Die Wahrscheinlichkeit, mit der Großstädter einem Unbekannten in einer Notlage beistehen, variiert beträchtlich von Ort zu Ort. Eine aufwendige Vergleichsstudie deckte erstaunliche Zusammenhänge auf. mehr: - Hilfsbereitschaft unter Fremden (Robert V. Levine, Spektrum, 01.08.2003) Zitat:
Der Philosoph Jean-Jacques Rousseau schrieb im 18. Jahrhundert, Städte seien Abgründe für das Menschengeschlecht. Doch wie meine Erlebnisse in New York und Rangoon zeigten, sind nicht alle Städte gleich. Orte haben wie Individuen ihre eigene Persönlichkeit. Welche Umgebung fördert Altruismus am meisten? In welchen Städten wird einer Person in Not am ehesten geholfen? Ich habe die letzten 15 Jahre fast ausschließlich dieser Frage gewidmet.
Meine Studenten und ich sind durch die USA und viele Länder der Welt gereist, um zu beobachten, wo Passanten einem Fremden am bereitwilligsten beistehen. In jeder der untersuchten Städte führten wir fünf verschiedene Feldversuche durch. Unsere Studien konzentrierten sich auf einfache Hilfeleistungen, die kein großes Heldentum erfordern: Wird ein unabsichtlich fallen gelassener Schreibstift von einem vorbeigehenden Fußgänger aufgehoben? Wird einem Menschen mit verletztem Bein geholfen, wenn er eine Zeitschrift vom Boden aufzuheben versucht? Wird jemand einen Blinden über eine verkehrsreiche Kreuzung geleiten? Wird jemand bereit sein, einen Vierteldollar in kleinere Münzen zu wechseln? Nehmen sich Leute die Zeit, einen adressierten und frankierten Brief, der anscheinend verloren gegangen ist, einzuwerfen?
Zuhause sind es in der Regel die Frauen? Neue Zahlen des Bundesamts für Statistik
Erwerbstätige Väter im Alter von 25 bis 49 Jahren leisten die meisten wöchentlichen Arbeitsstunden ab, im statistischen Durchschnitt 42. Danach kommen Männer ohne Kind mit 41 Stunden.
Warum Väter mehr Zeit an ihrem Arbeitsplatz verbringen - ob sie den Küchenarbeiten, der Wäsche, dem Einkaufen, dem Aufräumen, anderen lustvollen Hausarbeiten oder der manchmal mühevollen Betreuung des Nachwuchses aus dem Weg gehen oder ob sie einfach mehr Verantwortung im Job übernehmen, um Einkünfte zu sichern - dazu liefern die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts keinerlei Hinweise.
Anhand der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit der erwerbstätigen Mütter, "rund 27 Stunden" (in ganz Deutschland und nicht nur im Westen, wie zuvor versehentlich geschrieben, Einf. d.A), und damit 10 Stunden weniger als gleichaltrige Frauen "ohne im Haushalt lebendes Kind", läßt sich jedoch eine Beobachtung bestätigen, die aus dem Bekanntenkreis stammt: Die Paare mit Kindern, bei denen die Frau Vollzeit arbeitet und der Mann Teilzeit, sind noch immer die Ausnahme.
Es hält sich die herkömmliche Aufteilung: Der Mann verfolgt nach Geburt der Kinder den Beruf weiter, oft mit noch mehr Einsatz. Die Frau steckt beruflich zurück, begnügt sich mit einem Zusatzverdienst und steckt viel Zeit in den Haushalt, das Herumkutschieren und die Erziehung der Kinder sowie in die Organisation von Kindergeburtstagen.
Im Osten, wo bekanntermaßen die Kinderbetreuung seit Jahrzehnten staatlich besser geregelt war und das Selbstverständnis der Frauen und Mütter weniger traditionell verankert als etwa im Herdprämien-Bayern, fällt denn auch der Unterschied zwischen den Arbeitszeiten anders aus. mehr: - Väter arbeiten am längsten - am Arbeitsplatz (Thomas Pany, Telepolis, 12.05.2015) mein Kommentar: Wir wundern uns, weshalb Deutschlands Frauen so wenige Kinder bekommen. Was ich in den letzten Wochen anläßlich des Streiks der Erzieher im Fernsehen gehört und gesehen habe ist, daß Kinder hauptsächlich als Belastung wahrgenommen werden…
Krähen vollbringen geistige Leistungen, die nur Menschen und Affen zugetraut wurden: Sie ordnen Spielkarten nach abstrakten Kategorien - für die Lösungen müssen sich Menschen sehr konzentrieren.
Hamburg - Krähen können abstrakte Zusammenhänge erkennen - und zwar spontan, ohne vorheriges Training. Das schreiben Forscher aus Russland und den USA, die zwei Aaskrähen verschiedenen Tests unterzogen, in der Fachzeitschrift "Current Biology".
mehr: - Intelligenz: Krähen lösen abstrakte Aufgaben (Elena Zelle, SPIEGEL, 22.12.2014) - Tiere haben Bewusstsein (mmnews, 24.10.2013)
Mit dem Finger auf Zahlen tippen? Mit einem Partner Probleme lösen? Alles kein Problem für Schimpansen. Sie könnten viel klüger sein als bisher angenommen, vermuten Forscher. Manche Aufgaben bewältigen sie sogar besser als Menschen.
Können Tiere denken? (Doku) [52:07]
Veröffentlicht am 21.04.2013 Sind Tiere in der Lage, ihre bisherigen Erfahrungen zu nutzen und sie in einer neuen Art zu kombinieren, um Probleme zu lösen? Die Wissenschaftsdokumentation begleitet bedeutende Forscher verschiedener Disziplinen, die sich von bisher gültigen Lehrmeinungen über die Intelligenz von Tieren verabschieden. Sie präsentiert Tests und Feldversuche, mit denen die erstaunlichen Fähigkeiten von Tieren im Hinblick auf Abstraktionsfähigkeit, soziales Denken, Kommunikation sowie Raum- und Zeitverständnis untersucht werden. Die Wissenschaftler wollen vor allem herausfinden, was in den Köpfen von Tieren vorgeht, und ob man diese Vorgänge vielleicht als Denkprozesse bezeichnen könnte. An mehreren Beispielen wird gezeigt, dass die bisher angenommenen Unterschiede zwischen Menschen und Tieren im kognitiven Bereich immer mehr schwinden.
Hochgeladen am 13.01.2012 Intelligenzbestien - 3sat hitec vom 05.07.2010
Schimpansen und Orang-Utans gelten als die intelligentesten Tiere der Welt. Sie erkennen sich im Spiegel, verstehen, was die anderen Affen in ihrer Gruppe vorhaben. Aber Forscher finden langsam auch andere Tiere, die ihr Spiegelbild erkennen Raben, Elstern und Delphine zum Beispiel. Müssen wir unser Verständnis von Tieren überdenken
15 vorbestrafte junge Flüchtlinge leben seit März in einem Industriegebiet am Bullerdeich. Bald darauf brennt ihre Unterkunft. Sind die Jungs noch zu retten? mehr: - Junge Flüchtlinge – Am Ende der Welt (Sebastian Kempkens, ZEIT, 15.05.2015)
Er hat über ein Jahr lang lang versucht, mich rumzukriegen. Wir waren zwei Jahre lang befreundet, dann kamen wir uns näher. Als er mit seiner damaligen Freundin Schluss machte während ich auf dem College war, sagte er mir, dass er mit mir zusammen sein wollte. Dass er mich liebte und dass er mich brauchte.
Ich hatte noch nie einen Freund gehabt. Deshalb wollte ich natürlich einen. Aber ich zögerte, mich auf ihn einzulassen, denn er neigte dazu, um sich zu schlagen. Er entschuldigte sich danach immer. Und er sagte, dass er so sehr mit mir zusammen sein wollte, dass es ihm Schmerzen bereitete. Nachdem er mich monatelang wieder und wieder gefragt hatte, stimmte ich schließlich zu.
Was darauf folgte, war die übliche Phase des Verknalltseins in einer frischen Beziehung. Ich war noch auf dem College und er beendete gerade die High School. Wir reisten viel hin und her, um uns möglichst oft zu sehen, aber hauptsächlich war es eine Fernbeziehung. Wir telefonierten stundenlang, er machte mir Geschenke und sah mich an, als sei ich das Wertvollste auf der ganzen Welt.
Als er mit der Schule fertig war, kam er an mein College und wir verbrachten jede freie Sekunde miteinander. Also im selben Raum. Er hing die meiste Zeit vor seinem Computer. Wenn wir nicht in Kursen saßen, saß er vorm Computer und spielte "World of Warcraft" während ich auf seinem Laptop "Solitaire" spielte.
Wenn ich Witze über das Spiel machte, schrie er mich an. Wenn ich ausgehen oder etwas spontan unternehmen wollte, verbot er es mir. Er musste spielen und ich musste im selben Zimmer sein, weil er meine Anwesenheit als "beruhigend" empfand. Weil ich eine gute Freundin sein wollte, blieb ich. mehr: - Ich wusste nicht, dass ich in einer gewalttätigen Beziehung steckte, weil mein Freund mich nie geschlagen hat (Huffington Post, 11.05.2015)
Am Anfang war es Liebe… [1:47]
Veröffentlicht am 23.10.2014 Hinter den meisten Fällen von häuslicher Gewalt war einmal Liebe!
http://bit.ly/16-tage Häusliche Gewalt liegt vor, wenn Personen innerhalb einer bestehenden oder aufgelösten familiären, ehelichen oder eheähnlichen Beziehung physische, psychische oder sexuelle Gewalt ausüben oder androhen. Die enge Beziehung zwischen Opfer und Täter definiert, was zu häuslicher Gewalt gehört. In der Schweiz entfällt mit 15‘810 Straftaten (2012) ein beträchtlicher Anteil (39%) der Gewaltstraftaten auf den Bereich „Häuslicher Gewalt“. Beispielsweise geht etwa ein Drittel der statistisch erfassten Vergewaltigungen (197 Fälle im Jahr 2012) auf das „Konto“ der häuslichen Gewalt. Dieser Film entstand im Auftrag des cfds für die Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen". www.cfd-ch.org/16tage Projektleitung: Amanda Weibel, cfd Konzept und Regie: Elio Lüthi und Jasmina Courti Design und Animation: Studio Oiler / oiler.ch Sounddesign: Kurt Human Text: Christian Stüdi Sprecherin: Grit Röser
Kolumne „Zwischen den Zeilen“. Heute der, morgen die: In der Partnerwahl gibt es scheinbar unbegrenzte Möglichkeiten. Wie kann die echte Liebe da noch überleben? Und haben wir darüber die Fähigkeit zur Selbstliebe verloren?
Wer gefühlsduseligen Zuspruch in der Literatur sucht, ist mit Philip Roth schlecht beraten. In Roths Roman „Sabbaths Theater“ onaniert der Protagonist und Puppenspieler Sabbath auf das Grab der Geliebten. Es ist seine Art der Trauer. Und während der Leser noch darüber nachsinnt, ob er diesen Akt für eine wunderliche Perversion im besten Sinne halten und verurteilen soll, lässt der Autor die vielen anderen Liebhaber der Toten nach und nach ebenfalls auf das Grab der Geliebten masturbieren.
Die Individualität des Scheiterns
So entsteht Komik und Bande. Ein Liebesritual schwitzender, masturbierender, alternder Männer, die sich nicht anders zu helfen wissen, als ein diffuses Gefühl (das man durchaus Liebe nennen könnte) fleischig und wulstig auf ein Grab und in die Welt zu tragen. Der Onanieakt wird schließlich zur alle einenden Gemeinsamkeit. Der Lebenden wie der Toten. Zu einer in seiner verzweifelnden Ausführung durchaus tröstenden Handlung.
In Roths bizarrer Geschichte steckt die Erkenntnis, dass sich Menschen sogar in der vielleicht extremsten Form einer Liebesbekundung ähneln. In der Liebe sind wir alle gleich. Austauschbar. Sie ist die wohl schönste Form der Beliebigkeit. Glück egalisiert. Erst im Scheitern erwächst so etwas wie Individualität.
Doch auch in der Liebe will man gleich und gleichzeitig anders sein. Sabbath ist anders und dennoch nicht anders genug.
Es gilt, leidenschaftlich zu lieben, wie es das Bild der romantischen Liebe in Literatur und Film vorgibt – und dabei sein Glück ganz individuell zu finden. Die Liebe scheitert nicht selten bei eben diesem Versuch, das individuelle Glück auf einem kollektiven Versprechen zu betten.
„Millionen Menschen verschwenden riesige Mengen Energie, indem sie verzweifelt versuchen, die Realität ihres Lebens mit dem unrealistischen Mythos der romantischen Liebe in Einklang zu bringen“, schreibt der Psychiater M. Scott Peck. [siehe auch: Wolfgang Scherf, Zarte Sehnsuch, süßes Hoffen ,Word-Dokument-Download]
Liebe wird heute an unerhörte Erwartungen geknüpft. Das Glück in der Liebe zu suchen, wird zur gesellschaftlichen Konvention. Liebe wird zum Ideal, teilweise bis zur Unkenntlichkeit aufgeblasen. Wer nicht liebt, lebt nicht. Zu lieben wird zentraler Bestandteil im festen Programm individualisierter Selbstverwirklichung. Wir knüpfen all unser Glück dieser Welt an ein einziges Gefühl. An einen einzigen (möglicherweise zuvor völlig fremden) Menschen. Die Gefahr des Scheiterns ist dabei permanent. Oder spieltheoretisch gesprochen: Liebe wird zum wohl größten Risiko, dass der moderne Mensch einzugehen bereit ist.
mehr: - Selbstlosigkeit versus Egomanie: Lieben – oder lieber lassen? (Timo Stein, Cicero, 15.05.2015) Conversation: Philip Roth [9:10]
Human Rights Watch berichtet, dass Insassen mit psychischen Störungen häufig Opfer von Gewalt des überforderten Gefängnispersonals werden Die Kassen vieler US-Bundesstaaten sind klamm, also wird gespart, zum Beispiel bei den staatlichen psychiatrischen Kliniken. Viele wurden in den letzten Jahren geschlossen. Die Folge ist, dass Gefängnisse deren Aufgaben bei straffällig gewordenen Personen mit psychischen Störungen übernommen haben. Sie sind ihnen aber nicht gewachsen. Das hat Auswüchse, die Höllenkreisen gleichkommen, wie ein Bericht der Organisation Human Rights Watch darlegt: Gegen die psychisch erkrankten Häftlinge wird deutlich mehr Gewalt angewendet als gegen die anderen Insassen der Strafvollzugsanstalten. Es sind viele: Etwa 360.000 Häftlinge in US-Strafvollugsanstalten sollen laut einer Schätzung an ernsthaften psychischen Störungen leiden, an Schizophrenie, bipolarer Störung oder schweren Depressionen. 15 Prozent der Häftlinge in Staatsgefängnissen ("Prisons") und 24 Prozent der Insassen lokaler Haftanstalten ("Jails") leiden an psychotischen Symptomen, verbunden mit Wahnvorstellungen, ist im HRW-Bericht zu erfahren. mehr: - US-Gefängnisse: Hölle für psychisch erkrankte Häftlinge (Thomas Pany, Telepolis, 12.05.2015)
Rassenkrieg und USA Doku deutsch Gefängnis [42:22]
Veröffentlicht am 11.05.2015
Rassenkrieg und USA Doku deutsch Gefängnis BITTE ABONNIEREN für weitere Deutsche DOKUS!!! Doku deutsch 2015. Danke
Ein Gefängnis ist eine meist staatliche, teilweise inzwischen auch privat geführte Anstalt zur sicheren Unterbringung von Untersuchungs- und Strafgefangenen. Sie besteht baulich in der Regel aus einem weitflächigen Areal mit äußeren Schutzeinrichtungen (Zaunanlage oder Mauer mit Wachtürmen) sowie im Inneren aus Gebäuden zur Unterbringung der Gefangenen, des Wachpersonals sowie zur Aufnahme von Sozialeinrichtungen. Die gut einsehbaren Freiflächen dienen nicht nur zum zeitweisen Aufenthalt der Häftlinge im Freien, sondern auch zur besseren Überwachung der Zaunzugänge.