Gute Frage. Denn aktuell sieht es rund um das Thema Führung in vielen Unternehmen nicht besonders rosig aus. "Mein Chef kotzt mich an.", "Mein Chef nervt!", "Der mischt sich immer und überall ein - obwohl er keine Ahnung hat.", "Der interessiert sich nur für seine eigenen Zahlen, nicht aber für meine Weiterbildung." Wollmilchsau hat hierzu einen provokativ guten Beitrag verfasst "Darf ich vorstellen: Unser Feelbad Manager." Mehr als jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland fühlt sich durch seinen Chef mehr demotiviert als motiviert. Hier mal ein kurzer Podcast zum Thema. Besonders junge Leute stehen dem Thema Führung etwas skeptisch gegenüber: sie wollen sich nicht führen lassen und haben selbst auch keine Lust auf Führung (zumindest wird uns das recht häufig nachgesagt). Statt uns dafür zu verurteilen, ist es doch viel spannender, zu verstehen, was sich hinter dieser Skepsis möglicherweise verbirgt. mehr: - Wozu brauchen wir eigentlich Führung? (Steffi Burkhart, Huffington Post, 26.06.2014)
Generation Y trifft Handel und Industrie [16:02]
Veröffentlicht am 10.03.2015
Key-Note von Steffi Burkhart zu den Ansprüchen der Generation Y an die Arbeitswelt auf der Verleihung des Wissenschaftspreises 2015 von EHI Stiftung und GS1 Germany
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GEDANKENtanken: Dr. Steffi Burkhart mit "Generation Y – Moderne Ansprüche an die Arbeitswelt" [24:03]
Veröffentlicht am 11.08.2014
Wer auch mal bei unseren Events & Rednernächten dabei sein will, wir touren deutschlandweit! Alle Termine, Infos & Tickets hier:http://www.gedankentanken.com/events
Wie die neue Generation wirkich tickt, welche Potenziale in ihr stecken, welche Forderungen sie an Arbeitswelt und Führung stellt und wie Sie sie ans Unternehmen binden und langfristig halten können, erklärt Steffi Burkhart uns genau. Sie ist Seminarentwicklerin und Akademie-Leiterin bei GEDANKENtanken, erfolgreiche Autorin und Bloggerin, u.a. Projekt “Generation Why – How we see the world” und Gastbloggerin bei Huffington Post Deutschland. http://www.generation-why.org __________________________
Die GEDANKENtanken-Experten gehören zu den besten Ihres Fachs und bieten Ihnen praktisches, aktuelles und wichtiges Wissen, Ideen und Impulse zu den Themen Gedächtnistraining, Führung, Psychologie, Vertrieb, Kreativität, Motivation, Kommunikation, und vieles mehr. Das alles unterhaltsam präsentiert, damit Sie gerne dazulernen und garantiert Erfolg haben.
Lena sitzt mit dem Rücken zur Tür, schaut reglos aus dem Fenster. Draußen grauer Novemberbrei. Ihre Arme hängen schlapp herunter, wenn man sie anspricht, reagiert sie nicht, Kopfhörer stecken in ihren Ohrmuscheln. Sie hat noch nichts gesagt, aber ihre Düsterkeit wirkt niederdrückend, als entweiche allen Gegenständen in ihrer Nähe die Farbe. Wann genau es angefangen hat, weiß sie nicht mehr. Vor zwei, drei Jahren dachte sie zum ersten Mal daran, sich umzubringen, malte sich aus, wie sie sich tötet. Erzählt hat sie es niemandem, bis sie solche Kopfschmerzen bekam, dass ihre Eltern sie zum Arzt brachten. Die Ärzte glaubten an einen Hirntumor, aber sie konnten nichts finden. Als alle körperlichen Ursachen ausgeschlossen waren, blieb nur noch die Seele. Lena ging das erste Mal zum Psychologen. Mit 15.
Die Gespräche halfen ihr, aber sie dachte weiter darüber nach, wie sie sich das Leben nehmen könnte. Und sie kotzte nach jedem Essen, um schlank zu bleiben. An einem Mittwoch im Oktober vor einem Jahr sah ihr Vater den Fettfilm in der Toilette, der zurückbleibt, nachdem man sich übergeben hat. "Lena, willst du tot sein?", fragte er seine Tochter. "Ja", antwortete Lena. Ihre Therapeutin hatte ihr geraten, sie solle einen Stein auf den Tisch legen, wenn es nicht mehr gehe. Der Stein als Sinnbild für das In-sich-verschlossen-Sein. Lena hätte das nie getan, also legte ihr Vater den Stein für sie auf den Tisch und brachte sie in die Jugendpsychiatrie nach Eberswalde, Brandenburg. An jenem Mittwoch um 18.15 Uhr kommt Lena auf die Akutstation J2 des Martin Gropius Krankenhauses. Sie hat sich die Uhrzeit gemerkt, als Markierung einer neuen Zeitrechnung, der Eintritt in die Jugendpsychiatrie.
Von außen betrachtet, erscheint bei Lena alles gut: Sie geht auf ein Gymnasium, ist hübsch, ihre Eltern arbeiten als Beamte im gehobenen Dienst. Sie haben sie nicht vernachlässigt oder geschlagen, sie kümmern sich um sie. "In die Klapper wollte ich nie", sagt Lena. Und nun hockt sie im November 2014 in der Jugendpsychiatrie auf ihrem Bett, roter PVC-Boden, die gelben Wände sind kahl, sie kann keine Bilder aufhängen, alles, was spitz ist, ist verboten – Nägel, Stecknadeln, Reißzwecken. Sie trägt die dunklen Haare hochgesteckt, enge Hosen, ihre langen Fingernägel sind orange lackiert. Ein Teenager in der Pubertät. Auf Fragen antwortet sie höflich, doch ihr Blick bleibt abwesend, als laufe in ihren Gedanken ein ganz anderes Programm.
mehr: - Jugendpsychiatrie – Heile Welt (Jana Simon, ZEIT-Magazin, 11.12.2015)
Von außen betrachtet, erscheint bei Lena alles gut: Sie geht auf ein Gymnasium, ist hübsch, ihre Eltern arbeiten als Beamte im gehobenen Dienst. Sie haben sie nicht vernachlässigt oder geschlagen, sie kümmern sich um sie. […]
Und Lena fragt sich nun jeden Tag: "Was stimmt nur nicht mit mir?" […] Die Jugendlichen sprechen am Tisch kaum miteinander. Die gesammelte Traurigkeit legt sich wie ein Schatten auf die Brust, nimmt den Atem. Wenn man Lena und die anderen fragt, wie es ihnen geht, antworten trotzdem alle: "Gut!" […]
Lena sagt: "Ich fühle mich hier beschützt vor allem." Drinnen, wie sie die Jugendpsychiatrie nennt, denke sie nicht so oft an Selbstmord. Draußen, sagt sie, erdrückten die Eltern sie mit ihrer Liebe. […] Jedes Wochenende fährt Lena nach Hause. Der Sonnabend fängt gut an, aber am Sonntag sehnt sie sich zurück in die Klinik. Sie kann dann nicht aufhören, daran zu denken, wie sie sich etwas antut, sitzt fest im Gedankensumpf, fügt sich selbst Schmerz zu. Wenn Lena vom Ritzen erzählt, verändert sich ihre Körpersprache. Sie richtet sich auf, ihre Stimme wird weich, klingt verzückt: "Das ist ein unglaublich schönes Gefühl, dieses warme Blut auf deiner Haut. Früher tat es weh, aber für einen Moment nimmt es dir so viel Last."
mein Kommentar: Last? Welche Last? Wo sollte es in einer Familie, in der sich das Kind durch die elterliche Liebe erdrückt fühlt, eine Last geben? Hört denn keiner zu?
Wenn von den angeblich bedrohlichen Auswirkungen durch Massenmedien, Digitalisierung und Internet die Rede ist, dann geht es oft um die fehlende Balance zwischen Aufmerksamkeit und Zerstreuung. Die Flut an unterschiedlichen Informationen, die auf uns einstürmen, die Hyperlink-Struktur, die uns schnell von einem zum nächsten klicken lässt, zerstöre unsere Fähigkeit, aufmerksam zu sein, heißt es dann, und bald könne niemand mehr längere Texte lesen. Wir werden immer zerstreuter.
mehr: - Von der Kunst, zerstreut zu sein (Christian Möller, Buchvorstellung, Deutschlandfunk, 29.03.2014)
Nicht einmal das FBI wusste, wo sie ist: Ein französischer Journalist hat sich auf die Suche gemacht - und das Leben der behinderten Schwester von John F. Kennedy minutiös rekonstruiert.
Es ist um die Mittagszeit an einem sonnigen Herbsttag 1975 in Chicago, als der Reporter Peter Nolan einen Hinweis erhält: Rosemary Kennedy wird vermisst. Die geistig behinderte Schwester des ermordeten Präsidenten JFK ist nach dem sonntäglichen Kirchgang verschwunden, ihre jüngere Schwester Eunice hat es soeben der Polizei gemeldet.
Nolan springt mit einem Kameramann aus dem Büro, in der Hoffnung ein paar Aufnahmen mit Seltenheitswert zu drehen, seit Jahrzehnten hat niemand mehr Rosemary gesehen. Fünf Stunden lang suchen die Polizei und der Reporter, jeder für sich, die Vermisste. Nolan wird sie als Erster entdecken: an der Ecke Monroe Street und Michigan Avenue, vor einem Schaufenster. Der Reporter hat kaum Zeit, Bilder zu machen, denn wenig später sind Polizisten zur Stelle und nehmen Rosemary mit.
Von seiner Begegnung mit Rosemary Kennedy hat Nolan dem französischen Journalisten Pierre Pratabuy erzählt. Fasziniert von der Geschichte hatte sich Pratabuy 2005, nach Rosemarys Tod, auf Spurensuche gemacht, Zeugen kontaktiert und Archive aufgesucht. Minutiös hat er das Leben der Kennedy-Schwester rekonstruiert und jetzt für die französische Kulturzeitschrift XXI aufgeschrieben - und dabei einige überraschende Details ans Licht gebracht. mehr: - Die verschwundene Kennedy-Schwester – Das Mädchen Rosemary (Jeanne Rubner, Süddeutsche Zeitung, 17.05.2010)
Der Vater wird als sehr begabt und pflichtbewußt geschildert; auch war er sehr musikalisch und spielte ausgezeichnet Klavier, insbesondere in freier Improvisation; dieses Erbteil hat sein Sohn offenbar von ihm mitbekommen, der den Vater schon als einjähriges Kind bewußt am Klavier hörte, was ihm zeitlebens unvergeßlich blieb. Die Mutter Franziska, die gerade noch mit Puppen gespielt hatte, soll ein "Wildfang" und dabei sehr hübsch gewesen sein – so hatte sie den bereits gesetzten und etwas förmlichen, in familiäre und berufliche Pflichten eingebundenen Karl Ludwig sogleich unwiderstehlich angezogen. […] schildert der Vater in einem Brief 1846 (Friedrich war also gerade mal zwei Jahre alt!): "Bruder Fritz ist ein wilder Knabe, den manchmal allein der Papa noch zur Raison bringt, sintemalen von diesem die Ruthe nicht fern ist; allein jetzt hilft ein Anderer mächtiger miterziehen, denn das ist der liebe heilige Christ, welcher auch bei dem kleinen Fritz schon Kopf und Herz ganz eingenommen hat, daß er von nichts Anderem sprechen und hören will als vom >heile Kist!<"(11)
Nach dem Tod des Vaters 1849 und des jüngeren Bruders Ludwig Joseph (1848–1850) zog die Familie nach Naumburg. Der spätere Justizrat Bernhard Dächsel wurde formal zum Vormund der Geschwister Friedrich und Elisabeth bestellt. Von 1850 bis 1856 lebte Nietzsche im „Naumburger Frauenhaushalt“, das heißt zusammen mit Mutter, Schwester, Großmutter, zwei unverheirateten Tanten väterlicherseits und dem Dienstmädchen. [Friedrich Nietzsche, Jugend (1844–1869), Wikipedia], Wikipedia-Absatz zur Aufrechterhaltung des zeitlichen Ablaufs von mir eingefügt]
[der Doktor] ... hatte ein gr. Pläsier an dem kräftigen Knaben, als er aber nach den Jahren noch nicht sprechen konnte, sagte ich so beiläufig einmal zu ihm ‚nur daß er noch nicht sprechen will‘, darauf sagte er ‚ja sie geben zu sehr auf seine Zeichen acht wie er seinem Willen ausdruck giebt‘ u. so that ich dies von da an nicht mehr." ... "Kurz die Biographie ist ‚Wahrheit u. Dichtung‘".(8) Die Schwester schildert ihn jedenfalls als "sehr leidenschaftlich, was er aber später nicht gern hörte, da er der Nietzsche’schen Familientradition gemäß sich früh zu beherrschen lernte."(9) Nun, diese "Selbstbeherrschung" fällt nicht vom Himmel; im Pfarrhaus gab es verschiedene "Beruhigungsmittel" für das leidenschaftliche, aber noch "sprachlose" Kind: Schrie es aus unbestimmten Gründen, wurde der Vater zum "Musikmachen" gebeten, und sogleich wurde "Fritzchen mäuschenstill, setzte sich aufrecht in seinem kleinen Wagen und verwandte kein Auge von dem Spielenden."(10)
Nietzsches Kindheit - wie lebte Friedrich Nietzsche, was waren seine prägenden Einflüsse? Psychoanalyse eines Genies - Lebenslinien und Werkvergleich
Philosophie konkret: Nietzsche und die Psychoanalyse - Hat Alice Miller Recht? [11:13]
Veröffentlicht am 24.07.2015
Philosophin Claudia Simone Dorchain über Alices Millers Versuch, Nietzsches Werk "Der Antichrist" in psychoanalytischer Manier aus prägenden Erlebnissen seiner frühen Kindheit abzuleiten.
Dorchain ist der Ansicht, dass die Psychoanalyse zu ehrgeizig und grundlos zu selbstgewiss ist im Verkünden vermeintlicher Herleitungen von Werkinhalten aus biographischen Lebenslinien. Nietzsches Werk sei keinesfalls auf frühkindliche Prägungen zurückzuführen im Sinn einer Erklärung desselben.
Nietzsches Hass auf Theologen und das Christentum im Allgemeinen sei mehr als eine zornige Reflektion seiner frühen Lebensbedingungen, sei auch ein Hass auf alles, was er als "Unnatur" empfindet. Seine Frage lautet: warum definiert sein Zeitalter, das späte 19. Jahrhundert, soviel Unnatur - Heuchelei, Doppelmoral, Verleugnung des Körpers, Prüderie - als guten Ton?
Als einen Urheber der gesellschaftlichen Heuchelei entlarve Nietzsche das Christentum, insbesondere in seiner asketisch-bigotten Form ausgelegt. Doch seine Religionskritik ginge weiter als Institutionenkritik, er verstünde sich als Zerstörer im Geiste eines aufgeklärten Humanismus - und zuletzt sei Nietzsche stets größer als seine Interpretatoren, insbesondere die psychoanalytischen.
x mein Kommentar: Hergottnochmal, was soll denn dieses überhöhende Geschwurbel: zuletzt sei Nietzsche stets größer als seine Interpetatoren? Wird das von irgendjemandem infrage gestellt?
Wer vor lauter Aktivismus nicht mehr zur Ruhe kommt, leistet sich und seinem Unternehmeneinen Bärendienst. Wer hingegen während der Arbeit immer wieder kurz den Mut zum Nichtstun aufbringt, lebt gesünder und ist innovativer. Das belegen Untersuchungen zum Nutzen von Mikropausen.
mein Kommentar: Wenn jemand in diesen Übungen keinen Sinn sieht, sieht er halt keinen Sinn drin… Was soll eine Ruhepause von 15 Sekunden für einen Sinn machen? Deshalb: kein Druck, kein Problem, wenn sich jemand damit nicht anfreunden kann, dann ist halt noch nicht die Zeit gekommen…
Ein kontrolliertes psychologisches Experiment an der Stanford University zeigte, dass selbst eine kurze Metta-Meditation von wenigen Minuten (bei in Metta-Meditation nicht geübten Personen) im Durchschnitt zu einem Gefühl größerer sozialer Verbundenheit mit und einer positiveren Einstellung gegenüber unbekannten Personen führt.[5]Eine kontrollierte Studie von Barbara Fredrickson (University of North Carolina at Chapel Hill) und Kollegen bei 139 Mitarbeitern der Firma Compuware ergab, dass ein mehrwöchiger Kurs in Metta-Meditation zu einer Zunahme positiver Emotionen führte, die im weiteren Verlauf mit einer vermehrten Achtsamkeit, einem größeren Sinnerleben, positiveren Beziehungen zu anderen Personen und weniger körperlichen Beschwerden einhergingen. In Folge zeigten diese Personen sich zufriedener mit ihrem Leben und berichteten über weniger depressiveSymptome.[6]Johnson und Kollegen stellten 2009 in drei Fallberichten die Anwendung von Metta-Meditation bei schizophrenen Patienten mit Negativsymptomatik dar.[7] Eine nachfolgende Pilotstudie mit 18 schizophrenen Patienten zeigte eine Abnahme negativer Symptome und eine Zunahme positiver Emotionen und psychischem Wohlbefinden nach einem mehrwöchigen Training in Metta-Meditation.[8]Am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig läuft seit 2013 unter der Leitung von Tania Singer das Resource-Projekt zur Plastizität des sozialen Gehirns[9], in dem die neuronalen und hormonellen Auswirkungen von mentalem Training und Achtsamkeit untersucht werden, außerdem sowohl die subjektiv erlebten Veränderungen als auch die Veränderungen auf Verhaltensebene. Metta-Meditation ist Teil der Übungen, denen die Probanden sich in Ein-Jahres-Studien unterziehen.[10] [Forschung zur Metta-Meditation, Wikipedia]
Ergebnisse psychometrischer Tests der Universität Pennsylvania
Die oben abgebildeten Ergebnisse einer Studie der Universität Pennsylvania aus dem Jahr 2007 zeigt, wie sich ein achtwöchiges Meditationstraining auf die emotionale Stabilität der Teilnehmer auswirkt. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe nahm bei den Teilnehmern des Trainings die emotionale Instabilität in den Bereichen Verwirrtheit, Angst, Depression, Zorn und Müdigkeit deutlich ab, während sich ihre emotionale Stabilität (Vigor = Lebenskraft) deutlich verbessern konnte. (Quelle: http://www.pennmedicine.org/stress/faqs/)
Meditation vermindert das Risiko psychisch zu erkranken. Bereits im Jahr 1990 veröffentlichte die Psychologin Marsha Linehan eine Reihe von Studien, die zeigte, dass eine Therapie mit der buddhistischen Achtsamkeitsmethode namens Selbstakzeptanz (radical acceptance) das Risiko der stationären Einweisung und auch der Selbstmordversuche bei suizidalen Patienten erheblich senken konnte.
Meditation verringert das Risiko des Rückfalls in eine psychische Erkrankung. Im Jahr 2000 führte eine Gruppe von Wissenschaftlern aus Kanada, Wales und England namens Segal, Williams und Teasdale eine Studie durch, die aufzeigte, dass acht wöchentlich durchgeführte Achtsamkeitssitzungen die Rückfallquote bei Menschen, die dreimal oder öfter eine Depression hatten, zur Hälfte reduzieren konnte.(Lotus Therapy, New York Times 27.5.2008).
Eine fünfjährige Studie konnte aufzeigen, dass Menschen, die Meditation praktizieren, 57% geringere Krankheitskosten verursachen als andere Versicherte. Die Meditierenden hatten u.a. deutlich weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nervenerkrankungen sowie weniger Erkrankungen des Verdauungssystems und der Atemwege.
In light of the limited efficacy of current treatments for negative symptoms, there is a significant need for psychosocial treatments that improve anticipatory pleasure, sociality, and motivation. The case studies described here suggest that a particular meditation, LKM, can improve individuals’ negative symptoms via the mechanism of positive emotions. However, it appears that previous meditation experience assists in the learning and practice of LKM and thus improves outcomes. Clients who have difficulty with LKM may benefit more from basic mindfulness exercises that can be applied to their personal definition of recovery.
Ich habe niemals einen Schizophrenen gekannt, der sagen konnte, daß er geliebt wurde […]
Sie haben kein sicheres Realitätsbewußtsein, kein Gefühl für die Verläßlichkeit von Dingen und Menschen.
[…] die Welt wird für derartige Individualitäten irgendwie „irreal”. Sie haben eine „niedrige Sicherheitsschwelle” , weil sie immer um ihr Ich bangen müssen. Viele Ereignisse, die für „Durchschnittsmenschen” völlig harmlos sind, können für sie umwerfend und „vernichtend” sein. Darum neigen sie zur Isolation und Kontaktscheu; sie erleben ihre Umwelt meistens als sehr bedrohlich.
(Ronald D. Laing, zit. inRattner, Klassiker der Psychoanalyse, PsychologieVerlagsUnion, 2. Aufl., 1995, S. 775; siehe: Ronald D. Laing, Post, 15.10.2012)