Haupthindernis der Konzentration. Ein Mittel, ihnen zu entgehen, ist die sofortige Hinwendung zum Reinen Beobachten, sobald keine Notwendigkeit oder kein Impuls zu zielgerichtetem Denken oder Handeln besteht und somit ein geistiges Vakuum droht, dessen sich diese Tagträume gern bemächtigen. Sind sie bereits aufgetreten, so braucht man sie nur selber zum Gegenstand der Beobachtung zu machen, um ihnen ihre den Geist entkräftende Wirkung zu nehmen und sie zu vertreiben. Dies ist auch ein Beispiel für jene «Verwandlung von Meditations-Störungen in Meditations-Objekte», von der später gesprochen werden soll.

aus: Nyanaponika, Geistestraining durch Achtsamkeit (Buddhistische Handbibliothek, Verlag Beyerlein & Steinschulte, S. 35f.)
siehe auch:
- Der Wert des Reinen Beobachtens für die Erkenntnis (Post, 24.09.2018)
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Mittwoch, 10. Oktober 2018

Darauf stehen Männer beim Sex

Männer und Sex: Wie mögen sie ihn am liebsten? Was törnt Kerle im Bett ab? Und wie leben Männer ihre Sexualität mit 18, 30 und 45 aus? Wir haben alle Antworten:

Inhalt 
  1. Auf was stehen Männer im Bett wirklich? 
  2. Auf was stehen Männer im Bett: Liebe, Vertrauen, Glück als perfekte Sexformel 
  3. Das stresst Männer beim Sex 
  4. Was Männer wollen im Bett: begehrt und verführt werden! 
  5. Auf was stehen Männer im Bett: Zeige deinem Partner, dass du ihn begehrst 
  6. Was ist für Männer guter Sex? 

Was wollen Männer im Bett? Mögen sie es wirlich am liebsten hart, wild und ausgefallen? Von wegen! 1.043 Mutige verrieten in einer Sex-Studie, wonach sich Männer beim Liebesspiel wirklich sehnen, und was sie stresst.
mehr:
- Studie Sex-Vorlieben Männer: Was Männer im Bett wirklich wollen – und was sie stresst (Marija Latkovic, Cosmopolitan, 10.10.2018)

Dr. Ruth: Show your man what you need {1:11}

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Am ttt veröffentlicht 
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Samstag, 6. Oktober 2018

Die Bedeutung der exekutiven Funktionen

Die Fähigkeit sich selbst zu regulieren stellt eine wichtige Basiskompetenz für das Leben in der Gesellschaft und das Erreichen der eigenen Ziele dar. Besonders kleineren Kindern fällt es jedoch schwer, an einer Sache dran zu bleiben und sich nicht ablenken zu lassen, sich Regeln zu merken, mit ihren Gefühlen angemessen umzugehen oder sich in andere hineinzuversetzen. Exekutive Funktionen liegen diesen Dingen zugrunde. Mit ihnen steuern wir unsere Emotionen, Gedanken und Verhaltensweisen. Sie entwickeln sich vom Kindes- bis ins Erwachsenenalter.

Zahlreiche Studien zeigen, dass die exekutiven Fähigkeiten bereits frühzeitig gefördert werden können und einen weitreichenden Einfluss auf die sozial-emotionalen Kompetenzen des Kindes sowie seinen schulischen Erfolg haben (Rhoades et al. 2009). Es zeigt sich, dass dem pädagogischen Setting im Kindergarten und dem Handeln der Fachkräfte im Hinblick auf die Entwicklung der exekutiven Fähigkeiten eine besondere Bedeutung zukommt.

Im folgenden Beitrag wird zunächst die Begrifflichkeit der exekutiven Funktionen, ihre Entwicklung sowie ihre lebenslange Bedeutung beschrieben und abschließend mit dem Blick in die Praxis die alltagsintegrierte Förderung des exekutiven Systems betrachtet.

mehr:
- Die Bedeutung der exekutiven Funktionen und ihre alltagsintegrierte Förderung im Kindergarten (Carmen Deffner, Sabrina Braunert, Katrin Hille in: Martin R. Textor, Antje Bostelmann [Hrsg.], Das Kita-Handbuch, gefunden auf Kindergartenpaedagogik.de)

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Zu den exekutiven Funktionen zählen unter anderem:
  • das Setzen von Zielen,
  • strategische Handlungsplanung zur Erreichung dieser Ziele,
  • Einkalkulieren von Hindernissen auf dem Weg dahin,
  • bewusste Aufmerksamkeitssteuerung,
  • zielgerichtetes Beginnen, Koordinieren und Sequenzieren von Handlungen,
  • motorische Umsetzung, Beobachtung der Handlungsergebnisse und Selbstkorrektur.
Es handelt sich also um die höheren mentalen und kognitiven Prozesse, die der Selbstregulation und zielgerichteten Handlungssteuerung des Individuums in seiner Umwelt dienen. Die EF können zusammenfassend als diejenigen psychischen Fähigkeiten verstanden werden, „die der Ausführung von Handlungen unmittelbar vorangehen oder sie begleiten.[3] Auch Selbstmotivation, die Willensbildung (Volition) und der Anstoß zum Beginnen einer Handlung (Initiative) werden den exekutiven Funktionen zugerechnet.
Die exekutiven Funktionen sind überall im Alltag von zentraler Bedeutung: Sie sind unverzichtbar für eine eigenständige Lebensführung und machen Selbstdisziplin, gutes ZeitmanagementUmsetzungsstärke und Belohnungsaufschub erst möglich.
[Exekutive Funktionen, Beschreibung, Wikipedia, abgerufen am 14.10.2018
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siehe auch:
- xxx

Freitag, 5. Oktober 2018

Transgender und Arschlöcher

Ich bin Sophia! Leben als Transgender-Kind | WDR Doku {29:05}

WDR Doku
Am 23.09.2018 veröffentlicht 
Liebe Community,
aufgrund einer Vielzahl von beleidigenden Kommentaren haben wir uns dazu entschieden, die Kommentar-Funktion dieses Videos zu sperren. Wir finden das sehr schade, haben uns aber zum Schutz des Kindes dazu entschlossen. Wir danken allen, die konstruktiv und sachlich über unsere Dokumentation diskutiert haben.
Sophia ist gerade zehn Jahre alt geworden und ist transgender. Sie sieht aus wie ein Mädchen und fühlt sich als Mädchen. Geboren wurde Sophia aber als Junge. Mit gerade mal vier Jahren beschloss sie, kein Junge mehr zu sein. Sie will nur noch Röcke und Kleider tragen und lässt sich die Haare lang wachsen. Am Anfang dachten ihre Eltern, es sei vielleicht nur eine Phase. Doch Sophia ist sich sicher: „Ich bin als Junge auf die Welt gekommen, aber ich war immer schon ein Mädchen. Schon seit ich ganz klein bin!“. Sie reagiert aggressiv, wenn sie mit ihrem alten Namen angesprochen wird.
Teil 1 der Doku: https://www.youtube.com/watch?v=141Cc...
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Weitere Dokus zum Thema: https://www.youtube.com/watch?v=Emr5Z...
Ein Film für Menschen Hautnah von Norbert Lübbers.

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Das Abweichen von den jeweilig vorgegebenen Geschlechtsrollen wird üblicherweise sozial, häufig auch strafrechtlich oder religiös negativ sanktioniert. So wurde Jeanne d’Arc unter anderem deswegen verbrannt, weil sie sich weigerte, einen Eid abzulegen, niemals wieder Männerkleidung anzuziehen.
Während entsprechende Gesetze in Europa in den letzten Jahrzehnten abgeschafft wurden oder nie bestanden, gibt es selbst in einigen US-amerikanischen Counties noch Gesetze, die das öffentliche Tragen von nicht zum angeborenen Geschlecht gehöriger Kleidung (siehe Cross-Dressing) unter Strafe stellen; allerdings werden diese mit zunehmender Liberalisierung immer seltener angewandt.[14] Weiterhin gibt es in den meisten westlichen (Nord-West- und Westmitteleuropa sowie Nordamerika) sowie einigen anderen Ländern (zum Beispiel JapanIran) mittlerweile Gesetze, welche die rechtlichen Aspekte eines Geschlechtsrollenwechsels regeln. In vielen nicht-westlichen Ländern allerdings wird entsprechendes Verhalten wesentlich härter bestraft, bis hin zur Todesstrafe (beispielsweise in vielen Ländern mit islamischer Mehrheit).
[Transgender, Reaktionen und Sanktionen, Wikipedia, abgerufen am 06.10.2018]
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