Freitag, 5. Oktober 2018

Transgender und Arschlöcher

Ich bin Sophia! Leben als Transgender-Kind | WDR Doku {29:05}

WDR Doku
Am 23.09.2018 veröffentlicht 
Liebe Community,
aufgrund einer Vielzahl von beleidigenden Kommentaren haben wir uns dazu entschieden, die Kommentar-Funktion dieses Videos zu sperren. Wir finden das sehr schade, haben uns aber zum Schutz des Kindes dazu entschlossen. Wir danken allen, die konstruktiv und sachlich über unsere Dokumentation diskutiert haben.
Sophia ist gerade zehn Jahre alt geworden und ist transgender. Sie sieht aus wie ein Mädchen und fühlt sich als Mädchen. Geboren wurde Sophia aber als Junge. Mit gerade mal vier Jahren beschloss sie, kein Junge mehr zu sein. Sie will nur noch Röcke und Kleider tragen und lässt sich die Haare lang wachsen. Am Anfang dachten ihre Eltern, es sei vielleicht nur eine Phase. Doch Sophia ist sich sicher: „Ich bin als Junge auf die Welt gekommen, aber ich war immer schon ein Mädchen. Schon seit ich ganz klein bin!“. Sie reagiert aggressiv, wenn sie mit ihrem alten Namen angesprochen wird.
Teil 1 der Doku: https://www.youtube.com/watch?v=141Cc...
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Weitere Dokus zum Thema: https://www.youtube.com/watch?v=Emr5Z...
Ein Film für Menschen Hautnah von Norbert Lübbers.

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Das Abweichen von den jeweilig vorgegebenen Geschlechtsrollen wird üblicherweise sozial, häufig auch strafrechtlich oder religiös negativ sanktioniert. So wurde Jeanne d’Arc unter anderem deswegen verbrannt, weil sie sich weigerte, einen Eid abzulegen, niemals wieder Männerkleidung anzuziehen.
Während entsprechende Gesetze in Europa in den letzten Jahrzehnten abgeschafft wurden oder nie bestanden, gibt es selbst in einigen US-amerikanischen Counties noch Gesetze, die das öffentliche Tragen von nicht zum angeborenen Geschlecht gehöriger Kleidung (siehe Cross-Dressing) unter Strafe stellen; allerdings werden diese mit zunehmender Liberalisierung immer seltener angewandt.[14] Weiterhin gibt es in den meisten westlichen (Nord-, West- und Westmitteleuropa sowie Nordamerika) sowie einigen anderen Ländern (zum Beispiel Japan, Iran) mittlerweile Gesetze, welche die rechtlichen Aspekte eines Geschlechtsrollenwechsels regeln. In vielen nicht-westlichen Ländern allerdings wird entsprechendes Verhalten wesentlich härter bestraft, bis hin zur Todesstrafe (beispielsweise in vielen Ländern mit islamischer Mehrheit).
[Transgender, Reaktionen und Sanktionen, Wikipedia, abgerufen am 06.10.2018]
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Montag, 24. September 2018

Der Wert des Reinen Beobachtens für die Erkenntnis

Das Reine Beobachten läßt die Dinge zunächst selber sprechen; es erlaubt ihnen, sich gleichsam auszusprechen. Es läßt sie ausreden, ohne sie durch ein voreiliges abschließendes Urteil zu unterbrechen, wenn sie noch so vieles zu sagen haben. Weil das Reine Beobachten die Dinge immer wieder neu sieht, ohne die nivellierende Wirkung gewohnheitsmäßiger Urteile, deshalb werden die Dinge auch häufiger Neues zu sagen haben. Das geduldige Innehalten beim Reinen Beobachten eröffnet manchmal gleichsam mühelos tiefe Einblicke und erschließt verborgene Beziehungen, die sich dem ungeduldigen Zerren eines allzu aggressiven Intellekts versagen. Das entweder vorschnelle oder gewohnheitsmäßige Be-werten oder Behandeln der Dinge (in Tat und Gedanke) versperrt oft wichtige Erkenntnisquellen. Der westliche Geist muß vom östlichen wieder lernen, sich auch rein empfangend verhalten zu können und dies nicht nur als ein Mittel der Stillewerdung, sondern auch der Erkenntnis.
Es sollen nun einige Beispiele dafür gegeben werden, wie das Reine Beobachten zur Erkenntnis des menschlichen Geistes beitragen kann.
Im Licht des Reinen Beobachtens wird der scheinbar einheitliche Vorgang eines einzelnen Wahrnehmungsaktes allmählich deutlich werden als eine schnell ablaufende Folge mehrerer, differenzierter Phasen, von denen jede ihre eigene Funktion zum Endergebnis eines vollständigen Erkenntnisaktes beiträgt. Wenn wir einen Gegenstand sehen, z.B. eine große, rote Rose, so glauben wir gewöhnlich, daß dies ein einheitlicher, uns unmittelbar gegebener Seheindruck ist. Doch was wir zu allererst wahrnehmen, ist bloß ein Farbfleck, der sich von seiner Umgebung in Farbe und Umrissen absetzt. Einzelheiten der Form und Struktur werden erst durch eine Folge weiterer, schnell ablaufender Wahrnehmungsakte hinzugefügt, die den Gegenstand gleichsam von allen Seiten abtasten. Wenn es sich um ein für den Betrachter neues oder nur selten wahrgenommenes Objekt handelt, so wird dieser Vorgang des Sammelns von Einzelmerkmalen dem Bewußtsein viel deutlicher werden als bei einem vertrauten Objekt.
Die Bezeichnung «Rose» aber, die wir scheinbar gleichzeitig jener Sehwahrnehmung geben, gehört zu einer ganz anderen Bewußtseinsklasse (nämlich zum geistigen Bewußtsein und nicht zum Sehbewußtsein) und stammt aus Erinnerungsbildern ähnlicher Sehwahrnehmun-gen und deren gewohnheitsmäßiger Assoziierung mit dem Wort «Rose». Und wiederum etwas gänzlich Verschiedenes ist das Werturteil «schön» und ein etwaiger Wunsch des Besit-zenwollens. Zunehmende Schärfe und Verfeinerung des Beobachtens wird eine Fülle wei-terer Einzeltatsachen zu Tage fördern, die wertvolle Einsichten vermitteln können, nicht nur über den Gegenstand selber, sondern auch über den Erkenntnisakt. Es dürfte auch unmittelbar klar sein, wie wichtig und auf schlußreich es ist, die Stadien der Begriffsbildung und Bewertung vom reinen Wahrnehmungsakt zu unterscheiden.
Bei einer methodischen Übung im Reinen Beobachten wird wahrscheinlich der erste starke Eindruck sein: die direkte und ständige Konfrontierung mit der allgegenwärtigen Vergänglichkeit, dem unaufhörlichen Wechsel. In der Lehre des Buddha ist die Vergänglich-keit (anicca) das erste der drei Merkmale aller Daseinsgebilde. Das Reine Beobachten zeigt uns nun bei uns selber, wie die einzelnen körperlichen und geistigen Vorgänge unaufhörlich geboren werden und sterben: und dies wird zu einer eindringlichen, hundertfältigen Illustrie-rung des Vergänglichkeitsmerkmals werden. Besonders eindrucksvoll wird dies sein bei den eigenen Gedanken und Gefühlen, mit denen sich ja der Mensch hauptsächlich identifiziert. Dieses Erlebnis der Wandelbarkeit wird im Verlauf der meditativen Übung an Stärke und Nachdruck gewinnen, und allmählich werden auch die anderen beiden Merkmale des Daseins, die Ich- und Substanilosigkeit (anattā), sowie die Leidhaftigkeit und Unzulänglich-keit (dukkha)bei eben denselben Meditationsobjekten zu Tatsachen eigener Erfahrung werden und nicht bloß abstrakte Begriffe bleiben. Solches Erfahrungswissen von der Ver-gänglichkeit ist aber der Einsatzpunkt für die Klarblicksmeditation (vipassanā-bhāvanā), deren Erkenntnisstufen mit der Einsicht in das Entstehen und Vergehen (udayabbaya-ñāna) der körperlichen und geistigen Vorgänge beginnen.
Obwohl die Tatsache der Vergänglichkeit alles Geschehens so allgemein bekannt ist, daß es nahezu banal ist, davon zu sprechen, so denken doch die meisten Menschen nur dann daran, wenn diese Vergänglichkeit sie persönlich, und meist schmerzhaft, berührt. Doch durch die Übung des Reinen Beobachtens wird es uns erst so recht zum Bewußtsein kommen, daß Vergänglichkeit unser ständiger Begleiter ist und daß selbst im Bruchteil einer Sekunde eine Veränderungsfrequenz abläuft, die sich dem normalen Beobachtungs- und Vorstellungsvermögen entzieht. Vielleicht zum erstenmal wird uns dann die wirkliche Be-schaffenheit der Welt, in der wir leben, zum vollen Bewußtsein kommen; nämlich ihre rest-los dynamische Natur, innerhalb deren statische Begriffe nur praktisch orientierende oder wissenschaftlich und philosophisch ordnende Bedeutung haben können. Wir beginnen nun, die Dinge zu sehen, wie sie wirklich sind; und dies gilt besonders von den «Dingen des Geistes», der geistigen Dingwelt. Das Geistige im Menschen kann in keiner seiner Äuße-rungen verstanden werden, ohne daß man weiß und sich auch dessen bewußt bleibt, daß es durch und durch dynamisch, d. h. wandelbar ist.
Indem das Reine Beobachten dem übenden direkten Einblick gewährt in die Tatsache und die Natur der Veränderlichkeit, leistet es einen wichtigen Beitrag zur Erkenntnis des Geistes. Die Tatsache der Veränderlichkeit wird jede statische Konzeption des Geistes ausschließen, d. h. den Glauben an unveränderliche psychische Substanzen in monistischer oder pluralistischer Form, sowie an unveränderliche Eigenschaften. Der Einblick in die Natur der Veränderlichkeit wird eine Fülle von Einzelheiten bieten über die dynamische Natur der geistigen Vorgänge; über den unterschiedlichen Charakter der körperlichen und geistigen Abläufe und ihre Wechselwirkung; sowie über die «Objektbindung» des Bewußtseins, das nach einer alten buddhistischen Definition eben in der Objekterkenntnis besteht. Es wird deutlich werden, daß der Geist nichts anderes ist als seine erkennende Funktion und daß sich dahinter keinerlei beharrende individuelle oder Seelensubstanz birgt. So wird der das Reine Beobachten Pflegende durch eigene Erfahrung zur Nicht-Ich-Lehre des Buddha(anattā) geführt werden.
Diese so einfache Methode des Reinen Beobachtens wird uns auch ebenso überra-schende wie hilfreiche Einsichten geben in den Mechanismus unserer Gefühle und Leiden-schaften, in die größere oder geringere Zuverlässigkeit unserer Denkfunktion, in unsere wahren oder vorgeschobenen Motive, unsere Vorurteile usw. Helles Licht wird fallen auf die schwachen wie auch starken Seiten unseres Charakters, und solche Selbsterkenntis wird unser Bemühen um Geistesschulung und Charakterbildung erfolgreicher machen. Dieser hier kurz umrissene Dienst des Reinen Beobachtens an der Erkenntnis des eigenen Geistes und der Dingwelt deckt sich mit der Haltung des echten Forschers und Wissenschaftlers: klare Bestimmung des Gegenstandes und der Begriffe, Ausschaltung oder doch Reduzierung des subjektiven Faktors, wache Aufnahmebereitschaft für die aus den Dingen selber kommende Belehrung, Zurückstellung des eigenen Urteils bis nach sorgfältiger und allseitiger Prüfung. Dieser echte Forschergeist, der sich in der Grundhaltung des Reinen Beobachtens manifestiert, wird die Buddha-Lehre stets dem Geiste wahrer Wissenschaft verbinden, wenn auch nicht notwendig jedem ihrer ja stets nur provisorischen Ergebnisse. Doch die Zwecke der Buddha-Lehre wie auch des Reinen Beobachtens sind nicht die der Wissenschaft und beschränken sich auch nicht auf die rein theoretische Erkenntnis des Geistes und seiner Inhalte. Sie richten sich vielmehr auf die Geistes- und Lebens-Formung.

aus: Nyanaponika, Geistestraining durch Achtsamkeit (Buddhistische Handbibliothek, Verlag Beyerlein & Steinschulte, S. 34f.)
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Montag, 27. August 2018

Streitgespräch: Verstanden-Werden ist oft wichtiger als Beruhigt-Werden

Viele kennen das: Der Partner regt sich auf, findet einfach kein Ende. Man will dann gegensteuern - regt sie oder ihn damit aber noch mehr auf. Paarberater Christian Thiel hat eine wirksamere Strategie für dieses Problem.

Christian Thiel hat Philosophie und Germanistik studiert, seit über 15 Jahren berät er Singles und Paare in seiner eigenen Praxis. Er veranstaltet außerdem Workshops und Einzelcoachings für Partnersuchende und hat mehrere Bücher zum Thema veröffentlicht. In all dieser Arbeit rund um Liebe, Lust und das Fehlen von beidem wird er immer wieder mit Fragen von Hilfesuchenden konfrontiert – von „Warum kritisiert sie mich so viel?“ bis „Ist er ein Psychopath“ reicht die Bandbreite. Diese Fragen bearbeitet er auf seinem Blog – hier beantwortet er eine Frage, die sich wohl viele schon mal in ihrem Beziehungsalltag gestellt haben:

„Meine Frau kommt oft sehr angespannt von der Arbeit und erzählt, was ihrer Meinung nach alles schiefgelaufen ist. Wenn ich sie dann beruhigen will und ihr rate, dass sie es nicht so wichtig nehmen soll, dann wird alles oft noch schlimmer und sie regt sich noch mehr auf. Ich weiß da einfach nicht mehr weiter.“

Wir haben einige Hinweise darauf, was Sie tun können und was Sie besser lassen sollten. Das, was Sie „beruhigen“ nennen zum Beispiel, das scheint nicht zu funktionieren.

Für alles, was wir in einer Partnerschaft tun, gibt es einen Gradmesser – und der ist die Wirksamkeit unserer Handlungen. Gelingen unsere Bemühungen – super. Gelingen sie nicht – dann sollten wir es nicht weiter mit dieser Strategie versuchen. Und nach Alternativen suchen.

Die beste Devise für ein gutes Paar lautet: „Wir beide gegen den Rest der Welt.“ Und genau gegen diese Regel verstoßen Sie wahrscheinlich bei Ihren Versuchen, Ihre Frau „zu beruhigen“. Wenn wir uns nicht hinter den anderen stellen, dann erhöht sich leider sein Stresspegel. Deshalb regt sie sich noch mehr auf.

mehr:
- „Wenn ich meine Frau beruhigen will, wird alles noch schlimmer“ (Christian Thiel, WELT, 27.08.2018)
siehe auch:
- Darf sie nach 7 guten Jahren einfach so gehen? (Mann67, elitepartner.de, 26.02.2018)
- Der Frauenversteher: Wenn Männer im Regen stehen (mainpost.de, 27.02.2015)
- Kommunizieren, dass man keinen Versorger sucht? (Gast, elitepartner.de, 11.10.2014)
- Wenn Frauen und Männer Unmögliches erwarten (Bettina Lewecke, WELT, 11.04.2008)
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Donnerstag, 23. August 2018

Michael Hochgeschwender | Prof. für Nordamerikanische Kulturgeschichte

Michael Hochgeschwender | Prof. für Nordamerikanische Kulturgeschichte | SWR1 Leute {30:34}

SWR1 Baden-Württemberg
Am 21.08.2018 veröffentlicht 
Er ist katholischer Theologe und Geschichtsprofessor, er hat einen Lehrstuhl für Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Maximilians-Universität in München. Und Michael Hochgeschwender ist nicht nur ein gefragter Gesprächspartner wenn es um die Geschichte der USA geht, sondern auch um die Präsidentschaft des Donald Trump, um das Ende alter Sicherheiten und Gewissheiten und um eine bevorstehende neue Weltordnung.

Montag, 13. August 2018

Warum Beziehungen scheitern

Ich las kürzlich eine Studie des Paar-Forschers John Gottman über die Stabilität in Beziehungen. Er richtete eine Art kleiner Pension als Labor ein. Dort brachte er Paare für ein Wochenende unter, verkabelte sie für die Gewinnung physiologischer Messdaten und beobachtete ihre Reaktionen aufeinander. Mit 94-prozentiger Sicherheit kann er vorhersagen, ob Paare sich scheiden lassen werden. Eine eindrucksvolle Quote.

Gottman identifizierte zwei Phänomene, die hochinteressant sind. Das erste: Paare, die sich in Zukunft scheiden lassen werden, kommen in die Pension und sprechen ganz ruhig miteinander. Aber es ist eine angespannte Ruhe, wie ein Gehen auf Eierschalen. Obwohl sie ruhig miteinander reden, zeigen die physiologischen Messdaten, dass sie sehr erregt sind, so stark, als stünden sie einem Raubtier gegenüber.

In einer unglücklichen Beziehung betrachten sich die Partner sozusagen gegenseitig als Raubtiere. Ihre Worte dienen nicht der Kommunikation, sondern sollen vielmehr Angriffe verhindern und die Oberfläche ruhig halten. Was aber liegt unter der Oberfläche? Nach Freuds Auffassung liegt das Unbewusste darunter. Man kann auch sagen, dass das Kaputte und Verworrene darunter liegt, das, was sich nicht in eine vernünftige Form bringen ließ. Niemand will die Tür dorthin öffnen. Manche aber tun es – und zwar in Form einer Freud’schen Fehlleistung.

Und damit sind wir beim zweiten von Gottman beobachteten Phänomen. Angenommen, die Frau geht zum Fenster und sagt: „Oh, schau, da draußen ist ein Roter Kardinal!“ (also die seltene Vogelart mit dem ungewöhnlichen Aussehen). Das ist zunächst etwas Triviales. Aber es ist auch eine positive Bemerkung – zwanzig solche Bemerkungen davon täglich wären eine gute Dosis für die Beziehung. Der Mann hat nun zweimal zwei Möglichkeiten, zu reagieren.

Die erste: „Wer interessiert sich schon für deinen blöden Vogel!“

Die zweite: Genervtes, verächtliches Stöhnen – und dann geht er hin und schaut sich den Vogel an.

Die dritte: Er verzichtet zwar auf das verächtliche Stöhnen, verhält sich aber entsprechend.

Und die vierte: Er verhält sich wie ein zivilisierter Mensch, der mit jemandem interagiert, den er wirklich mag, schaut sich den verdammten Vogel an und freut sich darüber. Und das mit dem Maximum an Aufrichtigkeit, die er aufbringen kann.

mehr:
- Warum Beziehungen scheitern (Jordan B. Peterson , Achgut.com, 09.08.2018)

2015 Maps of Meaning 5: Narrative, Neuropsychology & Mythology III / Part 1 (Jordan Peterson) {2:09:05}

Jordan B Peterson
Am 06.02.2015 veröffentlicht 
Twitter: https://twitter.com/jordanbpeterson
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University of Toronto PSY434
Course Information: http://jordanbpeterson.com/Psy434H/
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Sonntag, 12. August 2018

Behaviorismus – Psychologie ohne Bewusstsein (KenFM im Gespräch mit Klaus-Jürgen Bruder)


KenFM im Gespräch mit: Klaus-Jürgen Bruder ("Psychologie ohne Bewusstsein") {1:43:36}

KenFM
Am 11.08.2018 veröffentlicht 
Behaviorismus. Eine Wissenschaftsform, die das Verhalten von Lebewesen untersucht, ohne dabei dem Innenleben des Untersuchungsobjektes Rechnung zu tragen. Das Gehirn eines Menschen wird in den Modellen der Behavioristen als eine Art Black-Box dargestellt, welches auf einen bestimmten äußeren Reiz ein voraussehbares Reaktionsmuster abspult.
„Unsinn!“ könnte man als spiritueller Zeitgenosse nun entgegnen und auf das sich neuerdings in aller Munde befindende Bewusstsein verweisen. Ein nicht unberechtigter Einwand.
Allerdings lehrt uns ein Blick in die Geschichte, dass es scheinbar möglich ist, mittels verschiedener Konditionierungstechniken das Bewusstsein eines Menschen nahezu vollständig auszuschalten. Das erklärt auch, warum die Psychologie in ihren Ursprüngen eine von den Eliten geförderte Forschung war. Um effektiv Gehorsam zu schaffen, müssen die Herrschenden die Beherrschten besser kennen, als diese sich selber. Nur so können auf strikter Ungleichheit beruhende Herrschaftssysteme den Bevölkerungen als „alternativlos“ verkauft werden.
Wenn also heutzutage von einer wachsenden Schere zwischen arm und reich die Rede ist, müssten wir uns eigentlich fragen, wie es dazu kommen konnte, dass wir als Gesellschaft solche zum Himmel schreienden Ungerechtigkeiten mehr oder weniger widerstandslos als „normal“ hinnehmen. Offensichtlich sind uns die herrschenden Eliten noch immer einige Schritte voraus.
Ihre Druckventile, die vom Hartz-4-Empfänger über den „Einwanderer in die Sozialsysteme“ bis hin zu dem in Mesut Özil personifizierten Versagen „der Mannschaft“ bei der Fußball-WM reichen, werden noch immer allzu gerne angenommen, um angestauten Frust in systemerhaltende Bahnen zu lenken.
Wie kommen wir aus dieser Nummer raus? Der Psychologe Klaus-Jürgen Bruder liefert Denkansätze aus seinem Wissenschaftsgebiet und zeigt auf, dass das menschliche Gehirn weit mehr ist, als eine maschinenartige Black-Box. Dessen müssten wir uns nur bewusst werden.
Inhaltsübersicht:
0:04:47 Ist Gehorsam menschlich?
0:08:30 Behaviorismus
0:22:08 Künstlich erzeugte Realität durch Medien
0:24:31 Neusprech zu alten Themen und das Problem der Verdrängung
0:33:42 Gibt es Unterschiede zur großen Verdrängung in der NS-Zeit?
0:42:37 Der Alltag eines Therapeuten
0:49:32 Der „Schulz-Effekt“
1:05:35 Räume der Selbstbestimmung
1:16:27 Behaviorismus plakativ erklärt
1:25:51 Techniken, die das Bewusstsein ausschalten
1:34:25 Ist Zivilcourage eine Tugend?
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KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

siehe auch:
- Warum schweigen die Lämmer? – Der Mensch im Geflecht von Medien, Manipulation und Macht (Post, 14.07.2016)
- Wie gehen wir mit gemachter Realität um? (Post, 15.06.2014)
- Realität ist, was wir glauben wollen oder Hirnströme von Friseurpuppen (Post, 29.08.2013)
- Beiträge zum Wahrheitsproblem (Universität Koblenz, Userpages, Verfasser und Datum unbekannt)

Dienstag, 7. August 2018

David Lynch – Ohne Worte

Porträt Regie-Altmeister David Lynch will, wenn ein neuer Film fertig ist, am liebsten nicht darüber reden. Filme nämlich, sagt er, sprechen ihre ganz eigene Sprache 

David Lynch lächelt selten auf Fotos. Seine Gesichtszüge sehen aus wie gemeißelt, die Statuen auf den Osterinseln könnten Pate gestanden haben. Er wirkt dabei nicht finster, eher wie einer, der viel grübelt. Gespitzte Lippen, hängende Augenlider: Lynch ist durch und durch der Altmeister im Winter seines Lebens. Seine Haartolle macht das Bild komplett; als wäre die üppige Locke mitten in einem abgründigen lynchischen Gedanken schockgefroren.

Seit 40 Jahren entführt Lynch sein Publikum aus malerischen Landstrichen in surreale Dimensionen, die von Dämonen, Doppelgängern und psychopathischen Mördern bevölkert werden. Er hat Bilder erschaffen, die einen nicht mehr loslassen: das wimmernde, entstellte Baby in Eraserhead, das abgetrennte Ohr in Blue Velvet, die blutige, schädelberstende Gewalt in Wild At Heart, die Atomexplosion in der Fortsetzung von Twin Peaks. Googelt man „David Lynch creepy“ (dt. gruselig), so erhält man 5,5 Millionen Treffer.

Lynch arbeitet in einem Atelier in den Hollywood Hills unweit des Mulholland Drive. Es ist an einem Hang gelegen über drei miteinander verbundenen Häusern, die ihm gehören. Lynch lebt zurückgezogen und verlässt nur selten sein kleines Reich. Ein Assistent führt mich durch das Gebäude – glatte Betonwände und Böden, deckenhohe Regale voller Videokassetten und CDs – und schließlich durch den Garten zu seinem Arbeitsraum.

mehr:
- Ohne Worte (Rory Carroll, der Freitag Ausgabe 27/2018)

Der Elefantenmensch - Englischer Trailer {3:12}

horrorfilmtrailer
Am 04.01.2012 veröffentlicht 

Dune (1984) - Trailer in HD (Fan Remaster) {3:10}

taas007
Am 07.07.2015 veröffentlicht 
The theatrical trailer recut in 1080p. Kept the original audio. Enjoy.
Notes:
01:11 Was unavailable, so I upscaled, color corrected, stabilized, regraine & removed film damage from the shot

Blue Velvet official rerelease trailer {1:42}

Park Circus
Am 01.03.2016 veröffentlicht 
Blue Velvet opens for a week run at Film Forum from 25 March 2016 with further 30th anniversary screenings in the US still to be announced. Blue Velvet is also set for a UK reissue in Autumn 2016.
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Dune (1984) - Trailer in HD (Fan Remaster) {3:10}

taas007
Am 07.07.2015 veröffentlicht 
The theatrical trailer recut in 1080p. Kept the original audio. Enjoy.
Notes:
01:11 Was unavailable, so I upscaled, color corrected, stabilized, regraine & removed film damage from the shot