Die Zwangsstörung (englischobsessive-compulsive disorder bzw. OCD) gehört zu den psychischen Störungen. Es besteht für den Betroffenen ein innerer Drang, bestimmte Dinge zu denken und/oder zu tun. Der Betroffene wehrt sich gegen das Auftreten der Zwänge; er erlebt sie als übertrieben und sinnlos, kann ihnen willentlich jedoch meist nichts entgegensetzen. Die Störung bringt deutliche Belastungen und Beeinträchtigungen des Alltagslebens mit sich. Ältere Bezeichnungen für Zwangsstörungen sind Zwangserkrankung, Zwangsneurose und anankastische Neurose. Die Zwangsstörung ist von der zwanghaften Persönlichkeitsstörung sowie von Zwangssymptomen im Rahmen anderer psychischer oder neurologischer Erkrankungen zu unterscheiden. (Zwangsstörung, Wikipedia)
Als Sadismus im medizinischen Sinne wird bezeichnet, wenn ein Mensch (sexuelle) Lust oder Befriedigung dadurch erlebt, andere Menschen zu demütigen, zu unterdrücken oder ihnen Schmerzen zuzufügen. In gewissem Rahmen kann sich Sadismus auch durch tierquälerische Handlungen ausdrücken.Der Begriff Sadist wird heutzutage im allgemeinen Sprachgebrauch auch für Personen verwendet, die sich am Leid anderer erfreuen können. Das Gegenteil vom Sadismus – den Lustgewinn durch Erleiden von Schmerz oder Demütigung – bezeichnet man als Masochismus. (Sadismus, Wikipedia)
Während des Arbeitstages legt man die Maus kaum aus der Hand, und auch nach Feierabend begleitet sie einen beim Surfen oder beim Onlineshopping. Forscher haben darum einmal die Mauszeiger-Bewegungen analysiert. Mit überraschendem Ergebnis.
Abrupt und langsamer statt flüssiger und flott: So sehen typische Mausbewegungen aus, wenn Nutzer das Zeigegerät mit Wut im Bauch führen. Das haben Forscher an der Universität Duisburg-Essen herausgefunden und ein Programm entwickelt, das die Gemütslage von Computernutzern anhand der Mausbewegungen analysiert. Die Software soll einmal dabei helfen, Webseiten oder -formulare zu verbessern – aus Datenschutzgründen natürlich nur nach expliziter Einwilligung der Surfer, versichern die Wissenschaftler.
mehr: - Computermaus als Stimmungsbarometer: Bewegungen verraten viel (heise iX, 29.01.2016)
Das „innere Kind“ steht als Metapher dafür, dass jede Psyche stark von der Kindheit geprägt ist. Alle Menschen haben Licht und Schatten, Stärken und Schwächen, tragen sowohl ein „Schattenkind“ als auch ein „Sonnenkind“ in sich. Um sich stark und lebendig zu fühlen, hilft die Arbeit mit dem inneren Kind. Beide Anteile müssen gut im „Erwachsenen-Ich“ integriert sein.
Wie kann man sich die menschliche Psyche vorstellen? Die menschliche Psyche ist eine Blackbox, ein Mysterium, ein schwarzes Loch. Niemand hat die Psyche, die Seele, das Selbst, das Ich oder wie immer man es nennen will, je gesehen. Man kann die Psyche nicht vermessen, nicht unter dem Mikroskop beobachten und auch nicht nach dem Tod sezieren. Man kann die Psyche nur in ihren Auswirkungen auf das menschliche Verhalten, auf die Art zu Denken und zu Fühlen beobachten und dann seine Schlüsse daraus ziehen. Deshalb ist die Psychologie auch keine exakte Wissenschaft, sondern eine Wissenschaft, die ihre Hypothesen, Theorien und Modelle auf Erfahrungen aufbaut, die man aus Beobachtungen und dem inneren Erleben gewinnt.
Modelle unserer Persönlichkeit
Gerade weil die Psyche eine Blackbox ist und menschliche Verhaltensweisen und Gefühlsreaktionen oftmals rätselhaft und unverständlich erscheinen, gibt es seit Menschengedenken die Tendenz, Modelle der menschlichen Psyche zu entwickeln. Schon Hippokrates entwickelte um 400 v. Chr. die Viersäftelehre und der griechische Arzt Galenos von Perganon machte daraus um 200 n. Chr. eine Temperamentenlehre, indem er den vier Flüssigkeiten des Körpers – Blut, Schleim, schwarze und gelbe Gallenflüssigkeit – je ein Temperament zuordnete. Er war der Ansicht, dass sich je nach Vorherrschaft eines dieser vier Flüssigkeiten das damit verbundene Temperament besonders hervortrete. Er unterteilte die Menschen in heitere Sanguiniker, verdrängende Phlegmatiker, wütende Choleriker und traurige Melancholiker. Diese Unterteilung behielt bis weit ins 19. Jahrhundert hinein seine Gültigkeit und hat in der Anthroposophie Rudolf Steiners bis heute seine Bedeutung.
Der erste Mensch, der für sich in Anspruch nahm, ein nach Maßstäben der empirischen Wissenschaft gültiges Strukturmodell der menschlichen Psyche gefunden zu haben, war Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse. Er unterteilte die Psyche am Anfang des 20. Jahrhunderts nach den Motiven seiner Handlungen in drei Teilbereiche: Im „Es“, „Über-Ich“ und „Ich“. Im „Es“ seien die Triebe, die Bedürfnisse und die Emotionen zu Hause. Im „Es“ siedelte Freud auch das Unbewusste an, das ja bekanntlich zu 90 Prozent unser menschliches Handeln bestimmt. Seitdem sind alle Psychotherapien darauf aus, soviel wie möglich aus dem Unbewussten ins Bewusstsein zu bringen, damit unsere unbewussten Muster uns nicht gänzlich bestimmen. Mit dem „Über-Ich“ bezeichnete Freud jene psychische Struktur, in der die aus der erzieherischen Umwelt verinnerlichten Handlungsnormen, Ich-Ideale, Rollen und Weltbilder gründen. „Ich“ bezeichnet jene psychische Strukturinstanz, die mittels des selbstkritischen Denkens vermittelt zwischen den Wert- und Normvorstellungen des Über-Ich und der sozialen Umwelt einerseits und den Bedürfnissen und Emotionen des nach dem Lustprinzip lebenden „Es“ andererseits, mit dem Ziel, psychische und soziale Konflikte konstruktiv aufzulösen.
Dieses dreigeteilte Modell hat sich mehr oder weniger bis heute gehalten und spielt bei der Arbeit mit dem inneren Kind eine wichtige Rolle. Die Diplom-Psychologin Stefanie Stahl kommt in ihrem sehr gelungenen Buch „Das Kind in dir muss Heimat finden“ auch auf drei Instanzen. Sie arbeitet mit drei Persönlichkeitsanteilen: Dem fröhlichen „Sonnenkind“, dem verletzten, traumatisierten, neurotischen „Schattenkind“ und dem inneren rationalen „Erwachsenen“. Das „Sonnenkind“ und das „Schattenkind“ entsprechen dem Freudschen unbewussten „Es“, wobei das „Sonnenkind“ für eine geglückte Sozialisation steht und das „Schattenkind“ für eine missglückte Sozialisation. Der innere Erwachsene entspricht dem „Ich“ bei Sigmund Freud.
Eine wesentliche Aufgabe im Buddhismus besteht in der Annäherung an die Frage: Was ist der Geist? Der französische Schriftsteller und Philosoph Albert Camus sagte einmal
»Ein Intellektueller ist ein Mensch, dessen Geist sich selbst beobachtet.«
Da wir, im Gegensatz zu unserem Körper, unseren Geist nicht »anfassen« können, kann man zwar eine Gallenblase sichtbar machen (durch Operation oder sogenannte bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Computertomographie oder Kernspin), gleiches gilt aber nicht für den Geist. Wenn wir in der Atembetrachtung unseren Geist beobachten, betrachtet, streng genommen, ein Teil unseres Geistes den Rest. Das beobachtende »Ich« ist von dem betrachteten Geist schwer zu unterscheiden. Vielleicht gibt es ja auch gar keinen Unterschied… Nebelkammer Kernphysik Mainz [3:14]
Veröffentlicht am 12.03.2013 Als Nebelkammer wird in der Physik ein Teilchendetektor bezeichnet, der dem Nachweis von ionisierender Strahlung dient und für manche Teilchen dabei auch die Bahn sichtbar macht. Nebelkammern werden heute fast nur noch zu Demonstrationszwecken verwendet. Früher waren Nebelkammern bedeutende wissenschaftliche Instrumente zur Erforschung der von radioaktiven Stoffen ausgehenden Strahlen. So wurde Charles Thomson Rees Wilson für die Entwicklung der Expansionsnebelkammer (auch Wilsonschen Nebelkammer) 1927 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.
Eine Nebelkammer ist meist mit einem übersättigten Luft-Alkohol-Gemisch (Ethanol oder Isopropanol) gefüllt. Wenn ein energiereiches, geladenes Teilchen das Gas durchquert, erzeugt es durch Stoßionisation zahlreiche Ionen, die einzeln als Kondensationskerne für die Bildung feinster Tröpfchen wirken. In ihrer Gesamtheit bilden sie eine sichtbare Spur, einen Kondensstreifen.
Ablenkung ionisierender Strahlung im Magnetfeld einer Nebelkammer
Durch Ablenkung des Teilchens mittels eines geeigneten elektrischen oder magnetischen Feldeskönnen anhand der entstehenden Bahnkurven (siehe Abb.) Aussagen über die Masse, Ladung und Energie, und damit letztlich über die Art des betreffenden Teilchens und dessen Entstehungsprozess gemacht werden. In einfachen Nebelkammern befindet sich dazu meist ein starker Permanentmagnet am Boden der Kammer, der die geladenen Teilchen mittels der Lorentzkraft auf eine Spiralbahn zwingt (die Krümmung nimmt zu, weil das Teilchen durch die Stöße abgebremst wird).
Auch ohne Präparat befindet sich in unserer Umwelt ein gewisses Maß an Alpha- und Betastrahlung, die man mit der Nebelkammer sichtbar machen kann:
Alpha-Teilchen erzeugen dicke, fast gerade Spuren von nur wenigen Zentimetern Länge. Obwohl
Emission eines Alphateilchens (eines Helium-4-Atomkerns: Protonen rot, Neutronen blau)
sie aufgrund ihrer Ladung zwar prinzipiell von Magnetfeldern abgelenkt werden, beträgt ihr Bahnradius infolge der hohen Masse der α-Teilchen meist mehrere Meter, so dass ihre Bahnen praktisch gerade erscheinen.
Beta-Teilchen erzeugen dünne, gekrümmte Spuren mit wenigen Zentimetern Länge. Oft entstehen auch Knicke in der Bahn. Da Beta-Teilchen nichts anderes als Elektronen sind, haben sie eine geringe Masse und sind damit auch leicht ablenkbar.
Beta-Plus-Teilchen (Positronen) erzeugen wie auch die „normalen“ negativ geladenen Betateilchen dünne gekrümmte Spuren, die jedoch nun in dieselbe Richtung gebogen sind wie bei α-Teilchen (siehe Abb.). Da Positronen in der natürlichen Umgebungsstrahlung allerdings kaum vorkommen, benötigt man zu ihrer Erzeugung radioaktive Präparate wie etwa Natrium-22.
Gammastrahlung erzeugt in der Nebelkammer keine bzw. nur mit sehr geringer
Wahrscheinlichkeit Spuren: Da Gammastrahlung selbst ungeladen ist, kann sie nur indirekt nachgewiesen werden, etwa dadurch, dass sie in Sekundärprozessen (Photoeffekt oder Comptoneffekt) wieder geladene Teilchen erzeugt. Da die Dichte des Luft-Alkohol-Gemischs in einer Nebelkammer jedoch recht niedrig ist, ist auch die Wahrscheinlichkeit solcher Sekundärprozesse im Fall der Nebelkammer gering.
Neutronenstrahlung erzeugt in der Nebelkammer ebenfalls keine bzw. nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit Spuren: Da sie wie die Gammastrahlung selbst ungeladen ist, kann auch sie in diesem Fall nur indirekt nachgewiesen werden. (Nebelkammer, Wikipedia)
Eine Nebelkammer macht Teilchen »sichtbar« (exakt formuliert: wir sehen nicht die Teilchen, wir sehen deren Spuren), die wir unter anderen Umständen nicht sehen können.
Alpha Centauri 065 - Was ist ein Atomkern? [14:23]
Veröffentlicht am 15.06.2016
α-Centauri war eine Sendereihe des Bildungskanals BR-alpha des Bayerischen Rundfunks, in der der Astrophysiker Harald Lesch in jeweils ca. 15-minütigen Folgen Fragen aus der Physik – insbesondere der Astronomie und Astrophysik – und bisweilen der Philosophie in populärwissenschaftlicher Form beantwortete.
Das Format festigte sich erst im Laufe der Sendereihe. Eine Projektionstafel ersetzte in der zweiten und dritten Sendung die normale Tafel, verschwand aber gleich wieder aus dem Repertoire. Dann folgte eine Reihe von Sendungen, in denen Lesch selbst an die Tafel malte. Die Illustrationen waren aber wenig aussagekräftig und wurden auch bald aufgegeben. Darauf folgte eine Phase, die etwa bis Mitte 2001 dauerte, in der in fast jeder Sendung Bildmaterial auf dem hinteren Blatt der Tafel befestigt war und durch Kurbeln während einleitender Worte enthüllt wurde. Ab Anfang 2001 wurden die Bilder zunächst gelegentlich, dann immer häufiger durch einfachen Schnitt eingeblendet; ein an die Tafel gepinntes Bild kam Anfang 2002 zum letzten Mal zum Einsatz.
Auch in den neueren Sendungen war das Format nicht völlig starr. Gelegentlich wurden seine Elemente spielerisch eingesetzt, wie z. B. in der Sendung vom 19. August 2001 (Wie sieht die Zukunft des Universums aus?), in der der Abspann „zurückgespult“ wird, um die Sendung mit einem alternativen Schluss zu beenden, oder in der Sendung vom 27. Oktober 2002 (Ist Wasser magisch?), in der die Sendung nach einer kurzen Vor-Einleitung ein zweites Mal mit dem Vorspann beginnt. Zudem wurden die beiden Sendungen vom 30. September 2001 (Gibt es Außerirdische?) und 14. Oktober 2001 (Was war vor dem Big Bang?) auf den Life-Science-Tagen in München gedreht, bei welchen Lesch die Sendung vor Publikum moderierte.
Die Anwendung eines Modells bietet verblüffende Möglichkeiten. Man kann in einem Modell weiterdenken:
Wenn man in der Nebelkammer Spuren von Teilchen sichtbar machen kann, was wären entsprechend die Teilchenspuren, die wir bei der Meditation in unserem Geist wahrnehmen können:
- Gedanken (z.B.: »Der Kerl ist aber groß!«)
- Gefühle (z.B. Angst)
- Phantasien (»Wenn ich dem eine kritische Frage stelle, haut er mir eine runter.«)
- Modelle/Interpretationen/Grundüberzeugungen (»Immer wieder gerate ich an Leute, denen ich nicht gewachsen bin und gegenüber denen ich mich nicht durchsetzen kann«)
Vor drei Jahren habe ich bei den Lindauer Psychotherapiewochen einen Vortrag gehört (Michael Dümpelmann [ärztlicher Leiter der Abteilung Psycho- und Soziotherapie der Fachklinik Tiefenbrunn], Psychodynamische Psychotherapie bei Psychosen), in welchem folgendes Behandlungsbeispiel berichtet wurde: In einer therapeutischen Sitzung klagte der Patient seinen Therapeuten an (den Vortragenden): »Sie vergiften mich!« Noch vor zwanzig Jahren wäre dies der Beweis für den Psychiater gewesen, daß der Patient Wahnvorstellungen hatte. Heutzutage sind einige Therapeuten in der Lage, die Worte des Patienten als Ausdruck einer realen (subjektiven) Not zu verstehen, für die der Patient keine anderen Worte hat als die, die die Ärzte noch vor zwanzig Jahren eins zu eins mit der Realität verglichen. (Diagnose: Wahnvorstellung) Ich erfinde einen Zwischenschritt (ein wirkliches Ereignis, von dem mir einmal ein Patient erzählt hat): Der Patient muß auf dem Weg zu seinem Therapeuten mit seinem Auto an der roten Ampel einer Kreuzung halten. Es ist 15:30h. Er stellt sich nun Folgendes vor: »Wenn ich geradeaus weiterfahre und meine Hemden von der Reinigung abhole, komme ich bei dem Verkehr möglicherweise 10 Minuten zu spät zur Therapie, und der Therapeut ist ärgerlich. Wenn ich links abbiege und gleich zur Praxis meines Therapeuten fahre, komme ich dort wahrscheinlich 20 Minuten zu früh an, und ich werde mich blöde fühlen, weil ich Zeit verschwendet habe.« Der Patient konnte sein Dilemma klar formulieren: »Entweder ich werde mich abgelehnt fühlen, weil der Therapeut ärgerlich ist, wenn ich 10 Minuten zu spät komme, oder ich werde mich blöde und lebensunfähig fühlen, wenn ich 20 Minuten zu früh bei ihm ankomme und so viel Zeit verschenkt habe.« Ein noch prägnanteres Beispiel führt Wolfgang Walker in seinem Buch Abenteuer Kommunikation auf:
In dem Aufsatz „Epidemiologie einer Schizophrenie“ schrieb BATESON:
„Gemeinhin wird gesagt, daß Schizophrene unter einer ,Ich-Schwäche’ leiden. Ich definiere hier Ich- Schwäche als Schwierigkeit, diejenigen Signale zu identifizieren und zu interpretieren, die dem Individuum anzeigen sollten, zu welcher Mitteilungsart eine Mitteilung gehört. …Zum Beispiel kommt ein Patient in die Krankenhauskantine und das Mädchen hinter der Theke sagt: ‚Was kann ich für Sie tun?’ Der Patient ist im Zweifel, um was für eine Art von Mitteilung es sich dabei handelt – ist es eine Mit- teilung, mit der er reingelegt werden soll? Ist es ein Hinweis, daß sie mit ihm ins Bett gehen will? Oder ist es das Angebot einer Tasse Kaffee? Er hört die Mitteilung und weiß nicht, wie er sie einordnen soll. Er ist unfähig, die abstrakteren Etikettierungen zu erfassen, die die meisten von uns tagtäglich benutzen, ohne sie jedoch in dem Sinne identifizieren zu können, daß wir wüßten, woher wir die Information haben, um welche Art von Mitteilung es sich handelt. Es ist, als würden wir irgendwie richtig raten. ...
Die Schwierigkeit mit Signalen dieser Art scheint das Zentrum eines Syndroms zu sein, das für eine Gruppe von Schizophrenen charakteristisch ist, so daß wir allen Grund haben, bei unserer Suche nach einer Ätiologie von dieser formal definierten Symptomatik auszugehen.“
BATESON und seine Kollegen beobachteten auch, daß die Familien von Schizophrenen einige auffällige Charakteristika aufweisen. Besonders auffallend ist die Angst der Mütter vor zärtlichen, ablehnenden oder gar feindseligen Gefühlen gegenüber dem Kind. Die Folge ist, daß sie sich nonverbal abwenden, wenn das Kind ihre Nähe sucht. Gleichzeitig leugnen sie dies und sind bemüht, sich nach außen hin scheinbar liebe- voll zu verhalten. Dabei stellen sie ihr abweisendes nonverbales Verhalten verbal in einen Rahmen, der vorgibt, das Beste für das Kind zu wollen. In der Regel fehlt hier eine Bezugsperson, die das Kind angesichts der auftretenden Widersprüche unterstützt. BATESON et al. illustrieren dies wie folgt:
„Kommen in der Mutter etwa feindselige (oder zärtliche) Gefühle gegenüber ihrem Kind auf und verspürt sie auch den Zwang, sich von ihm abzuwenden, dann könnte sie sagen: ‚Geh ins Bett, du bist sehr müde, und ich möchte, daß du deinen Schlaf bekommst.’ Mit dieser nach außen hin liebevollen Bemerkung soll ein Gefühl geleugnet werden, das man so in Worte fassen könnte: ‚Geh mir aus den Augen, ich kann dich nicht mehr sehen.’ Würde das Kind ihre metakommunikativen Signale richtig unterscheiden, so wäre es mit der Tatsache konfrontiert, daß sie es sowohl ablehnt als auch mit ihrem liebevollen Verhalten täuscht. Es würde dafür ,bestraft’ zu lernen, wie man Arten von Mitteilungen richtig voneinander unterscheidet. Das Kind wird also dazu neigen, eher die Vorstellung zu akzeptie- ren, daß es müde ist, als die Täuschung seiner Mutter zu durchschauen. Dies bedeutet, daß es sich selbst über seinen eigenen inneren Zustand täuschen muß, um die Mutter in ihrer Täuschung zu unterstützen. ...
Das simuliert liebevolle Verhalten der Mutter für bare Münze zu nehmen, ist allerdings für das Kind auch keine Lösung. Träfe es diese falsche Unterscheidung, dann näherte es sich ihr; diese Annä- herung würde in ihr Empfindungen der Furcht und Hilflosigkeit auslösen, und sie wäre gezwungen, sich abzuwenden. Zöge es sich dann aber von ihr zurück, dann würde sie diese Abwendung als einen Vorwurf auffassen, daß sie keine liebevolle Mutter sei, und das Kind entweder für die Abwendung be- strafen oder sich ihm nähern, um es enger an sie zu bringen. Käme es daraufhin näher, dann würde sie damit reagieren, daß sie wieder Distanz herstellt. Das Kind wird bestraft, wenn es genau unterscheidet, was sie ausdrückt, und es wird bestraft, wenn es ungenau unterscheidet – es ist in einem double bind gefangen.“
Fußnote zum vorherigen Absatz:
[Bateson 1985, 5. 285f. Batesons These von der „schizophrenogenen Mutter“ wird in der Forschung mittlerweile sehr kritisch betrachtet. Seine Tochter, Mary Catherine Bateson, wies in diesem Zusammenhang auf einen interessanten Sachverhalt hin. Sie schreibt: „In Gregorys Arbeiten der fünfziger Jahre wurde die Auffassung der Schizophrenie als einer ‚logischen Störung’ mit der schizophrenogenen Familie in Zusammenhang gebracht, in der die Mutter eine double bind erzeugende Hexe war und der Vater abseits stand. Gregory hatte Frauen gegenüber dunkel-komplizierte Gefühle, die auf seine eigene Mutter zurückgingen – er war ausgesprochen gern von ihr weggegangen. Aber ein Teil seiner Auslassungen über die Schizophrenie auslösende Mutter scheint mir auch Ausdruck seiner Abneigung gegen die amerikanische Kultur und die Rolle der Frau im amerikanischen Heim jener Zeit gewesen zu sein, eine Rolle, die als Momismus bezeichnet wurde, eine Falle für sie und ganz folgerichtig auch für ihre Kinder.“ (Bateson, M. C. 1986, 5. 67.) ]
Über die Familie schreibt der Soziologe Rainer Paris in einem so wunderbaren wie hochwissenschaftlichen Essay im „Merkur“, eines ihrer Grundelemente seien Beziehungsfallen, in denen jede mögliche Reaktion negativ sanktioniert wird und der Betroffene die Zwickmühle weder durch Metakommunikation noch durch Verlassen des Handlungsfeldes auflösen kann“. Ein Beispiel hierfür sei die Schwiegermutter, die der Frau ihres Sohnes zum Geburtstag zwei Pullover schenkt. Als sie sich einige Wochen später erneut zu Besuch ankündigt, zieht die Schwiegertochter einen davon an. Noch vor der Begrüßung herrscht die Schwiegermutter sie an: „Der andere gefällt dir wohl nicht!“ (aus: Schöne Bescherung, Post, 29.03.2010)
Dazu Walker:
Diese Beispiele genügen, um die allgemeinen Charakteristika einer Beziehungsfalle zu benennen: Zunächst gehört dazu eine Beziehung, die für das „Opfer“ subjektiv (über)-lebenswichtig ist, d.h. es kann sich aus der Falle nicht befreien, indem es den Schauplatz verläßt. Innerhalb der Beziehung ist das „Opfer“ in einer Situation gefangen, in der sein Gegenüber zwei Arten von Mitteilungen ausdrückt, die einander wechselseitig negieren. Metakommunikation ist unmöglich, da das „Opfer" dazu entweder nicht in der Lage ist oder aber von seinem Gegenüber aktiv daran gehindert wird.[Vgl. dazu Bateson 1985,S. 278f.]
Es gehört nicht allzuviel Phantasie dazu, sich vorzustellen, daß, wenn der Patient als Kind viele Jahre lang in einer Familienatmosphäre voller solcher Beziehungsfallen gelebt hat, in welchen er regelmäßig »verkehrt war«, sein Geist (sprich: Phantasien, Gedanken und Gefühle) immer wieder – auch bei recht geringfügigen und für normale Menschen unwichtigen Anlässen – solch massive und nicht bewältigbar erscheinende »Zwickmühlen«-Situationen (wissenschaftlich: »Double-Bind«) herstellt und er in massive innere Bedrängnis gerät.
Double Bind - Gregory Bateson [1:19]
Über Therapeuten in Beziehungsfallen siehe: - Die Wahrnehmung spezifischer Beziehungsmuster (in Martin Wendisch, Beziehungsgestaltung als spezifische Intervention auf vier Ebenen, veröffentlicht in Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin 2000, S. 368ff. PDF, Wendisch, Psychotherapie Freiburg) Folgt man diesem Modell, gehört ebenfalls nicht allzuviel Phantasie dazu, nachzufühlen, wenn der Patient ein solches, immer wieder Zwickmühlen-Situationen herstellendes, seelisches System als »vergiftet« bezeichnet. In den beiden aufgeführten Beispielen ist es die Mutter, die eine solche Beziehungsfalle auf- bzw. herstellt. Es wäre für den Therapeuten, der die Geschichte seines Patienten gut kennt, ohne Weiteres nachvollziehbar, wenn dieser die Beziehung zu seiner Mutter so beschreiben würde: »Sie hat mein ganzes Leben vergiftet.« (Was ich als Therapeut folgendermaßen verstehen würde: »Sie hat mein ganzes Erleben vergiftet!«) Jetzt fehlt nur noch ein kleiner Schritt
Wenn der (seinen Vater auf seinen Therapeuten projizierende) Patient äußert: »Sie vergiften mich«, wird sich ein Therapeut, der um den oben dargelegten Sachverhalt weiß, diesen Satz nicht eins zu eins mit der Realität abzugleichen versuchen und als »Wahnvorstellung« abwehren, sondern als Beschreibung einer äußerst mißlichen inneren Realität verstehen, die der Patient nicht anders in Worte zu fassen in der Lage ist.
Wichtiger Teil des großen Spektrums von Belehrungen über den Geist, die Buddha in den 45 Jahren seines Lehrens gab, sind die Erklärungen zu den besonders wirksamen Methoden der Meditation. Im Buddhismus ist Meditation niemals als bloße Technik isoliert zu sehen, sondern sie steht immer im Rahmen der Erklärungen zu Grundlage, Weg und Ziel. Sie wird unterstützt von den positiven Handlungen, dem Entwickeln von Mitgefühl und Weisheit sowie dem Üben einer befreienden Sichtweise. Die spezielle Sitzhaltung, die man während einer Meditation einnimmt, fördert die Fähigkeit zu tiefer Konzentration. Letztendliches Ziel von buddhistischen Meditationen ist die Einsicht in die Natur des Geistes. mehr: - Meditation – den eigenen Geist erfahren (Buddhismus in seiner Ganzheit, Diamantweg-Stiftung, mit Links zu PDF-Downloads)
[…] vielmehr kann der Geist als geheim in sich selbst bezeichnet werden. Denn er ist kein "Ding". Er hat weder Farbe, Form, Größe noch Geschmack. Und obwohl er nicht zu finden ist, ist er die Grundlage allen Erlebens. Der Geist, der durch die Augen schaut, durch die Ohren hört, der erfährt und versteht, ist sich aller Erfahrungen bewusst, ohne dabei sich selbst zu sehen. Meditation wirkt in der Weise, dass sie den Geist in einen Zustand führt, in dem er sich selbst erkennen kann.
Ein korrektes Verständnis des Geistes geht […] nicht davon aus, daß der Geist irgendwie aus einem Stück ist, und selbst nicht davon, daß er ein zusammenhängendes, kongruentes Ganzes ist. Es gibt nicht nur einen einzigen Grund- Geist und nicht nur eine einzige Welt, die dazu da ist, von diesem Geist wahrgenommen zu werden. Solch eine Sichtweise würde der wahrgenommenen Welt die Annahme einer „Einheit” aufzwängen und wäre implizit eine theologische Sichtweise. Im Zen sagen wir dagegen: „Nicht eins, nicht zwei!” Nicht-Zweiheit ist nicht Einheit
Obwohl die Welt diskontinuierlich ist, erscheint die Welt kontinuierlich auf erstaunlich konsistente Weise wieder. Aber sie ist dabei nicht immer konsistent oder kontinuierlich. Sogar eben jetzt sind die Dinge, die du vor dir hast, nicht kontinuierlich. Sie sind im Wandel begriffen und deine Wahrnehmung von ihnen ist im Wandel begriffen. Je mehr deine implizite Einstellung von der vorhersagbaren Kontinuität der Welt ausgeht (eine implizite Annahme von Beständigkeit), desto weniger wirst du von der Welt bemerken oder wissen. Daß alles im Wandel begriffen ist, bedeutet, daß die Welt diskontinuierlich und auf grundlegende Weise unvorhersehbar ist. In dem Augenblick bist du frei, aber dann geh los und schaffe deine Vergangenheit, schaffe deine Zukunft. Aber mache, wenn du kannst, eine weise Geschichte daraus, eine Geschichte, in der du frei bist und in der das Ende offen ist.
Das Bewußtsein an sich geht von einer kontrollierbaren Welt aus. Das Bewußtsein funktioniert so, daß es eine vorhersehbare Welt zusammensetzt, die vom Ich verstanden werden kann und die vor allem sprachlich beschrieben werden kann. Folglich bilden wir unsere Ansichten größtenteils in der Sprache und wir gehen meistens auch davon aus, daß unsere Sprache in der Lage ist, die Welt angemessen, ja sogar exakt darzustellen. Nur allein aus diesem Grund, unabhängig von spirituellen Gründen, neigen wir dazu, von einer kohärenten Welt auszugehen und sie zu erhoffen, eine Welt, in der alle Sichtweisen kongruent sein werden und die deswegen auf eine Einheit reduziert oder in einer Einheit aufgehoben werden kann. (Zentatsu Richard Baker Roshi, aus dem Englischen von Christian Dillo in Zeitschrift für Transpersonale Psychologie und Psychotherapie, 15. Jg., Heft 1, 2009, S. 58)
Emotionale Abhängigkeit – was sollen wir darunter eigentlich verstehen? Sind wir denn nicht alle in gewisser Weise voneinander abhängig und aufeinander angewiesen?
Natürlich sind wir das in gewissem Sinne! Der Mensch ist schließlich ein soziales und fühlendes Wesen, das in unterschiedlich intensiven Bindungen lebt. Unsere erste emotionelle Abhängigkeit beginnt oft schon mit der Beziehung zur Mutter. Von ihrer Nähe, Liebe und Zuwendung sind wir körperlich und emotionell in einer Weise abhängig, die beispiellos ist. Und genau deswegen eignet sie sich auch hervorragend für emotionelle Erpressung und Missbrauch jeglicher Art.
Später sollte sich die seelische Abhängigkeit lösen dürfen – aber viele Mütter wollen aus eigener Bedürftigkeit heraus lebenslang gebraucht werden und achten darauf, dass die emotionellen Bande zu ihren Kindern zwanghaft eng bleiben. Sie verstricken eines oder mehrere ihrer Kinder in unzulässiger Weise in neurotische Anwandlungen, Besitzansprüche, tief sitzende, unbewusste oder verleugnete Ängste und eigene Bedürftigkeiten. So formen sie oftmals ein Wesen, dass enge Bindungen ebenso sehr fürchtet wie es sie verzweifelt sucht. Wenn dieser Mensch sich nicht aus diesen Verstrickungen befreien kann, bleibt er lebenslang bedürftig und abhängig von der Zuneigung anderer. […]
Der Abhängige glaubt, ohne den anderen nicht überleben zu können, ohne ihn hilflos, einsam und ausgeliefert zu sein. Auch in der so genannten Co-Abhängigkeit finden wir die emotionelle Abhängigkeit. Der Alkoholiker braucht einen Unterstützer und Komplizen, der die Erkrankung mit trägt. Seine Rolle ist es, die immer häufiger auftretenden Ausfälle zu dulden, zu “verstehen” und mit Mitgefühl zu begleiten. Der gesunde Partner kann ein Helfersyndrom haben und seinerseits den Alkoholiker brauchen, um es auszuleben. Oftmals möchte man den kranken Partner vor seinen selbstzerstörerischen Neigungen und seiner Sucht retten und wird dadurch zum Komplizen statt zum Helfer. Vielfach wird eine solche Abhängigkeit erst bemerkt, wenn der Partner stirbt oder den anderen verlässt. Wo genau eine emotionelle Abhängigkeit beginnt, ist verschieden. Menschen empfinden unterschiedlich stark und sind unterschiedlich vorgeschädigt. Ohne die Sicherheit und das Vertrauen, ohne den anderen weiterleben zu können, wird eine solche Beziehung auf Dauer zu einer Belastung für beide.
Was können wir nun tun, um emotionelle Abhängigkeiten zu mildern oder zu beseitigen? Gespräche zur Bewusstmachung sind sicher sinnvoll, können aber meist keine tief greifenden Änderungen in der vorgeprägten Persönlichkeitsstruktur erzeugen. Sie unterliegt frühkindlichen Prägungen und ist meist unbewusst. Trotzdem kann man damit arbeiten. Eine Psychotherapie oder gestalttherapeutische Gespräche können sinnvoll sein. Auch die Beschäftigung mit spirituellen Inhalten kann Sinn machen. Beispielsweise lehrt uns der Buddhismus das Loslassen vom Anhaften.
Buddhas Lehren zu Folge ist allem Anhaften als Folge das Leiden zugeordnet. Man leidet nach dieser Sichtweise, wenn man etwas haben möchte, aber nicht bekommt. Hat man es, leidet man aber auch, weil man es verlieren könnte! Ganz egal, was wir haben möchten: Es erzeugt oft einen so starken Wunsch, dass wir glauben, ohne diese Sache oder diesen Menschen nicht mehr leben zu können. Sofern es nur um materielle Wünsche geht, kauft man nur mehr Dinge, Lebensmittel oder Schallplatten als man tatsächlich braucht. Aber wenn es einem um Größeres geht, das an einem nagt, wenn man es nicht bekommt, wird es problematisch.
Noch gefährlicher ist das Anhaften in Beziehungen. Es macht abhängig und verletzbar. Man verliert seine Autonomie, lebt in zu enger Symbiose und kann ohne den anderen nicht sein. Zumindest fühlt es sich so an! Es ist oft nicht einmal als Gedanke vorstellbar. Solche Partner sterben oft kurz hintereinander und geben sich vollkommen auf, wenn der andere nicht mehr da ist. Nicht-Anhaften kann in Partnerbeziehungen aber auch nicht funktionieren, weil es hier um Nähe und Authentizität, Intimität und ähnliches geht. Je eingeschränkter das Selbstwertgefühl ist, desto mehr wird man am anderen klammern. Gerade dadurch engt man ihn oft so ein, dass er einen erst Recht verlässt oder sich zumindest zunehmend eingeengt fühlt und ausbricht. Folge des zu starken Klammerns ist oft Eifersucht, Besitzdenken und Kontrolle. Eine emotionelle Abhängigkeit schadet also der Beziehung auf Dauer, obwohl alles danach aussieht, als sei man nur besonders eng verbunden. (Emotionale Abhängigkeit lösen / überwinden, Beziehungsratgeber, Datum und Verfasser unbekannt, Hervorhebungen von mir)
Viele Menschen sehen es auch als ideale Liebe an, wenn man bereit ist, für den Partner alles zu tun. Äußerungen wie „Ich bin ohne dich nichts“ oder „Für dich tue ich alles“ gehören zu unserer Vorstellung von romantischer Liebe, die in unzähligen Liedern und Gedichten beschrieben und besungen wird. (Ist es wahre Liebe oder Abhängigkeit (Liebessucht)?, Doris Wolf, Partnerschaft-Beziehung, Datum unbekannt)
„I do my thing, I am I,
you do your thing, you are you.
I am not in this world to live up to your expactations, neither are you to live up to mine.
I am I und you are you
and if by chance we find each other, is‘s beautiful,
if not, it can‘t be helped.“
(Gestaltgebet, Fritz Pearls, 1976, zit. in obigem Artikel)
FULL - Nonviolent Communication Workshop - Marshall Rosenberg (2000) (Multi Subtitles) [3:05:57]
Hochgeladen am 05.01.2012
Lista de Reprodução com vídeos legendados de Marshall Rosenberg:
http://www.youtube.com/playlist?actio... A forma mais básica e comum de interação entre seres humanos é a comunicação. E a comunicação verbal é a mais importante. Vídeo de um Workshop de um dia com o Dr. Marshall Rosenberg, PhD em Psicologia, que sistematizou a arte da COMUNICAÇÃO NÃO VIOLENTA. Veja esse vídeo e aprenda a comunicar-se com seu cônjuge, filhos, pais, parentes, amigos, estranhos, patroes, empregados, colegas, etc, de forma harmônica, construtiva, baseada em seu coração, sem julgamentos, sem ataques verbais, sem viagens de ego, sem expectativas, sem incutir culpa, medo, aprovação ou desaprovação. Aprenda a respeitar o próximo como ele é, e não da forma como vc "gostaria" que ele fosse quando se comunica com ele. Aprenda com esse vídeo mil exemplos de como cometemos erros básicos ao comunicar-nos verbalmente ou por escrito com outras pessoas. Como otimizar sua forma de comunicar-se e gerar harmonia e amor à sua volta. Conversar ou debater com alguém que pensa ao CONTRARIO de você, sem fazer a pessoa sentir-se mal, e aprenda a jamais se sentir mal com QUALQUER COISA que alguém disser para você. Comunicar-se com o seu coração, vendo e dirigindo-se ao coração do seu próximo. Evitar os repetitivos conflitos gerados pela maneira agressiva, destrutiva, contraproducente, injusta e até mesmo grotesca com que 99% dos seres humanos se comunicam. Aprenda o interessantíssimo conceito da "linguagem do chacal"e "linguagem da girafa", tanto na forma como falamos como também na forma como ouvimos. A linguagem "chacal" dos outros e o que e como fazer para não se envolver. Como reconhecer a razão por trás da comunicação autoritária, exigente ou agressiva dos "chacais" e como identificar as "necessidades não satisfeitas" deles, que os leva a comunicarem-se (falar e ouvir) de uma forma psicologicamente doente. O trabalho do Dr. Rosenberg é fascinante, muda a vida das pessoas que estudam seu enfoque sobre a comunicação. Essencial, imperdível! Aprenda CNV, sua vida e de todos com quem vc convive e/ou se comunica será mais pacífica, harmônica, terna, compassiva, amorosa. A forma como quase todos os seres humanos se comunicam uns com outros gera conflitos, quase sempre. Pequenos conflitos que distanciam pais de filhos, antipatizam vizinhos, professores e alunos, conflitos que geram reações violentas e guerras... Pais comunicam-se de forma contraproducente com filhos e vice-versa. Esposas irritam maridos, maridos humilham esposas através de formas pobres e contraproducentes de comunicação. O problema da comunicação humana é gigantesco e poucas pessoas estudaram isso de forma tao completa e interessante como o Dr. Marshall Rosenberg. Ele criou a teoria da COMUNICAÇÃO NÃO VIOLENTA. Através de livros, workshops, seminários, cursos, etc suas teoria da Comunicação Não Violenta se espalhou pelo mundo. Este vídeo é a filmagem parcial de um workshop de Marshall Rosenberg em São Francisco em Abril de 2000. (Texto em construção: Santsuma) Meus canais: Problemas e vídeos para alertas, muitos com legendas: http://www.youtube.com/AMhiro2 Soluções, saúde, ecologia, espiritualidade, etc http://www.youtube.com/YashamiLL Economia, finanças, etc: http://www.youtube.com/SANtsuma Permacultura, ecovilas, comunidades, agric. Natural, etc: http://www.youtube.com/ECOmantiqueira http://www.youtube.com/ECOmantiqueira2 Problemas, documentários alerta, muitos documentários longos, importantes: http://www.youtube.com/SUNamori6765__ Quando nossa comunicação dá suporte a doar e receber com compaixão, a felicidade substitui a violência e a dor. (Marshall Rosenberg) Além das ideias de ações certas e erradas existe um campo. Lá eu o encontrarei. (Rumi) _____________ Informações complementares: http://pt.wikipedia.org/wiki/Comunica... http://pt.wikipedia.org/wiki/Marshall... http://CNVC.org
Lyrics: What do you mean? When you nod your head yes But you wanna say no What do you mean? When you don’t want me to move But you tell me to go What do you mean? Said we’re running out of time Trying to catch the beat make up your mind What do you mean? Better make up your mind What do you mean? You’re so indecisive of what I’m saying Don’t want us to end where do I start First you wanna go left and you want to turn right First you up and you’re down and then between
Ohh I really want to know…
When you nod your head yes But you wanna say no What do you mean? What do you mean? But you tell me to go Said we’re running out of time What do you mean? Better make up your mind What do you mean? You’re overprotective when I’m leaving Trying to compromise but I can’t win You wanna make a point but you keep preaching You had me from the start won’t let this end First you wanna go left and you want to turn right Wanna argue all day make love all night First you up and you’re down and then between Ohh I really want to know… What do you mean? When you nod your head yes What do you mean? When you don’t want me to move But you tell me to go What do you mean? Said we’re running out of time What do you mean? Better make up your mind What do you mean?
Concert for George 2002 en el "Royal Albert Hall" Un años después de la muerte de George Harrison
Paul McCartney: guitarra, ukelele y voz Ringo Starr: batería Eric Clapton: guitarra y voz Billy Preston: teclados Jeff Lynne: guitarra y coros
Masked And Anonymous clip girl singing the times are changing.mpg [2:37]
Hochgeladen am 15.02.2011
the girl name is tinashe kachingwe singing the times are changing from the movie masked and anonymous along with background score by Bob Dylan... enjoy....:)))
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