Freitag, 29. April 2016

Bewußtsein – der sich selbst beobachtende Geist und der Unterschied zwischen Außen und Innen

Das Wort „Bewusstsein“ wurde von Christian Wolff als Lehnübersetzung des lateinischen conscientia geprägt. Das lateinische Wort hatte ursprünglich eher Gewissen bedeutet und war zuerst von René Descartes in einem allgemeineren Sinn gebraucht worden. Der Begriff „Bewusstsein“ hat im Sprachgebrauch eine sehr vielfältige Bedeutung, die sich teilweise mit den Bedeutungen von „Geist“ und „Seele“ überschneidet. Im Gegensatz zu diesen Begriffen ist „Bewusstsein“ jedoch weniger von theologischen und dualistisch-metaphysischen Gedanken bestimmt, weswegen er auch in den Naturwissenschaften verwendet wird.Man unterscheidet heute in der Philosophie und Naturwissenschaft verschiedene Aspekte und Entwicklungsstufen:
1. Bewusstsein als „belebt-sein“ oder als „beseelt-sein“ in verschiedenen Religionen oder als die unbegrenzte Wirklichkeit in mystischenStrömungen.
2. Bei Bewusstsein sein: Hier ist der wachbewusste Zustand von Lebewesen gemeint, der sich unter anderem vom Schlaf­zustand, der Bewusstlosigkeit und anderen Bewusstseinszuständen abgrenzt. In diesem Sinn lässt sich Bewusstsein empirisch und objektiv beschreiben und teilweise eingrenzen. Viele wissenschaftliche Forschungen setzten hier an; insbesondere mit der Fragestellung, auf welche Weise Gehirnund Bewusstsein zusammenhängen.
3. Bewusstsein als phänomenales Bewusstsein: Ein Lebewesen, das phänomenales Bewusstsein besitzt, nimmt nicht nur Reize auf, sondern erlebt sie auch. In diesem Sinne hat man phänomenales Bewusstsein, wenn man etwa Schmerzen hat, sich freut, Farben wahrnimmt oder friert. Im Allgemeinen wird angenommen, dass Tiere mit hinreichend komplexer Gehirnstruktur ein solches Bewusstsein haben. Phänomenales Bewusstsein wurde in der Philosophie des Geistes als Qualia­problem thematisiert.
4. Bewusstsein als gedankliches Bewusstsein: Ein Lebewesen, das gedankliches Bewusstsein besitzt, hat Gedanken. Wer also etwa denkt, sich erinnert, plant und erwartet, dass etwas der Fall ist, hat ein solches Bewusstsein. In der Philosophie des Geistes wurde es als Intentionalitäts­problem thematisiert.
5. Bewusstsein des SelbstSelbstbewusstsein in diesem Sinne haben Lebewesen, die nicht nur phänomenales und gedankliches Bewusstsein haben, sondern auch wissen, dass sie ein solches Bewusstsein haben.
6. Individualitätsbewusstsein besitzt, wer sich seiner selbst und darüber hinaus seiner Einzigartigkeit als Lebewesen bewusst ist und die Andersartigkeit anderer Lebewesen wahrnimmt. Man trifft es beim Menschen und andeutungsweise im Verhalten einiger anderer Säugetierarten an.
Die Verwendung des Begriffes Bewusstsein ist in der Regel auf eine dieser Bedeutungen und damit auf eine Eingrenzung angewiesen. Auch drücken sich in den verschiedenen Verwendungsweisen oft unterschiedliche Weltanschauungen aus. [Bewusstsein, Bedeutung des Begriffs, Wikipedia, zuletzt abgerufen am 05.02.2018]
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Ein zentrales Element der neurowissenschaftlichen Erforschung des Bewusstseins ist die Suche nach neuronalen Korrelaten von Bewusstsein. Man versucht bestimmten mentalen Zuständen neuronale Abläufe gegenüberzustellen. Dieser Suche nach Korrelaten kommt die Tatsache entgegen, dass das Gehirnfunktional gegliedert ist. Verschiedene Teile des Gehirns (Areale) sind für verschiedene Aufgaben zuständig. So weiß man etwa, dass das Broca-Zentrum (bzw. die Brodmann-Areale 44 und 45) im Wesentlichen für Sprachproduktion zuständig sind. Schädigungen dieser Region führen nämlich oft zu einer Sprachproduktionsstörung, der sogenannten Broca-Aphasie. Messungen der Hirnaktivität bei Sprachproduktion zeigen außerdem erhöhte Aktivität in dieser Region. Des Weiteren kann die elektrische Reizung dieses Areals zu vorübergehenden Sprachproblemen führen. Zuordnungen von mentalen Zuständen zu Hirnregionen sind jedoch fast immer unvollständig, da Reize in der Regel in mehreren Hirnregionen gleichzeitig verarbeitet werden und dabei selten komplett aufgezeichnet werden.
Die begriffliche und methodische Unterscheidung von neuronalen Korrelaten des Bewusstseins und unbewusster Gehirnaktivität ermöglicht die Untersuchung der Frage, welche neuronalen Prozesse an die Bewusstwerdung eines internen Zustandes gekoppelt sind und welche nicht. Während tiefen Schlafs, einer Narkose oder einigen Arten von Komaund Epilepsie, zum Beispiel, sind weite Teile des Gehirns aktiv, ohne von bewussten Zuständen begleitet zu werden.
In den vergangenen Jahren nahm die Wahrnehmungsforschung eine dominierende Position innerhalb der neurobiologischen Grundlagenforschungdes Bewusstseins ein. Einige visuelle Illusionen etwa erlauben es, zu untersuchen, wie das bewusste Erleben der Sinneswelt mit den physikalischenVorgängen der Reizaufnahme und -verarbeitung zusammenhängt. Ein Paradebeispiel hierfür ist das Phänomen der binokularen Rivalität, bei dem ein Beobachter nur eines von zwei gleichzeitig präsentierten Bildern bewusst wahrnehmen kann. Die neurowissenschaftliche Erforschung dieses Phänomens hat ergeben, dass weite Teile des Gehirns von den nicht bewusst wahrgenommenen Sehreizen aktiviert werden. Andererseits erlebt sich der Mensch auch dann als bewusst, wenn seine sinnliche Wahrnehmung und seine Aufmerksamkeit äußerst reduziert sind, wie zum Beispiel während einer luziden Traumphase. Worin daher beim Menschen der eigentümliche Zustand „bewusst zu sein“ besteht, wurde von der Hirnforschung noch nicht befriedigend beantwortet.
Der Bestimmung der Gehirnaktivität, die bewusstes Erleben anzeigt, kommt zunehmend ethische und praktische Bedeutung zu. Mehrere medizinische Problemfelder, so die Möglichkeit zeitweiliger intraoperativer Wachheit während einer Vollnarkose, die Einordnung von Koma-Patienten und ihre optimale Behandlung, oder die Frage nach dem Hirntod sind hiervon direkt betroffen. [Bewusstsein, Neurowissenschaften, Wikipedia, zuletzt abgerufen am 05.02.2018] 
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Im Zusammenhang mit religiösen Vorstellungen von einer Seele und einem Leben nach dem Tod (siehe z. B. JudentumChristentum und Islam) spielen die Begriffe Geist (Gottes) und Seele eine wesentliche Rolle für das Verständnis von Bewusstsein. Demnach könne menschliches Bewusstsein nicht – wie von den Wissenschaften versucht – allein als Produkt der Natur oder Evolution, sondern ausschließlich im Zusammenhang mit einer transpersonalen oder transzendenten Geistigkeit verstanden und erklärt werden. Diese göttliche Geistigkeit sei es, welche – wie alles natürlich Belebte – auch das Bewusstsein „lebendig mache“ bzw. „beseele“, d. h. zur menschlichen Ich–Wahrnehmung befähige.
Im Tanach heißt es, die „rûah“ (hebräisches Wort für Geist, oder synonym auch im Zusammenhang mit „næfæsch“, Seele, gebraucht) haucht dem Geschöpf Leben ein. Sie ist es, welche die Lebensfunktionen geistiger, willensmäßiger und religiöser Art ausübt. Auch im Neuen Testament wird erklärt, dass der Leib erst durch den Geist Gottes zum eigentlichen Leben kommt. Es heißt z. B.: „Der Geist (Gottes) ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts“ (Joh 6,63 EU). Bei Paulus war die Unterscheidung zwischen dem Reich des Geistes (vgl. ewiges Ich) und dem Reich des Fleisches (sterbliche Natur) zentral. Sinngleiches findet sich auch im Koran, wo es z. B. heißt, dass Gott Adam von seinem Geist (vgl. arabisches Wort rūh روح / rūḥ) einblies und ihn auf diese Weise lebendig machte (Sure 15:29; 32:9; 38:72). Im Lehrsystem des basrischen Muʿtaziliten an-Nazzām (st. 835–845) wird der Geist als Gestalt bzw. Wesen dargestellt, die sich wie ein Gas mit dem Leib vermischt und ihn bis in die Fingerspitzen durchdringt, sich beim Tode aber wieder aus dieser Verbindung löst und selbständig (vgl. „ewiges Ich“) weiterexistiert.[14]
Im Christentum werden die Begriffe Seele und Geist (auch „Heiliger Geist“) scharf vom Geist des Menschen unterschieden. Dies ergibt sich auch daraus, dass erstere Begriffe in ihrer Bedeutung näher an der Metaphysik klassischer christlicher Fundamentaltheologie und Philosophie sind: Sie legen nämlich die Existenz eines nichtmateriellen Trägers von Bewusstseinszuständen nahe. Dennoch spielt der Begriff des Bewusstseins auch in modernen christlichen Debatten eine Rolle. Dies geschieht etwa im Kontext von Gottesbeweisen. So wird argumentiert, dass die Interaktion zwischen immateriellen Bewusstseinszuständen und dem materiellen Körper nur durch Gott erklärbar sei oder dass die interne Struktur und Ordnung des Bewusstseins im Sinne des teleologischen Gottesbeweises auf die Existenz Gottes schließen lasse.
Verschiedene buddhistische Traditionen und hinduistische Yoga-Schulen haben gemeinsam, dass hier die direkte und ganzheitliche Erfahrung des Bewusstseins im Mittelpunkt steht. Mit Hilfe der Meditation oder anderer Übungstechniken würden bestimmte Bewusstseinszustände erfahren, indem personale und soziale Identifikationen abgebaut würden. Eine besondere Unterscheidung wird hier zur Bewusstheit getroffen, die ein volles Gewahrsein (awareness) des momentanen Denkens und Fühlens bedeute. Sie solle erreicht werden durch die Übung der Achtsamkeit. Einsichten in die „Natur“ des Bewusstseins sollten so über eine eigene Erfahrung gewonnen werden, die über einen rein reflektierten und beschreibenden Zugang hinausgehe. Das Konzept der Trennung von Körper und Geist oder Gehirn und Bewusstsein werde als eine Konstruktion des Denkens erfahren. Generell wollten alle mystisch-esoterischen Richtungen in den Religionen (z. B. GnostizismusKabbalaSufismus, u. a.) eine Bewusstseinsveränderung des Menschen bewirken. Tatsächlich zeigen „neurotheologische“ Forschungen mit bildgebenden Verfahren, dass durch langjährige Meditationspraxis ungewöhnliche neuronale Aktivitätsmuster und sogar neuroanatomische Veränderungen entstehen können.[15] [Bewusstsein, Bewusstsein in den Religionen, Wikipedia, zuletzt abgerufen am 05.02.2018]
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Eckhart weist den Begriffen „Gott“ und „Gottheit“ nicht die gleiche Bedeutung zu, sondern er bezeichnet mit ihnen unterschiedliche Ebenen, auf denen sich die göttliche Wirklichkeit dem Menschen zeigen kann. Er behauptet, Gott und Gottheit seien so weit voneinander verschieden wie Himmel und Erde.[23] Durch die Offenbarung begegnet dem nach Gotteserkenntnis strebenden Menschen zunächst der im Sinne der Trinitätslehre dreifaltige Gott. Als Vater zeugt Gott, als Schöpfer ist er die vorbildliche Ursache alles Geschaffenen, als Dreifaltigkeit tritt er in drei Personen in Erscheinung. Die drei Personen (Vater, Sohn und Heiliger Geist) bilden zwar aufgrund ihrer Wesensgleichheit eine Einheit, doch besteht zwischen ihnen zugleich ein realer Unterschied, sodass innerhalb der Trinität innergöttliche Beziehungen und Vorgänge möglich sind.
Vom Dasein Gottes, insoweit er Schöpfer ist und seinen Geschöpfen in dieser Eigenschaft entgegentritt, unterscheidet Eckhart eine höhere Ebene der Wirklichkeit des Göttlichen, auf der dieses als „Gottheit“ oder als „einfaltiges Eins“ erscheint, „oberhalb von Gott“.[24] Terminologisch ist die Unterscheidung zwischen Gott und Gottheit bei Eckhart allerdings nicht durchgängig konsequent durchgeführt. Er verwendet das Wort „Gott“ auch für Aussagen, die sich auf das beziehen, was er sonst „Gottheit“ nennt. Damit richtet er sich nach der seinem Publikum – insbesondere den Hörern seiner Predigten – geläufigen Ausdrucksweise. Was gemeint ist, ist jeweils aus dem Zusammenhang ersichtlich.[25]
Auf der Ebene der „Gottheit“ oder des „Einen“ ist die göttliche Wirklichkeit für den, der sich ihr nähern will, nicht mehr eine im Sinne der Dreifaltigkeitslehre bestimmbare Instanz, die zeugt und schafft. Die Gottheit bringt nichts hervor, sie teilt sich nicht zeugend und erzeugend mit, sondern ist auf nichts als sich selbst bezogen.[26] Doch obwohl auf der Gottheitsebene die Beziehung zwischen Schöpfer und Geschöpf gerade nicht in Betracht kommt, ist sie ebenso wie die Ebene des Schöpfergottes dem Menschen real zugänglich. Man soll bei Gott nicht „stehen bleiben“, sondern „durchbrechen“ zur Gottheit.[27] Die Gottheit ist der überpersönliche Aspekt der göttlichen Gesamtwirklichkeit. Nichts Bestimmtes kann über sie ausgesagt werden, da sie sich jenseits jeglicher Differenzierung befindet. Sie ist „weiselos“ (ohne Eigenschaften, durch die sie definiert werden könnte), ist ein „grundloser Grund“ und eine „stille Wüste“, eine „einfaltige Stille“.[28] Darin stimmt die Gottheit Eckharts mit dem Einen überein, der höchsten Gegebenheit im System des Neuplatonismus. Das Eine ist der Ursprung von allem und kann daher keinerlei Merkmale aufweisen, denn jedes Merkmal wäre zugleich eine Begrenzung und als solche mit dem allumfassenden und undifferenzierten Charakter des Einen unvereinbar. Da Gott keine solchen Begrenzungen aufweist, gibt es nichts, was er nicht ist; somit ist er „ein Verneinen des Verneinens“.[29] Mit diesem Ansatz folgt Eckhart der Tradition der negativen Theologie, insbesondere der Lehre des Pseudo-Dionysius Areopagita.
Gott als Person mit persönlichen Eigenschaften, die in seinen Namen ausgedrückt werden, existiert auf einer Ebene, die von derjenigen der Gottheit abgetrennt und ihr untergeordnet ist. Wenn er sich seinem eigenen unpersönlichen Aspekt zuwenden wollte, so müsste er – ebenso wie ein Mensch, der dies tut – alles beiseitelassen, was seine Besonderheit ausmacht. Somit kommt auch die Eigenschaft, Dreifaltigkeit zu sein, zwar Gott zu, nicht aber der Gottheit. Dazu bemerkt Eckhart: Dies ist leicht einzusehen, denn dieses einige Eine ist ohne Weise und ohne Eigenheit. Und drum: Soll Gott je darein lugen, so muss es ihn alle seine göttlichen Namen kosten und seine personhafte Eigenheit; das muss er allzumal draußen lassen, soll er je darein lugen.[30]
Wie die Neuplatoniker spricht Eckhart der Gottheit somit nicht nur alle Gott kennzeichnenden Eigenschaften wie „gut“ oder „weise“ ab, sondern konsequenterweise auch das Sein, da das Sein auch eine Bestimmung ist und als solche dem Bestimmungslosen nicht zukommen kann. Wenn daher vom göttlichen Bereich nicht unter dem Aspekt „Gott“, sondern unter dem Aspekt „Gottheit“ die Rede ist, trifft die Aussage, dass diese Wirklichkeit „ist“, nicht zu; vielmehr handelt es sich um „ein überseiendes Sein und eine überseiende Nichtheit“.[31] Daher ist die Gottheit auch kein Erkenntnisobjekt, weder für sich selbst noch für andere, denn wo ein erkennendes Subjekt von einem erkannten Objekt geschieden ist, handelt es sich nicht um die Ebene der Gottheit. Dazu bemerkt Eckhart: Die verborgene Finsternis des unsichtbaren Lichtes der ewigen Gottheit ist unerkannt und wird auch nimmermehr erkannt werden.[32] [Meister Eckhart, Gott und Gottheit, Wikipedia, zuletzt abgerufen am 05.02.2018]
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Der Mensch soll Gott in allen Dingen ergreifen
und soll sein Gemüt daran gewöhnen,
Gott allzeit gegenwärtig zu haben
im Gemüt und im Streben und in der Liebe.
Das wahrhafte Haben Gottes liegt am Gemüt
und an einem innigen, geistigen Sich-Hinwenden und Streben zu Gott,
nicht dagegen an einem beständigen, gleichmäßigen Darandenken.

Der Mensch soll sich nicht genügen lassen an einem gedachten Gott;
denn, wenn der Gedanke vergeht, so vergeht auch der Gott.
Man soll vielmehr einen wesenhaften Gott haben,
der weit erhaben ist über die Gedanken des Menschen.
 

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Meister Eckart {43:36}

Am 20.02.2015 veröffentlicht
Hardy Tilmont
"ALLER BILDER LEDIG"
Meister Eckart und die Mystik des Westens 1986

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Gelâzenheit – oder neuhochdeutsch: Gelassenheit – ist der zentrale Begriff der Eckhartschen Mystik. Dies, obwohl Meister Eckhart das Substantiv gelâzenheit nur an einer Stelle verwendet, und zwar in der Rede der underscheidunge, wo es heißt: „Wan, ez kome von trâcheit oder von wârer abegescheidenheit oder von gelâzenheit, sô sol man merken, ob man sich hier inne vindet, als man sô gar von innen gelâzen ist“. Wesentlich häufiger benutzt er das Verb lâzen bzw. das Partizip gelâzen. Als wichtigste Voraussetzung für die Gottesgeburt in der Seele und die Einheit mit Gott, die unio mystica, muss der Mensch gelâzen hân, um schließlich gelâzen zu sîn. Er muss dazu verdinglichte Denk- und Handlungsstrukturen überwindet und alle Weltbindung aufgeben. Er muss sich selbst und die ganze Welt lâzen. Insoweit ist Gelassenheit bei Meister Eckhart als Haltung oder Befindlichkeit das Ergebnis eines bewussten Handlungsvollzugs. […]
Mit seiner Wortschöpfung gelâzenheit stellte Meister Eckhart der deutschen Sprache ein Konzept zur Verfügung, das die Vielschichtigkeit eines Sachverhalts anzeigt, in dem Ruhe, Versenkung, Anbetung, Demut, Hingabe und Weisheit mitschwingen und welcher schließlich in der Erfahrung der Einheit mit Gott kulminiert. Es wird deutlich, dass er mit diesem Begriff den semantischen Wert der lateinischen Ausdrücke resignatio und tranquilitas ebenso sprengt wie den der griechischen Begriffe euthymia und henosis. Diese Begriffe kreisen den viel komplexeren Begriff der Gelassenheit nur ein, ohne seinen Kern zu treffen und ohne seine semantische Dichte und Fülle vollständig zu erschließen. Das gelingt erst mit der eingedeutschten Form der Konzepte, die all diese Nuancen vereint, denn Gelassenheit beinhaltet sowohl das Aufgeben und Loslassen (resignatio), die Ruhe (tranquilitas) als auch ein gutes Gemüt (euthymia) sowie schließlich die Einheit mit Gott (henosis), die Meister Eckhart zur unio mystica weiterdenkt. […]
Heinrich Seuse hat die Gelassenheit als Ziel asketischer Übungen der Erduldung von Leid ausgewiesen, die er gegen die damals üblichen proaktiven Praktiken der Selbstkasteiung setzte. Statt sich selbst Schmerz und Leid zuzufügen, gehe es darum, so schreibt Seuse in seiner Vita, körperliche und seelische Leiden zu ertragen, die den Menschen mitten im Leben treffen, also Krankheiten, Verleumdungen, seelische Verlassenheit. Zugleich soll man aus der Haltung der agape heraus dem Übel mit guten Taten begegnen. Auf diese Weise erreiche man die „ganze, vollkommene Gelassenheit“: durch Besonnenheit, Gemütsruhe und Nächstenliebe. Das lohnt sich, denn: „Ein gelassener Mensch gestaltet in sich selbst kein Unglück.“ [Gelassenheit. Eckhart und Seuse, Josef Bordat auf seiner Seite (zum weiteren Stöbern sehr zu empfehlen!), 23.01.2014, zuletzt abgerufen am 05.02.2018]
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Die Ideen als Urbilder alles Geschaffenen sind in Gott. Die sinnlich wahrnehmbare Welt bildet diese Urbilder ab und verdankt ihnen ihr Dasein. Somit ist jedes Einzelding hinsichtlich seines Wesens, welches im Urbild liegt, in Gott vorhanden. Die Schöpfung erweist sich bei dieser Betrachtungsweise als Selbstentfaltung Gottes.
Eckhart betont jedoch die Schärfe des fundamentalen Gegensatzes zwischen Gott und allem Geschaffenen. Gottes Einfachheit, Erhabenheit, Unwandelbarkeit und Allursächlichkeit (universalis causalitas) steht in Kontrast zu den entgegengesetzten Merkmalen des Geschaffenen. Alles Geschaffene ist mannigfaltig, veränderlich, erleidend (patiens), verursacht und vergänglich. Nichts Wandelbares kann einfach sein, denn zu jedem Zeitpunkt ist es in einer bestimmten Hinsicht beharrend und in einer anderen im Wandel begriffen.[39]
Aufgrund seiner Vergänglichkeit weist das Geschaffene kein „Sein“ im eigentlichen Sinne, im Sinne einer absoluten, überzeitlichen Existenz auf. So gesehen existiert es nicht wirklich. Verwendet man den Begriff „Sein“ im Sinne des absoluten Seins Gottes, so „sind“ die Dinge nicht; verwendet man ihn in dem Sinne, in dem er auf die Dinge angewendet wird, so „ist“ Gott nicht.
Das Dasein der geschaffenen Dinge ist nichts anderes als ein Werden und Vergehen. Diesem Ansatz folgend fasst Eckhart die Schöpfung nicht als abgeschlossenen Akt der Vergangenheit auf, sondern als fortwährenden Vorgang. Gott hat den sinnlich wahrnehmbaren Einzeldingen nicht, als er sie schuf, die Eigenschaft der Beständigkeit und Fortdauer verliehen, sondern die Schöpfung vollzieht sich in jedem Augenblick aufs Neue. Wäre dies nicht der Fall, so müsste das Geschaffene sofort ins Nichts fallen, da es im Gegensatz zum Schöpfer außerstande ist, aus sich selbst seine eigene Fortdauer zu ermöglichen. Alle Kreaturen sind ein reines Nichts.[40]
Verständnis der Schöpfung bedeutet somit Verständnis des Phänomens Zeit. Der überzeitlich existierende Gott schafft in einer permanenten Gegenwart, im „Jetzt“ oder „Nun“ (lateinisch nuncmittelhochdeutsch ) seiner Zeitlosigkeit (Ewigkeit). Eckhart unterscheidet zwischen dem nû der zît, dem Zeitpunkt innerhalb des Zeitflusses, und dem nû der êwicheit, dem Jetzt der Ewigkeit (lateinisch nunc aeternitatis). Die Überzeitlichkeit des Ewigen wird in Eckharts Sprache als „Augenblick“ („nun“) wiedergegeben, doch ist dieser „Augenblick“ nicht mit einem Zeitpunkt zu verwechseln, sondern er umfasst „alle Zeit“, also die Gesamtheit dessen, was in aller Zeit gegeben ist. Das Jetzt der Ewigkeit ist auch nicht im Sinne eines statischen Zustands zu verstehen, es bedeutet keinen Stillstand (das wäre eine unangemessene Beschreibung aus der Perspektive der Zeitlichkeit). Gemeint ist eine überzeitliche „Gegenwart“, die wegen ihrer Gegenwärtigkeit (lateinisch praesentialitas) eine Bezeichnung erhält, die an den innerzeitlichen Gegenwartsbegriff anknüpft. Als „Fülle der Zeit“ unterscheidet sich die Gegenwärtigkeit des ewigen „Jetzt“ vom Zeitpunkt dadurch, dass sie nicht der vergangenen und künftigen Gegebenheiten beraubt ist, sondern diese in sich einschließt.
Aus der Perspektive der Ewigkeit erscheint die Welt als anfangslos, weil ihr Dasein nicht eine Aneinanderreihung von Zeitpunkten ist. Dass sie einen Anfang in der Zeit gehabt habe, ist nur eine für das menschliche Denken nötige und angemessene Vorstellung, nicht eine Aussage über die Schöpfung an sich. Nur aus der menschlichen Perspektive, die auf der Vorstellung einer linearen zeitlichen Ordnung mit „vorher“ und „nachher“ basiert, ist die Schöpfung ein zeitlicher Vorgang. In Wirklichkeit ist Gott nicht zeitlich „früher“ als die Welt. Der Mensch lebt aber in der Zeit, in der die Einheit des göttlichen Seins zerfallen ist. Daher bewegen sich seine Vorstellungen innerhalb eines Rahmens, der sich aus seinem Erleben von Zeit ergibt.[41] [Meister Eckhart, Lehre von Gott und der Gottheit, Gottes Denken und Gottes Sein, Wikipedia, zuletzt abgerufen am 05.02.2018]
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Die Hinwendung zu Gott soll zu einer Erfahrung führen, die in Eckharts Lehre eine zentrale Rolle spielt. Er nennt sie Gottesgeburt in der Seele. Gemeint ist, dass die Seele die Göttlichkeit ihrer eigenen Natur wahrnimmt und so Gott in sich selbst findet. Sie wird nicht etwas, was sie vorher nicht war, sondern erkennt das, was sie überzeitlich ist. Die Gottesgeburt geht vom Seelengrund des einzelnen Menschen aus und erfasst die Seele in ihrer Gesamtheit. Darin besteht für Eckhart der Sinn und Zweck der Schöpfung.[59] Es handelt sich nicht um ein punktuelles Ereignis, das zum Abschluss kommt, sondern um einen fortdauernden Vorgang ohne Ende. Die Betonung der Prozesshaftigkeit des Geschehens ist ein besonderes Merkmal von Eckharts Denken.
Die Gottesgeburt in der Seele geschieht, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, zwangsläufig. Sie zu veranlassen ist für Gott eine Naturnotwendigkeit, er folgt dabei seiner eigenen Natur, könnte also gar nicht anders wollen und handeln: Er muss es tun, es sei ihm lieb oder leidund Gottes Natur, sein Sein und seine Gottheit hängen daran, dass er in der Seele wirken muss.[60] Die Grundlagen der Gottesgeburt sind nicht der Glaube, ein Gefühl oder eine Vision des betreffenden Individuums, sondern seine Erkenntnis und Vernunft („Vernünftigkeit“). Die Erkenntnis „läuft voran“ und „bricht durch“; die Vernunft „fällt ins reine Sein“.[61] Dabei wird die Vernunft nicht transzendiert, vielmehr spielt sie weiterhin eine wesentliche Rolle, gemäß Eckharts Feststellung: Und der Mensch soll zu allen seinen Werken und bei allen Dingen seine Vernunft aufmerkend gebrauchen.[62]
Die Gottesgeburt verleiht allen Handlungen des so mit Gott verbundenen Menschen eine außerordentliche Bedeutung. Dadurch werden auch seine geringsten Taten weit über alles emporgehoben, was Menschen tun, die nicht auf diese Weise Gott zugekehrt sind. Wenn jemand, der Gott ergriffen hat, auf einen Stein tritt, so ist dies ein göttlicheres Werk, als wenn man ohne solche Gesinnung die Eucharistie empfängt.[63] [Meister Eckhart, Die Seele, ihre Erkenntnisweisen und ihr Verhältnis zu Gott, Die Gottesgeburt in der Seele, Wikipedia, zuletzt abgerufen am 05.02.2018
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Die Hinwendung zu Gott ist mit einem auf die Welt gerichteten Wollen und Begehren unvereinbar. Daher ist die erste Aufgabe des Menschen, der eine Einigung mit Gott erstrebt, sich von allen solchen Bestrebungen zu reinigen. Das ist die Voraussetzung dafür, dass er vergöttlicht wird. Das Ergebnis der Abtrennung von der Welt nennt Eckhart „Abgeschiedenheit“. Der Seelengrund ist von Natur aus immer abgeschieden. Es kommt aber darauf an, auch die übrigen Seelenbereiche restlos von „allen Dingen“ zu trennen, sodass der Mensch leer wird wie ein aufnahmebereites Gefäß. Dann kann Gott die gesamte Seele ausfüllen. Der Mensch soll Gott in allen Dingen ergreifen und soll sein Gemüt daran gewöhnen, Gott allzeit gegenwärtig zu haben.[70] Dadurch wird er vergöttlicht: Ganz so werde ich in ihn verwandelt, dass er mich als sein Sein wirkt, und zwar als eines, nicht als gleiches; beim lebendigen Gotte ist es wahr, dass es da keinerlei Unterschied gibt. Dies bekräftigt Eckhart mit den Worten: Manche einfältigen Leute wähnen, sie sollten Gott so sehen, als stünde er dort und sie hier. Dem ist nicht so. Gott und ich, wir sind eins.[71] Die Abgeschiedenheit ist für Eckhart die höchste Tugend und steht sogar über der Demut und der Liebe. Sie ist die Grundlage der Vereinigung mit Gott; die Liebe hingegen kann den Liebenden niemals in Gott versetzen, denn sie kann nur zwischen schon Vereinigtem bestehen, sie vereint im Wirken, nicht aber im Sein.[72] Gottes Liebe ist immer Selbstliebe; sie richtet sich auf alle Dinge, aber in den Dingen liebt er nur sich selbst.[73]
Zu den „Dingen“, von denen der Mensch sich befreien soll, gehört in erster Linie er selbst: Richte dein Augenmerk auf dich selbst, und wo du dich findest, da lass von dir ab; das ist das Allerbeste.[74] Er soll seine persönliche Hauptschwäche herausfinden und seinen Fleiß darauf richten, sie zu überwinden. Befreiung von sich selbst bedeutet aber mehr als das: Wer sich für Gott empfänglich machen will, hat alle Hoffnungen, Wünsche und Ziele, die sein eigenes Wohlergehen im Diesseits oder Jenseits bezwecken, aufzugeben. Er vergisst sich selbst und alle Dinge. Damit verzichtet er auf seinen Eigenwillen. Alle Erwartungen und alle damit verknüpften Empfindungen verschwinden gänzlich. Dadurch werden Gemütsbewegungen wie Hoffnung, Furcht und Jammer verunmöglicht. Alles Leid endet, denn es ist ausnahmslos eine Folge der Hinwendung zu den geschaffenen Dingen.[75] In der Seele tritt an die Stelle des Weggeräumten die Leere und geistige Armut. So erlangt man die „Gelassenheit“. Dieser anscheinend von Eckhart neu gebildete Begriff[76] bezeichnet die Haltung dessen, der nicht nur die Dinge gelassen hat, sondern gelassen ist. Beim Lassen geht es zuerst um ein innerliches Sein, erst danach um ein äußerliches Handeln. Man kann nicht durch ein Lassen im Handeln zu einem gelassenen Sein gelangen. Asketische Praktiken wie Kasteiungen und Bußübungen sind nicht erforderlich, wichtig ist nur die konsequente Ausrichtung nach innen. Nach Armut und Erniedrigung zu streben ist sinnlos und Ausdruck des Eigenwillens.[77] Die Gelassenheit ergibt sich aus dem Zugekehrtsein zu Gott im Sein. Sie ist allerdings nur annäherungsweise erreichbar. Eckhart meint, das Lassen sei noch nie einem Menschen ganz gelungen.[78] Er vergleicht das Einüben der Gelassenheit mit dem Erlernen des Schreibens, bei dem der Lernende fleißig sein muss, „wie sauer und schwer es ihm auch werde“.[79]
Aufzugeben ist der Eigenwille nicht nur insoweit er auf das eigene Wohlergehen zielt, sondern auch in einer anderen seiner Erscheinungsformen, in welcher er scheinbar verschwunden ist, indem das Individuum seinen Willen mit dem Willen Gottes identifiziert hat. Zu wollen, was Gott will, ist aber immer noch ein Eigenwille und bildet als solcher ein Hindernis zwischen dem Menschen und Gott. Der Abgeschiedene will nicht das, was Gott will, sondern er will gar nichts, damit Gott in ihm wollen kann. Auch das Streben nach der Ewigkeit und nach Gott, das den ursprünglichen Antrieb zum Beschreiten des Erkenntniswegs bildete, ist als Eigenwille abzustreifen. Wer die Ewigkeit und Gott begehrt, ist noch nicht richtig arm (aller Wünsche entblößt). Ein wahrhaft armer Mensch ist nur der, der nichts will und nicht begehrt. Er lässt nicht nur sich selbst los, sondern auch Gott. Seine Armut besteht darin, dass er nichts „hat“; er verfügt weder über einen Willen noch über Wissen noch über Besitz.[80] Gott soll nicht im Menschen eine Stätte zum Wirken finden, sondern erforderlich ist, dass der Mensch „so ledig Gottes und aller seiner Werke steht“, dass Gott, wenn er in der Seele wirken will, jeweils selbst die Stätte ist, in der er wirken will.[81]
Die Lebensweise, für die Eckhart eintritt, ist ein Leben „ohne Warum“ (mittelhochdeutsch sunder warumbe). Diese Formulierung war schon im frühen 13. Jahrhundert von Beatrijs von Nazareth und später von Marguerite Porete verwendet worden. Gott hat kein „Warum“ außer und neben sich, und auch seine Liebe ist grundlos. Ebenso sind auch göttliche Werke des Menschen dadurch gekennzeichnet, dass sie ohne Grund vollbracht werden. Was einen Grund hat, besteht um des Grundes willen und ist ihm somit untergeordnet. Das Grundlose ist sein eigener Grund und Zweck und damit höherrangig als das, was einer Begründung durch etwas anderes bedarf.[82] [Meister Eckhart, Die Seele, ihre Erkenntnisweisen und ihr Verhältnis zu Gott, Abgeschiedenheit und Gelassenheit, Wikipedia, zuletzt abgerufen am 05.02.2018]
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siehe auch:
- Die Entdeckung der Gelassenheit – Eine Begegnung mit Meister Eckhart (Anne Bezzel, Deutschlandradio Kultur, 28.06.2015)
- Mystik vom Grund (William J. Hoye, auf seiner Seite, Datum unbekannt, PDF)
- Mystik im Zentrum – Mystik am Rand – Zur Notwendigkeit, bei mystischer Religiosität zu unterscheiden – Teil I: Mittelalterliche Mystik (Werner Thiede, Materialiendienst, 10/06, PDF)

siehe auch:

- So? (Post, 14.08.2013)


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Neben die philosophische und theologische Auseinandersetzung mit Eckharts Denken treten ab dem ausgehenden 19. Jahrhundert religionswissenschaftliche, im 20. Jahrhundert auch psychologische Ansätze. Hinzu kommt eine Vielfalt von außerwissenschaftlichen Bestrebungen, seine Lehre für eine gelebte Spiritualität fruchtbar zu machen. Dabei werden oft Vergleiche mit fernöstlichen Traditionen angestellt und insbesondere Übereinstimmungen mit dem Zen-Buddhismus herausgearbeitet. Eine Übereinstimmung mit dem Urbuddhismus hatte schon Schopenhauer angenommen. Zu den Autoren, die sich mit dieser Thematik auseinandergesetzt haben, zählen Rudolf OttoHeinrich DumoulinKarlfried Graf DürckheimHugo M. Enomiya-LassalleDaisetz Teitaro SuzukiHildegard Elisabeth Keller,[119] Alois M. Haas und Shizuteru Ueda.[120]
 C. G. Jung sah in Eckhart den größten Denker seiner Epoche und meinte, er habe eine „relativistische Gottesauffassung“ verkündet, die Gott vom menschlichen Subjekt abhängig mache. Er habe Gott als „psychologischen Wert“ verstanden und erkannt, dass dieser „Hauptwert“ nicht in die Objekte der Außenwelt zu projizieren sei, von wo man sich ihn dann holen müsse, wobei man aber von den Objekten gestört werde. Vielmehr sei die Projektion zu erkennen und rückgängig zu machen und Gott in der Seele, also im Subjekt, zu verorten, was ein erhöhtes Lebensgefühl zur Folge habe. In diesem Sinne sei die Gottesgeburt in der Seele als psychischer Vorgang zu verstehen und Eckharts Gott – im Unterschied zu seiner Gottheit – eine Funktion der Seele.[121]
Der Psychoanalytiker Erich Fromm geht in seiner 1976 veröffentlichten Studie Haben oder Sein ausführlich auf Eckharts deutsche Predigt über die Armut im Geiste (Nr. 52) ein. Er deutet Eckharts ontologische Aussagen psychologisch um. Das in der Predigt behandelte Ideal der Armut an Willen, Wissen und Haben interpretiert er im Sinne seines Plädoyers für eine Existenzweise des Seins statt des Habens.[122] [Meister Eckhart, Moderne, Perspektiven der Psychologie und Religionswissenschaft, Wikipedia, zuletzt abgerufen am 05.02.2018]
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Das Rätsel unseres Bewusstseins - Arte Doku 2015 HD {1:04:27}

Am 05.09.2016 veröffentlicht
Yak Pelij
Das menschliche Bewusstsein ist einzigartig in der Natur - ein Rätsel, das jahrtausendelang nur mit dem göttlichen Ursprung des Menschen erklärt werden
anderer Info-Text (Veröffentlicht am 29.04.2016):
Was weiß die Wissenschaft heute über unser Bewusstsein? Spektakuläre Erkenntnisse scheinen erstmals Licht ins Dunkel zu bringen. Die Dokumentation erläutert die neuesten neurowissenschaftlichen Studien über die Entwicklung des menschlichen Bewusstseins, über den Schlaf, den Traum sowie über gravierende Beeinträchtigungen der menschlichen Psyche.
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Im Laufe der Evolution des Menschen hat es sich als vorteilhaft erwiesen, im Innern des Organismus eine Vorstellung von der Außenwelt zu entwickeln. Das Bewusstsein - oder das, was man "Geist" nennt - ist letztendlich die biologische Fähigkeit, im Gehirn eine immer differenziertere Vorstellung von der Außenwelt zu entwickeln. Das Bewusstsein, das den Menschen so einzigartig macht, galt zumindest bis in die Neuzeit als gottgegebenen und konnte nicht mit bloßen biologischen und neurologischen Prozessen erklärt werden.
Um den Ursprung des Geistes zu verstehen, müssen das Vorstellungs-, Interpretations- und Rekonstruktionsvermögen des Gehirns untersucht werden. Was wir sehen, ist eine ständige Rekonstruktion der äußeren Realität. Mit optischen Täuschungen lässt sich das menschliche Bewusstsein deshalb nach Belieben manipulieren.
Dank spektakulärer Fortschritte auf dem Gebiet der Neurowissenschaften und neuer bildgebender Verfahren beginnen wir, das Bewusstsein besser zu verstehen. Heute untersuchen Forschungsprojekte wie das Human Brain Project der Europäischen Kommission oder die Coma Science Group in Liège die genaue Funktionsweise des Bewusstseins.
Die Dokumentation erläutert die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Entwicklung des Bewusstseins bei Neugeborenen. Ab wann lassen sich im Gehirn die ersten Anzeichen eines Bewusstseins nachweisen?
Außerdem beleuchtet die Dokumentation die menschliche Gehirnaktivität während des Schlafs sowie Bewusstseinsstörungen bis hin zu deren schwerster Form, dem Koma. Löst die Wissenschaft endlich ein Geheimnis, das Ärzte und Philosophen wie etwa Descartes mehr als 2.000 Jahre lang vor große Fragen stellte?

Gerhard Roth: Wie das Gehirn die Seele macht {1:09:32}

Am 15.07.2015 veröffentlicht
dasGehirnInfo
In seinem Vortrag aus der Veranstaltungsreihe "Hirnforschung, was kannst du? Potenziale und Grenzen" von Gemeinnütziger Hertie-Stiftung und Frankfurter Allgemeinen Zeitung untersucht Gerhard Roth, wie die psychischen Prozesse im Gehirn entstehen, die uns empfindungsfähig und – schlussendlich – zum Menschen machen. 
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siehe auch:
- Sind wir wie Roboter? (Post, 08.05.2015)

Stefan Treue: Wie sehen wir die Welt? [50:39]

Am 14.08.2015 veröffentlicht
dasGehirnInfo
Kaum etwas könnte alltäglicher sein, als das Sehen. Doch was uns so ins Auge fällt, wird gefiltert, verstärkt und umgeformt – Sehen ist ein aktiver Prozess. Und Aufmerksamkeit der Selektionsmechanismus. 
Ein Vortrag aus der Veranstaltungsreihe "Hirnforschung, was kannst du? Potenziale und Grenzen" von Gemeinnütziger Hertie-Stiftung und Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
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Das Rätsel unserer Intelligenz Doku 2016 (NEU in HD) {1:28:43}

Am 03.06.2016 veröffentlicht
David Dauer
Das Rätsel unserer Intelligenz - Doku 2016 (NEU in HD)
Abonniere Doku Jens für neue Dokus ➞ Daumen hoch oder runter ➞ Teile uns deine Meinung mit ➞ Teile das Video mit deinen Freunden Das menschliche .
Uran - Das unheimliche Element - Doku 2016 (NEU in HD)
Die größten Rätsel der Archäologie - Doku 2016 (NEU in HD)
Dokumentation deutsch 2016.

Thomas Kahl -- Das Bewusstsein als Vermittler zwischen Wollen, Denken, Fühlen und Handeln {57:30}

Am 03.05.2015 veröffentlicht
IMGEgGmbH
Thomas Kahl -- Das Bewusstsein als Vermittler zwischen Wollen, Denken, Fühlen und Handeln -- Vortrag 7 der Vorlesungsreihe „Psychosomatik"
Die Vorträge richten sich an interessierte Personen ohne besondere fachliche Vorbildung.
Dr. Thomas Kahl ist Diplom-Psychologe und Psychotherapeut.
Er war Hochschullehrer am Fachbereich Psychologie der Universität Hamburg.
2012 gründete er das Psychologische Institut für Menschenrechte, Gesundheit und Entwicklung IMGE als gemeinnützige GmbH.
Der vorliegende Vortrag gehört zu den kostenlosen Publikationen dieses Instituts.
Psychosomatik bezeichnet die Schnittstelle zwischen der Psychologie und der Medizin.
Hier geht es um das eigene Befinden, psychische Prozesse und körperliche Funktionsstörungen.
Umfassende Gesundheit beruht auf der Integration von Körper, Geist und Seele.
Wie wirken sich persönliche Schwierigkeiten, sozial-emotionale Spannungen und die eigene Gedankenwelt auf die Gesundheit aus?
Was haben eigene Gefühle, Gedanken, Erinnerungen, Wünsche, Ziele, Vorstellungen und der Verstand damit zu tun?
Inwiefern kann bewusster Umgang mit sich selbst zu ganzheitlicher Heilung beitragen?
Die Themen der Veranstaltungsreihe bauen aufeinander auf.
Sie bieten eine Einführung in grundlegende Zusammenhänge ganzheitlicher Gesundheit.
Schwerpunkte bilden mentale, körper-energetische und zwischenmenschliche Ansätze.
Vermittelt werden Grundlagenwissen und analytische Einsichten in psycho-somatische Zusammenhänge.
Die Wahrnehmung der eigenen subjektiven Befindlichkeit und die Sensitivität für innere Vorgänge werden gefördert.
Es werden praktische Anregungen zur eigenen Gesundheitsförderung gegeben, außerdem Einblicke in psychotherapeutische Methoden.
Die Themen der Veranstaltungsreihe im Überblick:
1.) Unzufriedenheit und Überforderung als Krankheits-Ursachen
2.) Innen- und Außen-Wahrnehmung als erster Heilungsschritt
3.) Innere Prozesse als Spiegel zwischenmenschlicher Beziehungen
4.) Symptome als Wegweiser zur Gesundung
5.) Positive Einstellung zum Symptom als Schlüssel zur Neu-Orientierung
6.) Entscheidung für Neuorientierung als Impuls zur Aktivierung des eigenen Gesundungsprozesses
7.) Das Bewusstsein als Vermittler zwischen Wollen, Denken, Fühlen und Handeln
8.) Innere und äußere Widerstände als Störfaktoren
9.) Widerstände als überwindbare Hürden
10.) Stabilisierung des Heilungsprozesses über Selbst-Bewusstsein und Eigenverantwortung
Ort der Vorträge: Universität Hamburg, Philosophen-Turm Hörsaal D, Von-Melle-Park 6.
Das Institut ist inzwischen online: www.IMGE.de und www.IMGE.info

Thomas Kahl -- Innere Prozesse als Spiegel zwischenmenschlicher Beziehungen {48:34}

Am 28.05.2015 veröffentlicht
IMGEgGmbH
Thomas Kahl -- Innere Prozesse als Spiegel zwischenmenschlicher Beziehungen -- Vortrag 3 der Vorlesungsreihe „Psychosomatik"
Die Vorträge richten sich an interessierte Personen ohne besondere fachliche Vorbildung.
Dr. Thomas Kahl ist Diplom-Psychologe und Psychotherapeut.
Er war Hochschullehrer am Fachbereich Psychologie der Universität Hamburg.
2012 gründete er das Psychologische Institut für Menschenrechte, Gesundheit und Entwicklung IMGE als gemeinnützige GmbH.
Der vorliegende Vortrag gehört zu den kostenlosen Publikationen dieses Instituts.
Psychosomatik bezeichnet die Schnittstelle zwischen der Psychologie und der Medizin.
Hier geht es um das eigene Befinden, psychische Prozesse und körperliche Funktionsstörungen.
Umfassende Gesundheit beruht auf der Integration von Körper, Geist und Seele.
Wie wirken sich persönliche Schwierigkeiten, sozial-emotionale Spannungen und die eigene Gedankenwelt auf die Gesundheit aus?
Was haben eigene Gefühle, Gedanken, Erinnerungen, Wünsche, Ziele, Vorstellungen und der Verstand damit zu tun?
Inwiefern kann bewusster Umgang mit sich selbst zu ganzheitlicher Heilung beitragen?
Die Themen der Veranstaltungsreihe bauen aufeinander auf.
Sie bieten eine Einführung in grundlegende Zusammenhänge ganzheitlicher Gesundheit.
Schwerpunkte bilden mentale, körper-energetische und zwischenmenschliche Ansätze.
Vermittelt werden Grundlagenwissen und analytische Einsichten in psycho-somatische Zusammenhänge.
Die Wahrnehmung der eigenen subjektiven Befindlichkeit und die Sensitivität für innere Vorgänge werden gefördert.
Es werden praktische Anregungen zur eigenen Gesundheitsförderung gegeben, außerdem Einblicke in psychotherapeutische Methoden.
Die Themen der Veranstaltungsreihe im Überblick:
1.) Unzufriedenheit und Überforderung als Krankheits-Ursachen
2.) Innen- und Außen-Wahrnehmung als erster Heilungsschritt
3.) Innere Prozesse als Spiegel zwischenmenschlicher Beziehungen
4.) Symptome als Wegweiser zur Gesundung
5.) Positive Einstellung zum Symptom als Schlüssel zur Neu-Orientierung
6.) Entscheidung für Neuorientierung als Impuls zur Aktivierung des eigenen Gesundungsprozesses
7.) Das Bewusstsein als Vermittler zwischen Wollen, Denken, Fühlen und Handeln
8.) Innere und äußere Widerstände als Störfaktoren
9.) Widerstände als überwindbare Hürden
10.) Stabilisierung des Heilungsprozesses über Selbst-Bewusstsein und Eigenverantwortung
Ort der Vorträge: Universität Hamburg, Philosophen-Turm Hörsaal D, Von-Melle-Park 6.
Das Institut ist inzwischen online: www.IMGE.de und www.IMGE.info

Onur Güntürkün: Die Evolution des Denkens {50:24}

Veröffentlicht am 10.11.2014
Zentrum für interdisziplinäre Forschung
Öffentlicher Vortrag am ZiF, 10. November 2015
Onur Güntürkün (Bochum, GER):
Die Evolution des Denkens
http://www.uni-bielefeld.de/ZIF/OeV/2...
Public Lecture at the ZiF, 10 November 2015
Onur Güntürkün (Bochum, GER):
The Evolution of Thinking

alter Info-Text:
Wie funktioniert Denken? Und können wir es irgendwann auslesen? Große Fragen, die Onur Güntürkün in einer Veranstaltung von Gemeinnütziger Hertie-Stiftung und FAZ für die Universität des 3. Lebensalters bespricht. Und teils auch beantwortet!

Die Ordnung des Denkens {1:06:26}

Am 10.11.2014 veröffentlicht
dasGehirnInfo
Wie funktioniert Denken? Und können wir es irgendwann auslesen? Große Fragen, die Onur Güntürkün in einer Veranstaltung von Gemeinnütziger Hertie-Stiftung und FAZ für die Universität des 3. Lebensalters bespricht. Und teils auch beantwortet!

Onur Güntürkün: Wissenschaft und Kulturen {9:33}

Am 02.10.2014 veröffentlicht
Stifterverband
Wissenschaftliche Laufbahnen sind in Deutschland zweigeteilt: Lange müssen sich junge Forscher von einem Zeitvertrag zum nächsten hangeln. Doch wenn sie es schaffen, eine Professorenstelle zu bekommen, haben sie ausgesorgt. Onur Güntürkün, Biopsychologe an der Ruhr-Uni Bochum, hinterfragt dieses System. Und zieht einen Vergleich zwischen deutscher und türkischer Wissenschaftskultur.
Mehr Videos zum Thema:
Onur Güntürkün: Wissenschaft gut kommunizieren
https://www.youtube.com/watch?v=RliEi...
Metin Tolan: Promotion und Karriere
https://www.youtube.com/watch?v=gQrAy...
Jede Woche neu beim Stifterverband:
Die Zukunftsmacher und ihre Visionen für
Bildung und Ausbildung, Forschung und Technik.
Interview: Michael Sonnabend/Nadine Bühring
für den Bildungskanal des Stifterverbandes
http://www.stifterverband.info

Planet Wissen - Wie Meditation das Gehirn umbaut {58:22}

Am 16.02.2015 veröffentlicht
QuoShop
02.01.15
Oft sind unsere Gedanken nicht bei dem, was wir gerade tun - oder wir hängen in Gedankenspiralen fest, können nicht abschalten, selbst wenn wir wollen. Meditation hilft, gelassener zu werden, den Geist zu beruhigen und im Hier und Jetzt zu leben - sogar anhaltend! Denn regelmäßiges Meditieren verändert das Gehirn, hat die Psychologin und Hirnforscherin Dr. Britta Hölzel herausgefunden. So lassen sich Stress, Depressionen, Angststörungen und sogar Schmerzen besser bewältigen und Menschen werden empathischer. Dr. Britta Hölzel "Meditation hilft uns, ein glücklicheres und erfüllteres Leben zu führen", davon ist die Psychologin Dr. Britta Hölzel überzeugt. Auf einer Indienreise nach dem Abitur entdeckt sie Yoga und Meditation für sich; seitdem lässt das Thema sie nicht mehr los. Sie meditiert täglich und untersucht als Wissenschaftlerin, wie Meditation auf das menschliche Gehirn wirkt. Ihr Ziel: Meditation aus der Räucherstäbchen- und Esoterikecke holen und die positiven Effekte durch handfeste Beweise wissenschaftlich belegen. Britta Hölzel lebt in München und hat dort ein "Zentrum für Achtsamkeit" initiiert.
Link-Tipps
Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion MBSR ist ein wissenschaftlich erforschtes Programm zur Stressbewältigung, das in den 1970er Jahren von dem Molekularbiologen Jon Kabat-Zinn entwickelt wurde. Die Abkürzung steht für Mindfulness-Based Stress Reduction, zu deutsch: Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion. Die Seite des MBSR-MBCT-Verbandes informiert über das Konzept und bietet die Möglichkeit, nach Kursen und qualifizierten Lehrenden zu suchen.  http://www.mbsr-verband.de
Achtsamkeit in der Schule Vera Kaltwasser ist Lehrerin an einem Gymnasium in Frankfurt und Trainerin für QiGong und Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR). Sie hat ein Konzept entwickelt, mit dem Achtsamkeitsübungen in den normalen Schulalltag integriert werden können. Infos dazu und weiterführende Links gibt es auf ihrer Homepage.  http://www.vera-kaltwasser.de
Achtsamkeit in München Das Zentrum für Achtsamkeit ist ein Netzwerk von anerkannten Achtsamkeits- Kursleitern und bietet in München und Umgebung Kurse zur Kultivierung von Achtsamkeit und Mitgefühl im Alltag an.  http://www.center-for-mindfulness.de
Literatur
Dr. Britta Hölzel
Die große Achtsamkeitsbox
5W-Verlag 2012
ASIN: 3942177153
Dr. Britta Hölzel
Achtsam schwanger, angstfrei entbinden
5W-Verlag, Oktober 2014
Vera Kaltwasser
Achtsamkeit in der Schule. Stille-Inseln im Unterricht: Entspannung und Konzentration
Beltz-Verlag 2013
ISBN: 978-3407626318
Dr. Ulrike Anderssen-Reuster
Achtsamkeit. Das Praxisbuch für mehr Gelassenheit
Trias-Verlag 2013
ISBN: 978-3-8304-6651-2

siehe auch:
- Buddhistische Meditationen: praktische Übungen, um den eigenen Geist zu erkennen (Post, 10.11.2016)
zuletzt aktualisiert am 10.11.2016

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