Ständig steigender materieller Wohlstand ist das Glücksversprechen der westlichen Kultur. Dieses einzulösen, wird immer schwieriger. Dafür gibt es viele Gründe. Doch was geschieht, wenn dieses Glücksversprechen nicht mehr erfüllt wird? Solange die Bevölkerungen der früh industrialisierten Länder darauf ausgerichtet bleiben, ihren materiellen Wohlstand zu mehren, wird dessen Rückgang zu heftigen Reaktionen führen - bis hin zur Infragestellung der freiheitlich-demokratischen Ordnung. Solchen Reaktionen gilt es vorzubeugen oder sie zumindest zu dämpfen. Deshalb sollten materielle Wohlstandseinbußen durch nicht-materielle Wohlstandsformen ausgeglichen werden. --- Mehr Videos, die Dir die Augenöffnen: http://www.youtube.com/user/wissen2012 ---
Marina Abramovic and Ulay started an intense love story in the 70s, performing art out of the van they lived in. When they felt the relationship had run its course, they decided to walk the Great Wall of China, each from one end, meeting for one last big hug in the middle and never seeing each other again. At her 2010 MoMa retrospective Marina performed ‘The Artist Is Present’ as part of the show, where she shared a minute of silence with each stranger who sat in front of her. Ulay arrived without her knowing and this is what happened.
How I Became The Bomb - Ulay, Oh | Music Video
Das Original-Video aus dem Post habe ich übernommen, auf youtube findet sich eine andere Version mit weiteren Infos. Ich empfehle, sich den Post einen Tag lang durch den Kopf gehen zu lassen und sich den zweiten Post über Marina Abramović erst dann anzusehen… x
Im Juli 1885 wurde ein neunjähriger französischer Junge namens Joseph Meister von einem tollwütigen Hund übel gebissen, so dass ihm der Tod so gut wie sicher war. Stattdessen aber schrieb der junge Meister Medizingeschichte: als erster menschlicher Patient Pasteurs, der mit einem Tollwutimpfstoff behandelt wurde und überlebte. Nun geben Berichte in englischer und französischer Sprache dieser Erzählung seit mehr als einem halben Jahrhundert ein dramatisches Ende: 1940, 55 Jahre nachdem ihm das Leben gerettet worden war, arbeitete Meister als Pförtner am Pasteur-Institut in Paris. Als die Wehrmacht im Juni jenes Jahres Paris besetzte, marschierten Soldaten am Institut vor und verlangten Zugang zu Pasteurs Gruft. Statt die letzte Ruhestätte seines Retters den Nazis preiszugeben, tötete sich der 64-jährige Meister selbst – so die Geschichte. […]
Nach der verbreiteten Erzählung tötete sich Meister am 14. oder 16. Juni kurz nach dem deutschen Einmarsch in Frankreich. Wollman schreibt jedoch am 24. Juni, zehn Tage nach der Besetzung von Paris: "Heute morgen wurde Meister tot aufgefunden." Oft wird erzählt, dass er sich selbst erschossen hätte, doch Wollman sagt aus, dass er sich "mit Gas" getötet habe. Manche Quellen geben an, dass Meister sich umbrachte, weil er die Vorstellung nicht ertragen hatte, die Nazis könnten Pasteurs Grab entweihen. Wollman erwähnt nichts dergleichen. Stattdessen weist er daraufhin, dass Meister "sehr depressiv" gewesen sei und seine Frau und Kinder abgereist waren. Wie Millionen andere Menschen flohen sie vor den anrückenden deutschen Truppen aus Paris. […]
Er dachte offensichtlich, dass seine Familie in einem feindlichen Bombenangriff ums Leben gekommen war, und wurde von Schuldgefühlen überwältigt, weil er sie weggeschickt hatte. In den chaotischen Tagen nach dem Zusammenbruch Frankreichs war es nahezu unmöglich, Nachrichten von Angehörigen zu bekommen, weshalb Meister nicht wusste, dass sie in Sicherheit waren. Tatsächlich kehrten seine Frau und Töchter just am selben Tag nach Paris zurück, an dem er sich tötete. "Das Leben kann manchmal von ausgesuchter Grausamkeit sein", notierte Wollman.
Die Geschichte eines verzweifelten Mannes, der sich wenige Stunden vor Heimkehr seiner irrtümlich für tot gehaltenen Familie mit Hilfe eines Gasofens das Leben nimmt, ist tragisch. Doch hat sie wenig mit dem Mythos zu tun, laut dem ein kleiner Angestellter die Pläne von Invasoren hintertreibt. mehr: - Wissenschaftsgeschichte – Große Mythen sterben langsam (Héloise Dufour, Sean Carroll
, Spektrum, 14.10.2013) x
Mir geht es nicht um LSD, worüber Baba Rampuri hier spricht. Ich rate von der Einnahme jeglicher »bewußtseinserweiternder« Drogen ab. Der Punkt, um den es mir geht, sind Rampuris Ausführungen bezüglich der Menschen, die nach Antworten suchen, ohne sich die Mühe gemacht haben, die Frage zu formulieren.
Baba Rampuri - Asking Right Questions [2:14]
Hochgeladen am 20.11.2011
Baba Rampuri, an American expatriate, has lived in India since 1970, when be became the first foreigner to be initiated into India's most ancient order of yogis and shamans, the Naga Sannyasis.
He is now a guru with a number of disciples within the order. During his long discipleship in this mystical and sometimes dangerous world, he received traditional teachings in sacred speech, mantra, tantra, ayurveda, logic, ritual, and, encompassing all the above, the way of the yogi in the Yoga Tradition. Baba says, "Your tool of knowledge is Speech, because its boundaries establish the possibilities of the world." http://rampuri.com/ Idea and Creation: http://kartazon.ru/ Follow me on Facebook: https://www.facebook.com/kartazondream
Als Gertrude Stein (»Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose.«) im Sterben lag, wachte sie aus einem Schlummer auf und fragte: »Was ist jetzt die Antwort?« Ihre Freunde, die an ihrem Bett saßen, antworteten: »Gertrude, Du hast keine Frage gestellt.« Gertrude antwortete: »Oh, ja, äh, wie lautet die Frage?« Die Geschichte findet sich in einer ähnlichen Version am Ende eine SPIEGEL-Artikels (Gertrude Stein – tat was sie tat, SPIEGEL-Archiv 26.04.1961).
Das Neue, mit dem Gertrude Stein sich dem Gelächter ihrer Kritiker auslieferte, liest sich beispielsweise so:
Indem sie arbeitete als sie tat was sie tat
arbeitete sie alles was sie arbeitete und sie
tat alles was sie tat als sie tat was sie tat
Sie tat was sie tat und sie arbeitete. Sie
fühlte was sie fühlte und sie tat was sie tat
und sie arbeitete. Sie tat was sie tat und
sie fühlte was sie fühlte als sie tat was sie
tat und sie arbeitete als sie tat was sie tat
und sie tat was sie tat als sie arbeitete.
Mit solchen scheinbar endlosen Wiederholungen und unmerklichen Abwandlungen weniger Worte und Sätze beabsichtigte Gertrude Stein einen Bewußtseinsstrom aufzuzeichnen, der dem Leser das Gefühl einer "fortgesetzten Gegenwart" und eines "reinen Seins" (Stein) suggerieren soll. Vom Impressionismus Cézannes, vor allem aber von Picassos Kubismus angeregt, produzierte sie nicht mehr konventionelle Geschichten mit Handlungen, sondern eine Prosa, in der sie - nach Brinnins Kommentar als einziger Autor englischer Sprache - die Lektionen der abstrakten Malerei im buchstäblichen Sinn übernahm.
My parents used to say that as a very young boy I asked one day "What
part thinks?" I have no recollection of this, nor of their answer,
probably it was just part of a game about parts of the body - eyes see,
ears hear, noses smell, and mouths eat, but what part thinks? I guess it points to an early curiosity about our psyche.