Freitag, 17. Juli 2015

Jugendliche: Je schlauer, desto weniger Sex

Superhirne sind Spätzünder. Zwei US-Studien zeigen: Mit 19 sind vier Fünftel aller Studenten sexuell aktiv. Aber je höher der IQ, desto mehr Jungfrauen - bei Mathematikerinnen eines Elite-Colleges sogar 83 Prozent. Im Internet kursieren dazu amüsante und verwegene Theorien.
mehr:
- Verkehrsberuhigt: Wer schlau ist, hat keinen Sex (SPIEGEL Online, 20.08.2007)

Samstag, 27. Juni 2015

Gabalier: "Nicht meinen Vater verurteile ich, aber seine Tat"

Zum Vatertag: Andreas Gabalier spricht erstmals ausführlich über die Tragödie seines Lebens, den Selbstmord seines Vaters. 

Andreas Gabalier steht für Lustigkeit. Wenn er über den Selbstmord seines Vaters spricht, hört sich der Spaß auf.
mehr:
- Gabalier: "Nicht meinen Vater verurteile ich, aber seine Tat" (Bernd Melichar, KleineZeitung.at, 14.06.2015)

siehe auch:

Vater und Schwester verbrannt – Wie ihm ein Selbstmord-Drama zum Erfolg verhalf (Ines Fedder, News.de, 16.12.2014)


Freitag, 26. Juni 2015

Alles ist Projektion und Frustration

Michael von Brück "Alles ist Frustration" (Buddhistische Philosophie) [7:20]

Veröffentlicht am 18.08.2012
Ein wirklich tolles Interview, zu sehen unter:
https://www.youtube.com/watch?v=vQlDV...

Als Massenbewegung oder institutionelle Religion halte ich den Buddhismus für gefährlich (wie jede andere gemachte u/o genutzte Religion)! Allerdings sind einige Teile des Zen-Buddhismus sehr interessant, für einen persönlich. Er bietet viele praktische Lösungsmöglichkeiten für die Probleme der (heutigen) Zeit.
An sich selbst zu arbeiten, Blockaden und Verhaltensmuster in einem Selbst zu erkennen und lösen, seine innere und auch äussere Welt und damit auch die Grenzen des Seins zu erweitern und in einen Einklang mit der Schöpfung zu gelangen.

- 5.4 Die Freiheit der Person im Buddhismus (Michael von Brück in Günter Rager, Michael von Brück, Grundzüge einer modernen Anthropologie, Googlebooks)


Mittwoch, 24. Juni 2015

Eine Befragung zum Sex-Leben der Deutschen

Wie oft haben Singles und Paare wirklich Sex? Und wie zufrieden sind Frauen und Männer mit ihrem Liebesleben? Eine große Studie will es herausgefunden haben. Und könnte Pärchen beunruhigen.

Singles haben ein aufregendes Sexleben, Männer sind leicht zufriedenzustellen, und die wilden Berliner sind sexuell besonders aktiv? Nein. Man hat mal wieder eine groß angelegte Studie durchgeführt, um diese ewigen Fragen rund um das Sexleben der Deutschen zu klären. Wie oft haben Singles, Paare, Männer und Frauen Sex? In welchem Alter am meisten? Mit wem und wo?

Die Online-Partnervermittlung ElitePartner hat in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut Fittkau und Maaß 10.000 Menschen diese Dinge gefragt – und Antworten erhalten. Ganz generell kam heraus: Nicht einmal die Hälfte (43 Prozent) der befragten Menschen ist mit ihrem Sexleben zufrieden.

Aber es geht auch detaillierter: Am schönsten ist das Liebesleben, geht es nach den Antworten, im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Hier gaben Männer und Frauen gleichermaßen an, sexuell zufrieden zu sein. Nach dreißig sinkt die Zufriedenheit dann deutlich ab, bei Männern noch stärker als bei Frauen und vor allem, wenn sie sich dann in einer Beziehung befinden: Nur 46 Prozent der liierten Männer ab dreißig sind glücklich mit ihrem Liebesleben, bei den Frauen sind es immerhin 53 Prozent.

mehr:
- Die traurige Sex-Realität von Paaren und Ü-30ern (N24, 10.06.2015)

siehe auch:
- Größte Partnerschaftsstudie Deutschlands: Leben, Liebe, Sex 2015 (Anna Kuchenbecker, Elitepartner)
- Sonderauswertung 60plus: So leben Singles und Paare im Alter (Elitepartner, 07.05.2015)
- Der große Sex-Atlas: Das passiert in deutschen Betten (Südkurier, 15.06.2015)
- Heute vor 65 Jahren – 13. März 1948: Alfred Kinsey veröffentlicht seine Studie zum sexuellen Verhalten des Mannes (Post, 13.03.2013)

Dienstag, 23. Juni 2015

Wer glücklich ist, kauft nicht

Es wäre ein Fehler, diesen zwanzigminütigen Vortrag von Prof. Gerald Hüther zu ignorieren. Der 62jährige Neurobiologe und Dozent erklärt auf faszinierend verständlichem Wege, weshalb die Menschheit, obwohl sie gerade ihrer Vernichtung entgegenschlittert, dennoch nur einen einzigen Gedanken weit von ihrer Rettung entfernt ist.

Dazu müssten die Menschen umdenken. Das gelingt ihnen jedoch nur, wenn sie auch dazu in der Lage sind, umfühlen zu können. Gefühl und Verstand gehen immer Hand in Hand. Denn bei jedem Gedanken wird zugleich eine Kaskade an Botenstoffen freigesetzt, begleitet von den Gefühlen, die unser gedankliches Erleben widerspiegeln. Umzufühlen ist alles andere als einfach, denn wir sind das Ergebnis unserer Prägung. Und die ist in der Regel schmerzhaft.

Das Erleben von Ausgrenzung, Ablehnung und Bestrafung aktiviert genau dieselben Nervennetze im Gehirn, wie körperlicher Schmerz. Eben dieser seelische Schmerz ist es daher, der uns dazu zwingt, uns mit Ersatzbefriedigungen wie Konsum und Modetrends zumindest kurzfristig von diesem zu befreien. Den durch Erlebnisschmerz bedingten Botenstoffen ein biochemisches Gegengewicht entgegenzusetzen, damit der Normalzustand in unserem Kopf wenigsten kurzfristig einkehrt. Durch die oberflächliche Aktivierung unseres Belohnungszentrums nämlich werden genau die Botenstoffe freigesetzt, die durch erfahrene Nähe, Verbundenheit und Anerkennung zu produzieren man uns bereits seit dem Säuglingsalter abtrainiert. Daher benötigt unsere Wirtschaft unglückliche Menschen und produziert diese auch systematisch. Glückliche Menschen kaufen nichts, weil sie bereits glücklich sind.

mehr:
- Wer glücklich ist, kauft nicht (Jürgen Apitzsch, Neopresse, 06.04.2013)

Wer glücklich ist, kauft nicht - Vortrag Prof. Hüther [21:49]


meine dumme Frage:
Warum sollte unser kapitalistisches System an unserem Glück interessiert sein? 

Ohne Gefühl geht gar nichts! Gerald Hüther [2:21:36]

Veröffentlicht am 03.08.2014
Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther Universität Göttingen ist Präsident der SINN-STIFTUNG, die sich darum bemüht, die neueren Erkenntnisse der Hirnforschung möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen und diese Erkenntnisse in sinnvoller Weise umzusetzen.


Mittwoch, 17. Juni 2015

Gruppendynamik: Trittbrettfahrer, Trotteleffekt, ineffektiver Egoismus und das Böse

Arbeitsteams können eine Gruppendynamik entwickeln, die schädlich ist. Wenn Führungskräfte aber richtig steuern, kann diese Dynamik zum Vorteil werden.
mehr:
- Gruppendynamik: Vorsicht vor dem Trotteleffekt (Sabine Hockling, ZEIT Online, )
Zitat:
Ein weiterer Effekt ist das Trittbrettfahren: Mitarbeiter profitieren vom Einsatz ihrer Kollegen, tragen aber nichts zum Gruppenerfolg bei. Im Gegensatz zum sozialen Faulenzen findet das Trittbrettfahren bewusst statt. Wird es im Team sichtbar, folgt ein sogenannter Trotteleffekt: Die Motivation der engagierten Mitarbeiter sinkt und sie fahren ihre Leistung herunter, um nicht ausgenutzt zu werden. Chefs sollten hier die Leistung von allen Mitarbeitern sichtbar machen. Aber Vorsicht: Stellen Sie dabei Ihre Mitarbeiter auch nicht bloß.
Eine negative Dynamik entwickelt sich auch, wenn Mitarbeiter ihre eigene Meinung zum Schutz der Gruppenharmonie zurückhalten oder unterdrücken. So ein Verhalten stört nicht nur das Denken und Urteilen einer Gruppe, sondern kann im schlechtesten Fall zu gefährlichen Fehlentscheidungen führen. Als Führungskraft sollten Sie Ihre Mitarbeiter für die Gefahren des Gruppendenkens sensibilisieren. Ermutigen Sie Ihre Leute dazu, die eigene Meinung zu äußern. In verfahrenen Situationen kann das Hinzuziehen eines Externen helfen, der den Prozess moderiert.
Meine eigene Erfahrung als Therapeut ist, daß die meisten Führungskräfte Konflikte um jeden Preis vermeiden wollen und sich entweder ganz raus halten und die Mitarbeiter sich selbst überlassen oder Entscheidungen hintenherum auf die lange Bank schieben bzw. zu vermeiden versuchen, für eine notwendige Entscheidung Verantwortung zu übernehmen und Position zu beziehen oder völlig rücksichtslos eigene Vorstellungen durchzusetzen versuchen, ohne auf gewachsene Strukturen Rücksicht zu nehmen oder die Mitarbeiter miteinzubeziehen.
Beide Führungsstrategien sind gefährlich: eine führungslose Gruppe arbeitet genauso ineffektiv wie eine Gruppe von Menschen, die sich gemeinsam in einer unterdrückten Position sehen.

Public Goods Game: Wie verhindert man das Trittbrettfahrerproblem? [8:49]

Veröffentlicht am 08.09.2012
Wer gibt, der gewinnt. Wenn denn alle geben.
Hört erst einer damit auf, kehrt sich die Wirkung schlagartig um.
Der Mensch zwischen Eros und Thymos.

Zusammenschnitt aus der Sendung:
Das neue Menschenbild - trotz allem gut statt böse?
im ZDF Nachtstudio mit Volker Panzer
http://www.youtube.com/watch?v=HmD0_Q...

«Das Böse» -- Ein Gespräch mit Terry Eagleton | Kultur.21 [6:17]
Hochgeladen am 14.06.2011
Das Böse - warum fasziniert es und stößt zugleich ab? Ist es das notwendige Gegenstück zum Guten? Werden manche Menschen böse geboren oder macht erst die Gesellschaft sie zu Übeltätern?Terry Eagleton, überzeugter Marxist, bekennender Katholik und bekannter Literaturwissenschaftler geht dem Bösen auf den Grund. Ein KULTUR.21-Gespräch.



Samstag, 13. Juni 2015

Mark Epstein – Buddhismus und Psychoanalyse

Mark Epstein: The Trauma of Everyday Life [55:57]

Veröffentlicht am 30.07.2014
Harvard Book Store welcomed psychiatrist and author of Thoughts Without a Thinker Mark Epstein for a discussion of his latest book, The Trauma of Everyday Life, new to paperback.

Trauma does not just happen to a few unlucky people; it is the bedrock of our psychology. Death and illness touch us all, but even the everyday sufferings of loneliness and fear are traumatic. In The Trauma of Everyday Life Mark Epstein uncovers the transformational potential of trauma, revealing how it can be used for the mind’s own development.

Western psychology teaches that if we understand the cause of trauma, we might move past it while many drawn to Eastern practices see meditation as a means of rising above, or distancing themselves from, their most difficult emotions. Both, Epstein argues, fail to recognize that trauma is an indivisible part of life and can be used as a lever for growth and an ever deeper understanding of change. When we regard trauma with this perspective, understanding that suffering is universal and without logic, our pain connects us to the world on a more fundamental level. The way out of pain is through it.
Epstein’s discovery begins in his analysis of the life of Buddha, looking to how the death of his mother informed his path and teachings. The Buddha’s spiritual journey can be read as an expression of primitive agony grounded in childhood trauma. Yet the Buddha’s story is only one of many in The Trauma of Everyday Life. Here, Epstein looks to his own experience, that of his patients, and of the many fellow sojourners and teachers he encounters as a psychiatrist and Buddhist. They are alike only in that they share in trauma, large and small, as all of us do. Epstein finds throughout that trauma, if it doesn’t destroy us, wakes us up to both our minds’ own capacity and to the suffering of others. It makes us more human, caring, and wise. It can be our greatest teacher, our freedom itself, and it is available to all of us.

Mark Epstein: The Difficulties of Mindfulness (Clip) [2:08]

Veröffentlicht am 31.07.2014
See Mark Epstein's full talk from the WGBH Forum Network here: https://www.youtube.com/watch?v=_WAzV...

Mark Epstein: Is Buddhism Enough to Recover From Trauma? (Clip) [1:44]

Veröffentlicht am 31.07.2014
See Mark Epstein's full talk from the WGBH Forum Network here: https://www.youtube.com/watch?v=_WAzV...

Mark Epstein, Philip Glass, Matthieu Ricard - Part of FIAF's Crossing the Line - Sep 13, 2010 [2:45]

Hochgeladen am 22.09.2010
As part of the 2010 edition of Crossing the Line, the fall festival of the French Institute Alliance Francaise (FIAF) in NYC, psychiatrist Mark Epstein, composer Philip Glass, and French author/photographer/Buddhist monk Matthieu Ricard all came together in Florence Gould Hall to discuss the role of contemplation and meditation in the creative process. A truly special event, witnessed by a sold-out crowd, this video contains a few highlights for those unable to be there. More info here: http://bit.ly/cZSTaL
Mark Epstein: New Perspectives: Is Mindfulness Enough? Excerpt [1:47]

Hochgeladen am 28.09.2011
This continuing education webcast for counselors, therapists and social workers (LCSWs) is 6th session of New Perspectives: Is Mindfulness Enough? It features Mark Epstein, M.D. a private practice psychiatrist and writer. He's written extensively on the union of Eastern ideas and psychology for publications such as Tricycle: A Buddhist Review, Yoga Journal, and O: The Oprah Magazine. His books include Going to Pieces without Falling Apart; Going on Being; Thoughts without a Thinker; Open to Desire; and, most recently, Psychotherapy without a Self. The Mindfulness webcast series is a 6 session streaming-video webcast series that can be purchased with or without 6 CEs. The series features interview-style sessions with other leading therapists in the field including Jack Kornfield, Ron Siegel, Tara Brach, Michael Yapko, and Richard Schwartz with moderator Rich Simon.

To learn more about this webcast session visit here: http://www.psychotherapynetworker.org...
Mark Epstein: An Explanation of "Mother Voidness" (Clip) [2:03]

Veröffentlicht am 31.07.2014
See Mark Epstein's full talk from the WGBH Forum Network: https://www.youtube.com/watch?v=_WAzV...

zu Mark Epstein siehe auch:
- So vergänglich! oder Was bleibt… (Post, 16.11.2006)
- Hungergeister (Post, 09.04.2008)
- Verleugnung (Post, 08.11.2014)
- Porträts von Psychotherapeuten: Bitte recht Freud'lich (Post, 03.01.2015)

zu Matthieu Ricard:
- Die fünf Hemmungen (Post, 06.11.2014)
- Das Glück als Lebenskunst (Post, Matthieu Ricard im Gespräch mit Scobel, 07.01.2015)
- Nirwana im Kernspin (Post, 10.06.2015)