Menschen leben in unterschiedlichen Kulturen und sprechen die verschiedensten Sprachen. Deren Strukturen prägen in ungeahntem Ausmaß die Art und Weise, wie wir die Welt wahrnehmen.
Pormpuraaw ist eine kleine Siedlung der Aborigines am Westrand der Halbinsel Cape York in Nordaustralien. Ich bitte ein fünf Jahre altes Mädchen, nach Norden zu zeigen. Ohne zu zögern, deutet sie in eine bestimmte Richtung. Mein Kompass bestätigt: Sie hat Recht. Nach meiner Rückkehr in die USA stelle ich dieselbe Frage in einem Hörsaal der Stanford University. Vor mir sitzen angesehene, mehrfach ausgezeichnete Gelehrte; manche besuchen seit 40 Jahren Vorträge in diesem Saal. Ich bitte sie, die Augen zu schließen und nach Norden zu zeigen. Viele weigern sich, weil sie keine Ahnung haben, wo Norden liegt. Die Übrigen denken eine Weile nach und deuten dann in alle möglichen Richtungen. Ich habe diesen Versuch nicht nur in Harvard und Princeton wiederholt, sondern auch in Moskau, London und Peking – stets mit demselben Resultat.
mehr:
- Linguistik – Wie die Sprache das Denken formt (Lera Boroditsky, Spektrum, 15.03.2012)
Samstag, 12. Mai 2018
Dienstag, 1. Mai 2018
Beziehungstrauma und Identitätsverlustangst
»Sie haben ein Beziehungstrauma«, offenbarte mir meine Therapeutin. Statt schockiert oder wütend zu sein, war ich sehr froh und erleichtert und wusste gleich, dass sie Recht hat. Endlich sagt mir mal jemand, was mit mir los ist, dachte ich und fühlte mich das erste Mal im Leben so richtig wahrgenommen und erfühlt. Bei meiner Therapeutin, die mit mir nach der NARM-Methode (dem Neuroaffektiven Beziehungsmodell nach Heller und Lapierre) arbeitet, hole ich das nach, was ich nie gelernt habe: Kontakt zum eigenen Körper aufnehmen, die Wahrnehmung und das Äußern eigener Bedürfnisse, Vertrauen zu gesunder wechselseitiger Abhängigkeit aufbauen, authentischen Selbstausdruck äußern und zu guter Letzt die Verbindung von Liebe und Sexualität zulassen.
Ich habe kein Urvertrauen entwickeln können, für mich ist jede Begegnung mit einem Menschen mit Stress und Unsicherheit verbunden. Da ich von meinen primären Bezugspersonen ein unsicher-ambivalentes Verhalten übernommen habe (Kinder lernen durch Nachahmung), bin auch ich ein unsicher-ambivalenter Bindungstyp geworden. Unsicher-ambivalente Bindungstypen (nach dem Bindungsforscher John Bowlby gibt es noch unsicher-vermeidend und desorganisierte Bindungstypen) haben gleichzeitig zwei einander widersprechende Gefühle: Auf der einen Seite habe ich eine große Sehnsucht nach Nähe, auf der anderen Seite eine große Angst vor Autonomieverlust, ja Identitätsverlust, wenn ich der Sehnsucht nach Nähe und Geborgenheit nachgebe. Das führt zu einem dauernden lähmenden inneren Konflikt, der zu einer entsprechenden Handlungsunfähigkeit mit Gefühlen von Ohnmacht und Hilflosigkeit führt. Ich fühle eine große innere Leere, die ich mit Süchten voll stopfe, um den Schmerz nicht spüren zu müssen, der sich gebildet hat, weil ich nicht der sein durfte, der ich bin.
mehr:
- Beziehungstrauma (olli2308, welt.de/angst/community, Mai 2018)
Ich habe kein Urvertrauen entwickeln können, für mich ist jede Begegnung mit einem Menschen mit Stress und Unsicherheit verbunden. Da ich von meinen primären Bezugspersonen ein unsicher-ambivalentes Verhalten übernommen habe (Kinder lernen durch Nachahmung), bin auch ich ein unsicher-ambivalenter Bindungstyp geworden. Unsicher-ambivalente Bindungstypen (nach dem Bindungsforscher John Bowlby gibt es noch unsicher-vermeidend und desorganisierte Bindungstypen) haben gleichzeitig zwei einander widersprechende Gefühle: Auf der einen Seite habe ich eine große Sehnsucht nach Nähe, auf der anderen Seite eine große Angst vor Autonomieverlust, ja Identitätsverlust, wenn ich der Sehnsucht nach Nähe und Geborgenheit nachgebe. Das führt zu einem dauernden lähmenden inneren Konflikt, der zu einer entsprechenden Handlungsunfähigkeit mit Gefühlen von Ohnmacht und Hilflosigkeit führt. Ich fühle eine große innere Leere, die ich mit Süchten voll stopfe, um den Schmerz nicht spüren zu müssen, der sich gebildet hat, weil ich nicht der sein durfte, der ich bin.
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- Beziehungstrauma (olli2308, welt.de/angst/community, Mai 2018)
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Realitätskonstruktion
Mittwoch, 4. April 2018
Josef Rattner: Gentleman im kant'schen Sinne
Geburtstag Der Arzt und Psychotherapeut Josef Rattner hat den Personalismus ins 21. Jahrhundert gebracht. Heute wird er 90 Jahre alt
Das 20. Jahrhundert hat uns – trotz und neben der Inhumanitäten totalitärer Ideologien und zweier Weltkriege – kulturelle Errungenschaften hinterlassen, von denen wir zukünftig zehren und die wir günstigenfalls weiter entwickeln werden. Dazu zählt auch der Personalismus, der durch Emmanuel Mounier (1905-1950) mit dessen 1932 gegründetem Journal Esprit, das er als „personalistisches Blatt im Kampf gegen die etablierte Unordnung“ verstand, bekannt wurde. Sein personalistisches Manifest (1936) war jenseits der Ismen (Sozialismus, Kommunismus, Kapitalismus, Nationalismus, Liberalismus) angesiedelt und stellte das Individuum (die Person) ins Zentrum seiner Überlegungen. Faschismus, Bolschewismus, der Zweite Weltkrieg und der darauf folgende Kalte Krieg ließ kulturelle Innovationen des 20. Jahrhunderts in Vergessenheit und verkümmern – so auch den Personalismus. Einer von wenigen, der die personalistische Tradition aufgegriffen, modifiziert und ins 21. Jahrhundert transponiert hat, ist Josef Rattner.
Rattner wurde am 4. April 1928 in Wien geboren. Nach dem sogenannten Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich 1938 ging seine Familie in die Schweiz, wo sie politisches Asyl erhielt. Ab 1947 studierte Rattner in Zürich Philosophie, Psychologie und Germanistik; sein Hang zum Generalisten- statt zum Spezialistentum war für diese Studienwahl mitentscheidend. Er hörte Philosophie bei Karl Barth und Wilhelm Keller; Emil Staiger, damals Papst der deutschsprachigen Literaturwissenschaft, war sein Lehrer in Germanistik. Seine Studien schloss er 1952 mit einer Dissertation bei Wilhelm Keller über Das Menschenbild in der Philosophie Martin Heideggers ab.
Seine psychotherapeutische, individualpsychologische Ausbildung und Lehranalyse erfuhr Rattner bei Friedrich Liebling. Liebling stammte aus Wien, wo er Alfred Adler persönlich erlebt hatte, und war 1938 in die Schweiz emigriert. Zusammen mit Liebling entwickelte Rattner in Zürich das Modell der Großgruppentherapie. Dabei kamen fünfzig und mehr Patienten und Zuhörer zusammen, die unter der Anleitung von Liebling und Rattner ihre persönlichen Probleme vortrugen.
Parallel zu seiner psychotherapeutischen Tätigkeit studierte Rattner von 1957 bis 1963 in Zürich noch Medizin. Dieses Studium schloss er mit einer preisgekrönten Promotion über Das Wesen der schizophrenen Reaktion ab. Sein Doktorvater war Manfred Bleuler, der damalige Leiter der psychiatrischen Universitätsklinik Burghölzli (und Sohn des berühmten Psychiaters Eugen Bleuler, der als erster für die Erkrankung der Dementia praecox den Begriff Schizophrenie verwendet hatte).
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Das 20. Jahrhundert hat uns – trotz und neben der Inhumanitäten totalitärer Ideologien und zweier Weltkriege – kulturelle Errungenschaften hinterlassen, von denen wir zukünftig zehren und die wir günstigenfalls weiter entwickeln werden. Dazu zählt auch der Personalismus, der durch Emmanuel Mounier (1905-1950) mit dessen 1932 gegründetem Journal Esprit, das er als „personalistisches Blatt im Kampf gegen die etablierte Unordnung“ verstand, bekannt wurde. Sein personalistisches Manifest (1936) war jenseits der Ismen (Sozialismus, Kommunismus, Kapitalismus, Nationalismus, Liberalismus) angesiedelt und stellte das Individuum (die Person) ins Zentrum seiner Überlegungen. Faschismus, Bolschewismus, der Zweite Weltkrieg und der darauf folgende Kalte Krieg ließ kulturelle Innovationen des 20. Jahrhunderts in Vergessenheit und verkümmern – so auch den Personalismus. Einer von wenigen, der die personalistische Tradition aufgegriffen, modifiziert und ins 21. Jahrhundert transponiert hat, ist Josef Rattner.
Rattner wurde am 4. April 1928 in Wien geboren. Nach dem sogenannten Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich 1938 ging seine Familie in die Schweiz, wo sie politisches Asyl erhielt. Ab 1947 studierte Rattner in Zürich Philosophie, Psychologie und Germanistik; sein Hang zum Generalisten- statt zum Spezialistentum war für diese Studienwahl mitentscheidend. Er hörte Philosophie bei Karl Barth und Wilhelm Keller; Emil Staiger, damals Papst der deutschsprachigen Literaturwissenschaft, war sein Lehrer in Germanistik. Seine Studien schloss er 1952 mit einer Dissertation bei Wilhelm Keller über Das Menschenbild in der Philosophie Martin Heideggers ab.
Seine psychotherapeutische, individualpsychologische Ausbildung und Lehranalyse erfuhr Rattner bei Friedrich Liebling. Liebling stammte aus Wien, wo er Alfred Adler persönlich erlebt hatte, und war 1938 in die Schweiz emigriert. Zusammen mit Liebling entwickelte Rattner in Zürich das Modell der Großgruppentherapie. Dabei kamen fünfzig und mehr Patienten und Zuhörer zusammen, die unter der Anleitung von Liebling und Rattner ihre persönlichen Probleme vortrugen.
Parallel zu seiner psychotherapeutischen Tätigkeit studierte Rattner von 1957 bis 1963 in Zürich noch Medizin. Dieses Studium schloss er mit einer preisgekrönten Promotion über Das Wesen der schizophrenen Reaktion ab. Sein Doktorvater war Manfred Bleuler, der damalige Leiter der psychiatrischen Universitätsklinik Burghölzli (und Sohn des berühmten Psychiaters Eugen Bleuler, der als erster für die Erkrankung der Dementia praecox den Begriff Schizophrenie verwendet hatte).
mehr:
- Gentleman im kant'schen Sinne (Gerhard Danzer, Der Freitag, 04.08.2018)
Dienstag, 3. April 2018
Stress ist ansteckend – auch auf zellulärer Ebene
Die Traumen anderer können bei uns zu schwerwiegenden Symptomen führen
Dass man sich Emotionen und Stress bei seinen Mitmenschen "aufschnappen" kann, ist keine Imagination, sondern biochemisch messbar. Eine vor Kurzem in der Nature publizierte Studie zeigt, dass solch "übertragener" Stress in der Tat in gleichem Maße Spuren im Gehirn hinterlässt wie "echter" Stress.
Stress aktiviert neuronale Netzwerke, die das Individuum dazu befähigen sollen, auf Bedrohungen reagieren und überleben zu können. Selbst eine kurze Exposition mit einem Stressor löst langfristige Veränderungen an Synapsen aus. Für Menschen, Primaten und Nagetiere ist belegt, dass stressinduzierte Verhaltensweisen und hormonelle Veränderungen sich auf andere übertragen können. Auch dies macht evolutiv Sinn – den Gemütszustand unseres Gegenüber erfassen zu können, ist wichtig für den Aufbau sozialer Bindungen.
Soziale Übertragung synaptischer Veränderungen nach Stress
Bislang war nicht bekannt, ob übertragener Stress sich gleichartig auf Synapsen auswirkt wie selbst erlebter. Eine kürzlich in der Nature veröffentlichte Studie[1] beantwortet dies mit einem klaren "Ja".
Ein Forschungsteam aus Calgary studierte die zerebralen Auswirkungen von Stress an Pärchen von weiblichen und männlichen Mäusen, indem sie eine Maus von ihrem Partner trennten und moderatem Stress aussetzten. Nach Rückkehr zum Partner untersuchten sie bei beiden Mäusen die Reaktion einer spezifischen Population von Neuronen im Zwischenhirn, genauer den CRH-Neuronen des Nucleus paraventricularis (PVN). Diese steuern die zerebrale Reaktion auf Stress.
Das bemerkenswerte Ergebnis war, dass die CRH-Neurone der Partner, die selbst keinem Stress ausgesetzt waren, identische Veränderungen zu denen der tatsächlich gestressten Mäuse zeigten.[2]
mehr:
- Stress ist ansteckend – auch auf zellulärer Ebene (Esanum.de, 25.03.2018)
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Dass man sich Emotionen und Stress bei seinen Mitmenschen "aufschnappen" kann, ist keine Imagination, sondern biochemisch messbar. Eine vor Kurzem in der Nature publizierte Studie zeigt, dass solch "übertragener" Stress in der Tat in gleichem Maße Spuren im Gehirn hinterlässt wie "echter" Stress.
Stress aktiviert neuronale Netzwerke, die das Individuum dazu befähigen sollen, auf Bedrohungen reagieren und überleben zu können. Selbst eine kurze Exposition mit einem Stressor löst langfristige Veränderungen an Synapsen aus. Für Menschen, Primaten und Nagetiere ist belegt, dass stressinduzierte Verhaltensweisen und hormonelle Veränderungen sich auf andere übertragen können. Auch dies macht evolutiv Sinn – den Gemütszustand unseres Gegenüber erfassen zu können, ist wichtig für den Aufbau sozialer Bindungen.
Soziale Übertragung synaptischer Veränderungen nach Stress
Bislang war nicht bekannt, ob übertragener Stress sich gleichartig auf Synapsen auswirkt wie selbst erlebter. Eine kürzlich in der Nature veröffentlichte Studie[1] beantwortet dies mit einem klaren "Ja".
Ein Forschungsteam aus Calgary studierte die zerebralen Auswirkungen von Stress an Pärchen von weiblichen und männlichen Mäusen, indem sie eine Maus von ihrem Partner trennten und moderatem Stress aussetzten. Nach Rückkehr zum Partner untersuchten sie bei beiden Mäusen die Reaktion einer spezifischen Population von Neuronen im Zwischenhirn, genauer den CRH-Neuronen des Nucleus paraventricularis (PVN). Diese steuern die zerebrale Reaktion auf Stress.
Das bemerkenswerte Ergebnis war, dass die CRH-Neurone der Partner, die selbst keinem Stress ausgesetzt waren, identische Veränderungen zu denen der tatsächlich gestressten Mäuse zeigten.[2]
mehr:
- Stress ist ansteckend – auch auf zellulärer Ebene (Esanum.de, 25.03.2018)
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Der Nucleus paraventricularis ist ein Kerngebiet im Hypothalamus, also im Zwischenhirn. Sein Name leitet sich von seiner Lage neben dem dritten Ventrikel ab.
Die großen Nervenzellen dieses Kerngebiets produzieren das Hormon Oxytocin und in geringeren Mengen Antidiuretisches Hormon. Darüber hinaus enthält dieses Kerngebiet auch kleine Kerne, die das Releasing-Hormon CRH sezernieren, dieses wird allerdings an der Eminentia mediana in den primären hypophysären Pfortaderkreislauf (Primärplexus) abgegeben.
Die Zellfortsätze (Axone) des Nucleus paraventricularis bilden zusammen mit denen des Nucleus supraopticus den Tractus hypothalamohypophysialis. Über diese Nervenbahn werden das Oxytocin und ADH in die Neurohypophyse transportiert, wo es zwischengespeichert und bei Bedarf an das Blut abgegeben wird.
[Nucleus paraventricularis, Wikipedia, abgerufen am 03.04.2018]==========
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| Nucleus paraventricularis (Abb. gefunden bei Kenhub.com) |
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Donnerstag, 22. März 2018
Supraleitung auf einem Möbius-Band
Supraleiter sind Materialien, deren elektrischer Widerstand beim Unterschreiten der sogenannten Sprungtemperatur (abrupt) auf null fällt. Die Supraleitung wurde 1911 von Heike Kamerlingh Onnes, einem Pionier der Tieftemperaturphysik, entdeckt. Sie ist ein makroskopischer Quantenzustand.[1]
Viele Metalle, aber auch andere Materialien werden unterhalb ihrer Sprungtemperatur – auch „kritische Temperatur“ Tc genannt – supraleitend. Für die meisten Materialien ist diese Temperatur sehr niedrig; um Supraleitung zu erreichen, muss das Material im Allgemeinen mit verflüssigtem Helium(Siedetemperatur −269 °C) gekühlt werden. Nur bei den Hochtemperatur-Supraleitern genügt zur Kühlung verflüssigter Stickstoff (Siedetemperatur −196 °C).
Im supraleitenden Zustand bleibt bzw. wird das Innere des Materials frei von elektrischen und magnetischen Feldern. Ein elektrisches Feld würde durch die ohne Widerstand beweglichen Ladungsträger sofort abgebaut. Magnetfelder werden durch den Aufbau entsprechender Abschirmströme an der Oberfläche verdrängt, die mit ihrem eigenen Magnetfeld das innere Magnetfeld kompensieren. Ein nicht zu starkes Magnetfeld dringt nur etwa 100 nm weit in das Material ein; diese dünne Schicht trägt die Abschirm- und Leitungsströme. Dieser „Meißner-Ochsenfeld-Effekt“ kann beispielsweise eine supraleitende Probe im Magnetfeld schweben lassen.
Der Stromfluss durch den Supraleiter senkt die Sprungtemperatur. Die Sprungtemperatur sinkt auch, wenn ein äußeres Magnetfeld anliegt. Überschreitet das Magnetfeld einen kritischen Wert, so beobachtet man je nach Material verschiedene Effekte. Bricht die Supraleitung schlagartig zusammen, spricht man von einem Supraleiter erster Art oder vom Typ I. Supraleiter zweiter Art dagegen (Typ II) haben zwei kritische Feldstärken, ab der niedrigeren beginnt das Feld einzudringen, bei der höheren bricht die Supraleitung zusammen. In dem Bereich dazwischen dringt das Magnetfeld in Form mikroskopisch feiner Schläuche zunehmend in den Leiter ein. Der magnetische Fluss in diesen Flussschläuchen ist quantisiert. Supraleiter vom Typ II sind durch ihre hohe Stromtragfähigkeit interessant für technische Anwendungen.
Technische Anwendungen der Supraleitung sind die Erzeugung starker Magnetfelder – für Teilchenbeschleuniger, Kernfusionsreaktoren, Magnetresonanztomographie, Levitation – sowie Mess- und Energietechnik.
[Supraleiter, Wikipedia, abgerufen am 06.04.2018]==========
Superconducting Quantum Levitation on a 3π Möbius Strip {2:49}
Am
22.06.2016
veröffentlicht
Ithaca College Physics
Ithaca College Physics
From the Low Temperature Physics Lab:
Quantum levitation on a 3π Möbius strip track! Watch the superconductor levitate above the track and suspend below the track, without having to go across the edge.
Our track is not an "ordinary" Möbius strip with just one twist, but rather a Möbius strip with three twists -- 540 degrees, or 3π radians, thus, a 3π Möbius strip track.
You can also check out the video we made that documents the building of the track, if you want to make your own: https://www.youtube.com/watch?v=OQkzX...
If you have more questions about the physics or how we made the track, leave a comment below!
Quantum levitation on a 3π Möbius strip track! Watch the superconductor levitate above the track and suspend below the track, without having to go across the edge.
Our track is not an "ordinary" Möbius strip with just one twist, but rather a Möbius strip with three twists -- 540 degrees, or 3π radians, thus, a 3π Möbius strip track.
You can also check out the video we made that documents the building of the track, if you want to make your own: https://www.youtube.com/watch?v=OQkzX...
If you have more questions about the physics or how we made the track, leave a comment below!
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Ein Möbiusband, Möbiusschleife oder Möbius’sches Band ist eine Fläche, die nur eine Kante und eine Seite hat. Sie ist nicht orientierbar, das heißt, man kann nicht zwischen unten und oben oder zwischen innen und außen unterscheiden.
Es wurde im Jahr 1858 unabhängig voneinander von dem Göttinger Mathematiker und Physiker Johann Benedict Listing und dem Leipziger Mathematiker und Astronomen August Ferdinand Möbius beschrieben.[1]
[Möbiusband, Wikipedia, abgerufen am 06.04.2018]==========
Mittwoch, 21. März 2018
Das Libet-Experiment: Untersuchungen über das Ich
Als Libet-Experiment wurde die Messung des zeitlichen Abstands bekannt, der zwischen Nervenaktivität im Gehirn, die einer bestimmten Handbewegung einleitend vorausgeht, und dem erst danach erfolgenden Bewusstwerden der dazugehörenden Handlungsentscheidung liegt. Der Physiologe Benjamin Libet führte die Versuchsreihen 1979 durch. Ihre Bedeutung für die Philosophie des Geistes war Gegenstand lebhafter Diskussionen. Noch heute wird das Experiment häufig in der Debatte über das Konzept der menschlichen Willensfreiheit angeführt.
[Libet-Experiment, Wikipedia, abgerufen am 21.03.2018]==========
Siehe dazu auch:
- Die Libet-Experimente (©Michael Pauen, Philosophieverständlich, 03.05.2005)
The Libet Experiment: Is Free Will Just an Illusion? {1:55}
Am 29.07.2016 veröffentlicht
BBC Radio 4
Are our 'conscious decisions' just reports on what is already happening? Narrated by Harry Shearer. Scripted by Nigel Warburton.
From the BBC Radio 4 series - A History of Ideas.
http://www.bbc.co.uk/programmes/b04bwydw
This project is made in partnership with The Open University http://www.open.edu/openlearn/history...
and the animations were created by Cognitive.
Are our 'conscious decisions' just reports on what is already happening? Narrated by Harry Shearer. Scripted by Nigel Warburton.
From the BBC Radio 4 series - A History of Ideas.
http://www.bbc.co.uk/programmes/b04bwydw
This project is made in partnership with The Open University http://www.open.edu/openlearn/history...
and the animations were created by Cognitive.
siehe auch:
- Friedrich Nietzsche: Es denkt (Eric Schumacher, ZEITBlog, 20.11.2013)
- Die Außenperspektive – Das psychophysische Problem (in: Dieter Sturma, Philosophie des Geistes: Grundwissen Philosophie, ©2005, 2016 Philipp Reclam jun., Stuttgart, GoogleBooks)
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Identität,
Realitätskonstruktion,
Wissenschaft
Sonntag, 18. März 2018
Manfred Spitzer: "Die Todesursache Nummer eins heißt Einsamkeit"
Manfred Spitzer: "Die Todesursache Nummer eins heißt Einsamkeit" {28:55}
MDR KULTUR
Am 18.03.2018 veröffentlicht
Am 18.03.2018 veröffentlicht
Das neue Buch des Psychiaters, Hochschullehrers und Autors Manfred Spitzer heißt "Einsamkeit". Doch er beschreibt nicht nur einen Zustand, sondern macht Vorschläge, wie sich Menschen davor schützen können.
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