Samstag, 2. Januar 2016

Wenig Chancen für künftiges Familienleben

Das alte Familienmodell wird durch die neuen Verhältnisse in der Lebenswelt langsam zerrieben Es steht noch immer ganz oben auf der Sehnsuchtsliste der Menschen: Ein gelungenes Familienleben haben oder finden. Die Chancen dafür werden jedoch zusehends schlechter. Arbeitswelt, Konsumansprüche und der daraus folgende Lebensstil verändern die Individuen nachhaltig; dauerhafte solidarische (Partner) und altruistische (Kind) Beziehungen gelingen dann immer schlechter. Menschen finden sich heute von vielen Mauern umgeben. Oft sind es eher massive Wände, harte Wälle und feste Architekturen, innerhalb derer man sich - als Einzelner und alleingelassen - bewegen muss, manchmal sind diese Rahmen eher weich und elastisch. Erwerbsarbeit, Konsum, Medien, Politik sind die Felder, in denen sich Menschen heute fortbewegen müssen, ob sie das nun wollen, erkennen oder auch nicht. Vieles ist vorgegeben, die Spielräume sind meist schmal. Linkes Denken, also die frühere Emanzipation von den Alltagszwängen und das Gebot von mehr persönlicher Freiheit, haben sich heute auf verbales "Gutmenschentum" und autoritäre "Politische Korrektheit" reduziert. Dieses Eliminieren von perspektivischer Vielfalt und sein Ersatz durch eine einzig gültige Sichtweise (Sprechweise) ist das Gegenteil von "links", es ist rechts, daran ändert auch die "Multikulti"-Attitüde nichts. Wirklich andere, nämlich substantielle Ziele, für die es sich einzustehen lohnte, sind außer Sicht. Halbwegs friedvolles Zusammenleben und eine nicht vom Kapitalismus getriebene Wirtschaft bleiben in individuelle Träume eingepackt.
mehr:
- Wenig Chancen für künftiges Familienleben (Karl Kollmann, Telepolis, 30.12.2015)

mein Kommentar:
Wenn ich mir so die großen Reden der letzten zwei Jahre anhöre, in welchen große Leute nicht müde wurden, dazu aufzurufen, für »unsere Werte« einzutreten, frage ich mich, ob »eintreten« in deren Köpfen nur heißt: »kämpfen gegen« oder »Truppen schicken«. 
Und wenn es um einen der fundamentalsten Werte überhaupt, nämlich den des Schutzes der Familie, geht und um das Gewähren von Sicherheit und Geborgenheit für den nach Orientierung suchenden Nachwuchs – da scheint in den Köpfen der »Großen« Pustekuchen zu sein. 
Das bringt mich zu der Frage: Was heißt für uns »eintreten«? Heißt »eintreten« nur »große Reden schwingen« oder »patriotische Phrasen dreschen«?
Die Frage stellt sich: Wo endet unser öffentlich propagierbares Handlungsarsenal?

und wer sich jetzt fragt, was das folgende Video soll, kann sich bei Wikipedia schlau machen:

The Magnificent Seven [5:12]

Hochgeladen am 29.12.2007
No copyrights infringement intended.
My tribute to The Magnificent Seven from 1960r. with Yul Brynner, Steve McQueen, Brad Dexter, Charles Bronson, Robert Vaughn, Horst Buchholz, James Coburn and Eli Wallach.
song: Elmer Bernstein - The Magnificent Seven.
enjoy:-)


Dieser nur anfangs witzige Film des Regisseurs John Sturges zeigt, daß die moralische Aufrüstung des Western zum staatsbürgerlichen Unterricht Fortschritte macht. Während die Colts noch rauchen, werden die Cowboys schon von Zweifeln am Wert ihres Tuns befallen, verbreiten sich über den Segen der heimatlichen Scholle und preisen die Vorzüge eines geordneten Familienlebens. Noch beim Kämpfen finden sie Gelegenheit, abenteuersüchtigen Jugendlichen ins Gewissen zu reden. (SPIEGEL 11/1961, 08.03.1961)
The Magnificent Seven (6/12) Movie CLIP - Fastest Knife in Town (1960) HD [2:57]

Veröffentlicht am 30.07.2013
The Magnificent Seven movie clips: http://j.mp/11b7W2P
BUY THE MOVIE: http://j.mp/160eEZl
Don't miss the HOTTEST NEW TRAILERS: http://bit.ly/1u2y6pr

CLIP DESCRIPTION:
Forced into a duel by a haughty gunman, Britt (James Coburn) kills the man with his throwing knife before the man can even draw.

FILM DESCRIPTION:
Japanese filmmaker Akira Kurosawa's The Seven Samurai (1954) is westernized as The Magnificent Seven. Yul Brynner plays Chris, a mercenary hired to protect a Mexican farming village from its annual invasion by bandit Calvera (Eli Wallach). As Elmer Bernstein's unforgettable theme music (later immortalized as the "Marlboro Man" leitmotif) blasts away in the background, Chris rounds up six fellow soldiers of fortune to help him form a united front against the bandits. The remaining "magnificent six" are played by Charles Bronson, Steve McQueen, Horst Buchholz, Robert Vaughn, James Coburn, and (the one that everybody forgets) Brad Dexter. Though jam-packed with action, William Roberts's screenplay pauses long enough to flesh out each of its characters, allowing the audience to pick their own favorites. The Magnificent Seven was followed by three sequels, not to mention dozens of imitations.

CREDITS:
TM & © MGM (1960)
Cast: Yul Brynner, James Coburn, Steve McQueen, Robert J. Wilke
Director: John Sturges
Producers: Walter Mirisch, Lou Morheim, John Sturges
Screenwriters: Walter Bernstein, Shinobu Hashimoto, Akira Kurosawa, Hideo Oguni, William Roberts, Walter Newman
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