Samstag, 13. Oktober 2018

Immer vernetzt – Wenn das Gehirn überfordert ist

Smartphones, Computer, Tablets digitale Geräte durchdringen heute alle Lebensbereiche des modernen Menschen. Diese permanente Informationsüberflutung gilt besonders in der Arbeitswelt als ein Auslöser für mentale Erschöpfung und Stress. Basierend auf unterschiedlichen Untersuchungen beleuchtet die Dokumentation die Risiken der digitalen Vernetzung.
mehr:
- Immer vernetzt Wenn das Gehirn überfordert ist (Arte, 13.10.2018, 22:55h)
52 Min. Verfügbar von 06/10/2018 bis 11/12/2018
Live verfügbar: ja
Nächste Ausstrahlung am Samstag, 13. Oktober um 22:55

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Immer vernetzt - Wenn das Gehirn überfordert ist - Arte Doku 2016 HD {2:10:01}

仲志闕
Am 05.02.2018 veröffentlicht 
Die Hälfte der Weltbevölkerung surft heute im Internet, täglich tauschen wir über digitale Geräte riesige Datenmengen aus. EMails, Blogs und soziale . Die Hälfte der Weltbevölkerung.
Wahrnehmung von Zeit stößt auf ihre Grenzen und ist ein unbegreifliches Phänomen. Ein grundsätzlicher Unterschied zum Raum ist doch auch, dass man sich . Im Kosmos tritt der Zusammenhang.
Die Hälfte der Weltbevölkerung surft heute im Internet, täglich tauschen wir über digitale Geräte riesige Datenmengen aus. E-Mails, Blogs und soziale . Die Hälfte der Weltbevölkerung.
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Donnerstag, 11. Oktober 2018

Der Wert des Reinen Beobachtens für die Formung des Geistes

Ein großer Teil des Leidens in der Welt entsteht nicht so sehr durch bewußte Schlechtigkeit als durch Unachtsamkeit, Unüberlegtheit, Voreiligkeit und Unbeherrschtheit. Ein einziger Moment der Besinnung würde oft genügen, um eine weitreichende Verkettung von Un­heil oder Schuld zu verhindern. Hier gilt wahrlich: Zeit gewonnen, alles gewonnen! Das Innehalten, an das man sich durch die Haltung des Reinen Beobachtens gewöhnt, ermöglicht es nun, eben jenen entscheidenden Moment zu erfassen und gleichsam festzuhalten, wo der Geist noch formbar ist, sich noch nicht festgelegt hat. Denn das Reine Beobachten verlangsamt oder hemmt den Übergang von der rezeptiven zur aktiven Geisteshaltung und gibt so der Entscheidung eine längere Frist. Solche Verlangsamung ist von großer Wichtigkeit, so lange das Unheilsame und nicht das Heilsame im menschlichen Geiste eine starke Spontaneität besitzt und sich unmittelbar durchzusetzen sucht. Durch das Innehalten wird Voreiligkeit in Wort und Tat verhindert, und weises Überlegen und Selbstkontrolle werden sich besser durchsetzen können. Wenn unerwünschte und unüberlegte Reaktionen sich dann nicht mehr so häufig und gewohnheitsmäßig einstellen, wird dadurch die Formbarkeit und Zugänglichkeit des Geistes beträchtlich wachsen.

Das Reine Beobachten gibt uns ferner Zeit für die Überlegung, ob in der gegebenen Situation überhaupt eine Aktivität oder Stellungnahme erforderlich oder ratsam ist.Besonders das Abendland zeigt eine allzu schnelle Bereitwilligkeit zu unnötigem und unerbetenem Eingreifen und Sich-Einmischen. Hierin liegt eine weitere vermeidbare Ursache vielen Leides und vieler überflüssiger Komplikationen des inneren und äußeren Lebens. Reines Beobachten führt zur Entwöhnung davon und, durch den sich daraus ergebenden Fortfall unnötiger Spannungen, wiederum zu einer größeren Bildsamkeit des Geistes.

Das Reine Beobachten richtet sich auf die Gegenwart und lehrt, was so viele nicht mehr können, bewußt in der Gegenwart zu leben. Wachsam auf seinem Auslug, läßt es die Dinge aus der Zukunft auf sich zukommen, zur Gegenwart werden und in die Vergangenheit entgleiten, ohne an ihnen zu haften. Wieviel Energie wird verschwendet durch fruchtloses Zurücksehnen nach der Vergangenheit, durch ein sinnlos-geschwätziges «Wiederkäuen» (in Wort oder Gedanke) all ihrer Banalitäten sowie durch vergebliche Reue! Wie viele Kräfte werden vergeudet durch Gedanken an die Zukunft, wie Hoffen und Planen, Fürchten und Sorgen! Auch dies ist wieder eine der durch das Reine Beobachten vermeidbaren Quellen des Leids und der Enttäuschung. Indem das Reine Beobachten uns immer wieder auf die Gegenwart verweist, bringt es uns wieder in den Besitz unserer Freiheit, die nur in der Gegenwart zu finden ist.8

Die Gedanken an Vergangenheit und Zukunft bilden auch ein Hauptmaterial für das halbbewußte Tagträumen, dessen zähklebrige Gedankenmasse den engen Raum des gegenwärtigen Bewußtseins verstopft und keine Möglichkeit zu seiner Formung gibt, ja es immer formloser macht. Diese Tagträume sind auch ein Haupthindernis der Konzentration. Ein Mittel, ihnen zu entgehen, ist die sofortige Hinwendung zum Reinen Beobachten, sobald keine Notwendigkeit oder kein Impuls zu zielgerichtetem Denken oder Handeln besteht und somit ein geistiges Vakuum droht, dessen sich diese Tagträume gern bemächtigen. Sind sie bereits aufgetreten, so braucht man sie nur selber zum Gegenstand der Beobachtung zu machen, um ihnen ihre den Geist entkräftende Wirkung zu nehmen und sie zu vertreiben. Dies ist auch ein Beispiel für jene «Verwandlung von Meditations-Störungen in Meditations-Objekte», von der später gesprochen werden soll.

aus: Nyanaponika, Geistestraining durch Achtsamkeit (Buddhistische Handbibliothek, Verlag Beyerlein & Steinschulte, S. 35f.)
siehe auch:
- Der Wert des Reinen Beobachtens für die Erkenntnis (Post, 24.09.2018)
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Mittwoch, 10. Oktober 2018

Darauf stehen Männer beim Sex

Männer und Sex: Wie mögen sie ihn am liebsten? Was törnt Kerle im Bett ab? Und wie leben Männer ihre Sexualität mit 18, 30 und 45 aus? Wir haben alle Antworten:

Inhalt 
  1. Auf was stehen Männer im Bett wirklich? 
  2. Auf was stehen Männer im Bett: Liebe, Vertrauen, Glück als perfekte Sexformel 
  3. Das stresst Männer beim Sex 
  4. Was Männer wollen im Bett: begehrt und verführt werden! 
  5. Auf was stehen Männer im Bett: Zeige deinem Partner, dass du ihn begehrst 
  6. Was ist für Männer guter Sex? 

Was wollen Männer im Bett? Mögen sie es wirlich am liebsten hart, wild und ausgefallen? Von wegen! 1.043 Mutige verrieten in einer Sex-Studie, wonach sich Männer beim Liebesspiel wirklich sehnen, und was sie stresst.
mehr:
- Studie Sex-Vorlieben Männer: Was Männer im Bett wirklich wollen – und was sie stresst (Marija Latkovic, Cosmopolitan, 10.10.2018)

Dr. Ruth: Show your man what you need {1:11}

HLN
Am 04.12.2012 veröffentlicht 
On Wednesday night, HLN’s Dr. Drew welcomed the mother of all sex therapists, Dr. Ruth Westheimer.The legendary personality took a few moments during the night’s sex and relationship-themed show to address arousal issues a woman may have with her man.“You have to take his hand and you have to show him what you need… don't expect him to know it by himself,” she explained.Watch the full and rather intimate clip in the video player above. For more informaton please visit http://www.hlntv.com/video/2012/08/29...
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Freitag, 5. Oktober 2018

Transgender und Arschlöcher

Ich bin Sophia! Leben als Transgender-Kind | WDR Doku {29:05}

WDR Doku
Am 23.09.2018 veröffentlicht 
Liebe Community,
aufgrund einer Vielzahl von beleidigenden Kommentaren haben wir uns dazu entschieden, die Kommentar-Funktion dieses Videos zu sperren. Wir finden das sehr schade, haben uns aber zum Schutz des Kindes dazu entschlossen. Wir danken allen, die konstruktiv und sachlich über unsere Dokumentation diskutiert haben.
Sophia ist gerade zehn Jahre alt geworden und ist transgender. Sie sieht aus wie ein Mädchen und fühlt sich als Mädchen. Geboren wurde Sophia aber als Junge. Mit gerade mal vier Jahren beschloss sie, kein Junge mehr zu sein. Sie will nur noch Röcke und Kleider tragen und lässt sich die Haare lang wachsen. Am Anfang dachten ihre Eltern, es sei vielleicht nur eine Phase. Doch Sophia ist sich sicher: „Ich bin als Junge auf die Welt gekommen, aber ich war immer schon ein Mädchen. Schon seit ich ganz klein bin!“. Sie reagiert aggressiv, wenn sie mit ihrem alten Namen angesprochen wird.
Teil 1 der Doku: https://www.youtube.com/watch?v=141Cc...
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Weitere Dokus zum Thema: https://www.youtube.com/watch?v=Emr5Z...
Ein Film für Menschen Hautnah von Norbert Lübbers.

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Das Abweichen von den jeweilig vorgegebenen Geschlechtsrollen wird üblicherweise sozial, häufig auch strafrechtlich oder religiös negativ sanktioniert. So wurde Jeanne d’Arc unter anderem deswegen verbrannt, weil sie sich weigerte, einen Eid abzulegen, niemals wieder Männerkleidung anzuziehen.
Während entsprechende Gesetze in Europa in den letzten Jahrzehnten abgeschafft wurden oder nie bestanden, gibt es selbst in einigen US-amerikanischen Counties noch Gesetze, die das öffentliche Tragen von nicht zum angeborenen Geschlecht gehöriger Kleidung (siehe Cross-Dressing) unter Strafe stellen; allerdings werden diese mit zunehmender Liberalisierung immer seltener angewandt.[14] Weiterhin gibt es in den meisten westlichen (Nord-West- und Westmitteleuropa sowie Nordamerika) sowie einigen anderen Ländern (zum Beispiel JapanIran) mittlerweile Gesetze, welche die rechtlichen Aspekte eines Geschlechtsrollenwechsels regeln. In vielen nicht-westlichen Ländern allerdings wird entsprechendes Verhalten wesentlich härter bestraft, bis hin zur Todesstrafe (beispielsweise in vielen Ländern mit islamischer Mehrheit).
[Transgender, Reaktionen und Sanktionen, Wikipedia, abgerufen am 06.10.2018]
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Montag, 24. September 2018

Der Wert des Reinen Beobachtens für die Erkenntnis

Das Reine Beobachten läßt die Dinge zunächst selber sprechen; es erlaubt ihnen, sich gleichsam auszusprechen. Es läßt sie ausreden, ohne sie durch ein voreiliges abschließendes Urteil zu unterbrechen, wenn sie noch so vieles zu sagen haben. Weil das Reine Beobachten die Dinge immer wieder neu sieht, ohne die nivellierende Wirkung gewohnheitsmäßiger Urteile, deshalb werden die Dinge auch häufiger Neues zu sagen haben. Das geduldige Innehalten beim Reinen Beobachten eröffnet manchmal gleichsam mühelos tiefe Einblicke und erschließt verborgene Beziehungen, die sich dem ungeduldigen Zerren eines allzu aggressiven Intellekts versagen. Das entweder vorschnelle oder gewohnheitsmäßige Be-werten oder Behandeln der Dinge (in Tat und Gedanke) versperrt oft wichtige Erkenntnisquellen. Der westliche Geist muß vom östlichen wieder lernen, sich auch rein empfangend verhalten zu können und dies nicht nur als ein Mittel der Stillewerdung, sondern auch der Erkenntnis.
Es sollen nun einige Beispiele dafür gegeben werden, wie das Reine Beobachten zur Erkenntnis des menschlichen Geistes beitragen kann.
Im Licht des Reinen Beobachtens wird der scheinbar einheitliche Vorgang eines einzelnen Wahrnehmungsaktes allmählich deutlich werden als eine schnell ablaufende Folge mehrerer, differenzierter Phasen, von denen jede ihre eigene Funktion zum Endergebnis eines vollständigen Erkenntnisaktes beiträgt. Wenn wir einen Gegenstand sehen, z.B. eine große, rote Rose, so glauben wir gewöhnlich, daß dies ein einheitlicher, uns unmittelbar gegebener Seheindruck ist. Doch was wir zu allererst wahrnehmen, ist bloß ein Farbfleck, der sich von seiner Umgebung in Farbe und Umrissen absetzt. Einzelheiten der Form und Struktur werden erst durch eine Folge weiterer, schnell ablaufender Wahrnehmungsakte hinzugefügt, die den Gegenstand gleichsam von allen Seiten abtasten. Wenn es sich um ein für den Betrachter neues oder nur selten wahrgenommenes Objekt handelt, so wird dieser Vorgang des Sammelns von Einzelmerkmalen dem Bewußtsein viel deutlicher werden als bei einem vertrauten Objekt.
Die Bezeichnung «Rose» aber, die wir scheinbar gleichzeitig jener Sehwahrnehmung geben, gehört zu einer ganz anderen Bewußtseinsklasse (nämlich zum geistigen Bewußtsein und nicht zum Sehbewußtsein) und stammt aus Erinnerungsbildern ähnlicher Sehwahrnehmun-gen und deren gewohnheitsmäßiger Assoziierung mit dem Wort «Rose». Und wiederum etwas gänzlich Verschiedenes ist das Werturteil «schön» und ein etwaiger Wunsch des Besit-zenwollens. Zunehmende Schärfe und Verfeinerung des Beobachtens wird eine Fülle wei-terer Einzeltatsachen zu Tage fördern, die wertvolle Einsichten vermitteln können, nicht nur über den Gegenstand selber, sondern auch über den Erkenntnisakt. Es dürfte auch unmittelbar klar sein, wie wichtig und auf schlußreich es ist, die Stadien der Begriffsbildung und Bewertung vom reinen Wahrnehmungsakt zu unterscheiden.
Bei einer methodischen Übung im Reinen Beobachten wird wahrscheinlich der erste starke Eindruck sein: die direkte und ständige Konfrontierung mit der allgegenwärtigen Vergänglichkeit, dem unaufhörlichen Wechsel. In der Lehre des Buddha ist die Vergänglich-keit (anicca) das erste der drei Merkmale aller Daseinsgebilde. Das Reine Beobachten zeigt uns nun bei uns selber, wie die einzelnen körperlichen und geistigen Vorgänge unaufhörlich geboren werden und sterben: und dies wird zu einer eindringlichen, hundertfältigen Illustrie-rung des Vergänglichkeitsmerkmals werden. Besonders eindrucksvoll wird dies sein bei den eigenen Gedanken und Gefühlen, mit denen sich ja der Mensch hauptsächlich identifiziert. Dieses Erlebnis der Wandelbarkeit wird im Verlauf der meditativen Übung an Stärke und Nachdruck gewinnen, und allmählich werden auch die anderen beiden Merkmale des Daseins, die Ich- und Substanilosigkeit (anattā), sowie die Leidhaftigkeit und Unzulänglich-keit (dukkha)bei eben denselben Meditationsobjekten zu Tatsachen eigener Erfahrung werden und nicht bloß abstrakte Begriffe bleiben. Solches Erfahrungswissen von der Ver-gänglichkeit ist aber der Einsatzpunkt für die Klarblicksmeditation (vipassanā-bhāvanā), deren Erkenntnisstufen mit der Einsicht in das Entstehen und Vergehen (udayabbaya-ñāna) der körperlichen und geistigen Vorgänge beginnen.
Obwohl die Tatsache der Vergänglichkeit alles Geschehens so allgemein bekannt ist, daß es nahezu banal ist, davon zu sprechen, so denken doch die meisten Menschen nur dann daran, wenn diese Vergänglichkeit sie persönlich, und meist schmerzhaft, berührt. Doch durch die Übung des Reinen Beobachtens wird es uns erst so recht zum Bewußtsein kommen, daß Vergänglichkeit unser ständiger Begleiter ist und daß selbst im Bruchteil einer Sekunde eine Veränderungsfrequenz abläuft, die sich dem normalen Beobachtungs- und Vorstellungsvermögen entzieht. Vielleicht zum erstenmal wird uns dann die wirkliche Be-schaffenheit der Welt, in der wir leben, zum vollen Bewußtsein kommen; nämlich ihre rest-los dynamische Natur, innerhalb deren statische Begriffe nur praktisch orientierende oder wissenschaftlich und philosophisch ordnende Bedeutung haben können. Wir beginnen nun, die Dinge zu sehen, wie sie wirklich sind; und dies gilt besonders von den «Dingen des Geistes», der geistigen Dingwelt. Das Geistige im Menschen kann in keiner seiner Äuße-rungen verstanden werden, ohne daß man weiß und sich auch dessen bewußt bleibt, daß es durch und durch dynamisch, d. h. wandelbar ist.
Indem das Reine Beobachten dem übenden direkten Einblick gewährt in die Tatsache und die Natur der Veränderlichkeit, leistet es einen wichtigen Beitrag zur Erkenntnis des Geistes. Die Tatsache der Veränderlichkeit wird jede statische Konzeption des Geistes ausschließen, d. h. den Glauben an unveränderliche psychische Substanzen in monistischer oder pluralistischer Form, sowie an unveränderliche Eigenschaften. Der Einblick in die Natur der Veränderlichkeit wird eine Fülle von Einzelheiten bieten über die dynamische Natur der geistigen Vorgänge; über den unterschiedlichen Charakter der körperlichen und geistigen Abläufe und ihre Wechselwirkung; sowie über die «Objektbindung» des Bewußtseins, das nach einer alten buddhistischen Definition eben in der Objekterkenntnis besteht. Es wird deutlich werden, daß der Geist nichts anderes ist als seine erkennende Funktion und daß sich dahinter keinerlei beharrende individuelle oder Seelensubstanz birgt. So wird der das Reine Beobachten Pflegende durch eigene Erfahrung zur Nicht-Ich-Lehre des Buddha(anattāgeführt werden.
Diese so einfache Methode des Reinen Beobachtens wird uns auch ebenso überra-schende wie hilfreiche Einsichten geben in den Mechanismus unserer Gefühle und Leiden-schaften, in die größere oder geringere Zuverlässigkeit unserer Denkfunktion, in unsere wahren oder vorgeschobenen Motive, unsere Vorurteile usw. Helles Licht wird fallen auf die schwachen wie auch starken Seiten unseres Charakters, und solche Selbsterkenntis wird unser Bemühen um Geistesschulung und Charakterbildung erfolgreicher machen. Dieser hier kurz umrissene Dienst des Reinen Beobachtens an der Erkenntnis des eigenen Geistes und der Dingwelt deckt sich mit der Haltung des echten Forschers und Wissenschaftlers: klare Bestimmung des Gegenstandes und der Begriffe, Ausschaltung oder doch Reduzierung des subjektiven Faktors, wache Aufnahmebereitschaft für die aus den Dingen selber kommende Belehrung, Zurückstellung des eigenen Urteils bis nach sorgfältiger und allseitiger Prüfung. Dieser echte Forschergeist, der sich in der Grundhaltung des Reinen Beobachtens manifestiert, wird die Buddha-Lehre stets dem Geiste wahrer Wissenschaft verbinden, wenn auch nicht notwendig jedem ihrer ja stets nur provisorischen Ergebnisse. Doch die Zwecke der Buddha-Lehre wie auch des Reinen Beobachtens sind nicht die der Wissenschaft und beschränken sich auch nicht auf die rein theoretische Erkenntnis des Geistes und seiner Inhalte. Sie richten sich vielmehr auf die Geistes- und Lebens-Formung.

aus: Nyanaponika, Geistestraining durch Achtsamkeit (Buddhistische Handbibliothek, Verlag Beyerlein & Steinschulte, S. 34f.)
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Montag, 27. August 2018

Streitgespräch: Verstanden-Werden ist oft wichtiger als Beruhigt-Werden

Viele kennen das: Der Partner regt sich auf, findet einfach kein Ende. Man will dann gegensteuern - regt sie oder ihn damit aber noch mehr auf. Paarberater Christian Thiel hat eine wirksamere Strategie für dieses Problem.

Christian Thiel hat Philosophie und Germanistik studiert, seit über 15 Jahren berät er Singles und Paare in seiner eigenen Praxis. Er veranstaltet außerdem Workshops und Einzelcoachings für Partnersuchende und hat mehrere Bücher zum Thema veröffentlicht. In all dieser Arbeit rund um Liebe, Lust und das Fehlen von beidem wird er immer wieder mit Fragen von Hilfesuchenden konfrontiert – von „Warum kritisiert sie mich so viel?“ bis „Ist er ein Psychopath“ reicht die Bandbreite. Diese Fragen bearbeitet er auf seinem Blog – hier beantwortet er eine Frage, die sich wohl viele schon mal in ihrem Beziehungsalltag gestellt haben:

„Meine Frau kommt oft sehr angespannt von der Arbeit und erzählt, was ihrer Meinung nach alles schiefgelaufen ist. Wenn ich sie dann beruhigen will und ihr rate, dass sie es nicht so wichtig nehmen soll, dann wird alles oft noch schlimmer und sie regt sich noch mehr auf. Ich weiß da einfach nicht mehr weiter.“

Wir haben einige Hinweise darauf, was Sie tun können und was Sie besser lassen sollten. Das, was Sie „beruhigen“ nennen zum Beispiel, das scheint nicht zu funktionieren.

Für alles, was wir in einer Partnerschaft tun, gibt es einen Gradmesser – und der ist die Wirksamkeit unserer Handlungen. Gelingen unsere Bemühungen – super. Gelingen sie nicht – dann sollten wir es nicht weiter mit dieser Strategie versuchen. Und nach Alternativen suchen.

Die beste Devise für ein gutes Paar lautet: „Wir beide gegen den Rest der Welt.“ Und genau gegen diese Regel verstoßen Sie wahrscheinlich bei Ihren Versuchen, Ihre Frau „zu beruhigen“. Wenn wir uns nicht hinter den anderen stellen, dann erhöht sich leider sein Stresspegel. Deshalb regt sie sich noch mehr auf.

mehr:
- „Wenn ich meine Frau beruhigen will, wird alles noch schlimmer“ (Christian Thiel, WELT, 27.08.2018)
siehe auch:
Darf sie nach 7 guten Jahren einfach so gehen? (Mann67, elitepartner.de, 26.02.2018)
Der Frauenversteher: Wenn Männer im Regen stehen (mainpost.de, 27.02.2015)
Kommunizieren, dass man keinen Versorger sucht? (Gast, elitepartner.de, 11.10.2014)
Wenn Frauen und Männer Unmögliches erwarten (Bettina Lewecke, WELT, 11.04.2008)
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Donnerstag, 23. August 2018

Michael Hochgeschwender | Prof. für Nordamerikanische Kulturgeschichte

Michael Hochgeschwender | Prof. für Nordamerikanische Kulturgeschichte | SWR1 Leute {30:34}

SWR1 Baden-Württemberg
Am 21.08.2018 veröffentlicht 
Er ist katholischer Theologe und Geschichtsprofessor, er hat einen Lehrstuhl für Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Maximilians-Universität in München. Und Michael Hochgeschwender ist nicht nur ein gefragter Gesprächspartner wenn es um die Geschichte der USA geht, sondern auch um die Präsidentschaft des Donald Trump, um das Ende alter Sicherheiten und Gewissheiten und um eine bevorstehende neue Weltordnung.