Dienstag, 10. Februar 2015

Langeweile ist das Beste, was einem Kind passieren kann

Das selbstorganisierte Kind - Hirnforscher - Gerald Huether (Vera Videoblog) [5:57]

Veröffentlicht am 09.07.2012
Langeweile ist hirntechnisch das Beste was einem Kind passieren kann, sagt der Neurobiologe Gerald Hüther. Kinder besitzen von Natur aus eine unglaubliche Entdeckerfreude und Neugierde, die es ihnen ermöglicht, sich alles anzueignen. Doch wie kommt es, dass so viele Kinder spätestens zum Schuleintritt diese Begeisterung für das Lernen verloren haben?

Was sind Ihre Erfahrungen, Meinungen und Gedanken dazu?
Diskutieren Sie mit! Und machen Sie mit beim Programm Anschwung für frühe Chancen: www.anschwung.de
Bei Fragen oder persönlichen Kommentaren, können Sie mich gerne auch unter vera@anschwung.de kontaktieren.
Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Gedanken!



Freitag, 6. Februar 2015

Fundamentales Vertrauen

Der Münchner Psychotherapeut Karl Heinz Brisch hilft Eltern, eine sichere Bindung zu ihren Kleinkindern aufzubauen
mehr:
- Fundamentales Vertrauen (ZEIT, 22.06.2012)
Zitat:
Karl Heinz Brisch ist ein genauer Beobachter. Er erkennt die "alten Gespenster" sofort. Stressvolle, unverarbeitete Erfahrungen sind das, die weit zurückreichen in die eigene Kindheit der heutigen Mütter und Väter. Gespenster, die nun plötzlich wieder im Kinderzimmer auftauchen. Und nicht selten einer sicheren Bindung zwischen Eltern und Kind im Wege stehen. Die "sichere Bindung" aber ist für Brisch das Fundament, auf dem alles aufbaut. Sie sei der Anfang eines erfüllten, glücklichen Lebens – und elementarer als jede Frühförderung. Wenn die Bindung sicher sei, sagt Brisch, dann komme der Rest von allein.  

siehe auch
- SAFE - Sichere Ausbildung für Eltern
mein Kommentar:
SAFE ist für mich die wichtigste psychohygienische Maßnahme der letzten Jahrzehnte!

Donnerstag, 5. Februar 2015

Ben Wettervogel beging Suizid

ABSCHIED VON BEN WETTERVOGEL [2:54]

Veröffentlicht am 04.02.2015
Das ZDF-Morgenmagazin erinnert an einen Kollegen

Wie die "Bild" in ihrer Mittwochsausgabe berichtet, soll Wettervogel Alkoholiker gewesen sein. Seine Lebensgefährtin soll der Zeitung gesagt haben, dass Wettervogel eine Entziehungskur gemacht habe. Danach hätte er aber weitergetrunken, auch im Job. Das sei der Grund, weshalb ihn sein Arbeitgeber, das ZDF, im Sommer freigestellt und ihm später gekündigt hätte (Wettervogel soll Kündigung verheimlicht haben, tz-tv, 04.02.2015)

- Lebensgefährtin erzählt – Die letzten Tage im Leben von Ben Wettervogel (Stern, 04.02.2015)
Egal ob er Sturm, Regen oder Sonne ankündigte: Ben Wettervogel wirkte bei seinen Vorhersagen immer gut gelaunt. Doch in Wahrheit soll der TV-Moderator tief unglücklich gewesen sein

Er war der stets gut gelaunte Wetteronkel beim ZDF: Ben Wettervogel strahlte bei seinen Vorhersagen, wirkte aufgeräumt und zufrieden. Doch in Wahrheit soll der TV-Moderator, der tot in seiner Wohnung gefunden wurde, dem Alkohol verfallen und tieftraurig gewesen sein.

Wie seine Lebensgefährtin in der "Bild"-Zeitung erzählt, soll der Diplom-Meteorologe im Sommer 2014 "eine Kur" gemacht, danach jedoch weitergetrunken haben. Auch bei der Arbeit. Dies soll auch der Grund für seine "Freistellung" gewesen sein.

Seine Abende soll der Moderator dann in einer Kneipe in der Nähe seiner Wohnung verbracht haben. Der Stammwirt zu "Bild": "Einmal kam er niedergeschlagen in die Kneipe und fragte, ob ihm jemand eine Knarre besorgen könne. 'Ist doch alles Scheiße', sagte er. Wir dachten, er hätte einen schlechten Tage gehabt."

Auch soll er nach der Kündigung angefangen haben, seinen Hausrat zu verschenken. Einer seiner Skat-Kumpel berichtet, dass er ihnen Töpfe, Uhren und sogar Schuhe gegeben habe.

Mittwoch, 4. Februar 2015

Kindheitstraumata wirken Jahrzehnte nach

Kann die Scheidung der Eltern noch im Erwachsenenleben schaden? Eine Langzeitstudie deutet darauf hin, dass frühe Traumata Gesundheit und Status beeinflussen.
mehr:
- Studie: Kindheitstraumata wirken Jahrzehnte nach (ZEIT, 02.02.2015)
Zitat:
Belastende Ereignisse aus der Kindheit könnten die Gesundheit und die Lebensumstände im Erwachsenenalter beeinflussen. Hinweise auf diesen Zusammenhang fand ein Forscherteam um die Medizinerin Cristina Barboza Solis vom französischen Gesundheitsforschungsinstitut Inserm. Die Wissenschaftler haben eine Langzeituntersuchung ausgewertet, die seit 1958 läuft. Dafür werden Daten von mehr als 7.500 Briten seit ihrer Geburt erhoben.

Die Wissenschaftler konzentrierten sich auf jene Teilnehmer, die im Alter zwischen 7 und 16 Jahren mehr als zwei belastende Ereignisse im familiären Umfeld erlebt hatten. Zu der Gruppe gehören etwa vernachlässigte Kinder und solche, bei denen ein Elternteil Alkoholiker war oder in Haft kam, außerdem Mädchen und Jungen, deren Eltern sich trennten oder bei denen ein Elternteil an einer seelischen Erkrankung litt.

[…] Dabei konnten Forscher Unterschiede sehen zwischen Menschen ohne und mit Belastungen in der Kindheit. Demnach sei es wahrscheinlich, dass schlimme Kindheitserfahrungen die Gesundheit langfristig beeinträchtigen. Dazu heißt es in der Studie: "Gruppen, die negative Kindheitserfahrungen erlebten, können die Kosten dafür ihr ganzes Leben tragen, was sich in ihrer physiologischen Abnutzung im Erwachsenenalter zeigt."

Die Forscher wiesen in der Studie darauf hin, dass trotz der großen Datenmenge ein Beweis für eine Verbindung zwischen Kindheitserlebnissen und späterer allostatischer Last nicht möglich war. Dennoch zeigten die Daten, dass ein solcher Zusammenhang sehr wahrscheinlich sei. Für eine Bestätigung brauche es weitere Studien. […]

Der Psychologe Harald Gündel vom Universitätsklinikum Ulm lobte die Studie. In der Kindheit "werden viele biologische Regelkreise und Prozesse geprägt, die Folgen für die lebenslange Gesundheit haben". Frühere Studien hätten in dieselbe Richtung gedeutet, allerdings nicht mit dieser Qualität.

"Die Untersuchungen auf verschiedenen Ebenen zeigten, dass frühe traumatische Erlebnisse im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut gehen und biologische Folgen haben, wenn auch mit zeitlicher Verzögerung", sagte Gündel.

Dienstag, 3. Februar 2015

Adoption – Schwere Geburt

Stress im frühen Kindesalter hinterlässt vielfältige Spuren. Besonders die Entwicklung des Gehirns leidet unter den ungünstigen Startbedingungen
mehr:
- Adoption: Schwere Geburt (Jeanette Otto, ZEIT, 30.06.2013)
Ungewollt auf die Welt zu kommen ist eine extreme Belastung für das Kind. Bereits der Stress in der Schwangerschaft kann den Fötus schädigen. Mit den vielfältigen Folgen haben Adoptiveltern oft lange zu kämpfen. In den vergangenen Jahren haben Forscher herausgefunden, welche psychischen und biologischen Auswirkungen Gewalt im frühen Kindesalter hat.

Bis hinein in das Erbgut der Kinder reichen die Spuren schwerer Traumata. Forscher am Max-Planck-Institut (MPI) für Psychiatrie in München analysierten das Erbmaterial von 2.000 US-Amerikanern aus dem internationalen Grady Trauma Project, die in der Kindheit zum Teil schwer traumatisiert worden waren. Einige von ihnen trugen eine Variante des Stress-Gens FKBP5 in sich, die das Erbgut gegen schädigende Umwelteinflüsse schützt.

Bei jenen Probanden aber, die mehrfache und langjährige Traumata erlebt hatten, fanden die Forscher eine Variante des Gens, die nicht nur dazu führen kann, dass sich der Spiegel des Stresshormons Cortisol nicht mehr steuern lässt und der Körper nur noch unangemessen auf Stress reagiert, sondern die auch epigenetische Veränderungen begünstigt.

Zitat:
Das hat erhebliche Folgen: "Unsere Daten deuten darauf hin, dass Kinder, die früh misshandelt, missbraucht oder emotional vernachlässigt wurden, anfälliger für Depressionen, bipolare Störungen oder Drogenabhängigkeit, aber auch für psychosomatische Beschwerden sind", sagt die Neurowissenschaftlerin Elisabeth Binder vom MPI. Derart negativ geprägte Kinder könnten dann auch eine veränderte Umgebung wie eine Adoptivfamilie nicht als hilfreich empfinden. Gleichzeitig aber, sagt Binder, könne eine positive Umgebung durchaus dazu beitragen, die epigenetischen Veränderungen wieder rückgängig zu machen.

Montag, 2. Februar 2015

Seele und Gesundheit

Heilen jenseits der Schulmedizin gekürzt [11:19]

Veröffentlicht am 17.01.2015


In dem Film wird über eine Studie berichtet, die einen Zusammenhang zwischen sozialer Position und der Akkumulation von Risikofaktoren berichtet. Auch Stress ist Thema: Nicht viel Arbeit macht Stress sondern die Kombinationen aus viel Arbeit und fehlender Selbstbestimmung oder viel Arbeit und fehlender Anerkennung.
Zitat (3sat):
Wie kann ich geheilt werden? Wie kaum eine andere Frage verbindet sie Menschen weltweit. Auch im Westen orientieren sich Patienten immer öfter an Heilmethoden abseits der Schulmedizin, an Verfahren und Traditionen, mit denen sich auch die naturwissenschaftliche Forschung auseinandersetzt. Händedruck auf dem Kniegelenk: Drei Tage später ist der Kreuzbandriss verheilt. Hypnose bei Patienten mit der unheilbaren Auto-Immunkrankheit Morbus Crohn: Die Entzündungen verschwinden. Meditation für den Krebspatienten: Der unheilbare Tumor bildet sich zurück. Das sind überraschende Geschichten unkonventioneller Heilungserfolge und ausgerechnet die moderne Wissenschaft findet die Erklärungen dafür: Epigenetik, Placebo- oder Nocebo-Forschung, und vor ... (Heilen jenseits der Schulmedizin – Dokumentation, )

siehe auch:
- Psychoneuroimmunologie (3sat) 
Zitat:
Bei chronischem Stress gerät zu viel Cortisol ins Blut. Das Stresshormon dämpft dauerhaft die Immunabwehr und bringt sie aus dem Gleichgewicht. Dabei wird je nach Krankheitserreger entweder eine zelluläre oder eine humorale Abwehr aktiviert. Die zelluläre Abwehr bekämpft Viren und Krebszellen, die humorale dagegen Bakterien, die durch Wunden in den Organismus eindringen. Die Überproduktion an Cortisol verschiebt das Gleichgewicht von zellulärer und humoraler Abwehr. Die zelluläre Abwehr wird geschwächt, die humorale verstärkt. In der Folge werden wir anfälliger für Virusinfektionen wie Grippe oder Herpes.

Gleichzeitig wird die Produktion von Antikörpern hochgefahren. Das macht uns anfälliger für Allergien und zahlreiche Hauterkrankungen wie etwa Neurodermitis. Auch Autoimmunerkrankungen wie Rheuma gehören in diesen Zusammenhang. Die steigende Stressbelastung durch Beruf und Umweltfaktoren führt inzwischen weltweit zu einer extremen Zunahme von Allergien. Viele werden schon vor der Geburt angelegt. Stressbelastete Mütter geben ihr Cortisol an den Fötus weiter und gefährden dessen Immunsystem. Auch eine belastende Kindheit hat Auswirkungen. So können traumatische Erfahrungen im Kindesalter die Ursache für rheumatische Erkrankungen bei Erwachsenen sein.

Samstag, 24. Januar 2015

Männer sind argwöhnischer, wenn es um die Treue der Dame an ihrer Seite geht

RICHMOND - Achtung, Ladies! Die kleine Abwechslung bleibt vorm Gutesten nicht lange verborgen. Das Team um Paul Andrews von der Virginia Commonwealth University hat herausgefunden, dass Männer schneller hinter Seitensprünge kommen, als Frauen es vermögen. Die Forscher ließen dazu 203 Paare Fragebogen ausfüllen, in denen sie angeben mussten, ob sie jemals fremdgegangen waren und ob sie Seitensprünge bei ihrem Partner erahnt oder entlarvt hatten. 29 Prozent der Männer offenbarten, ihre Partnerin schon einmal betrogen zu haben. 18,5 Prozent der Frauen erklärten ihre Untreue.




»Spatzi, im Büro dauert’s heute mal wieder länger, warte nicht mit dem Essen auf mich!«



Nicht nur in fremden Betten sind Manner führend: 75 Prozent kamen hinter die weiblichen Seitensprünge. Frauen hingegen landeten lediglich eine Trefferquote von 41 Prozent. Grundsätzlich seien Männer aber auch argwöhnischer, wenn es um die Treue der Dame an ihrer Seite geht. Dieses Misstrauen mache aus evolutionsbiologischer Sicht durchaus Sinn, schreibt Andrews im NEW SCIENTIST. Die vermeintlichen Herren der Schöpfung können nie sichergehen, ob sie auch die Erzeuger ihrer Brut sind, in die sie viel Kraft und Mühe investieren. Allerdings geht der Wissenschaftler davon aus, dass Frauen die eigentlichen Gentlewomen seien. Denn zu den 18,5 Prozent der Frauen, die zugaben, ihren Partner betrogen zu haben, müssten zusätzliche zehn Prozent gerechnet werden, die lediglich genießen, aber beharrlich schweigen.

aus Der Kassenarzt Nr. 20, November 2008


siehe auch:
Zitat:
Frauen sind in der Liebe nicht treuer als Männer: 35,5 Prozent der Deutschen in einer festen Beziehung hatten schon mindestens einen Seitensprung, wie eine repräsentative Umfrage ergab. Dabei stehen die Frauen mit 35 Prozent den Männern mit 36 Prozent in fast nichts nach.
- Von wegen Sexmuffel: Deutsche Betten wackeln regelmäßig und ausgiebig / FirstAffair.de-Studie: Fast zwei Drittel der Deutschen haben wöchentlich Sex (Presseportal, 11.06.2012)