Dienstag, 13. Februar 2018

Donald Davidson, Vernünftige Tiere (Vorsicht Werbung!)

„Weder ein Säugling, der erst eine Woche alt ist, noch eine Schnecke ist ein vernünftiges Wesen. Wenn der Säugling lange genug lebt, wird aus ihm wahrscheinlich ein vernünftiges Wesen, während das für die Schnecke nicht gilt.“Der amerikanische Denker Davidson übt seit den 1960er Jahren maßgeblichen Einfluss auf fast alle Bereiche der Philosophie aus. In diesem erhellenden Vortrag formuliert er die Eckdaten einer philosophisch fundierten Definition der Vernunft. „Überraschung über manche Dinge ist eine notwendige und hinreichende Bedingung des Denkens überhaupt.“ 48 Seiten. Fadenheftung. Fester Einband. Suhrkamp. Nur noch bei uns.

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siehe auch:
- Denken Tiere? (Sarah Tietz, Markus Wild, Stiftung Bündnis Mensch & Tier, PDF, direkter Download)
- Donald Davidson - Rationale_Lebewesen (in: Dominik Perler, Markus Wild [Hsg.], Der Geist der Tiere – Philosophische Texte zu einer aktuellen Diskussion, Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft, Frankfurt am Main, 2005, PDF, Universität Trier)
- Joëlle Proust – Das intentionale Tier (in: Dominik Perler, Markus Wild [Hsg.], Der Geist der Tiere – Philosophische Texte zu einer aktuellen Diskussion, Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft, Frankfurt am Main, 2005, PDF, Universität Trier)
- Tiere erklären oder verstehen? – Indizien für das Scheitern des Methodendualismus (Felix Annerl, e-Journal Philosophie der Psychologie, phps.at, PDF)
- Tierphilosophie (Markus Wild, Universität Zürich, 2012, PDF)
- Tierische Intelligenz – tierischer Geist: tierische Seele? (Post, 17.05.2015)

siehe auch:
- Wie kommt der Geist in die Materie? (Post, 25.01.2018)
- Sex, Roboter und ethische Überlegungen (Post, 14.06.2016)
- Bewußtsein – der sich selbst beobachtende Geist und der Unterschied zwischen Außen und Innen (Post, 29.04.2016)
- Sind wir wie Roboter? (Post, 08.05.2015)
- Die Puppe Bella (Post, 28.11.2014)
- Heute vor 67 Jahren: Uraufführung von Sartres »Huis Clos (Bei geschlossenen Türen)« (Post, 27.05.2011)
- Körper und Ich-Bewußtsein: Rubber Hand Illusion (Post, 18.03.2011)

Samstag, 3. Februar 2018

Sigmund Freud, Das Unbewußte (1915)

Wir haben aus der Psychoanalyse erfahren, das Wesen des Prozesses der Verdrängung bestehe nicht darin, eine den Trieb repräsentierende Vorstellung aufzuheben, zu vernichten, sondern sie vom Bewußtwerden abzuhalten. Wir sagen dann, sie befinde sich im Zustande des »Unbewußten«, und haben gute Beweise dafür vorzubringen, daß sie auch unbewußt Wirkungen äußern kann, auch solche, die endlich das Bewußtsein erreichen. Alles Verdrängte muß unbewußt bleiben, aber wir wollen gleich eingangs feststellen, daß das Verdrängte nicht alles Unbewußte deckt. Das Unbewußte hat den weiteren Umfang; das Verdrängte ist ein Teil des Unbewußten.
Wie sollen wir zur Kenntnis des Unbewußten kommen? Wir kennen es natürlich nur als Bewußtes, nachdem es eine Umsetzung oder Übersetzung in Bewußtes erfahren hat. Die psychoanalytische Arbeit läßt uns alltäglich die Erfahrung machen, daß solche Übersetzung möglich ist. Es wird hiezu erfordert, daß der Analysierte gewisse Widerstände überwinde, die nämlichen, welche es seinerzeit durch Abweisung vom Bewußten zu einem Verdrängten gemacht haben.

I. Die Rechtfertigung des Unbewußten

Die Berechtigung, ein unbewußtes Seelisches anzunehmen und mit dieser Annahme wissenschaftlich zu arbeiten, wird uns von vielen Seiten bestritten. Wir können dagegen anführen, daß die Annahme des Unbewußten notwendig und legitim ist und daß wir für die Existenz des Unbewußten mehrfache Beweise besitzen. Sie ist notwendig, weil die Daten des Bewußtseins in hohem Grade lückenhaft sind; sowohl bei Gesunden als bei Kranken kommen häufig psychische Akte vor, welche zu ihrer Erklärung andere Akte voraussetzen, für die aber das Bewußtsein nicht zeugt. Solche Akte sind nicht nur die Fehlhandlungen und die Träume bei Gesunden, alles, was man psychische Symptome und Zwangserscheinungen heißt, bei Kranken – unsere persönlichste tägliche Erfahrung macht uns mit Einfällen bekannt, deren Herkunft wir nicht kennen, und mit Denkresultaten, deren Ausarbeitung uns verborgen geblieben ist. Alle diese bewußten Akte blieben zusammenhanglos und unverständlich, wenn wir den Anspruch festhalten wollen, daß wir auch alles durchs Bewußtsein erfahren müssen, was an seelischen Akten in uns vorgeht, und ordnen sich in einen aufzeigbaren Zusammenhang ein, wenn wir die erschlossenen unbewußten Akte interpolieren. Gewinn an Sinn und Zusammenhang ist aber ein vollberechtigtes Motiv, das uns über die unmittelbare Erfahrung hinaus führen darf. Zeigt es sich dann noch, daß wir auf die Annahme des Unbewußten ein erfolgreiches Handeln aufbauen können, durch welches wir den Ablauf der bewußten Vorgänge zweckdienlich beeinflussen, so haben wir in diesem Erfolg einen unanfechtbaren Beweis für die Existenz des Angenommenen gewonnen. Man muß sich dann auf den Standpunkt stellen, es sei nichts anderes als eine unhaltbare Anmaßung, zu fordern, daß alles, was im Seelischen vorgeht, auch dem Bewußtsein bekannt werden müsse.
Man kann weitergehen und zur Unterstützung eines unbewußten psychischen Zustandes anführen, daß das Bewußtsein in jedem Moment nur einen geringen Inhalt umfaßt, so daß der größte Teil dessen, was wir bewußte Kenntnis heißen, sich ohnedies über die längsten Zeiten im Zustande der Latenz, also in einem Zustande von psychischer Unbewußtheit, befinden muß. Der Widerspruch gegen das Unbewußte würde mit Rücksicht auf alle unsere latenten Erinnerungen völlig unbegreiflich werden. Wir stoßen dann auf den Einwand, daß diese latenten Erinnerungen nicht mehr als psychisch zu bezeichnen seien, sondern den Resten von somatischen Vorgängen entsprechen, aus denen das Psychische wieder hervorgehen kann. Es liegt nahe zu erwidern, die latente Erinnerung sei im Gegenteil ein unzweifelhafter Rückstand eines psychischen Vorganges. Wichtiger ist es aber sich klarzumachen, daß der Einwand auf der nicht ausgesprochenen, aber von vornherein fixierten Gleichstellung des Bewußten mit dem Seelischen ruht. Diese Gleichstellung ist entweder eine petitio principii, welche die Frage, ob alles Psychische auch bewußt sein müsse, nicht zuläßt, oder eine Sache der Konvention, der Nomenklatur. In letzterem Charakter ist sie natürlich wie jede Konvention unwiderlegbar. Es bleibt nur die Frage offen, ob sie sich als so zweckmäßig erweist, daß man sich ihr anschließen muß. Man darf antworten, die konventionelle Gleichstellung des Psychischen mit dem Bewußten ist durchaus unzweckmäßig. Sie zerreißt die psychischen Kontinuitäten, stürzt uns in die unlösbaren Schwierigkeiten des psycho-physischen Parallelismus, unterliegt dem Vorwurf, daß sie ohne einsichtliche Begründung die Rolle des Bewußtseins überschätzt, und nötigt uns, das Gebiet der psychologischen Forschung vorzeitig zu verlassen, ohne uns von anderen Gebieten her Entschädigung bringen zu können.
Immerhin ist es klar, daß die Frage, ob man die unabweisbaren latenten Zustände des Seelenlebens als unbewußte seelische oder als physische auffassen soll, auf einen Wortstreit hinauszulaufen droht. Es ist darum ratsam, das in den Vordergrund zu rücken, was uns von der Natur dieser fraglichen Zustände mit Sicherheit bekannt ist. Nun sind sie uns nach ihren physischen Charakteren vollkommen unzugänglich; keine physiologische Vorstellung, kein chemischer Prozeß kann uns eine Ahnung von ihrem Wesen vermitteln. Auf der anderen Seite steht fest, daß sie mit den bewußten seelischen Vorgängen die ausgiebigste Berührung haben; sie lassen sich mit einer gewissen Arbeitsleistung in sie umsetzen, durch sie ersetzen, und sie können mit all den Kategorien beschrieben werden, die wir auf die bewußten Seelenakte anwenden, als Vorstellungen, Strebungen, Entschließungen u. dgl. Ja, von manchen dieser latenten Zustände müssen wir aussagen, sie unterscheiden sich von den bewußten eben nur durch den Wegfall des Bewußtseins. Wir werden also nicht zögern, sie als Objekte psychologischer Forschung und in innigstem Zusammenhang mit den bewußten seelischen Akten zu behandeln.
Die hartnäckige Ablehnung des psychischen Charakters der latenten seelischen Akte erklärt sich daraus, daß die meisten der in Betracht kommenden Phänomene außerhalb der Psychoanalyse nicht Gegenstand des Studiums geworden sind. Wer die pathologischen Tatsachen nicht kennt, die Fehlhandlungen der Normalen als Zufälligkeiten gelten läßt und sich bei der alten Weisheit bescheidet, Träume seien Schäume, der braucht dann nur noch einige Rätsel der Bewußtseinspsychologie zu vernachlässigen, um sich die Annahme unbewußter seelischer Tätigkeit zu ersparen. Übrigens haben die hypnotischen Experimente, besonders die posthypnotische Suggestion, Existenz und Wirkungsweise des seelisch Unbewußten bereits vor der Zeit der Psychoanalyse sinnfällig demonstriert.
Die Annahme des Unbewußten ist aber auch eine völlig legitime, insofern wir bei ihrer Aufstellung keinen Schritt von unserer gewohnten, für korrekt gehaltenen Denkweise abweichen. Das Bewußtsein vermittelt jedem einzelnen von uns nur die Kenntnis von eigenen Seelenzuständen; daß auch ein anderer Mensch ein Bewußtsein hat, ist ein Schluß, der per analogiam auf Grund der wahrnehmbaren Äußerungen und Handlungen dieses anderen gezogen wird, um uns dieses Benehmen des anderen verständlich zu machen. (Psychologisch richtiger ist wohl die Beschreibung, daß wir ohne besondere Überlegung jedem anderen außer uns unsere eigene Konstitution, und also auch unser Bewußtsein, beilegen und daß diese Identifizierung die Voraussetzung unseres Verständnisses ist.) Dieser Schluß – oder diese Identifizierung – wurde einst vom Ich auf andere Menschen, Tiere, Pflanzen, Unbelebtes und auf das Ganze der Welt ausgedehnt und erwies sich als brauchbar, solange die Ähnlichkeit mit dem Einzel-Ich eine überwältigend große war, wurde aber in dem Maße unverläßlicher, als sich das andere vom Ich entfernte. Unsere heutige Kritik wird bereits beim Bewußtsein der Tiere unsicher, verweigert sich dem Bewußtsein der Pflanzen und weist die Annahme eines Bewußtseins des Unbelebten der Mystik zu. Aber auch, wo die ursprüngliche Identifizierungsneigung die kritische Prüfung bestanden hat, bei dem uns nächsten menschlichen anderen, ruht die Annahme eines Bewußtseins auf einem Schluß und kann nicht die unmittelbare Sicherheit unseres eigenen Bewußtseins teilen.
Die Psychoanalyse fordert nun nichts anderes, als daß dieses Schlußverfahren auch gegen die eigene Person gewendet werde, wozu eine konstitutionelle Neigung allerdings nicht besteht. Geht man so vor, so muß man sagen, alle die Akte und Äußerungen, die ich an mir bemerke und mit meinem sonstigen psychischen Leben nicht zu verknüpfen weiß, müssen beurteilt werden, als ob sie einer anderen Person angehörten, und sollen durch ein ihr zugeschriebenes Seelenleben Aufklärung finden. Die Erfahrung zeigt auch, daß man dieselben Akte, denen man bei der eigenen Person die psychische Anerkennung verweigert, bei anderen sehr wohl zu deuten, d. h. in den seelischen Zusammenhang einzureihen versteht. Unsere Forschung wird hier offenbar durch ein besonderes Hindernis von der eigenen Person abgelenkt und an deren richtiger Erkenntnis behindert.
Dies trotz inneren Widerstrebens gegen die eigene Person gewendete Schlußverfahren führt nun nicht zur Aufdeckung eines Unbewußten, sondern korrekterweise zur Annahme eines anderen, zweiten Bewußtseins, welches mit dem mir bekannten in meiner Person vereinigt ist. Allein hier findet die Kritik berechtigten Anlaß, einiges einzuwerfen. Erstens ist ein Bewußtsein, von dem der eigene Träger nichts weiß, noch etwas anderes als ein fremdes Bewußtsein, und es wird fraglich, ob ein solches Bewußtsein, dem der wichtigste Charakter abgeht, überhaupt noch Diskussion verdient. Wer sich gegen die Annahme eines unbewußten Psychischen gesträubt hat, der wird nicht zufrieden sein können, dafür ein unbewußtes Bewußtsein einzutauschen. Zweitens weist die Analyse darauf hin, daß die einzelnen latenten Seelenvorgänge, die wir erschließen, sich eines hohen Grades von gegenseitiger Unabhängigkeit erfreuen, so als ob sie miteinander nicht in Verbindung stünden und nichts voneinander wüßten. Wir müssen also bereit sein, nicht nur ein zweites Bewußtsein in uns anzunehmen, sondern auch ein drittes, viertes, vielleicht eine unabschließbare Reihe von Bewußtseinszuständen, die sämtlich uns und miteinander unbekannt sind. Drittens kommt als schwerstes Argument in Betracht, daß wir durch die analytische Untersuchung erfahren, ein Teil dieser latenten Vorgänge besitze Charaktere und Eigentümlichkeiten, welche uns fremd, selbst unglaublich erscheinen und den uns bekannten Eigenschaften des Bewußtseins direkt zuwiderlaufen. Somit werden wir Grund haben, den gegen die eigene Person gewendeten Schluß dahin abzuändern, er beweise uns nicht ein zweites Bewußtsein in uns, sondern die Existenz von psychischen Akten, welche des Bewußtseins entbehren. Wir werden auch die Bezeichnung eines »Unterbewußtseins« als inkorrekt und irreführend ablehnen dürfen. Die bekannten Fälle von » double conscience« (Bewußtseinsspaltung) beweisen nichts gegen unsere Auffassung. Sie lassen sich am zutreffendsten beschreiben als Fälle von Spaltung der seelischen Tätigkeiten in zwei Gruppen, wobei sich dann das nämliche Bewußtsein alternierend dem einen oder dem anderen Lager zuwendet.
Es bleibt uns in der Psychoanalyse gar nichts anderes übrig, als die seelischen Vorgänge für an sich unbewußt zu erklären und ihre Wahrnehmung durch das Bewußtsein mit der Wahrnehmung der Außenwelt durch die Sinnesorgane zu vergleichen. Wir hoffen sogar aus diesem Vergleich einen Gewinn für unsere Erkenntnis zu ziehen. Die psychoanalytische Annahme der unbewußten Seelentätigkeit erscheint uns einerseits als eine weitere Fortbildung des primitiven Animismus, der uns überall Ebenbilder unseres Bewußtseins vorspiegelte, und anderseits als die Fortsetzung der Korrektur, die Kant an unserer Auffassung der äußeren Wahrnehmung vorgenommen hat. Wie Kant uns gewarnt hat, die subjektive Bedingtheit unserer Wahrnehmung nicht zu übersehen und unsere Wahrnehmung nicht für identisch mit dem unerkennbaren Wahrgenommenen zu halten, so mahnt die Psychoanalyse, die Bewußtseinswahrnehmung nicht an die Stelle des unbewußten psychischen Vorganges zu setzen, welcher ihr Objekt ist. Wie das Physische, so braucht auch das Psychische nicht in Wirklichkeit so zu sein, wie es uns erscheint. Wir werden uns aber mit Befriedigung auf die Erfahrung vorbereiten, daß die Korrektur der inneren Wahrnehmung nicht ebenso große Schwierigkeit bietet wie die der äußeren, daß das innere Objekt minder unerkennbar ist als die Außenwelt.


[aus Sigmund Freud, Das Unbewußte (1915) in: Kleine Schriften II, Projekt Gutenberg, ursprünglich gefunden in: Manchmal ist eine Zigarre nur eine Zigarre: Eine Anthologie]


Donnerstag, 1. Februar 2018

Buddhismus: geistige Faktoren, vier unermessliche Verweilzustände und transzendente Tugenden

Geistige Faktoren (Sanskrit: Caitasika; Pali: Cetasika; Tib-Wylie: Sems byung) werden im buddhistischen Abhidhamma erläutert. Sie sind Aspekte des Geistes, die die Qualität eines Objekts erfassen und die Fähigkeit besitzen, den Geist zu färben und zu verblenden. Der Haupt-Geist(Sanskrit: citta) bzw. das Primärbewusstsein ist wie ein Bildschirm in einem Kino, und die mentalen Faktoren sind wie die Bilder, die auf den Bildschirm projiziert werden.
Im Abhidhamma werden die mentalen Faktoren, Zustände, Ereignisse und die Begleiterscheinungen des Bewusstseins als Formationen (Sanskrit: saṅkhāra) gleichzeitig mit dem Geist (Sanskrit: Citta) in Verbindung gebracht. Aufgrund der Vielzahl der Schulen des Abhidhamma variieren die Faktoren etwas.
[
Caitasika, SpiritWiki, abgerufen am 01.02.2018]
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Brahmavihāra bedeutet „Die vier himmlischen Verweilzustände“ bzw. „Die vier Unermesslichen“ (tib. tshad-med bzhi, pali: appamaññā, skt.: apramana[1]).Der Hinduismus kennt bezüglich des Mitgefühls ähnliche Begriffe wie daya, karuna und anukampa, daneben auch karunya, ghrina, krip, und anukrosha. Daya wird im Padma - Purana und im Matsya-Purana erläutert. Im Mahabharata preist Indra Yudhishthira für sein anukrosha, d.h. sein Mitgefühl und seine Sympathie für alle Wesen. 
[Die vier Unermesslichen
SpiritWiki, abgerufen am 01.02.2018]
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„Mitgefühl und Liebe sind keine bloßen Luxusgüter. Als die Quelle von innerem und äußerem Frieden, sind sie grundlegend für das Überleben unserer Spezies.“ 
[XIV. Dalai Lama, zit. in 
Die vier Unermesslichen – Liebe, Mitgefühl, Mit-Freude und Gleichmut, ViewonBuddhism.org
Don't try to use what you learn from Buddhism to be a Buddhist; use it to be a better whatever-you-already-are. 
[XIV. Dalai Lama, zit. auf 
ViewonBuddhism.org, Startseite
Zu Brahmavihāra siehe auch:
- Die Göttlichen Verweilungen (Axel Rodeck, Der Mittlere Weg, Nr. 3, September-Dezember 2012, S. 20-22, PDF)
In dieser Ausgabe vom Mittleren Weg ebenfalls interessant:

[…] da ist eine gegenseitige Beeinflussung im Gange, die bei jedem Spuren hinterlässt. Sie schafft ein bestimmtes zwischenmenschliches Klima, das für unsere Zeit charakteristisch ist, und sie kann manipuliert werden.
Von dieser Möglichkeit machen Fernsehen, Presse und Rundfunk kräftig Gebrauch. So werden wir auf eine Weise konditioniert, die den Vorstellungen politischer und wirtschaftlicher Interessengruppen entspricht. Wer Macht und Einfluss besitzt, übt sie fast immer zum eigenen Nutzen auf Kosten anderer aus. Über den augenblicklichen Vorteil vergisst man den späteren Schaden für Alle und kaum jemand hat eine Vorstellung davon, wohin wir uns bewegen. […] 
Solange wir hierbei gedankenlos mitspielen, setzen wir auch eine Kettenreaktion des Schädlichen fort, die auch uns treffen wird. […] 
Wenn wir uns gedankenlos manipulieren und konditionieren lassen, werden wir in den Strudel des Unheilvollen mit hineingerissen. Wenn wir kritiklos nachplappern, was uns vorgeredet wird oder nachmachen, was uns vorgemacht wird, verleiten wir auch andere zum Falschen. […] 
Er weiß, dass es nicht in seiner Macht steht, den Lauf der Welt zu ändern, und darum versucht er es auch nicht. Er sieht aber eine Möglichkeit, so zu leben, dass er sich und anderen nicht mehr schadet. Wenn wir das wollen, müssen wir lernen, bewusster zu leben. Wenn wir uns gedankenlos manipulieren und konditionieren lassen, werden wir in den Strudel des Unheilvollen mit hineingerissen. Wenn wir kritiklos nachplappern, was uns vorgeredet wird oder nachmachen, was uns vorgemacht wird, verleiten wir auch andere zum Falschen.
Betrachten wir aber kritisch, was uns vorgeredet und vorexerziert wird, werden wir falschem Beispiel nicht mehr blindlings folgen. In der Buddhalehre finden wir alles, was wir für das Rechte brauchen: Wir müssen es nur kennen.
Das Wichtigste ist, die Wurzeln rechten und falschen Handelns zu erkennen, denn sie sind unsere Freunde oder Feinde, die uns aus unserem eigenen Geiste erwachsen. Die üblen Wurzeln sind Gier, Hass und Verblendung, und die guten Wurzeln Gierlosigkeit, Hasslosigkeit und Unverblendung. Sie zeigen sich als Selbstlosigkeit, Güte und Einsicht. […]
Keiner kann uns die Freiheit nehmen, bewusst zu leben […]. Wenn wir den Verlockungen durch die übertriebene Werbung widerstehen, schwindet die Gier; wenn wir auf Provokationen nicht mehr eingehen, schwindet der Hass, und wenn wir uns durch Fernsehen, Presse und Rundfunk oder durch den Einfluss unserer Mitmenschen nicht mehr irreführen lassen, schwindet die Verblendung. Die guten Wurzeln werden stärker, und nicht nur unser Handeln wird anders, sondern auch unser Wesen. […]
Fassen wir zusammen: Unser Geist ist Sender und Empfänger zu gleich. Was er aussendet, wirkt weltweit und ergreift Mensch, Tier und andere Wesen. Sie werden durch unsere Taten und Worte beeinflusst und reagieren dementsprechend. Doch auch wenn wir nichts sagen oder tun, wirken wir auf andere. Treten wir nur in einen Raum ein, wo sauertöpfige Menschen schweigend vor sich hingrübeln, und wir werden bald das Drückende dieser Atmosphäre empfinden, als ob uns der Schwaden in einer Waschküche auf die Luft schlüge. Üble Gedanken schaffen fortzeugend neue üble Gedanken, und bei guten Gedanken ist es umgekehrt. Gedanken bringen Taten und Worte hervor und schaffen so in der Welt gute und schlechte Verhältnisse.
Was in uns vorgeht, wirkt auf andere, und was in anderen vorgeht, wirkt auf uns. So geht es hin und her: Senden, empfangen, senden, empfangen. Fast möchte es scheinen, als ob alle Leben miteinander verbunden wären, selbst weit entfernte.
Wir müssen es verstehen, uns in diese Kreuz- und Querverbindung klarbewusst einzuschalten. Wir dürfen uns durch üble Einflüsse von außen nicht zu Falschem hinreißen lassen und dürfen selber nichts von uns geben, das andere zu Falschem veranlasst. Wachsamkeit über unsere fünf Sinne und unser Denken ist der Schlüssel zu rechtem Senden und Empfangen. So können wir die Kettenreaktion des Falschen unterbrechen, die von unseren geistig blinden Zeitgenossen ausgeht und eine andere Kettenreaktion in Gang bringen, die nur Gutes bringt. Der recht gerichtete Geist hat eine Macht, die ans Magische grenzt, und wir sollten diese Macht weise nutzen, zum Wohle aller Wesen zu wirken.
[Anagarika Kassapa, Das geistige Milieu unserer Zeit und wir, in: Buddhistische Monatsblätter, 1985 – XXXI 2, Buddhistische Gesellschaft Hamburg e.V., S. 39f., PDF]
 
zum Vergleich siehe den Text von Annette Meyhöfer in:
- Vor 155 Jahren: Sigmund Freud wird geboren (Post, 08.05.2011)

zu Anagarika Kassapa siehe:
- Berlin – Anagarika Kassapa (Geb. 1928) (Anne Jelena Schulte, Tagesspiegel, 14.09.2012)
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Pāramitā (skt. पारमिता, Pāramitā) sind im Buddhismus die sogenannten transzendenten Tugenden, die ans andere (para) Ufer (mita) der Weisheit, also zum Erwachen, führen. Man spricht, vor allem in der Mahayana Tradition, von sechs Pāramitā, manchmal, vor allem im Theravada, auch von zehn Pāramī. 
[Pāramitā
Wikipedia, abgerufen am 01.02.2018]
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siehe dazu auch:
Brahma (buddha-dhamma.de)
- Die sechs befreienden Handlungen (Diamantweg-Stiftung, undatiert)
- Yoga Sutra 1.33 Brahmaviharas – Einstellung gegenüber Anderen (VedantaYoga, undatiert)
- Die Himmlischen Verweilungen des frühen Buddhismus (Brahmaviharas) (Yudo J. Seggelke, Dona-Verlag – PDF)
- Brahmavihara (Marisa Nussbaumer, Yogasiram, undatiert – PDF)

Montag, 29. Januar 2018

Gustave Le Bon – Psychologie der Massen

Gustave Le Bon (* 7. Mai 1841 in Nogent-le-Rotrou; † 13. Dezember 1931 in Paris) war ein französischer Sozialpsychologe. Er gilt als Begründer der Massenpsychologie. Seine Wirkung auf die Nachwelt, wissenschaftlich auf Sigmund Freud und Max Weber, politisch insbesondere auf den Nationalsozialismus und seine Protagonisten, war groß. Seine Gedanken sind teils stark zeitgebunden und massiv durch persönliche Erfahrungen beeinflusst. Sie werden bis heute von der Sozialpsychologie diskutiert. [Gustave Le Bon, Wikipedia, abgerufen am 29.01.2018]
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Le Bon erlebte 1848 die Krisenzeit der Februarrevolution und der Kommune von 1871, beide Ereignisse hatten auf sein Werk offenbar eine zentrale Wirkung. Nach einem Medizinstudium wurde er 1870 Militärarzt und betrieb ab 1881 auf verschiedenen Reisen unter anderem nach Nordafrika und Indien völkerkundliche Studien, in deren Verlauf er zwischen 1881 und 1891 mehrere einschlägige Werke veröffentlichte, in denen er sich mit AnthropologieArchäologie und Ethnologie beschäftigte und Untersuchungen über Materie und Energie anstellte, wobei er eigens Aufzeichnungsgeräte entwickelte. Es folgten zwischen 1894 und 1903 weitere Studien über Völker, Gruppen und Massen, darunter sein Hauptwerk Psychologie der Massen (1895), das ihn zu einem einflussreichen Soziologenseiner Zeit machte. Im Alter begann Le Bon sich intensiv mit dem Katalogisieren der Menschheit zu befassen, indem er Hierarchien aufstellte für Rassen (die er etwas unklar nicht streng biologisch verstand, sondern als kulturell ererbte Komplexe), Geschlechter, Intelligenz und politische Strömungen. [Gustave Le Bon, LebenWikipedia, abgerufen am 29.01.2018]
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Das Werk setzt sich sowohl mit den Themenkreisen Konformität, Entfremdung und Führung auseinander, als auch mit der Masse im eigentlichen Sinne. Le Bon vertritt die Auffassung, dass der Einzelne, auch der Angehörige einer Hochkultur, in der Masse seine Kritikfähigkeit verliert und sich affektiv, zum Teil primitiv-barbarisch, verhält. In der Massensituation ist der Einzelne leichtgläubiger und unterliegt der psychischen Ansteckung. Somit ist die Masse von Führern leicht zu lenken. Diesen Charakteristiken liegen die allgemeinen und von Freud später aufgegriffenen Doktrinen Le Bons zugrunde, dass menschliche Handlungen von unbewussten Impulsen beherrscht werden, die irrational sind, und dass Ideen die Institutionen formen und nicht umgekehrt.
Le Bon stellt vor allem dar, wie politische Meinungen, Ideologien und Glaubenslehren bei den Massen Eingang und Verbreitung finden, wie man Massen beeinflussen kann, wie die dazu notwendigen Führer entstehen, welche Eigenschaften sie haben müssen, wie sie wirken und untergehen und wo die Grenzen dieser Beeinflussbarkeit liegen. Immer wieder betont er den geringen Einfluss von Vernunft, Unterricht und Erziehung sowie die Anfälligkeit der Massen für Schlagworte, große Gesten und geschickte Täuschungen. [Psychologie der Massen, KonzeptWikipedia, abgerufen am 29.01.2018]
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- Psychologie der Massen – Auszüge aus dem gleichnamigen Buch von Gustave Le Bon, Kröner Verlag Leipzig 1932 (ausgewählt und überarbeitet von Dietmar Kamlah, Netzwerk bekennender Christen, Veröffentlichungsdatum unbekannt)
- Ausgabe 

Psychologie der Massen - von Gustave Le Bon [Kaiser's Klassiker] {24:12}

Am 30.01.2017 veröffentlicht
Gunnar Kaiser  
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siehe auch:

- Warum schweigen die Lämmer? – Der Mensch im Geflecht von Medien, Manipulation und Macht (Post, 14.07.2016)
- Deutschlands Hypnotherapeutin Nr. 1 und das Herstellen von Alternativlosigkeit (Post, 18.01.2016)
- Unsere Welt besteht aus Geschichten (Post, 17.12.2015)
- Die Floskeln der Macht – Wie wir durch Sprache manipuliert werden (Post, 01.04.2016)
- Bob Dylan – My Back Pages (Post, 30.05.2013)
- Wir geben ihnen Macht 1 (Post, 14.03.2013)
Heute vor 20 Jahren – Bob Dylans versteckte Botschaft bei der Grammy-Verleihung (Post, 20.02.2011)
Video eingefügt am 05.02.2018

Donnerstag, 25. Januar 2018

Wie kommt der Geist in die Materie?

Die Philosophie ist ein Kampf gegen die Verhexung unseres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache. [Ludwig WittgensteinPhilosophische Untersuchungen 109 
(1945, 1953 posthum), nachzulesen auf Mick’s Page, geocities]

Die Ergebnisse der Philosophie sind die Entdeckung irgendeines schlichten Unsinns und die Beulen, die sich der Verstand beim Anrennen an die Grenze der Sprache geholt hat. Sie, die Beulen, lassen uns den Wert jener Entdeckung erkennen. [Ludwig WittgensteinPhilosophische Untersuchungen 119 (1945, 1953 posthum), nachzulesen auf Mick’s Page, geocities] 

Was ist dein Ziel in der Philosophie? Der Fliege den Ausweg aus dem Fliegenglas zeigen. [Ludwig WittgensteinPhilosophische Untersuchungen 309 
(1945, 1953 posthum), nachzulesen auf Mick’s Page, geocities]

Ich übergebe sie [diese Schrift] mit zweifelhaften Gefühlen der Öffentlichkeit. Daß es dieser Arbeit in ihrer Dürftigkeit und der Finsternis dieser Zeit beschieden sein sollte. Licht in ein oder das andere Gehirn zu werfen, ist nicht unmöglich; aber freilich nicht wahrscheinlich.
Ich möchte nicht mit meiner Schrift Andern das Denken ersparen. Sondern, wenn es möglich wäre, jemand zu eigenen Gedanken anregen.
Ich hätte gerne ein gutes Buch hervorgebracht. Es ist nicht so ausgefallen; aber die Zeit ist vorbei, in der es von mir verbessert werden könnte. [Ludwig WittgensteinPhilosophische Untersuchungen Vorwort (1945, 1953 posthum), nachzulesen auf Mick’s Page, geocities

Die Frage, wie ein materielles Gehirn sich der Welt bewusst sein kann, ist eine harte Nuss. Und die Antwort vielleicht überraschend einfach.

Bewusstsein ist ein einzigartiges wissenschaftliches Rätsel. Nicht nur Neurowissenschaftler haben keine grundlegende Erklärung, wie es aus physikalischen Hirnzuständen entsteht. Sondern es ist prinzipiell fraglich, ob wir je eine Lösung dafür haben werden. Astronomen wundern sich über dunkle Materie, Geologen suchen nach den Ursprüngen des Lebens, Biomediziner versuchen, den Krebs zu verstehen: Das sind alles schwierige Probleme, doch wir haben zumindest eine Idee, wie wir sie angehen, und grobe Vorstellungen, wie ihre Lösungen aussehen könnten. Unsere Erfahrung in der ersten Person hingegen liegt jenseits traditioneller naturwissenschaftlicher Methoden. Der australische Philosoph David Chalmers spricht vom harten Problem des Bewusstseins.

Doch vielleicht ist Bewusstsein nicht das einzige Thema, das solche Probleme bereitet. Die alten Naturphilosophen Gottfried Leibniz und Immanuel Kant rangen mit einem weniger bekannten, aber gleichermaßen harten Problem der Materie. Was ist physikalische Materie in und aus sich selbst, hinter der mathematischen Struktur, wie sie die Physik beschreibt? Auch dieses Problem scheint jenseits der traditionellen Methoden der Wissenschaft zu liegen. Denn alles, was wir beobachten können, ist, was Materie tut, nicht, was sie in sich ist. Wir kennen die „Software“ des Universums, aber nicht seine letzte „Hardware“.

Oberflächlich betrachtet, scheinen die beiden Probleme vollständig getrennt. Aber bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass sie sehr tief verbunden sein könnten.

Bewusstsein ist ein vielschichtiges Phänomen, subjektive Erfahrung ist sein rätselhaftester Aspekt. Es ist nicht nur so, dass unsere Gehirne Information sammeln und verarbeiten. Sie unterliegen nicht nur biochemischen Prozessen. Sie erzeugen darüber hinaus einen lebendigen Reigen von Gefühlen und Erfahrungen wie rotsehen, sich hungrig fühlen oder verblüfftsein über philosophische Fragen. Es fühlt sich irgendwie an, man selber zu sein; und niemand anders wird das je so direkt wissen wie man selber.

mehr:
- Rätselhaftes Bewusstsein: Wie kommt der Geist in die Natur? (Hedda Hassel Mørch, FAZ, 24.01.2018)

siehe auch:
- Sind wir wie Roboter? (Post, 08.05.2015)
- Wir haben die Kunst… Keith Emerson nochmal, Teil 2 (Post, 28.12.2016, ganz unten)
- Dalí und Freud (Post, 24.16.2016)

Dienstag, 23. Januar 2018

Erich Fromm und die Neopsychoanalyse

In den zwanziger Jahren gab ein wachsender Pessimismus über die therapeutische Wirksamkeit der Psychoanalyse Anlass, die psychoanalytische Behandlungsmethode neu zu überdenken. In den USA gaben Kulturvergleiche den Anstoß, die gesellschaftlichen und kulturellen Aspekte bei der Behandlung psychischer Störungen einzubeziehen.
Der aufkommende Faschismus in Europa zwang viele der führenden Psychologen in die Emigration. 1926 übernahm Alfred Adler eine Gastprofessur an der Columbia University in New York und führte eine rege Vortragstätigkeit in den USA durch. Beides trug dazu bei, dass die Erkenntnisse seiner Psychologie damals in den USA eine größere Verbreitung fanden als in Europa.
1943 gründeten Frieda Fromm-ReichmannErich FrommHarry Stack SullivanClara Thompson sowie Janet und David Rioch das William Alanson White Institute of Psychiatry, Psychoanalysis and Psychology in New York. Dies war das erste Institut der „loyalen Opposition“ zum psychoanalytischen Establishment in den USA. 
[Neopsychoanalyse, Geschichte, Wikipedia, abgerufen am 23.01.2018]
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Erich Fromm - Humanismus und Psychoanalyse {37:27}

Am 08.12.2016 veröffentlicht
Humoresque
Ein Versuch zur gegenseitigen Verknüpfung zweier bedeutender Theorien. Gegen Ende des Vortrags stellt Erich Fromm seine Position zum Umgang mit Faschismus dar.
https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_F…

siehe auch:
- Erich Fromm – Neopsychoanalyse (greiner1.at, Vergasser und Datum unbekannt)
- Erich Fromm – Mein Glaube an den Menschen (Rainer Funk [Hg.], Leseprobe, PDF, beachte den letzten Absatz, S. 13!)
- Erich Fromm Leben zwischen Haben und Sein (Rainer Funk [Hg.], irwish.de, PDF)
- Persönlichkeitstheorien – Erich Fromm (C. George Boeree , Originaltitel: Personality Theories, ©1997, PDF, zu finden auf www.social-psychology.de)

Anregungen zu einer Psychoanalyse des europäischen „Rechtsrucks“ (Post, 10.12.2014)
- Einführung in das Leben Erich Fromms (Klaus Widerström, Internationale Erich-Fromm-Gesellschaft , Copyright © 2013)

Erich Fromm - ein jüdischer Denker: jüdisches Erbe, Tradition, Religion ( Domagoj Akrap , Lit Verlag, Wien, 2011, Leseprobe, GoogleBooks)
- Erich Fromms: Anatomie der menschlichen Destruktivität (Sven Fuchs, KriegsursachenBlog, 14.11.2011)
- Der Politiker Erich Fromm (Gerd Meyer, Archiv der Webseite http://www.hanflobby.de, Datum unbekannt)

Vom Umgang mit Ohnmachtserfahrungen (Georg Osterfeld, Beitrag zur Einführung in die Jahrestagung der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft „Vom Umgang mit Ohnmachtserfahrungen“ am 21. Mai 2004 in Gummersbach. Der Beitrag wurde von der Redaktion um einige aktualpolitische Bezüge gekürzt. - Erstveröffentlichung in: Fromm Forum (Deutsche Ausgabe) 9 / 2005, Tuebingen (Selbstverlag) 2005, S. 22-26., Internationale Erich-Fromm-Gesellschaft, PDF)
- Erich Fromm Gesamtausgabe (HG: Rainer Funk, Leseprobe, GoogleBooks)
- Erich Fromm: Analytische Sozialpsychologie und visionäre Gesellschaftskritik (Burkhard Bierhoff, Westdeutscher Verlag, Opladen, 1993, Leseprobe, GoogleBooks)

Erich Fromm - Ein Gespräch (1980) {40:37}

Am 17.06.2013 veröffentlicht
PhilosophieKanal
"Die Normalen sind die Kränksten. Die Kranken sind die Gesündesten." (E. Fromm) Themen: Herkunft, Messianismus, Freudsche Analyse, Karl Marx & Religion, Kapitalismus, Christentum, Maske des Glücklichseins, Profit, "Maschinenmenschen", Arm und Reich, kommende Katastrophe sowie Verdrängung.
Mit Micaela Lämmle und Jürgen Lodemann. Fernsehinterview des Südwestfunks Baden-Baden, das zum 80. Geburtstag Fromms geführt wurde und dann als Interview zu seinem Tod am 19. März 1980 ausgestrahlt wurde.
Teil der "Erich Fromm - Vorträge, Gespräche und ein Portrait"-Playlist: https://www.youtube.com/playlist?list...
Hier befindet sich ein zweiteiliges Portrait von Erich Fromm: http://www.youtube.com/watch?v=7JVfcN...

Erich Fromm - Ein Portrait 1/2 {43:53}

Am 06.07.2012 veröffentlicht
PhilosophieKanal
Teil 1: "Leben durch Geschichte" (Rainer Otte, 1990) Teil 2: "Mut zum Menschen": http://www.youtube.com/watch?v=tAJh1f...

Erich Fromm - Ein Portrait 2/2 {44:11}

Am 06.07.2012 veröffentlicht
PhilosophieKanal
Teil 2/2: "Mut zum Menschen" (Rainer Otte, 1990)
Teil 1/2: "Leben durch Geschichte" (Rainer Otte, 1990)
http://www.youtube.com/my_videos_edit...
Teil der "Erich Fromm - Vorträge, Gespräche und ein Portrait"-Playlist: https://www.youtube.com/playlist?list...

Erich Fromm über den unglücklichen Menschen {7:29}

Am 19.05.2015 veröffentlicht
Psyche Gesellschaftskritik
Ganz allgemein gilt, dass nur der Mensch gierig ist, der unbefriedigt ist. Die Gier ist immer das Ergebnis tiefer Enttäuschung. Ob es um die Gier nach Macht, nach Essen oder etwas anderem geht, die Gier ist immer das Ergebnis einer inneren Leere.Zitat Erich Fromm

Erich Fromm - Der moderne Mensch und seine Zukunft {50:00}

Am 14.04.2015 veröffentlicht
Enlightenments Light
Erich Fromm (1900-1980)

Montag, 22. Januar 2018

Meditation: Wenn du still sitzt, geschieht etwas

Wenn du still sitzt, geschieht etwas {8:20 – Start bei 1:47}

Muho Nölke
Am 22.01.2018 veröffentlicht 
Geweckt wird man im Kloster Antaiji früh, sehr früh, noch vor dem Sonnenaufgang. Und sanft geschieht es auch nicht grade. Um viertel vor vier rennt Xavier über die Flure. Er ist heute der Jikijitsu und für den Tagesablauf verantwortlich. Seine trampelnden Schritte signalisieren jedem: In 15 Minuten beginnt in der Halle die Meditation, das sogenannte Zazen mit dem Gongschlag des Jikijitsu.
Die Meditierenden sitzen auf Kissen, manche auf richtigen Kissentürmchen. Der Lotussitz, eine kreuzbeinige Sitzposition empfiehlt sich nur Geübten. Zwei Stunden wird man so, unterbrochen nur vom Kinhin, einer 15-minütigen Gehmeditation, bewegungslos sitzen. Mit dem Gesicht zur Wand verharrt man ganz im Hier und Jetzt, erklärt Xavier, ein in Chile geborener Deutschlehrer: "Wenn man ganz still ist, dann fühlt man sich anders. Wenn du dich ständig bewegst, dann achtest du nur: Oh, hier juckt es oder wie lange haben wir noch? Wenn du ganz stille sitzt und einatmest und ausatmest und lässt alles, dann geschieht etwas."
"Oft wird gesagt, Zazen bedeutet, man setzt sich aufs Kissen und lässt los und man genießt dann die Ruhe des Geistes. Was aber passiert ist, man genießt es dann für fünf Minuten, zehn Minuten einfach nur stillsitzen zu dürfen. Aber spätestens nach 15 Minuten geht es dann los im Kopf und alle möglichen Dinge kommen hoch. Dieses innere Gespräch beginnt", sagt Muhō.
Nicht nur das sei hart, sagt Murillo aus Brasilien, der seit einem Jahr in Antaiji Zen praktiziert: "Du hast körperliche Schmerzen und dein Geist wird immer wieder abgelenkt. Jemand hat Zazen als einen Spiegel beschrieben, in dem man sich selbst sieht. Man kann sich davor nicht verstecken. Es ist nicht immer schön, aber man lernt auch viel über sich. Besonders während der Sesshin-Tage. In diesen Momenten frage ich mich schon: Was mache ich hier?"
Als "Sesshin-Tage" werden die ersten fünf Tage eines jeden Monats bezeichnet, an denen 15 Stunden täglich mit kleinen Unterbrechungen meditiert wird. Da kommt man schnell an seine Grenzen, sagt Markus aus Berlin, der ein paar Monate hier bleiben will: "Dann hörst du morgens immer diese Trommel und wenn du die Trommel schon hörst, dann denkst du: Das kann nicht sein! Heute ist erst der dritte Tag, wie soll das jetzt weitergehen? Aber irgendwann merkst du auch: Okay, das geht. Ist ja komisch."

siehe auch:
Muho: Und wenn es mich das Leben kostet… (Post, 23.11.2018)
- Abt Muho, der große Markt der Meditation und die Karotte vor der Nase (Post, 25.05.2017)
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