Kindheit ist kein Paradies: Die schwedische Schriftstellerin Mare Kandre erzählt in "Aliide, Aliide" von Scham, Missbrauch und Selbstekel.
In diesem Roman der schwedischen Schriftstellerin Mare Kandre, die 2005 im Alter von 42 Jahren starb, gleicht alles labyrinthischen Verirrungen und Verbindungen: die angstvollen Gefühle und Gedanken der achtjährigen Protagonistin Aliide; die dunklen Straßen und Gänge der Stadt; die gefühlte innere Beschaffenheit ihres ihr fremden Körpers; die Gänge im Haus der Großeltern. Und mittendrin steht Aliide, die versucht, in diesem bedrohlichen, undurchschaubaren Labyrinth, als das ihr das Leben erscheint, nicht unterzugehen. Ein Mädchen, das seismografisch genau alle Stimmungen um sich herum wahrnimmt. Das an der Verschlossenheit der Erwachsenen leidet. Und das vor allem in sich selbst ein so großes Reservoir an Angst und Schmerz trägt, dass es glaubt, daran zu sterben.
Dass die Kindheit kein Paradies ist, ist keine Neuigkeit. Die Radikalität und die sprachliche Ausdruckskraft aber, mit der Mare Kandre die innere Welt eines Mädchens als Höllengang schildert, ist außergewöhnlich, einfühlsam, auch verstörend. Woher kommen all dieser Schmerz und diese Angst?
mehr:
- Mare Kandre: Schweigen im Labyrinth (Carola Ebeling, ZON, 27.04.2016, beachte auch die Kommentare)
Mittwoch, 27. April 2016
Dienstag, 26. April 2016
Führung: Arbeitnehmer halten ihre Chefs für inkompetent
Viele Angestellte in Deutschland halten ihre Chefs für fachlich und charakterlich ungeeignet. Pflegt der Arbeitgeber einen coachenden Führungsstil, sieht es anders aus.
Viele Arbeitnehmer in Deutschland stellen ihren Chefs ein schlechtes Zeugnis aus. Das zeigt eine repräsentative Studie der Personalberatung Rochus Mummert. Demnach halten zwei von drei Angestellten ihre Vorgesetzten für fachlich ungeeignet. Die Personalberatung befragte für ihre Studie 1.000 Arbeitnehmer in Deutschland. Knapp jeder Dritte gab demnach an, dass der Vorgesetzte charakterlich qualifiziert sei.
Zudem äußerte nur ein Drittel der Befragten, dass ihr Vorgesetzter ihre Leistungen anerkenne und bei Problemen immer ansprechbar sei. Auch bei der Förderung der Karriere gibt es Unzufriedenheit, vier von fünf Befragten fühlen sich durch ihren Chef nicht ausreichend gefördert.
Deutlich besser schnitten der Umfrage zufolge Chefs ab, die einen coachenden Führungsstil pflegen. Hier hielten 59 Prozent ihren Vorgesetzten fachlich für uneingeschränkt und knapp 50 Prozent für charakterlich absolut geeignet.
Der bei den Arbeitnehmern beliebteste Vorgesetztentyp ist in deutschen Betrieben offenbar unterrepräsentiert: "Nicht einmal jeder vierte Beschäftigte arbeitet bei einem Unternehmen, in dem Coaching an erste Stelle steht", sagte Hans Schlipat, Managing Partner der Rochus-Mummert-Gruppe. Für Schlipat kann aber nur ein empathischer Manager jeden Angestellten positiv beeinflussen und so den langfristigen Erfolg des Unternehmens sicherstellen.
mehr:
- Führung : Zwei Drittel der Arbeitnehmer halten ihre Chefs für inkompetent (ZON, 26.04.2016)
siehe auch:
- Was ist das Böse? (Post, 07.04.2016)
Thomas Kahl -- Unzufriedenheit und Überforderung als Krankheitsursachen [53:51]
Die Vorträge richten sich an interessierte Personen ohne besondere fachliche Vorbildung.
Dr. Thomas Kahl ist Diplom-Psychologe und Psychotherapeut.
Er war Hochschullehrer am Fachbereich Psychologie der Universität Hamburg.
2012 gründete er das Psychologische Institut für Menschenrechte, Gesundheit und Entwicklung IMGE als gemeinnützige GmbH.
Der vorliegende Vortrag gehört zu den kostenlosen Publikationen dieses Instituts.
Psychosomatik bezeichnet die Schnittstelle zwischen der Psychologie und der Medizin.
Hier geht es um das eigene Befinden, psychische Prozesse und körperliche Funktionsstörungen.
Umfassende Gesundheit beruht auf der Integration von Körper, Geist und Seele.
Wie wirken sich persönliche Schwierigkeiten, sozial-emotionale Spannungen und die eigene Gedankenwelt auf die Gesundheit aus?
Was haben eigene Gefühle, Gedanken, Erinnerungen, Wünsche, Ziele, Vorstellungen und der Verstand damit zu tun?
Inwiefern kann bewusster Umgang mit sich selbst zu ganzheitlicher Heilung beitragen?
Die Themen der Veranstaltungsreihe bauen aufeinander auf.
Sie bieten eine Einführung in grundlegende Zusammenhänge ganzheitlicher Gesundheit.
Schwerpunkte bilden mentale, körper-energetische und zwischenmenschliche Ansätze.
Vermittelt werden Grundlagenwissen und analytische Einsichten in psycho-somatische Zusammenhänge.
Die Wahrnehmung der eigenen subjektiven Befindlichkeit und die Sensitivität für innere Vorgänge werden gefördert.
Es werden praktische Anregungen zur eigenen Gesundheitsförderung gegeben, außerdem Einblicke in psychotherapeutische Methoden.
Die Themen der Veranstaltungsreihe im Überblick:
1.) Unzufriedenheit und Überforderung als Krankheits-Ursachen
2.) Innen- und Außen-Wahrnehmung als erster Heilungsschritt
3.) Innere Prozesse als Spiegel zwischenmenschlicher Beziehungen
4.) Symptome als Wegweiser zur Gesundung
5.) Positive Einstellung zum Symptom als Schlüssel zur Neu-Orientierung
6.) Entscheidung für Neuorientierung als Impuls zur Aktivierung des eigenen Gesundungsprozesses
7.) Das Bewusstsein als Vermittler zwischen Wollen, Denken, Fühlen und Handeln
8.) Innere und äußere Widerstände als Störfaktoren
9.) Widerstände als überwindbare Hürden
10.) Stabilisierung des Heilungsprozesses über Selbst-Bewusstsein und Eigenverantwortung
Ort der Vorträge: Universität Hamburg, Philosophen-Turm Hörsaal D, Von-Melle-Park 6.
Das Institut ist inzwischen online: www.IMGE.de und www.IMGE.info
Ich bin ein Psychopath [1:22:52]
Psychopathen in der Führungsebene [14:09]
Kollegialität und gute Führung [1:29:41]
Viele Arbeitnehmer in Deutschland stellen ihren Chefs ein schlechtes Zeugnis aus. Das zeigt eine repräsentative Studie der Personalberatung Rochus Mummert. Demnach halten zwei von drei Angestellten ihre Vorgesetzten für fachlich ungeeignet. Die Personalberatung befragte für ihre Studie 1.000 Arbeitnehmer in Deutschland. Knapp jeder Dritte gab demnach an, dass der Vorgesetzte charakterlich qualifiziert sei.
Zudem äußerte nur ein Drittel der Befragten, dass ihr Vorgesetzter ihre Leistungen anerkenne und bei Problemen immer ansprechbar sei. Auch bei der Förderung der Karriere gibt es Unzufriedenheit, vier von fünf Befragten fühlen sich durch ihren Chef nicht ausreichend gefördert.
Deutlich besser schnitten der Umfrage zufolge Chefs ab, die einen coachenden Führungsstil pflegen. Hier hielten 59 Prozent ihren Vorgesetzten fachlich für uneingeschränkt und knapp 50 Prozent für charakterlich absolut geeignet.
Der bei den Arbeitnehmern beliebteste Vorgesetztentyp ist in deutschen Betrieben offenbar unterrepräsentiert: "Nicht einmal jeder vierte Beschäftigte arbeitet bei einem Unternehmen, in dem Coaching an erste Stelle steht", sagte Hans Schlipat, Managing Partner der Rochus-Mummert-Gruppe. Für Schlipat kann aber nur ein empathischer Manager jeden Angestellten positiv beeinflussen und so den langfristigen Erfolg des Unternehmens sicherstellen.
mehr:
- Führung : Zwei Drittel der Arbeitnehmer halten ihre Chefs für inkompetent (ZON, 26.04.2016)
siehe auch:
- Was ist das Böse? (Post, 07.04.2016)
Thomas Kahl -- Unzufriedenheit und Überforderung als Krankheitsursachen [53:51]
Veröffentlicht am 04.10.2012
Einleitungsvortrag zur Vorlesungsreihe „Psychosomatik"
Die Vorträge richten sich an interessierte Personen ohne besondere fachliche Vorbildung.
Dr. Thomas Kahl ist Diplom-Psychologe und Psychotherapeut.
Er war Hochschullehrer am Fachbereich Psychologie der Universität Hamburg.
2012 gründete er das Psychologische Institut für Menschenrechte, Gesundheit und Entwicklung IMGE als gemeinnützige GmbH.
Der vorliegende Vortrag gehört zu den kostenlosen Publikationen dieses Instituts.
Psychosomatik bezeichnet die Schnittstelle zwischen der Psychologie und der Medizin.
Hier geht es um das eigene Befinden, psychische Prozesse und körperliche Funktionsstörungen.
Umfassende Gesundheit beruht auf der Integration von Körper, Geist und Seele.
Wie wirken sich persönliche Schwierigkeiten, sozial-emotionale Spannungen und die eigene Gedankenwelt auf die Gesundheit aus?
Was haben eigene Gefühle, Gedanken, Erinnerungen, Wünsche, Ziele, Vorstellungen und der Verstand damit zu tun?
Inwiefern kann bewusster Umgang mit sich selbst zu ganzheitlicher Heilung beitragen?
Die Themen der Veranstaltungsreihe bauen aufeinander auf.
Sie bieten eine Einführung in grundlegende Zusammenhänge ganzheitlicher Gesundheit.
Schwerpunkte bilden mentale, körper-energetische und zwischenmenschliche Ansätze.
Vermittelt werden Grundlagenwissen und analytische Einsichten in psycho-somatische Zusammenhänge.
Die Wahrnehmung der eigenen subjektiven Befindlichkeit und die Sensitivität für innere Vorgänge werden gefördert.
Es werden praktische Anregungen zur eigenen Gesundheitsförderung gegeben, außerdem Einblicke in psychotherapeutische Methoden.
Die Themen der Veranstaltungsreihe im Überblick:
1.) Unzufriedenheit und Überforderung als Krankheits-Ursachen
2.) Innen- und Außen-Wahrnehmung als erster Heilungsschritt
3.) Innere Prozesse als Spiegel zwischenmenschlicher Beziehungen
4.) Symptome als Wegweiser zur Gesundung
5.) Positive Einstellung zum Symptom als Schlüssel zur Neu-Orientierung
6.) Entscheidung für Neuorientierung als Impuls zur Aktivierung des eigenen Gesundungsprozesses
7.) Das Bewusstsein als Vermittler zwischen Wollen, Denken, Fühlen und Handeln
8.) Innere und äußere Widerstände als Störfaktoren
9.) Widerstände als überwindbare Hürden
10.) Stabilisierung des Heilungsprozesses über Selbst-Bewusstsein und Eigenverantwortung
Ort der Vorträge: Universität Hamburg, Philosophen-Turm Hörsaal D, Von-Melle-Park 6.
Das Institut ist inzwischen online: www.IMGE.de und www.IMGE.info
Ich bin ein Psychopath [1:22:52]
Veröffentlicht am 03.08.2012
ICH BIN EIN PSYCHOPATH
[http://aaeraa.blogspot.com]
"Ich bin ein Psychopath", behauptet Sam Vaknin von sich selbst. Aber ein schlechter Mensch ist er in seinen Augen nicht. Es interessiert ihn bloß nichts - außer es geht um ihn selbst. Er hat wie viele Psychopathen mit Charme und großer Manipulationskraft einige Menschenleben aus dem Gleis geworfen. Und er hat die Extreme einer sozial überaus unverträglichen Existenz durchlebt, die erfolgreichen Seiten und die Abgründe des zerstörerischen Wesens am eigenen Körper erfahren sowie seine Mitmenschen erfahren lassen. Doch im Gegensatz zu vielen seiner Wesensgenossen will Sam Vaknin Sicherheit über seine Diagnose von Wissenschaftlerseite. Wurde er wirklich ohne Gewissen geboren? Der australische Dokumentarfilmer Ian Walker begleitet Sam Vaknin und seine stets leidende, aber immer loyale Ehefrau Lidija bei der Suche nach der Antwort. Die Reise führt tief hinein in das Denken und Fühlen eines Psychopathen. Und die Wissenschaftler freuen sich über das freiwillige Untersuchungsobjekt. Schließlich finden sich gewaltlose Psychopathen mit "weißem Kragen" kaum in ihren Untersuchungslaboren. Experten gehen davon aus, dass ein Prozent der Menschen als Psychopathen bezeichnet werden müssen. In bestimmten Berufsgruppen jedoch liegt der Anteil wesentlich darüber. "Sie stehen nicht im Fokus der Wissenschaftler, aber auch nicht unseres sozialen Systems, weil sie eben nicht kriminell werden", so der Tübinger Neurobiologe Niels Birbaumer. "Sie sind nicht gewalttätig und deshalb kennen wir sie nicht. Der Schaden, den sie aber in unserer Gesellschaft anrichten, ist immens. Bisher wurde er nie wirklich untersucht." Neben der Diagnosegeschichte des Filmes entwickelt sich ein zweites, ungeahntes Drama. Trotz langer Vorbereitungsphase ahnt Filmemacher Ian Walker nicht, welcher Gefahr er sich während der Dreharbeiten aussetzt. "Einen Film mit einem Psychopathen zu drehen, ist ein bisschen so, wie eine Schlange mit dem Stock zu reizen", das wird Walker schnell deutlich, als er selbst zu einem Opfer wird. Der weltweit renommierte Forscher auf dem Gebiet der Psychopathie, Prof. Dr. Robert D. Hare, bezweifelt, ob man sich als normal fühlender und handelnder Mensch überhaupt gänzlich vor der destruktiven und sehr subtil zerstörerischen Kraft der Psychopathen schützen kann.
"Ich bin ein Psychopath", behauptet Sam Vaknin von sich selbst. Aber ein schlechter Mensch ist er in seinen Augen nicht. Es interessiert ihn bloß nichts - außer es geht um ihn selbst. Er hat wie viele Psychopathen mit Charme und großer Manipulationskraft einige Menschenleben aus dem Gleis geworfen. Und er hat die Extreme einer sozial überaus unverträglichen Existenz durchlebt, die erfolgreichen Seiten und die Abgründe des zerstörerischen Wesens am eigenen Körper erfahren sowie seine Mitmenschen erfahren lassen. Doch im Gegensatz zu vielen seiner Wesensgenossen will Sam Vaknin Sicherheit über seine Diagnose von Wissenschaftlerseite. Wurde er wirklich ohne Gewissen geboren? Der australische Dokumentarfilmer Ian Walker begleitet Sam Vaknin und seine stets leidende, aber immer loyale Ehefrau Lidija bei der Suche nach der Antwort. Die Reise führt tief hinein in das Denken und Fühlen eines Psychopathen. Und die Wissenschaftler freuen sich über das freiwillige Untersuchungsobjekt. Schließlich finden sich gewaltlose Psychopathen mit "weißem Kragen" kaum in ihren Untersuchungslaboren. Experten gehen davon aus, dass ein Prozent der Menschen als Psychopathen bezeichnet werden müssen. In bestimmten Berufsgruppen jedoch liegt der Anteil wesentlich darüber. "Sie stehen nicht im Fokus der Wissenschaftler, aber auch nicht unseres sozialen Systems, weil sie eben nicht kriminell werden", so der Tübinger Neurobiologe Niels Birbaumer. "Sie sind nicht gewalttätig und deshalb kennen wir sie nicht. Der Schaden, den sie aber in unserer Gesellschaft anrichten, ist immens. Bisher wurde er nie wirklich untersucht." Neben der Diagnosegeschichte des Filmes entwickelt sich ein zweites, ungeahntes Drama. Trotz langer Vorbereitungsphase ahnt Filmemacher Ian Walker nicht, welcher Gefahr er sich während der Dreharbeiten aussetzt. "Einen Film mit einem Psychopathen zu drehen, ist ein bisschen so, wie eine Schlange mit dem Stock zu reizen", das wird Walker schnell deutlich, als er selbst zu einem Opfer wird. Der weltweit renommierte Forscher auf dem Gebiet der Psychopathie, Prof. Dr. Robert D. Hare, bezweifelt, ob man sich als normal fühlender und handelnder Mensch überhaupt gänzlich vor der destruktiven und sehr subtil zerstörerischen Kraft der Psychopathen schützen kann.
Psychopathen in der Führungsebene [14:09]
Veröffentlicht am 27.10.2014
17.10.14
Die Sache wird schiefgehen, sagt die gefeierte Autorin Karin Duve in ihrem fulminanten Essay, und mit "Sache" meint sie nicht weniger als den Fortbestand der Zivilisation. Der globale Kollaps wird kommen, prophezeit Duve, weil seit Urzeiten diejenigen an den Hebeln der Macht sitzen, die am allerwenigsten dazu geeignet sind. Höchste Zeit also, die Anderen, die Richtigen ans Ruder zu lassen und das sind laut Karen Duve: die Frauen.
Siehe auch:
"Wo andere ein Gewissen haben, ist da nichts"
http://www.heise.de/tr/artikel/Wo-and...
Siehe auch:
"Wo andere ein Gewissen haben, ist da nichts"
http://www.heise.de/tr/artikel/Wo-and...
Kollegialität und gute Führung [1:29:41]
Veröffentlicht am 05.02.2014
Arbeit kann beglücken oder bedrücken. Arbeit kann gesund oder krank machen. Arbeit kann Sinn und Befriedigung geben oder zum körperlich-seelischen Zusammenbruch führen. Wovon hängt es ab, ob uns die Arbeit gut tut oder krank werden lässt? Univ.-Prof. Dr. Joachim Bauer erklärt im Gespräch mit Dr. Franz Josef Köb die neuesten aufregenden und faszinierenden Forschungsergebnisse aus der Sicht der Hirnforschung.
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Donnerstag, 7. April 2016
Was ist das Böse?
Leschs Kosmos: Wolf im Schafspelz - Das Böse in uns [HD] [29:55]
Wie schmal die Gratwanderung ist, zum Täter zu werden, erkundet Harald Lesch - und um welche Menschen man auf jeden Fall einen großen Bogen machen sollte.
Niels Birbaumer: Neurobiologie des Bösen [58:04]
Ein Vortrag aus der Veranstaltungsreihe "Hirnforschung, was kannst du? Potenziale und Grenzen" der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Autor: dasGehirn.info
Datum: 15.06.2015
Sie dürfen den Inhalt zu den folgenden Bedingungen vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich machen, sowie Abwandlungen und Bearbeitungen des Inhaltes anfertigen (cc -- by nc):
1.) Namensnennung -- Sie müssen den Namen des Projekts wie folgt nennen: © 2013 www.dasGehirn.info
2.) Keine kommerzielle Nutzung -- Dieser Inhalt darf nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden.
Wie böse ist der Mensch? Neue Erkenntnisse aus der Wissenschaft [34:55]
Außerdem sprechen wir mit dem Philosophen Michael Schmidt-Salomon. Er widerspricht der gängigen These alles in "gut" und "böse" einzuteilen - und ist der Meinung ohne Moral, also ohne diese Einteilung, könnten wir bessere Menschen sein.
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Veröffentlicht am 25.03.2015
Hinweis: Von 10:00 bis 10:22 musste der Bericht leider ausgeblendet werden, da das Video sonst nicht abspielbar/gesperrt werden würde.
Dasselbe gilt für folgende Abschnitte: 11:05 - 11:22 ; 11:32 - 11:39
Es wurden Animationen des Gehirns (von der BBC) gezeigt.
Jeder von uns Menschen hat eine helle und eine dunkle Seite. In bestimmten Situationen sind wir einfühlsam, liebevoll und uneigennützig. Doch dann kommt hier und da der "Wolf" in uns durch. Warum sind wir manchmal aggressiv, neidisch oder verlogen? Ganz einfach: Auch das Böse hat so seine Vorteile.
Alle unsere Eigenschaften haben sich im Laufe der Evolution entwickelt, sie sind damit in unserem genetischen Erbe verankert. Gerade Hass, Neid und Eifersucht - das "Trio infernale" - treiben uns an, vorwärts zu streben, immer Neues zu erfinden, stetig besser zu werden. "Gebändigt" sind sie also sogar wichtig als Ansporn für den Wettbewerb in unserer Gesellschaft und damit für unsere Erfolgsgeschichte. Doch wehe, man ließe diesen negativen Gefühlen so einfach ihren Lauf - ungebremste Aggressionen, Mord und Totschlag könnten die Folge sein.
Im Normalfall sorgt eine "moralische Instanz" in unserem Gehirn dafür, "das Böse" im Zaum zu halten. Doch wie kommt unsere moralisch Instanz eigentlich zustande, und was ist, wenn sie versagt? Und vor allem: Was ist für ihr Versagen verantwortlich?
Kann man das Böse eines Menschen äußerlich erkennen, steht es ihm ins Gesicht geschrieben? Schon lange versucht man, sich dem Bösen zu nähern, es greifbar zu machen. Absonderliche Methoden wurden dabei angewendet. Und noch heute versuchen Wissenschaftler, es zu katalogisieren, um dem Bösen möglichst schnell auf die Schliche zu kommen.
Auch wenn man einen Verbrecher nicht an seiner Nasenspitze erkennt, gibt es vielleicht so etwas wie ein Kriminellen-Gen?
Wie wird jemand zum Mörder, Vergewaltiger, Schläger? Was spielt hier die entscheidende Rolle? Gehirn, Gene, Umwelt?
Es wurden Animationen des Gehirns (von der BBC) gezeigt.
Jeder von uns Menschen hat eine helle und eine dunkle Seite. In bestimmten Situationen sind wir einfühlsam, liebevoll und uneigennützig. Doch dann kommt hier und da der "Wolf" in uns durch. Warum sind wir manchmal aggressiv, neidisch oder verlogen? Ganz einfach: Auch das Böse hat so seine Vorteile.
Alle unsere Eigenschaften haben sich im Laufe der Evolution entwickelt, sie sind damit in unserem genetischen Erbe verankert. Gerade Hass, Neid und Eifersucht - das "Trio infernale" - treiben uns an, vorwärts zu streben, immer Neues zu erfinden, stetig besser zu werden. "Gebändigt" sind sie also sogar wichtig als Ansporn für den Wettbewerb in unserer Gesellschaft und damit für unsere Erfolgsgeschichte. Doch wehe, man ließe diesen negativen Gefühlen so einfach ihren Lauf - ungebremste Aggressionen, Mord und Totschlag könnten die Folge sein.
Im Normalfall sorgt eine "moralische Instanz" in unserem Gehirn dafür, "das Böse" im Zaum zu halten. Doch wie kommt unsere moralisch Instanz eigentlich zustande, und was ist, wenn sie versagt? Und vor allem: Was ist für ihr Versagen verantwortlich?
Kann man das Böse eines Menschen äußerlich erkennen, steht es ihm ins Gesicht geschrieben? Schon lange versucht man, sich dem Bösen zu nähern, es greifbar zu machen. Absonderliche Methoden wurden dabei angewendet. Und noch heute versuchen Wissenschaftler, es zu katalogisieren, um dem Bösen möglichst schnell auf die Schliche zu kommen.
Auch wenn man einen Verbrecher nicht an seiner Nasenspitze erkennt, gibt es vielleicht so etwas wie ein Kriminellen-Gen?
Wie wird jemand zum Mörder, Vergewaltiger, Schläger? Was spielt hier die entscheidende Rolle? Gehirn, Gene, Umwelt?
Niels Birbaumer: Neurobiologie des Bösen [58:04]
Veröffentlicht am 16.06.2015
Zum Verbrecher wird, wessen Angst nicht ausreicht, um mögliche kriminelle Handlungen zu hemmen. Sie rauben ja auch nicht einfach die Bank aus, wenn Sie Geld brauchen. Diese mangelnde Hemmung ist ein Zeichen von Psychopathie – und lässt sich im Scanner sehen. Niels Birbaumer erläutert die Zusammenhänge in einem launigen Vortrag.
Ein Vortrag aus der Veranstaltungsreihe "Hirnforschung, was kannst du? Potenziale und Grenzen" der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Autor: dasGehirn.info
Datum: 15.06.2015
Sie dürfen den Inhalt zu den folgenden Bedingungen vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich machen, sowie Abwandlungen und Bearbeitungen des Inhaltes anfertigen (cc -- by nc):
1.) Namensnennung -- Sie müssen den Namen des Projekts wie folgt nennen: © 2013 www.dasGehirn.info
2.) Keine kommerzielle Nutzung -- Dieser Inhalt darf nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden.
Wie böse ist der Mensch? Neue Erkenntnisse aus der Wissenschaft [34:55]
Veröffentlicht am 07.05.2014
Wer feige ist, bleibt feige, der Übermütige bleibt übermütig, ein Alkoholiker bleibt immer ein Trinker und ein böser Mensch bleibt immer ein böser Mensch. Richtig? Nein, falsch, sagt der Tübinger Hirnforscher Prof. Niels Birbaumer. Er ist davon überzeugt, dass nur einige, wenige Anlagen in unserem Gehirn festgelegt sind, alles andere wird durch unsere Umwelt und vor allem durch unser Verhalten geformt. Birbaumer studiert unter anderem die Frage: Wie kann man böse Menschen ändern? Wie kann man kriminelle Psychopathen zu besseren Menschen machen? Zu welchen Ergebnissen er bislang gekommen ist, erzählt er in SWR1 Der Abend.
Außerdem sprechen wir mit dem Philosophen Michael Schmidt-Salomon. Er widerspricht der gängigen These alles in "gut" und "böse" einzuteilen - und ist der Meinung ohne Moral, also ohne diese Einteilung, könnten wir bessere Menschen sein.
Mittwoch, 6. April 2016
Friedrich II. von Preußen: Psychogramm
Er ist eine der populärsten, aber auch umstrittensten Herrscherfiguren der deutschen Geschichte. Vor dreihundert Jahren kam er auf die Welt, schon zu Lebzeiten wurde er zum Mythos. Seine Untertanen nannten ihn "Der Große" oder "Der Alte Fritz".
Friedrich II. hat Preußen geprägt. Als er 1786 starb, hinterließ er eine von Kriegen geschwächte Großmacht. Doch nicht allein als Feldherr hat sich Friedrich bleibenden Ruhm erworben. Als Schöngeist und Philosoph brachte er die Aufklärung in sein einst so rückständiges Land.
Friedrich II von Preussen: Psychogramm eines Koenigs Doku (2011) [1:11.05]
siehe auch:
- Warum Friedrich der Große von Selbstmord sprach (ExtremNews, 27.08.2012)
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Friedrich II von Preussen: Psychogramm eines Koenigs Doku (2011) [1:11.05]
Veröffentlicht am 14.03.2015
Er ist eine der populaersten, aber auch umstrittensten Herrscherfiguren der deutschen Geschichte. Vor dreihunter Jahren kam er auf die Welt, schon zu Lebzeiten wurde er zum Mythos. Seine Untertanen nannten ihn Der Grosse oder der alte Fritz. Friedrich II.hat Preussen gepraegt. Als er 1786 starb, hinterliess er eine von Kriegen geschwaechte Grossmacht. Doch nicht allein als Feldherr hat sich Friedrich bleibenden Ruhm erworben. Als Schoengeist und Philosoph brachte er die Aufklaerung in sein einst so rueckstaendigen Land. Er warb fuer Toleranz, liberales Denkenaber war ihm fremd. Den Rahmen des absolutistischen Systems, in dem er herrschte, konnte und wollte Friedrich nicht verlassen. Der Fuerst, sagte der Koenig, muesse fuer die ganze Gemeinschaft sehen, denken und handeln...
xsiehe auch:
- Warum Friedrich der Große von Selbstmord sprach (ExtremNews, 27.08.2012)
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Dienstag, 5. April 2016
Über die Notwendigkeit gemeinsamer Mythen
Europa, und das steht seiner Einigung im Weg, hat viele Erzählungen, aber keine gemeinsame Erzählung. Das ist ein emotionaler Mangel, den auch das hundertste Treffen von Staats- und Regierungschefs nicht wettmachen kann.
Da verwandelt sich also, so berichten Homer und Ovid, der Göttervater Zeus in einen Stier, lässt die schöne Europa auf seinen Rücken steigen und schwimmt mit ihr davon. Eine naive Jungfrau, die zuerst ent- und dann verführt wird – das dürfte so ziemlich der einzige Mythos sein, den die Nationen Europas gemeinsam haben. Und es ist leider die Sorte Mythos, die sich nicht für Sonntagsreden eignet, und schon gar nicht dazu, bei Europäern patriotische Gefühle zu erwecken.
Das ist schade, denn ein gemeinsamer Mythos wird dringend benötigt, wenn die disparaten Staaten des Kontinents irgendwann einmal zu einer wie immer gearteten Einheit zusammenwachsen sollen. Ich meine damit nicht jene aus Verträgen zusammengebastelte Einheit, für die sich ausser den Politikern, die sie ausgehandelt haben, niemand begeistern kann, sondern eine Einheit, die auch im Bewusstsein ihrer Bürger ankommt, und zwar über die erleichterte Feststellung hinaus, dass man für eine Reise von Berlin nach Paris kein Passbüro und keine Wechselstube mehr braucht. Ein wirkliches Zusammengehörigkeitsgefühl kann nur dort entstehen, wo es auch eine gemeinsame Erzählung über die Ursprünge dieser Zusammengehörigkeit gibt – und genau daran mangelt es in Europa.
- Auf der Suche nach einer gemeinsamen Erzählung: Mythos Europa (Charles Lewinsky, Neure Zürcher Zeitung, 21.03.2016)
In Walt Disney’s »Ein toller Käfer« gibt es eine Szene, die mir nie mehr aus dem Sinn gehen wird:
Der Rennfahrer und die Tochter seines Mechanikers, in die er verliebt ist, halten in Herbie bei einem Drive-In. Der Rennfahrer versucht die junge Frau zu küssen, diese will aus dem Auto fliehen, aber Herbie hat die Beifahrertür verriegelt. Durchs offene Fenster ruft die junge Frau: »Hilfe, ich will hier raus!« Ein Pommes-fressender Hippie schaut sie aus dem Nachbarauto mit sehr distanzierte Mitgefühl und weit herunterhängenden Augenlidern lässig an und spricht die tiefgründigen Worte: »Hier kommt keiner raus, Baby!«
Ein toller Käfer - Trailer [2:31]
Wir können uns noch so sehr um journalistische Wahrheit bemühen, das Bedürfnis nach einem gemeinsamen Narrativ ist so groß, daß die Menschenmassen lieber das Unwahrscheinliche glauben wollen als ihre geistige Wohlfühlzone zu verlassen. Und damit haben uns die Mächten im Sack!
Da verwandelt sich also, so berichten Homer und Ovid, der Göttervater Zeus in einen Stier, lässt die schöne Europa auf seinen Rücken steigen und schwimmt mit ihr davon. Eine naive Jungfrau, die zuerst ent- und dann verführt wird – das dürfte so ziemlich der einzige Mythos sein, den die Nationen Europas gemeinsam haben. Und es ist leider die Sorte Mythos, die sich nicht für Sonntagsreden eignet, und schon gar nicht dazu, bei Europäern patriotische Gefühle zu erwecken.
Das ist schade, denn ein gemeinsamer Mythos wird dringend benötigt, wenn die disparaten Staaten des Kontinents irgendwann einmal zu einer wie immer gearteten Einheit zusammenwachsen sollen. Ich meine damit nicht jene aus Verträgen zusammengebastelte Einheit, für die sich ausser den Politikern, die sie ausgehandelt haben, niemand begeistern kann, sondern eine Einheit, die auch im Bewusstsein ihrer Bürger ankommt, und zwar über die erleichterte Feststellung hinaus, dass man für eine Reise von Berlin nach Paris kein Passbüro und keine Wechselstube mehr braucht. Ein wirkliches Zusammengehörigkeitsgefühl kann nur dort entstehen, wo es auch eine gemeinsame Erzählung über die Ursprünge dieser Zusammengehörigkeit gibt – und genau daran mangelt es in Europa.
- Auf der Suche nach einer gemeinsamen Erzählung: Mythos Europa (Charles Lewinsky, Neure Zürcher Zeitung, 21.03.2016)
Wir bestärken unser nationales Selbstbild, indem wir ganz bestimmte Geschichten aussuchen und sie im Erzählen und Wiedererzählen so lang zurechtbiegen, bis sie dem Bild, das wir von uns selber haben, entsprechen. Das hat zur Folge, dass historische Wendepunkte je nach Nation völlig unterschiedlich erinnert werden. Mein Geschichtslehrer am Gymnasium zum Beispiel war der Meinung, das wichtigste Datum der europäischen Geschichte sei das Jahr 1519. Er sagte «fünfzehnneunzehn», seine nasale Aussprache wird sich für mich immer mit dieser Jahreszahl verbinden. Für ihn lag die Bedeutung dieses Datums darin, dass Karl V. zum Kaiser gekrönt wurde und damit ein Reich entstand, «in dem die Sonne nie unterging». […]Mein Kommentar:
Für diese Selbstverortung ist es völlig nebensächlich, ob die Ereignisse, an die wir uns mit einer gewissen Ehrfurcht erinnern, auch tatsächlich so stattgefunden haben, wie man sie weitererzählt. Es spielt letztlich keine Rolle, ob die Story der History entspricht oder ob sie in den Bereich der reinen Erfindung gehört. In der Schweiz haben wir im Jubiläumsjahr 2015 diese Debatte mehr als genügend geführt und mussten feststellen: Die Schlacht bei Morgarten bliebe auch dann noch ein wichtiges Datum der eidgenössischen Geschichte, wenn sie gar nicht stattgefunden hätte. Oder wie es der alte Schülerspruch besagt: Man weiss nicht, ob Wilhelm Tell jemals existiert hat, es steht nur fest, dass er den Landvogt Gessler erschoss. (aus obigem Artikel)
In Walt Disney’s »Ein toller Käfer« gibt es eine Szene, die mir nie mehr aus dem Sinn gehen wird:
Der Rennfahrer und die Tochter seines Mechanikers, in die er verliebt ist, halten in Herbie bei einem Drive-In. Der Rennfahrer versucht die junge Frau zu küssen, diese will aus dem Auto fliehen, aber Herbie hat die Beifahrertür verriegelt. Durchs offene Fenster ruft die junge Frau: »Hilfe, ich will hier raus!« Ein Pommes-fressender Hippie schaut sie aus dem Nachbarauto mit sehr distanzierte Mitgefühl und weit herunterhängenden Augenlidern lässig an und spricht die tiefgründigen Worte: »Hier kommt keiner raus, Baby!«
Ein toller Käfer - Trailer [2:31]
Veröffentlicht am 20.03.2014
Herbie ist ein niedlicher VW Käfer mit eigener Persönlichkeit. Doch der fiese Rennfahrer Peter Thorndyke (DAVID TOMLINSON - Mary Poppins) behandelt ihn nicht gerade zimperlich. Zum Glück wird der flotte Käfer von dem erfolglosen Rennfahrer Jim Douglas (DEAN JONES - That Darn Cat) "gerettet". Aus Dankbarkeit gibt Herbie sein Bestes und fährt gemeinsam mit Jim einen Sieg nach dem anderen ein. Peter Thorndyke will dies nicht hinnehmen und versucht, den Superkäfer mit allen Mitteln zurückzubekommen ... Rasanter Renn-Spass für die ganze Familie! (Originaltitel - THE LOVE BUG) - 1969 Walt Disney Productions
Wir können uns noch so sehr um journalistische Wahrheit bemühen, das Bedürfnis nach einem gemeinsamen Narrativ ist so groß, daß die Menschenmassen lieber das Unwahrscheinliche glauben wollen als ihre geistige Wohlfühlzone zu verlassen. Und damit haben uns die Mächten im Sack!
An das «Goldene Zeitalter» einer gerechten Verteilung von Gütern, einer Aufhebung von Zwang und Triebunterdrückung mag Freud nicht glauben wenngleich er versichert, daß es ihm fernliegt, «das große Kulturexperiment zu beurteilen, das gegenwärtig in dem weiten Land zwischen Europa und Asien angestellt wird». Nein, dazu fehle ihm die Sachkenntnis und die Fähigkeit, über dessen Ausführbarkeit zu entscheiden, «die Zweckmäßigkeit der angewandten Methoden zu überprüfen oder die Weite der unvermeidlichen Kluft zwischen Absicht und Durchführung zu messen». Der «unpolitische» Freud war der Ansicht, daß der Zwang zur Kulturarbeit die «Beherrschung der Masse durch eine Minderheit» erforderte, «denn die Massen sind träge und uneinsichtig, sie lieben den Triebverzicht nicht». (Sigmund Freud, Die Zukunft einer Illusion, zitiert in Annette Meyhöfer, Eine Wissenschaft des Träumens)
siehe auch:
- Angewandte Psychoanalyse: Masse und Mob – Wie sich Emotionen in der Menge entladen, und wie sie gesteuert werden können (Post, 14.03.2016)
- Wie gehen wir mit gemachter Realität um? (15.06.2014, beachte auch die Links)
- Wie gehen wir mit gemachter Realität um? (15.06.2014, beachte auch die Links)
»Die wichtigste Lektion der jüngsten Geschichte ist meiner Meinung nach – ich wiederhole es und werde es wiederholen, solange ich lebe – ganz einfach, obwohl sie schwer zu befolgen ist. Die Lektion heißt: Wahrheit und Toleranz. Heute sind Wahrheit und Toleranz keine idealistischen Träume mehr, sie sind lebensnotwendig und unentbehrlich, eine condition sine qua non. Ohne sie wird alles Leben auf Erden zugrunde gehen. Vorbehaltlose Wahrheit und bereitwilligste Toeranz, Menschenliebe, die alle Arten von Haß und Feindseligkeit überwindet: Sie sind unerläßlich, wenn die Menschheit am Leben bleiben will.« (Lew Kopelew, Autor von »Aufbewahren für alle Zeit«)
»Die Menscheit ist an sich immer vollständig, niemand fehlt ihr, und sie wartet auch auf keinen. Sie wird weiter nichts zustande bringen, dieselben Menschen werden sich dieselben Fragen vorlegen und dasselbe Leben verpfuschen.« (Jean-Paul Sartre, Der Aufschub)
Enttäuschung wird allgemein und spontan als etwas Negatives empfunden, als eine Ungerechtigkeit, die uns widerfahren ist, als ein Wermutstropfen im ohnehin schon bitteren Leben. Die Sprache ist anderer Meinung. Denn »ent-« ist ein Privativ, wie man das nennt – wer seine Kleider ablegt, ent-kleidet sich, wer den Mut verliert, ist ent- mutigt, und Kirschen ent-kernen wird, bevor wir Marmelade daraus machen – , und gerade dies sollte uns im Falle der »Enttäuschung« doch eher trösten. Was hat der Enttäuschte denn zu beklagen? Daß er einer holden Täuschung erlegen war und nun die Dinge etwas klarer und wahrheitsnäher sieht? Genau da scheint jedoch die Schwierigkeit zu liegen...: »Es ist manchmal schwer, jemanden zu enttäuschen, weil er Illusionen braucht.« Man täuscht sich eben nur allzu gern über Tatsachen hinweg, will also dann folgerichtig nicht ent-täuscht werden, ist es aber gerade deshalb immer wieder ... und klagt. Der Enttäuschte, sagt die Sprache, ist um eine Täuschung ärmer, um eine Wahrheit reicher. Wer wollte da klagen?
[aus Legros, Was die Wörter erzählen]
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Montag, 4. April 2016
Warum Gehirn und Körper Schlaf brauchen
Warum Gehirn und Körper Schlaf brauchen
Nichts tun wir so ausdauernd wie - scheinbar - nichts: Schlafen. An einzelnen Tagen mag die Arbeitszeit überwiegen, aber im Durchschnitt unseres Lebens verbringen wir ein Drittel jedes Tages in erholsamer Bewusstlosigkeit.
Das macht es umso seltsamer, dass die Neurowissenschaften erst seit einigen Jahren dahinter kommen, wozu Schlaf gut ist. Die Frage ist nicht damit beantwortet, dass man sagt: Weil wir müde sind. Müdigkeit ist nur die Wahrnehmung des Schlafbedürfnisses. So, wie die Natur den Hunger eingeführt hat, damit wir essen, hat sie die Müdigkeit erfunden, damit wir schlafen. Wozu wir essen sollen, ist offensichtlich. Aber die Frage bleibt: Wozu sollen wir schlafen?
Es vereinfacht die Beantwortung der Frage nicht, dass es Tiere gibt, bei denen sie sich nicht stellt. Um den Nutzen eines Verhaltensbereichs zu ergründen, ist es ja oft eine gute Idee, den Blick im Tierreich schweifen zu lassen. Immerhin: Alle Tiere schlafen. Aber manche mehr, manche weniger. Nach einer Zusammenstellung von Jerome Siegel von der UCLA finden sich am einen Ende der Skala zwei Fledermäuse, die auf Englisch anscheinend tatsächlich "little brown bat" und "big brown bat" heißen. Sie schlafen jeden Tag rund 20 Stunden. Das andere Extrem repräsentieren große Pflanzenfresser wie Elefanten, Pferde, Hirsche und Giraffen, die nur gerade auf drei bis vier Stunden Schlaf am Tag kommen. Und einige Tiere schlafen zeitweise gar nicht. Walrosse können Tage lang aktiv schwimmen, ohne danach Schlaf nachholen zu müssen; auch manche Wale bleiben nach der Geburt eines Kalbs längere Zeit wach.
Evolutionär betrachtet, scheint es keinen Zweck zu geben, für den Schlaf gebraucht würde. Vielmehr nennt Siegel Schlaf eine Phase "adaptiver Untätigkeit". Das will sagen: Für fast jedes Lebewesen, vom Bakterium aufwärts, gibt es - meist zyklisch wiederkehrende - Umweltbedingungen, an die es nicht gut angepasst ist. Fische können nichts mit Trockenheit anfangen, Pflanzen und viele Tiere nichts mit Winter und viele Säugetiere nichts mit Nacht. Dann ist es dunkel, sie sehen nichts, und wenn sie blind herumtapsen, besteht die Gefahr, einem anderen Tier vor die Schnauze zu laufen, das sich besser zurechtfindet und lange Zähne hat.
In solchen Phasen ist es für jedes Tier also am klügsten, sich zu verkriechen und abzuwarten, bis die Bedingungen wieder besser werden. Und um bei dieser erzwungenen Untätigkeit keine Energie zu verschwenden, werden die Körperfunktionen heruntergefahren. Geschieht das jeden Tag, nennt man es: Schlaf.
mehr:
- Schlaf, der Gedächtnisgärtner (Konrad Lehmann, Telepolis, 03.04.2016)
Nichts tun wir so ausdauernd wie - scheinbar - nichts: Schlafen. An einzelnen Tagen mag die Arbeitszeit überwiegen, aber im Durchschnitt unseres Lebens verbringen wir ein Drittel jedes Tages in erholsamer Bewusstlosigkeit.
Das macht es umso seltsamer, dass die Neurowissenschaften erst seit einigen Jahren dahinter kommen, wozu Schlaf gut ist. Die Frage ist nicht damit beantwortet, dass man sagt: Weil wir müde sind. Müdigkeit ist nur die Wahrnehmung des Schlafbedürfnisses. So, wie die Natur den Hunger eingeführt hat, damit wir essen, hat sie die Müdigkeit erfunden, damit wir schlafen. Wozu wir essen sollen, ist offensichtlich. Aber die Frage bleibt: Wozu sollen wir schlafen?
Es vereinfacht die Beantwortung der Frage nicht, dass es Tiere gibt, bei denen sie sich nicht stellt. Um den Nutzen eines Verhaltensbereichs zu ergründen, ist es ja oft eine gute Idee, den Blick im Tierreich schweifen zu lassen. Immerhin: Alle Tiere schlafen. Aber manche mehr, manche weniger. Nach einer Zusammenstellung von Jerome Siegel von der UCLA finden sich am einen Ende der Skala zwei Fledermäuse, die auf Englisch anscheinend tatsächlich "little brown bat" und "big brown bat" heißen. Sie schlafen jeden Tag rund 20 Stunden. Das andere Extrem repräsentieren große Pflanzenfresser wie Elefanten, Pferde, Hirsche und Giraffen, die nur gerade auf drei bis vier Stunden Schlaf am Tag kommen. Und einige Tiere schlafen zeitweise gar nicht. Walrosse können Tage lang aktiv schwimmen, ohne danach Schlaf nachholen zu müssen; auch manche Wale bleiben nach der Geburt eines Kalbs längere Zeit wach.
Evolutionär betrachtet, scheint es keinen Zweck zu geben, für den Schlaf gebraucht würde. Vielmehr nennt Siegel Schlaf eine Phase "adaptiver Untätigkeit". Das will sagen: Für fast jedes Lebewesen, vom Bakterium aufwärts, gibt es - meist zyklisch wiederkehrende - Umweltbedingungen, an die es nicht gut angepasst ist. Fische können nichts mit Trockenheit anfangen, Pflanzen und viele Tiere nichts mit Winter und viele Säugetiere nichts mit Nacht. Dann ist es dunkel, sie sehen nichts, und wenn sie blind herumtapsen, besteht die Gefahr, einem anderen Tier vor die Schnauze zu laufen, das sich besser zurechtfindet und lange Zähne hat.
In solchen Phasen ist es für jedes Tier also am klügsten, sich zu verkriechen und abzuwarten, bis die Bedingungen wieder besser werden. Und um bei dieser erzwungenen Untätigkeit keine Energie zu verschwenden, werden die Körperfunktionen heruntergefahren. Geschieht das jeden Tag, nennt man es: Schlaf.
mehr:
- Schlaf, der Gedächtnisgärtner (Konrad Lehmann, Telepolis, 03.04.2016)
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Psychosomatik,
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Wissenschaft
Sonntag, 3. April 2016
Kleine Professoren und schrullige Nerds
Autismus Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung sind gesellschaftliche Außenseiter. Und bisweilen witzige Sitcom-Charaktere. Der Welt-Autismus-Tag richtet den Blick auf Inklusion
Am 2. April ist der Internationale Autismus-Tag, dessen Ziel es ist, Aufmerksamkeit für Autismus und Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) zu erzeugen. Zu den ASS gehören frühkindlicher Autismus, atypischer Autismus sowie das Asperger Syndrom, das mittlerweile wohl die bekannteste ASS ist. Frühkindlicher Autismus wie auch das Asperger Syndrom sind angeborene Entwicklungsstörungen; im Gegensatz zum frühkindlichen Autismus macht sich Aspergers aber häufig erst im Kindergartenalter bemerkbar. Im Kindergarten fällt es eher auf, wenn es einem Kind nicht gelingt, mit Gleichaltrigen zu interagieren. Zumal die Überforderung eines Kindes mit Asperger Syndrom angesichts der Lautstärke in einem Raum voller Kinder mit schnell wechselnden Eindrücken besonders deutlich zu Tage tritt. Neben den Auffälligkeiten im Sozialverhalten sind die sogenannten „Inselbegabungen“ die auffälligsten Eigenschaften von Menschen mit Asperger Syndrom.
Aber braucht es eigentlich einen „World Autism Awareness Day“? Gibt es nicht mittlerweile unzählige Charaktere in Sitcoms, Filmen und Serien, die uns die faszinierenden und abweichenden Verhaltensweisen von Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung näherbringen? Man denke nur an Sheldon Cooper in „The Big Bang Theory“: Meist handelt es sich bei den TV-Gestalten um kautzige Nerds mit seltsamem Habitus. Dass Menschen mit Aspergers als wunderliche kleine Genies imaginiert werden, die im Zweifelsfall urkomisch sind, hilft den Betroffenen wenig. Handelt es sich doch um ein romantisierendes Bild: Nicht jeder Mensch mit Aspergers kann von seinen Inselbegabungen profitieren. Die Welt da draußen kann mit Menschen, die Telefonbücher auswendig lernen, aber ihre Schuhe nicht zubinden können, nur wenig anfangen.
Zwar hilft es, dass „Aspergers“ immer mehr Menschen ein Begriff ist. Aber die Probleme, mit denen Menschen mit Autismus in der Welt der „Normalen“ konfrontiert sind, bleiben davon unberührt. Denn trotz normaler bis überdurchschnittlicher Intelligenz scheitern Menschen mit Aspergers in Schule und Arbeitsleben überproportional häufig. Das ist ein Problem für unsere Gesellschaft, aber in erster Linie eine Tragik für die Betroffenen.
mehr:
- Kleine Professoren und schrullige Nerds (Marlen Hobrack, Freitag-Community, der Freitag, 02.04.2016)
siehe auch:
- Asperger-Syndrom: Ich bin anders als die anderen (Benjamin von Brackel, ZON, 13.01.2016) dazu paßt:
- Ich bin Autistin - aber ich zeige es nicht: Leben mit dem Asperger-Syndrom (Liane Holliday Willey, Amazon)
- Hochfunktionaler Autismus: Erschütterte Identität (Birgit Saalfrank, Deutsches Ärzteblatt, September 2015)
- Autismus: Christine Preißmann im Interview „Romane gehen gar nicht“ (Jakob Vicari, Brand eins 4/2014; Zitat:)
- Asperger-Autismus – So geht’s auch! (Post, 02.08.2013)
- Was wir von der psychoanalytischen Autismusforschung über die Entwicklung der menschlichen Psyche lernen können (Karl Mätzler, Vortrag im Psychoanalytischen Seminar Bern am 7.12.2012, auf seiner Seite, PDF)
- Autismus: Ein Leben in High Definition (Aleksander Knauerhase, Quergedachtes, 25.11.2012) – Link zu seinem Buch
- Asperger-Autisten verstehen lernen (Autismus Mittelfranken (Hrsg.), Selbsthilfegruppe »Leben mit Autisten« Biberach, 2010, PDF)
- AUTISMUS: Unterschätzte Außenseiter (Sebastian Dern, Nicole Schuster, Spektrum, 15.06.2007)
- Spiegelneuronen II: Der blinde Spiegel Autismus ( Vilayanur S. Ramachandran, Lindsay M. Oberman , Spektrum, 23.03.2007)
Hochfunktionaler Autismus:
- Asperger Syndrom & High Functioning Autismus: Gibt es einen Unterschied? (Autismus-Kultur)
- Famous People Who Have or Had Asperger's Syndrome (Michelle, Disabled World 10.11.2017)
- Celebrities with autism or Asperger's syndrome (Johanna-Khristina, imdb, 27.03.2012)
eine Linksliste zu Spektrum-Artikeln über Autismus und Asperger:
- EINE RÄTSELHAFTE STÖRUNG: Autismus und Asperger-Syndrom
- Forum für Autisten und interessierte Zeitgenossen
- Checkliste nach Bosch (Aspergia)
- Autismus (Seele und Gesundheit)
- Das autistische(seelisch/geistliche) Innenleben und ihr begegnen aus einer Sektorperspektive (Selbsthilfegruppe Autistische Beeinträchtigung, PFD)
weitere Autismus-Posts
Bücher:
- Ich bin Autistin - aber ich zeige es nicht: Leben mit dem Asperger-Syndrom (Liane Holliday Willey, Amazon)
- Buntschatten und Fledermäuse: Mein Leben in einer anderen Welt (Axel Brauns, Amazon)
weitere Autismus-Bücher bei Amazon
The Big Bang Theory - witzige Szenen HD {9:10}
The Big Bang Theory Intro (German & English lyrics) {0:20}
The Big Bang Theory Intro Full Version {1:07}
The Big Bang Theory unaired pilot {3:00}
Hochgeladen am 13.09.2010
Am 2. April ist der Internationale Autismus-Tag, dessen Ziel es ist, Aufmerksamkeit für Autismus und Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) zu erzeugen. Zu den ASS gehören frühkindlicher Autismus, atypischer Autismus sowie das Asperger Syndrom, das mittlerweile wohl die bekannteste ASS ist. Frühkindlicher Autismus wie auch das Asperger Syndrom sind angeborene Entwicklungsstörungen; im Gegensatz zum frühkindlichen Autismus macht sich Aspergers aber häufig erst im Kindergartenalter bemerkbar. Im Kindergarten fällt es eher auf, wenn es einem Kind nicht gelingt, mit Gleichaltrigen zu interagieren. Zumal die Überforderung eines Kindes mit Asperger Syndrom angesichts der Lautstärke in einem Raum voller Kinder mit schnell wechselnden Eindrücken besonders deutlich zu Tage tritt. Neben den Auffälligkeiten im Sozialverhalten sind die sogenannten „Inselbegabungen“ die auffälligsten Eigenschaften von Menschen mit Asperger Syndrom.
Aber braucht es eigentlich einen „World Autism Awareness Day“? Gibt es nicht mittlerweile unzählige Charaktere in Sitcoms, Filmen und Serien, die uns die faszinierenden und abweichenden Verhaltensweisen von Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung näherbringen? Man denke nur an Sheldon Cooper in „The Big Bang Theory“: Meist handelt es sich bei den TV-Gestalten um kautzige Nerds mit seltsamem Habitus. Dass Menschen mit Aspergers als wunderliche kleine Genies imaginiert werden, die im Zweifelsfall urkomisch sind, hilft den Betroffenen wenig. Handelt es sich doch um ein romantisierendes Bild: Nicht jeder Mensch mit Aspergers kann von seinen Inselbegabungen profitieren. Die Welt da draußen kann mit Menschen, die Telefonbücher auswendig lernen, aber ihre Schuhe nicht zubinden können, nur wenig anfangen.
Zwar hilft es, dass „Aspergers“ immer mehr Menschen ein Begriff ist. Aber die Probleme, mit denen Menschen mit Autismus in der Welt der „Normalen“ konfrontiert sind, bleiben davon unberührt. Denn trotz normaler bis überdurchschnittlicher Intelligenz scheitern Menschen mit Aspergers in Schule und Arbeitsleben überproportional häufig. Das ist ein Problem für unsere Gesellschaft, aber in erster Linie eine Tragik für die Betroffenen.
mehr:
- Kleine Professoren und schrullige Nerds (Marlen Hobrack, Freitag-Community, der Freitag, 02.04.2016)
siehe auch:
- Asperger-Syndrom: Ich bin anders als die anderen (Benjamin von Brackel, ZON, 13.01.2016) dazu paßt:
- Ich bin Autistin - aber ich zeige es nicht: Leben mit dem Asperger-Syndrom (Liane Holliday Willey, Amazon)
- Hochfunktionaler Autismus: Erschütterte Identität (Birgit Saalfrank, Deutsches Ärzteblatt, September 2015)
- Autismus: Christine Preißmann im Interview „Romane gehen gar nicht“ (Jakob Vicari, Brand eins 4/2014; Zitat:)
- A View with a Future: Temple Grandin's Writings (Phillip Larrimore, ECLECTICA magazine, Apr/Mai 2014)»Aber Romane gehen gar nicht. Irgendwann habe ich aufgegeben. Ich bekomme keinen Zusammenhang mit. Vor allem, wenn es um menschliche Beziehungen geht. Ich fokussiere mich auf die Rechtschreibfehler, hänge an falschen oder fehlenden Kommas.«
- Asperger-Autismus – So geht’s auch! (Post, 02.08.2013)
- Was wir von der psychoanalytischen Autismusforschung über die Entwicklung der menschlichen Psyche lernen können (Karl Mätzler, Vortrag im Psychoanalytischen Seminar Bern am 7.12.2012, auf seiner Seite, PDF)
- Autismus: Ein Leben in High Definition (Aleksander Knauerhase, Quergedachtes, 25.11.2012) – Link zu seinem Buch
- Asperger-Autisten verstehen lernen (Autismus Mittelfranken (Hrsg.), Selbsthilfegruppe »Leben mit Autisten« Biberach, 2010, PDF)
- Zur Metapsychologie des Autismus (Laura Viviana Strauss, Dissertation, Kobra Bibliothek, Universität Kassel, November 2008, PDF)„Ich habe festgestellt, dass die Eigenschaften der Persönlichkeit mit Asperger-Syndrom unter anderem Aufrichtigkeit, Loyalität, Zuverlässigkeit und Geradlinigkeit sind. Zudem haben diese Menschen strenge Moralvorstellungen und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Ihre kognitiven Eigenschaften sind unter anderem: ein außergewöhnlich gutes Gedächtnis, Begeisterungsfähigkeit und Sachkenntnis in Bezug auf ein Spezialinteresse, eine originelle Denkweise, ein gutes Vorstellungsvermögen und die bemerkenswerte Fähigkeit, in Bildern zu denken ... Menschen mit Asperger-Syndrom haben viele positive Eigenschaften in ihren Fähigkeiten und in ihrer Persönlichkeit. Es gibt Wissenschaftler und Künstler, die das Asperger-Syndrom haben und die dank dieser Eigenschaften Herausragendes leisteten. Es ist kein Leiden, dessen man sich schämen müsste, sondern eines, zu dem man stolz stehen sollte.“ [aus Tony Atwood, Das Asperger-Syndrom, 2000, S. 206, zit. in obigem Link]
- AUTISMUS: Unterschätzte Außenseiter (Sebastian Dern, Nicole Schuster, Spektrum, 15.06.2007)
- Spiegelneuronen II: Der blinde Spiegel Autismus ( Vilayanur S. Ramachandran, Lindsay M. Oberman , Spektrum, 23.03.2007)
- MEDIZIN – Atomphysik im Kindergarten (Hubertus Breuer, SPON, 23.10.2000)
Hochfunktionaler Autismus:
Der Unterschied zwischen hochfunktionalem und niedrig-funktionalem Autismus ist, dass hochfunktional bedeutet, dass deine Schwächen ignoriert werden und niedrig-funktional bedeutet, dass deine Stärken ignoriert werden. [Laura Tisconic, zit. in High Functioning Autismus: Was ist das?, Autismus-Kultur]siehe auch:
- Asperger Syndrom & High Functioning Autismus: Gibt es einen Unterschied? (Autismus-Kultur)
- Famous People Who Have or Had Asperger's Syndrome (Michelle, Disabled World 10.11.2017)
- Celebrities with autism or Asperger's syndrome (Johanna-Khristina, imdb, 27.03.2012)
eine Linksliste zu Spektrum-Artikeln über Autismus und Asperger:
- EINE RÄTSELHAFTE STÖRUNG: Autismus und Asperger-Syndrom
- Forum für Autisten und interessierte Zeitgenossen
- Checkliste nach Bosch (Aspergia)
- Autismus (Seele und Gesundheit)
- Das autistische(seelisch/geistliche) Innenleben und ihr begegnen aus einer Sektorperspektive (Selbsthilfegruppe Autistische Beeinträchtigung, PFD)
weitere Autismus-Posts
Bücher:
- Ich bin Autistin - aber ich zeige es nicht: Leben mit dem Asperger-Syndrom (Liane Holliday Willey, Amazon)
- Buntschatten und Fledermäuse: Mein Leben in einer anderen Welt (Axel Brauns, Amazon)
weitere Autismus-Bücher bei Amazon
The Big Bang Theory - witzige Szenen HD {9:10}
Veröffentlicht am 31.01.2013
Sammlung witziger Szenen von The Big Bang Theory.
The Big Bang Theory Intro (German & English lyrics) {0:20}
Hochgeladen am 18.08.2011
The Intro of the Beste Serie of the World! German lyrics and English Lyrics ..... Subtitles
The Big Bang Theory Intro Full Version {1:07}
Hochgeladen am 01.11.2010
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news reporting, teaching, scholarship, and research. Fair use is a use
permitted by copyright statute that might otherwise be infringing.
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The Big Bang Theory unaired pilot {3:00}
Hochgeladen am 13.09.2010
aktualisiert am 30.10.2017
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